Alexander von Keyserlingk, Gründer der Unternehmensberatung Slowretail, hält am 6. und 7. Juli mehrere Vorträge auf der Messe Tendence in Frankfurt. Am Dienstag, den 7. Juli wird auch das Thema Zunft[hallen] in Berlin eine Rolle spielen. Weitere Informationen finden sich hier.
Die Inhaberin Alexandra macht hier einen wirklich guten Job - um das schon mal vorweg zu nehmen. Wir sind vom Parkplatz an der Gebhardtsbergstraße aus “aufgestiegen”. Der Weg über viele Baum-Wurzeln bietet einen grandiosen Panorama-Blick ins Rheintal mit Lustenau, Dornbirn und natürlich einen Teil des Bodensees. Der steil abfallende Fels ist auch sehr beliebt bei Freeclimbern, so dass wir an einigen scheinbar herrenlosen Schuhen und Sicherungsseilen vorbei gekommen sind.
Nach knapp 60 min erreichten wir “die Fluh”, wie dieser Teil von Bregenz genannt wird, und kehrten in den Berggasthof Adler ein. Auf der großen Terrasse waren wir trotz schönem Wetter alleine und total ungestört, dennoch hervorragend bedient und unterhalten durch die Inhaberin Alexandra.
Wir labten uns an Steak, Salat und Spießen mit einem schönen Tropfen auf die Empfehlung der Wirtin hin - und zahlten wirklich fair. Besonders empfehlen möchte ich die Palatschinken mit Eis! Ab Herbst wird es dann als Spezialität des Hauses auch Bio-zertifizierte Kaninchen aus der eigenen Aufzucht geben! Schauen Sie doch einmal beim Adler vorbei uns lassen Sie uns wissen, wie es war.
Ein Webpräzenz gibt es bislang nicht, deshalb hier der Link zur Zunft[wissen]-Seite. Ferner gibt es auch einen Wander-Bericht u. a. mit dem Berggasthof Adler im Zunft[magazin].
“Romantik im Rosengarten …” so die Überschrift von der Homepage dieser Einrichtung. Und weiter geht es wie folgt:
“See, Garten, Küche, Wein, Tanz und Kultur - das sind die Stimmungs-elemente, die den Aufenthalt, die Ferien im Strandhotel “Wilder Mann” unvergesslich machen. Dabei ist jedes Element für sich gesehen von unverwechselbarem Charme - im Zusammenklang aber ergibt sich ein gastronomisches Juwel. Der “Wilde Mann” blickt auf eine lange Familientradition zurück. Das über 400 Jahre alte Hotel steht unter Denkmalschutz.”
“Terrasse hui, der Rest pfui” … fällt mir dazu ein. Und Wörter wie “unvergesslich”, “Denkmalschutz” und “Tradition” erschienen mir eher in einem negativen Kontext zu stehen. So ist die Terrasse eine echte Wucht und dann ist es schnell vorbei.
Am Tanzpavillion bröckelt der denkmalgeschützte Putz, die Kellnertruppe riß schlechte Witze, war total unaufmerksam, zäh, mein Wiener Schnitzel schmeckte nach Fisch-Fett und die Preise waren wie meine Pommes: gesalzen - kräftig sogar. Das war demnach kein faires Preis-/Leistungsverhältnis. So tut nach 400 Jahren wohl einmal Erneuerung gut: Abschaffung der Musikpreise, deutliche Verbesserung des Services, besseres Essen und eben faire Preise. Dann könnte ein Schuh daraus werden. Im Moment kann ich nur warnen und als sehr gute Alternative das Seehotel Off vorschlagen. Auch dann, wenn Sie auf Musik & Tanz stehen und älter als 55 sind - selbst wenn es beim Off keine Musik gibt. Selbstredend, dass ich mir ein Bild spare … oder?
Erst heute morgen habe ich einen wirklich guten Blogbeitrag von Hannes Treichl auf anders|denken gefunden, der sich der Werbebranche ein wenig widmet. … und wirklich ehrliche und treffende Worte enthält. So stellt Hannes u. a. diese Frage betreffs eines Preises für die Werbewirtschaft …
“Warum kürt eine sogenannte “Fachjury” die Gewinner? Warum nicht mündige Konsumten Prosumenten wie du und ich?”
Und die Kritik ist dann auch noch konstruktiv … mit Hinweisen es besser zu machen.
Hier geht es direkt zum Artikel …
http://www.andersdenken.at/tirolissimo-werbung-marketing-tirol-kritik/

In dieser Woche haben wir ein weiteres “Familienmitglied” der Zunft-Bewegung aus der Taufe gehoben. Das Zunft[magazin] enthält - im Gegensatz zum Zunft[blog] - redaktionelle Berichte und Geschichten zu den guten Dingen. Gleichzeitig wird das Magazin das “neue Herz” der Zunft-Bewegung: Von dieser Adresse aus können Sie alle anderen Projekte einfach erreichen, vielfach sind diese bereits in die Artikel integriert. So haben Sie einen einfachen und schnellen Zugriff auf Zunft[wissen] und Zunft[TV], um sich weitere Infos und Impressionen zu den angebotenen Themen zu holen. Auch bei diesem Format möchten wir nicht nur in Ihre Richtung senden, sondern bieten auch die Möglichkeit die Artikel zu kommentieren … schließlich möchten wir gerne wissen, was Sie dazu bewegt. Bitte machen Sie von dieser Kommentierungsmöglichkeit regen Gebrauch.
Ab Herbst ist auch die Einbindung eines Online-Shops geplant, in dem eine Auswahl der beschriebenen Dinge auch sofort bestellt werden kann. Im Zusammenspiel mit dem Zunft[laden], in dem Sie ein ausgewähltes Sortiment an einem realen Ort kaufen können, wird so erstmals unser Kompententbereich Zunft[werk] aktiv. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Vormerken kann man sich schon einmal Samstag, den 19. September 2009. An diesem Tag wird der Zunft[laden] im Cafe Schellack nach einer Vernissage des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof eröffnet. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf und wird später fortgesetzt im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz. Weitere Informationen finden sich hier.
Die Zunft[halle] in Berlin soll ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen. Sie würde so zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden. Die Zunft[halle] versteht sich dabei als Impulsgeber für die Zukunft der Arbeit. Sie würde als „guter Dritter Ort“, als quasi öffentlicher Platz und auch als temporärer Markt (bspw. regionaler Ökomarkt vor der Halle an Wochenenden) entwickelt werden. Hier sind in Einheiten von 25 qm bis ca. 700 qm regionale, manufakturelle und nachhaltig arbeitende Erzeuger und Dienstleister aus den Bereichen Küchenkultur und Küchenzubehör, Genusshandwerksagenturen, Tabakmanufaktur, Weinhändler, Weinaccessoireanbieter, Weinthemenmarkt, Kochschule, Getränkeanbieter, Säftemacher, Bio-Backmanufaktur, mehrere Anbieter von Bio-Lebensmitteln und zahlreiche kleine Delicum- und Feinkostanbieter (deutsche, österreichische, italienische, spanische, portugiesische, skandinavische) und Anbieter wertiger Produkte aus den Bereichen Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürzen, Schokolade etc. die Nutzer. Die Marktsituation bietet regionale und saisonale Erzeugnisse aus allen Bereichen des täglichen Bedarfes, deren Preisgestaltung den sachgerechten Umgang mit den Produkten und die entsprechende Beratung über die Produkte berücksichtigt, d.h. hier geht es nicht um teuer, sondern um “den Preis wert”.
… wie immer zu Jubiläen machen wir nicht viele Worte. Wir freuen uns Sie heute hier zu haben und hoffen Sie auch in Zukunft zu spannenden Themen hier begrüßen zu können - vielleicht auch mal als Autor.
Ein dickes DANKE an alle Mitwirkenden.
Nun wird es langsam ernst: Der erste Zunft[laden] in Wachenheim an der Weinstrasse wird immer konkreter.
Es soll dabei im besten Sinne ein “best practice”-Projekt einer fairen regionalen Entwicklung entstehen. Regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, regionale Manufakturen, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen sich. Hierbei sollen in einer Kombination von IPTV (siehe WinelibraryTV aus den USA und unser Zunft[TV]), Ecommerce (siehe Projekt Zunft[werk]) und realem Genusshandwerksladen regionale, manufakturelle und nachhaltig hergestellte Produkte von Erzeugern der Region und Produkte aus den Bereichen Küchenartikel, Genusshandwerk und Wein, wie auch Weinaccessoires und Angebote wertiger Produzenten aus den Themenfeldern Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürze, Schokolade etc. präsentiert, verkostet und vermarktet werden. Weitere Informationen finden sich bei Zunft[wissen].
Wenn Sie selber manufakturell tätig sind - oder aber gute Genusshandwerker und Manufakturen kennen, für die unser Projekt interessant ist, dann melden Sie sich doch einfach. Eine erste Präsentation findet in der kommenden Woche beim Wachenheimer Burg und Weinfest statt.
Weitere aktuelle Informationen finden sich auch in der neuesten Zunft[depesche].
Wir haben am Pfingstsonntag einen Ausflug getan - etwas wahnsinnig, weil je Richtung 3,5 Stunden Fahrt mit Kindern - dafür hat es sich aber gelohnt. Obwohl die Rosen noch nicht richtig geblüht haben.
Wir sind von Hamburg über Parchim, Lübz, Plau am See und Waren an der Müritz nach Marihn gefahren und haben dabei die Mecklenburger Landschaft mit seinen vielen See sehr genossen. Überhaupt scheint mir die Gegend eher verkannt. Schöner Nebeneffekt: Die Orte sind nicht überlaufen, alles ist sehr entspannt bei wirklich fairen Preisen.
Eigentlich haben wir uns auf den langen Weg gemacht, um den weltweit größten David Austin Rosengarten zu bewundern. Das haben wir dann auch getan, allerdings fanden wir nur rund 30-40 Rosen in Blüte. Dennoch hat uns der Park uns seine Gestaltung sehr beeindruckt - durch die Ruhe, die Weitläufigkeit, seine Schönheit und die tollen Horizonte. In 3-4 Wochen, wenn alle Rosen blühen, muss es gigantisch sein. Der Garten von Marihn ist auch Außenstelle der BUGA 2009 in Schwerin.
Zu erwähnen ist noch das Kutscherhaus mit Gemüsegarten und wirklich leckerem Kuchen - es gab zwar nur eine Sorte und nicht 5 Kaffeevarianten - aber es paßte. Die neue Bescheidenheit und Konzentration auf Wesentliches - das war wirklich angenehm. Da könnten sich viele eine Scheibe abschneiden und sich wieder auf ihre Kernwerte konzentrieren.
Weitere Details auf Zunft[wissen].
Ausgestorbene Tiere, gefällte Bäume, totaler Egoismus und tödlicher Größenwahn … es gibt auf der Welt einen Ort, der genau das erlebt hat, was der Welt droht, wenn der Mensch sich seine eigenen Lebensgrundlagen entzieht.
Wir können diesen Ort an der einsamsten Stelle dieses Planeten finden: Rund 2.000 km von den nächsten (40) Nachbarn entfernt, die selbst sehr speziell sind, weil ein gewisser Flechter Christian der Vorfahr diese Nachbarn ist. Vielleicht haben Sie es schon erkannt oder geahnt: Die Rede ist von Rapa Nui, der Osterinsel.
Das Dossier der DIE ZEIT Nr. 23 beschäftigt sich ausführlich mit diesen Zusammenhängen. Ich musste dabei spontan an eines meiner Lieblingsgedichte von Wolfgang Borchert denken: Sag NEIN! Das Gedicht ist mindestens so duster und realistisch wie der Autor die Osterinsel und ihre Geschichte beschreibt:
900 > Erste Besiedlung, Millionen hoher Palmen stehen auf der Insel
1000 > Das erste Holz wid geschlagen, um Schlitten für einen irrwitzigen Wettbewerb um die höchsten Steinstatuen zu bauen
1650 > Die Insel ist abgeholzt, alle Landvögel und früchtetragenden Pflanzen sind ausgerottet
1680 > Die letzten gesellschaftlichen Strukturen zerfallen, Bürgerkrieg und Kannibalismus greifen um sich. Die Statuen feindlicher Sippen werden gestürzt
1877 > Die Insel wird Chile zugeschlagen, 111 Menschen leben noch auf ihr
2009 > Heute sind es rund 4.900 Menschen - und eine Palme
Mit meiner Vorstellungskraft und individuellen Wahrnehmung stelle ich fest, dass sich in den Jahren seit 1.000 nicht viel geändert hat. Die Namen und Bezeichnungen ändern sich, aber gelernt haben wir nichts. In Vorträgen und Seminaren werde ich oft nach Beispielen gefragt, nach Anfassbarem in Sachen Nachhaltigkeit. Seit heute habe ich ein weiteres Beispiel - ob das die Welt ein kleines Stück mehr retten wird, sie 3 Jahre länger für meine Kindeskinder erhält?
Wahrscheinlich bleibt mein Ruf wieder ungehört. Dennoch möchte ihn von mir geben: Bitte diskutieren Sie diesmal diesen Artikel mit mir. Er ist es wert und bietet wirklich ganz viel Potential dafür.
Zu verdanken haben wir dieses Potential einem Interview mit Amar Bhidé, einem renommierten Innovationsforscher und Buchautor (Ursprung und Entwicklung neuer Geschäfte sowie Der unternehmerische Konsument) in der DIE ZEIT Nr. 23.
Ich werde dieses Interview hier nicht wiedergeben - nicht nur weil der Kauf der DIE ZEIT sich diesmal wirklich lohnt und sich das beiliegende ZEIT-Magazin mit dem Thema Ideen beschäftigt -, sondern nur einige der wesentlichen seiner Thesen ganz kurz skizzieren. Am Anfang aber doch ein Zitat: 1. Frage: [...] Wissen Sie schon, wo das Next Big Thing herkommt - die nächste große Erfindung, die unsere Unternehmen aus dem Tal zieht? Antwort: “Nein. Aber wenn Sie danach suchen wollen, würde ich Ihnen ein Verbot und ein Gebot mit auf den Weg geben. Das Verbot: Lassen Sie die staatlichen Investitionen in Zukunftstechnologien möglichst bleiben. Das Gebot: Schicken Sie die Leute zum Einkaufen!” Zitat Ende.
Das ist doch schon genügend Diskussionsstoff, oder?
Amar Bhidé glaubt nicht daran, dass Konsumenten wissen, was Sie denn genau für Innovationen haben wollen, setzt aber auf ihre Neugier beim Probieren neuer Produkte und die sich daran anschließende Sogwirkung - deshalb das shoppen. Sein liebstes Beispiel ist dabei das iPhone (ich werde dieses Gerät in einem meiner nächsten Beiträge aufgreifen …).
Ein wenig Schade ist, dass hier wiederum nur Produktinnovationen im Vordergrund stehen. Wir sehen vielmehr einen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit, (Open) Innovation und Wissen, der dann auch Prozeßinnovationen umfasst: die tägliche Überprüfung, ob wir in unseren Prozesse, in der Organisation etwas besser oder anders machen sollten. Und das ist mindestens so wichtig wie Produktinnovationen.
Aber lassen Sie mich Ihre Meinungen zu diesem kühnen Statement von Herrn Bhidé wissen …
Die aktuelle Ausgabe der DIE ZEIT hat mich wirklich bewegt … was sich in der Tatsache niederschlägt, dass sie mich zu im Ganzen drei Artikeln für den Zunft[blog] inspiriert hat - und dabei habe ich mir einen bewundernden Kommentar zu der Tatort-Kolumne von Feridun Zaimoglu, der jeweils den kommenden Tatort “behandelt”, schwerlich verkniffen.
Das Letzte auf S. 64 beschäftigt sich diesmal mit den Hausnachrichten Sommer 2009 von Manufactum.
Zitat: “Es ist leider so, dass wir Manufactum schon immer bewundert, aber seine Produkte nie gekauft haben, weil sie uns erstens zu teuer sind und weil uns zweitens die Vorstellung ihrer nahezu ewigen Haltbarkeit narzisstisch kränkt.” [...] “Lass sie kommen, die Endzeit! Die guten Dinge, die es noch gibt, sie werden uns alle überleben: die in Honig gesottenen Pantoffeln aus Biberfilz, der Wipptaster aus gesintertem Porzellan, die Badewannen aus Galalith, die Knöpfe aus handgebürstetem Zink und die aus 80 Prozent Kamelhaarzwirn in 1/1-Rippe gestrickte und auf ganzer Breite mit Vollplüsch aufgepolsterte Gartenlaube. Der Untergang des Abendlandes - noch nie waren wir so gut auf ihn vorbereitet wie durch Manufactum. “Das Ende der Selbstverständlichkeiten ist der Beginn der Bescheidenheit.”" Zitat Ende.
Tja. Ob dieses Kommentars habe ich mich dann schon gefragt, ob das Geschichten erzählen vielleicht doch nicht so angesagt ist? Ob vielleicht manufakturelle Produkte wirklich nicht mehr in die Zeit passen? Oder ob wir in unseren Argumentationen vielleicht ab und an ein wenig zu arrogant sind? Jetzt ist die Zunft nicht Manufactum - dennoch gibt es eine Schnittmenge - mindestens in der Wahl der Sprache und der Auswahl der Produkte.
Dennoch fand ich den Artikel erfrischend, offen, ehrlich und authentisch. Und darum geht es. Und er hat mir einmal mehr eine neue, andere Perspektive auf die Dinge gezeigt. Schließlich braucht es Differenzen und Widersprüche für das Fortkommen. Danke FINIS.
Am 15. Juli wird nun zum zweiten Mal in diesem Jahr die REGIOKOMM Konferenz (www.regiokomm-konferenz.de) stattfinden, die nach einem erfolgreichen Start im Signal Iduna Park (dem Borussia Dortmund-Stadion) im Frühjahr 2009 nun unter dem Namen REGIOKOMM Süd in Stuttgart ausgerichtet wird.
Unterstützt wird die Konferenz, deren Gäste im Kongresshotel Europe erwartet werden, vom Bundestagsabgeordneten Herrn Burgbacher, der u.a. Mitglied des Tourismusausschusses ist und in dieser Thematik eine wichtige Möglichkeit zur wirtschaftlichen Stärkung der Region sieht.
Wie auch zur letzten Veranstaltung, erwarten wir wieder hochkarätige Referenten und spannende Themen, die sich rund um das Thema “Internet und Regionalmarketing” drehen. Schwerpunkt der REGIOKOMM Süd ist die Bedeutung des Internets (z.B. interaktive Kartenanwendungen, Geocaching etc.) für ein zukunftsgerichtetes Stadt- und Regionalmarketing. Neben dem Web 2.0 werden auch bereits innovative Ansätze des semantischen Webs (Web 3.0) präsentiert. Bei der Konferenz werden jedoch nicht nur die Internet-affinen Akteure auf ihre Kosten kommen.
Hintergrund
Städte und Gemeinden sehen sich heute in einem qualitativ neuen Wettbewerb der Standorte. Neben den “harten” Standortfaktoren werden die “weichen” Faktoren wie Kultur- und Freizeitangebote, die natürliche Umgebung, oder auch die Bildungsversorgung und Qualifikation der Bevölkerung, immer wichtiger. Die Auswahl von Wohn- und Unternehmensstandorten sowie von touristischen Zielen orientiert sich daran und macht Städte und Gemeinden zu Konkurrenten.
Eine Verbindung zu größeren Einheiten – zu Regionen – wird als Lösungsweg gesehen, um die Gestaltung wesentlicher Standortfaktoren städteübergreifend zu koordinieren, aber auch um als Region für Investoren im globalen Wettbewerb sichtbarer zu werden.
Unter dem Dach eines Regionalmarketings bündeln die Regionen ihre Kräfte. Sie schaffen ein regionales Bewusstsein, das sowohl nach innen wie nach außen wirkt; gleichzeitig gestalten sie hierdurch entscheidend ihr Image mit.
Mittlerweile ermöglicht das Internet eine enorme Markttransparenz im Hinblick auf die Standorte. Ein erfolgreiches Stadt- und Regionalmarketing setzt die Möglichkeiten des Internets wirkungsvoll ein und nutzt es in Form von Websites, aber auch mit Community-, Karten- und GIS-Anwendungen, für seine Zwecke.
Themen der REGIOKOMM Konferenz
- Was sind die identitäts- und imageprägenden Faktoren der Region, und wie lassen sich diese erkennen, vermitteln und gegebenenfalls auch beeinflussen?
- Über welche Möglichkeiten und Potenziale verfügt das Medium Internet als Ergänzung des derzeitigen und künftigen Regionalmarketings?
- Wie kommen in diesem Zusammenhang Kartenanwendungen und Geo-Informationssysteme zum Einsatz?
Ihr Nutzen als Teilnehmer
Sie erhalten aktuelle Informationen zu vielen Themen des Stadt- und Regionalmarketings, die für Ihre tägliche Arbeit wichtig sind. Unsere Referenten zeigen Ihnen hierzu Möglichkeiten für das Stadt-und Regionalmarketing auf. Erfahren Sie, wie in anderen Regionen Projekte bereits umgesetzt wurden und welche Hürden die Akteure dabei überwunden haben. Machen Sie sich ein Bild von den Möglichkeiten des Internets und den Anwendungsfeldern von raumbezogenen Daten und Anwendungen im Stadt-und Regionalmarketing.
Mit dem Fokus auf regionaler Identität und regionalem Image versuchen Städte und Gemeinden ihre administrativen Grenzen zu überwinden und “Kirchturmdenken” abzuschaffen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und sich mit Experten und Fachkollegen darüber auszutauschen, wie Sie - Ihre Stadt oder Region - von diesen Prozessen profitieren können!
Zielgruppe
Die Konferenz richtet sich an Akteure aus der öffentlichen Verwaltung, aus Unternehmen und Wissenschaft, die im Stadt- oder Regionalmarketing tätig sind, aber ebenso an alle thematisch Interessierten – denn Regionalmarketing ist ein Prozess mit beteiligten Akteuren aus allen Bereichen.
Veranstalter
REGIOKOMM, c/o CFGI GmbH, Rheinlanddamm 201, 44139 Dortmund, Tel.: 0231/ 28668-206, E-Mail: info@regiokomm-konferenz.de
Internet: www.regiokomm-konferenz.de
P.S.:
Die Vorträge der vergangenen REGIOKOMM in Dortmund können unter folgendem Link abgerufen werden
Einen ganz spannenden Artikel im Manager Magazin möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Unter dem Titel “Was würde Google tun? - Google-Wein krempelt Einzelhandel um”, beschreibt der gut geschriebene Artikel über das Buch von Jeff Jarvis die weiteren Entwicklungen auch in der Einzelhandelslandschaft, die ich übrigens teile. Ich zitiere einige Passagen:
“Die wichtigsten Faktoren für Erfolg im Einzelhandel waren bisher die Lage, die Lage und die Lage. Nun sind es Links, Google und Google-Elixier - eine Weinhandlung in den USA macht es vor. Lassen Sie uns einen Händler besuchen, der aus seiner Lektion gelernt hat und der darauf brennt, noch mehr auszuprobieren. Gary Vaynerchuk, Weinhändler aus Springfield, New Jersey, platzte 2006 mit einem täglichen Videoblog ins Internet. Legen Sie dieses Buch einen Moment beiseite - nur einen Moment lang -, besuchen Sie Winelibrary.tv und sehen Sie sich eine seiner Sendungen an. Richten Sie sich darauf ein, von der Druckwelle eines Düsenjets an Persönlichkeit und Begeisterung in Ihren Sessel gepresst zu werden. Vaynerchuk entspricht kaum dem Bild eines Weinkenners beim Gaumentest. Er könnte ebenso gut Pferdewetten annehmen oder sein Lieblings-Footballteam anfeuern (die New York Jets). Er ist ein netter Kerl, einer aus dem Volk, und genau dafür steht er. Er demokratisiert Wein. Mit seinem Vater, einem russischen Einwanderer, und dem Rest der Familie betrieb Vaynerchuk bereits erfolgreich eine Weinhandlung, bevor er seinen Videoblog startete. Sie bauten das Gebäude zu einem stattlichen, zweistöckigen Geschäftslokal um - einer Art Bibliothek aus Flaschen - und steigerten innerhalb weniger Jahre die Einnahmen von vier Millionen auf 60 Millionen Dollar jährlich. Das “Wall Street Journal” brachte 2006 ein Porträt über Vaynerchuk. Ich kaufte bereits lange meinen Wein bei ihm, aber kennen gelernt habe ich ihn erst online. Sein Videoblog machte ihn zum Star. 80.000 Leute sehen sich täglich seine Sendung an - gar nicht schlecht für einen Typen, der sich 20 Minuten lang lautstark über Wein auslässt und jedes kleine Schlückchen in einen Eimer der New York Jets spuckt. Seine Begeisterung ist ansteckend, deshalb verbreiten seine Fans sie weiter. Eines Tages, mitten in einer Sendung, erwähnte er, dass er in seinem Geschäft ein Event für seine Onlinecommunity veranstalten wolle. Es kamen dreihundert “Vayniaks”, wie er sie nennt, einige waren sogar aus Kalifornien und Florida eingeflogen. Vaynerchuk kam ins große Fernsehen, was er dem Internet verdankt. Er trat in Late Night with Conan O’Brien auf, in der Ellen Degeneres Show und in Mad Money auf CNBC bei Jim Cramer, einem Moderator, der ebenso temperamentvoll ist wie er selbst. Er wurde engagiert, um Vorträge zu halten. Ich habe eingangs von ihm berichtet, wie er über Twitter eine Blitzparty während einer großen Konferenz in Austin veranstaltete. Auf der Konferenz hielt er eine Rede an der Seite seines Hollywood-Agenten.” Spannend auch die drei weiteren Teile, die schon in ihren Überschriften den Wandel deutlich machen:
* “Content, Baby, um in den Suchergebnissen aufzusteigen”
* “Kommunikative Geschäfte sind die Zukunft unserer Gesellschaft”
* Die Rettung der Geschäfte besteht in ihren Kunden
Den kompletten Artikel finden Sie hier.
Ich darf hierbei auch auf die drei Säulen des Zunftansatzes verweisen:
1. Inhalte - siehe Zunft[wissen] und Zunft[blog],
2. Kommunikation - siehe Zunft[netz] und XING-Zünftig,
3. Serviceorientierung - wie sie an den Zunft[orten] geplant ist.
Die Zukunft ist ganzheitlich, das ist zumindest meine Überzeugung. Was meinen Sie? Und wenn Sie regionale Hersteller und Anbieter wertiger Produkte und Dienste kennen, die an dem Ansatz partizipieren wollen, dann melden Sie sich einfach. Mehr zu mir erfahren und den direkten Kontakt zu mir bekommen Sie hier und über XING-Zünftig.
Gestern war ich zu einem Geburtstag eines alten Studienkollegen aus meinen Mannheimer Zeiten eingeladen - und ein besserer Ort für das Wiedersehen mit vielen altbekannten Gesichtern hätte ihm gar nicht einfallen können. Gefeiert hat er nämlich im Weingut Fogt - Schönborner Hof in Badenheim, einem kleinen Weinort, ganz nahe der A 61 in der Region, in der die Weinanbaugebiete Nahe und Rheinhessen aneinanderstossen. Was mir besonders gut gefallen hat war zum einen das tolle Zusammenwirken der ganzen Familie Fogt, die nächste Generation mit ihren Lebenspartnern eingeschlossenen. Zum anderen hat man uns mit einer tollen Idee zu einem Picknickservice und den eigenen überzeugenden Weinen gezeigt, dass manchmal “weniger eben mehr ist”. Nun waren das Wetter und die Möglichkeit, im grossen Garten zu sitzen und Wein zu verkosten zudem tolle Grundlagen für einen erinnerungswerten Tag. Schön, dass einfache regionale Genüsse so viel Spaß machen können.
Nach den Beiträgen zur Krise heute einmal wieder ein hoffungsstiftendes Beispiel aus dem Unternehmenskontext … das besonders ist. pur ist ein wirklich kleiner “Laden”, eher ein Lädchen, im Geesthachter Buntenskamp/Ecke Rathausstraße, der ob seiner Größe wirklich leicht zu übersehen ist. So bin ich überzeugt, dass bisher nur wenige der 32.000 Geesthachter von seiner Existenz wissen. Anyway.
Alexandra Morini und Robin Grelewicz betreiben im Hauptgeschäft die Handelsagentur Aurea, die schwerpunktmäßig mit italienischem Wein und Wasser handelt. Quasi als weiteres kleines Standbein haben sie 2008 pur zum Leben erweckt. pur steht hier in diesem Blog auch als Beispiel für ein Unternehmen, dass sich auf den Weg gemacht hat. Hier sind längst noch nicht alle Weine, Accessoires und Lebensmittel nachhaltig oder gar bio - aber einige und wöchentlich werden es mehr. Mal davon abgesehen, dass dieser Prozess der nachhaltigen Ausrichtung nie zu Ende ist, so ist es eben endscheidend anzufangen. Nicht nur reden und planen sondern handeln.
Und nicht nur die Waren spielen bei dieser nachhaltigen Ausrichtung eine Rolle. Mindestens genauso wichtig ist der Umgang mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern zu bewerten. So dürfen Sie sich sicher sein, dass Sie bei pur freundlich und stets zuvor kommend bedient werden und zumeist bekannt ist, welchen Wein oder welches Olivenöl Sie denn letztens gekauft haben. Natürlich in Verbindung mit der Nachfrage, ob Sie zufrieden waren. Der kleine Laden bringt es mit sich, dass die angebotenen Stücke ausgewählt und besonders sind. Ich schätze pur besonders für kleine Geschenke - hier läßt sich immer eine gute, besondere Flasche Wein mit einem tollen Salz, einer ästhetischen Naturseife oder einem leckeren Olivenöl finden, die meinen Gastgeber sicher Freude bereiten.
Solche Läden fehlen mir im Hamburger Osten. Läden mit Identität, Serivce und Inspiration. Da dürfte es wirklich mehr von geben. So lohnt sich der Weg aus Reinbek, Lauenburg, Schwarzenbek, Bergedorf oder Winsen ganz sicher.
Schauen Sie doch mal bei pur vorbei - beachten Sie allerdings die (noch) eingeschränkten Öffnungszeiten - und lassen Sie mich etwas von Ihren Eindrücken wissen.
PS: Natürlich finden Sie pur auch bei Zunft[wissen] …
Ende April 2009 fand im Österreichischen Götzis eine hochspannende Veranstaltungswoche statt, die sogar in der Rückschau Aufmerksamkeit lohnt: Die Tage der Utopie 2009.
Aus dem Ankündigungstext:
“Am Horizont unserer Gesellschaft zeichnen sich schon seit längerem weitere Verabschiedungen bisher geltender Überzeugungen und Wahrheiten ab: Unsere bestehenden Verkehrs- oder Schul- oder Ausländerintegrations- oder Gesundheitssysteme, um nur jene Bereiche zu nennen, bei denen über das allgemeine Unbehagen an ihrem gegenwärtigen Zustand Einigkeit zu herrschen scheint.
Unzufriedenheit – Vision – Erste Schritte
Um einen erfolgreichen Veränderungsprozess gestalten zu können, sind drei Elemente wichtig, ganz gleich, ob es sich um Lebensgemeinschaften, Organisationen oder Gesellschaften handelt.
1. Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation.
2. Eine Vision.
3. Erste machbare Schritte in Richtung des Zukunftsbildes.
In vielen Diskussionen fließt die allermeiste Energie in die Formulierung der Kritik. Die Tage der Utopie verstehen sich als Gastgeber von Visionen, die uns ein Gefühl für die Möglichkeiten der Alternative bieten. Der utopische Entwurf löst uns aus dem bloßen Diagnostizieren des Defizits, dem Verharren in der Mangelperspektive und richtet unsere Wahrnehmung auf Ressourcen und Chancen.”
Neben anderen traten binnen einer Woche als Redner auf:
Peter Spiegel (Club of Budapest, Genisis Institut for Social Business and Impact Strategies)
Ilja Trojanow (Schriftsteller, u.a. “Die Weltensammler”)
Michael Braungart (Cradle to Cradle)
Die Vorträge sind als mp3 downloadfähig!
Seit Wochen fasziniert mich schon der ja eigentlich längst zu erwartende “knock out”-Prozess beim ehemals so stolzen (und arroganten) Arcandor (Karstadt/Quelle) Konzern. Nun scheint das Überleben am seidenen Faden zu hängen. Wobei es mir dabei wirklich leid tut um die zahlreichen sicherlich bemühten Mitarbeiter. Nicht wirklich leid tut es mir um den Konzern selber, seine (unkundigen?) Aktionäre und seine Führung. Ich kann mich an die Mitte der 1990er Jahre erinnern, in denen bei Karstadt ein radikaler Beschaffungskurs gefahren wurde, dem zahlreiche kleine und mittlere Lieferanten aus Europa zum Opfer fielen. Man entwickelte den Konzern zu einem stomlinienförmig beliebigen (Label-)Kaufhaus, das mit dem Verlust seines individuellen Angebotes auch seine Identität und seine bestimmende Kompetenzfunktion in zentralen Bereichen eines Kaufhauses verlor (ein spannendes und den Wünschen seiner Kunden entsprechendes Portfolio nämlich). Es regierte der Wahn nur noch Fläche mit Warendruck anzubieten und zahlreiche (ich behaupte heute dumme) “Shop in Shop”-Partner zu finden, die möglichst viele Handelsrisiken übernehmen sollten. Ich darf hier noch einmal auf meinen Blogbeitrag aus dem Herbst 2008 verweisen. Dass solche hausgemachten Fehler nicht vom Steuerzahler geheilt werden sollten, sollte sich dabei ebenso von selbst verstehen, die kritische Haltung einflußreicher Teile der Politik kann ich daher gut nachvollziehen. Wer braucht eigentlich heute noch den Einheitsbrei der durch Pseudolabel veredelten, teilweise die dahinter stehenden Menschen verachtenden (Billiglohn-)Angebote der Konzerne, die Discounter haben hier doch längst vorgemacht , wie man diese alten Strukturen mit links überholt. Ich denke, dass die Städte, die in das Jammern der Arcandorspitzen mit einstimmen sollen/wollen, besser daran wären sich einmal zu überlegen, dass sie den Prozess der Beliebigkeit mit ungezügelter grüner Wiese, fast widerstandsfreier Gemehmigung quasi aller Arten von Discount und purer Ignoranz der stattfindenen Veränderungen (Ecommerce etc.) selber (mit)verschuldet haben. Viel spannender sind daher Impulse, wie der, den Sie im interessanten Blogbeitrag von Alexander von Keyserlingk vom Zunft[institut] im lesenswert “Slowretailblog” nachlesen können. Was meinen Sie? Ich freue mich auf die Diskussion!!
Klaus Kofler und Oliver Selaff vom Zunft[institut] referieren am 24. Juni 2009 beim Marketingclub Vorarlberg in Bregenz zum Thema: LOHAS – ein neuer Konsumtrend? Der LOHAS-Lifestyle (Lifestyle of Health and Sustainability) markiert einen neuen Lebens- und Konsumstil, der sich stark an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Aber handelt es sich dabei wirklich nur um einen neuen Trend oder steckt hinter dieser Entwicklung vielleicht mehr? Welche Auswirkungen hat dabei der Megatrend „Nachhaltigkeit“ verbunden mit einem stattfindenden Wertewandel für unsere Wirtschaft und Gesellschaft? Hier finden Sie weitere Informationen.
Liebe Zunft[blog]-Leser,
ich werde immer häufiger darauf angesprochen, ob es nicht die Möglichkeit eines Kennenlernens im grösseren Kreis geben könnte. Ich habe diesen Impuls aufgenommen und möchte anlässlich des jährlich stattfindenen Wachenheimer Burg- und Weinfestes vom 11. bis 14. Juni 2009 eine Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und Vernetzen bieten.
Ganz zwanglos und ohne terminliche Festlegung soll während des Weinfestes die Möglichkeit bestehen, weitere “Mitstreiter für die guten und regionalen Dinge” kennenzulernen. Wachenheim an der Weinstrasse in der Pfalz und sein Weinfest sind sicherlich eine schöne Gelegenheit für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub in der “Toskana Deutschlands”.
Weitere Informationen zum Fest (auch zur Pfalz) finden sich hier.
Weitere Informationen zu den aktuellen Aktivitäten der “Die Zunft AG” finden sich hier.
Ein aktueller Artikel zum Thema “Regionale Qualitätsprodukte vermitteln Glaubwürdigkeit” im Magazin Info3 findet sich hier.
Ich freue mich auf viele gute Gespräche und nette Menschen. Eine Anmeldung ist auch über XING möglich.
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Der Unternehmens-Coach Jörg Mann hat zu dem Thema Wirtschaftskrise und die damit oft umgehende Angst interessante Ansätze, die Impulse liefern und andere Betrachtungsperspektiven aufzeigen.
Ich fand es spannend und möchte Ihnen diese Gedanken nicht vorenthalten:
Impulse und Perspektiven von Jörg Mann
Auch der Rest der Site scheint mir eine Betrachtung wert. Und wenn Sie aus dieser Lektüre nichts oder doch etwas mitnehmen, lassen Sie uns das in den Kommentaren wissen. Danke dafür!
8 Märkte und Branchen, die die Wertschöpfung von morgen bestimmen, so betitelt das Zukunftsinstitut die neueste Publikation von Eike Wenzel zu den Zukunftsmärkten.
Ich zitierte den aktuellen Newsletter des Zukunftsinstitutes: “In der Studie erwarten Sie mehr als 300 Best-Practice-Beispiele von Trendpionieren, die schon heute an den Konturen der Märkte von morgen arbeiten. Anhand von Zahlen, Tabellen und Denk-Charts werden Ihnen die Umsatzpotenziale und die Grundeigenschaften der Sinnmärkte vor Augen geführt. Für jeden der neuen Märkte, die in der Studie skizziert werden, werden am Schluss „Business Opportunities” definiert, die Sie dabei unterstützen, die neu entstehenden Geschäftschancen umzusetzen. „In der momentanen Situation handelt es sich um keine Krise im eigentlichen Sinne, um keinen Unfall. Es geht um etwas Grundsätzliches. Wir befinden uns an einer ökonomischen Weggabelung: In die eine Richtung gehen, das heißt: kleine kosmetische Reparaturen am System anbringen, ansonsten weitermachen wie bisher, bis die nächste Blase platzt. Oder wir entscheiden uns für einen Neustart und fragen endlich, was den Menschen wirklich wichtig ist – damit begeben wir uns auf die Sinnmärkte von morgen.”
Die Märkte und Branchen im Überblick:
*Regionalität: Die Sinnmärkte des Nahen, Guten und Vertrauten
*Tourismus: Die Sinnmärkte des Unterwegsseins und der Selbstveränderung
*Spiritualität: Die Sinnmärkte des Transzendenten und Religiösen
*Bildung: Wising Up – die Sinnmärkte des Schönen, Guten, Wahren
*Körper und Genuss: Die Sinnmärkte des Selbermachens und des Selbstmanagements
*Ethik-Konsum: Die Sinnmärkte der Nachhaltigkeit
*Sozial-Kapitalimus: Die Sinnmärkte der guten Taten und des Gemeinsinns
*Medien: Die Sinnmärkte der Nachrichten und Informationen, Bewusstseinsindustrie 2.0
Zahlreiche Punkte erreichen uns sehr deutlich, weil wir uns ja genau mit diesen Trends schon seit Beginn des Jahrtausends intensiv beschäftigen. So ist der ganzheitlich gedachte Zunftansatz mit seinen zentralen Bereichen “Wissen”, “gute Dritte Orte” und mit den “neuen Märkten der guten Dinge” eine Zusammenfassung genau der Punkte, die man eben auch als “Sinn- und Wertemärkte” bezeichnen kann. Und wie sehen Ihre neuen Märkte aus?
Den Artikel aus dem Zukunftsinstitut finden Sie übrigens in unserem Presseportal.
Heute habe ich im Newsletter des Rates für Nachhaltige Entwicklung (weitere Infos dazu) gelesen, dass die meisten Energieversorger der Welt essentielle Klimainfomationen verweigern.
Zitat aus dem Newsletter Rat für Nachhaltige Entwicklungen:
“Große Energieversorger scheuen weiterhin vor der Veröffentlichung eigener CO2-Reduktionsziele zurück. Das hat das Carbon Disclosure Project – eine Klimaschutzallianz von rund 480 Großinvestoren – in einer Umfrage unter den 250 größten Versorgern der Welt herausgefunden. Von 110 antwortenden Unternehmen veröffentlichen demnach nur 16 Prozent eigene CO2-Ziele – obwohl über 60 Prozent angeben, solche Ziele zu haben.
Weitere Info zu dieser Umfrage …
Zitat Ende
Nun, wenn denn Unternehmen im Gespräch mit Ihnen mal wieder so tun als ob Offenheit und Transparenz kein Thema wären und schon lange praktiziert werden, wäre das hier das provokante Gegenbeispiel. Ich frage mich schlicht: Wie kann das angehen? Wer will für eine solche Firma arbeiten oder dort seine Energie abnehmen? Womöglich haben 75% dieser Auskunftsverweigerer einen CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht - der auf dem Papier sicher makellos ist.
Liebe Freunde und Interessenten,
Ich schreibe diesen Artikel, weil es mir ein Anliegen ist, die jetzige Situation zu hinterfragen und nach Möglichkeit Hinweise auf Antworten zu geben. Ich weiß, dass es für einen Blog etwas lange geraten ist. Meist sind meine Artikel sehr kurz, aber diesem Thema wollte ich einfach mehr Aufmerksamkeit schenken.
Einleitung
Aus aktuellem Anlass habe ich einige Informationen aus meiner Sicht niedergeschrieben, die ich Dir weitergeben möchte. Jedoch bevor Du meine Gedanken liest, möchte ich noch festhalten, dass ich Gott sehr dankbar bin, dass ich genau in der Zeit leben darf, wo die größte Veränderung stattfindet, die die Menschheitsgeschichte seit langem oder überhaupt erlebt hat.
Wir gehen in sehr herausfordernde Zeiten, aber auch in Zeiten mit noch nie dagewesenen Chancen und Möglichkeiten. Eine wichtige Voraussetzung, die erforderlich ist, um aus dieser Zeit als Sieger hervorzugehen, ist eine hohe Bereitschaft für Veränderung. Wer bereit ist, alles Bisherige in Frage zu stellen und total neu zu denken, hat die besten Chancen, diese Zeit für sich und seine Zukunft positiv zu nutzen.
Viele meiner Erkenntnisse habe ich der Bibel entnommen. Daher werde ich in diesem Schreiben immer wieder daraus zitieren.
Die jetzige Situation:
Berichte über die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise scheinen kein Ende zu nehmen. Permanent wird Zukunftsangst geschürt und von den vielen Auswirkungen auf Banken, Konzerne, Arbeitsmarkt, politische Strukturen und auf das Einkommen des Einzelnen berichtet.
Der einzige wirkliche Hoffungsschimmer der sich aufzutun scheint, ist der neue amerikanische Präsident. Dieser Mann soll uns von all dem Übel erlösen. In vielen Bereichen wird er ja fast schon als Erlöser verherrlicht. Auf ihn ruhen alle Hoffnungen, die er aus meiner Sicht nie erfüllen können wird. Mir tut der junge Mann jetzt schon leid, aber er hat es sich selbst ausgesucht.
Die Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die aktuelle Situation. Die Einen versuchen die Umstände zu verdrängen und hoffen, dass sich alles nach kurzen Turbulenzen wieder beruhigt und das es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, andere versuchen noch zu retten, was zu retten ist. Insgeheim hoffen die meisten, dass unsere politischen Führer eine Lösung hervorzaubern und dadurch irgendwie den Umschwung herbeiführen werden. Aus meiner Sicht wird das mit Sicherheit nicht der Fall sein. Die Politik hat die Misere nicht alleine verursacht und wird sie auch alleine nicht lösen können. Die Probleme sitzen viel tiefer, denn die Ursache sind wir alle zusammen. Es gibt in der Bibel einen einfachen Ausspruch dafür: „Habgier ist die Wurzel allen Übels!“ Das, was wir über Jahrzehnte gesät haben, werden wir nun ernten. Das Gesetz von Saat & Ernte ist ein unumstößliches Schöpfungsprinzip, dass niemand, auch nicht der mächtigste Mann der Welt, außer Kraft setzen kann.
Leider reagiert die Masse aus Angst in dieser Situation komplett falsch. Sie tun genau das, was diese Krise in Wahrheit ausgelöst hat, noch viel intensiver. Sie raffen noch alles an sich, um ja ihr Hab und Gut nicht zu verlieren. Die Habgier hat sich auf Grund der Zukunftsängste noch erheblich verstärkt und das wird auch die Probleme verstärken, Saat & Ernte! Habgier hat nichts mit der Menge an Geld und Gütern zu tun, die jemand besitzt. Habgier ist eine Denke die aus dem Bewusstsein bzw. aus unserem Geist kommt und wenn ich zurückblicke hatte auch ich diese Haltung leider viel zu oft. Ängste, gesellschaftliche Zwänge, Begierden usw. haben in uns allen immer wieder das „Haben wollen“ ausgelöst. Wir lassen uns viel zu sehr von den Umständen regieren. Weil die Masse die Habgier verstärkt, werden sich auch die Herausforderungen der Zukunft verstärken und unsere Vorstellungskraft bei weitem übertreffen. Mittlerweile geben auch bereits viele Experten zu, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Folgen der Finanzkrise viel schlimmer werden, als ursprünglich zugegeben wurde.
Der Menschheit mangelt es an Orientierung und daher an Visionen. Es gibt vorrangig nur ein Streben und das ist der eigene Wohlstand. Wir haben vergessen, dass langfristig nur ein gemeinsamer Wohlstand möglich ist. Wir brauchen wieder eine Orientierung in Richtung Allgemeinwohl. Eine Vision, die unser Umfeld mit einbezieht. Eine Vision, die die Individualität und den Erfolg des Einzelnen fördert und alles tut, dass es auch den Mitmenschen und unserem Umfeld gut geht.
Die Systemlüge
Das gesamte System ist auf eine Lüge aufgebaut und diese Lüge kommt nun ans Licht. Man wusste von vornherein, dass dieses Finanzsystem zum scheitern verurteil ist, weil ein System, dass auf Schulden aufgebaut ist, immer irgendwann kippt. Etwas, dass nur auf Macht und Geld aufgebaut ist, hat keinen Bestand, weil des den Schöpfungsprinzipien widerspricht. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Alles was zurzeit passiert hat System und ist nicht „zufällig“ entstanden. Das was wir als Wirtschafts- und Finanzkrise erkennen und scheinbar wie ein Unwetter über uns hereingebrochen ist, wurde über einen sehr langen Zeitraum geplant und kontinuierlich vorangetrieben. Die falsche Denkweise von uns allen hat dazu geführt, dass sich dieses System über Jahrzehnte entwickeln konnte. Es war ja auch sehr bequem, denn ohne großartig Verantwortung übernehmen zu müssen, ist der Wohlstand ständig gestiegen. Wie sagte schon der römische Dichter Juvenal als das Volk alle Macht den Feldherren verliehen hatte: „Panem et circenses“ was soviel heißt wie „Gib dem Volk Brot und (Zirkus)Spiele.“
Die Menschen in den wichtigen Führungspositionen haben immer soviel Macht, wie ihnen die Masse gibt. Nicht mehr und nicht weniger. Man hat immer die Regierung gewählt, die scheinbar das meiste für unser finanzielles und soziales Wohl getan hat, ohne wirklich zu berücksichtigen, welche Langzeitfolgen das haben kann und was hinter den Kulissen vor sich geht. Hauptsache mir geht es gut! Daher hat auch die Politik die Entscheidungen immer nachdem getroffen, was ihnen unsere Wählerstimmen und die Gunst der tatsächlichen Machthaber sicherte und nicht das, was für unsere Zukunft am besten gewesen wäre. Dies führte auch dazu, dass immer weniger fähige Köpfe in den Regierungen zu finden waren, denn die wirklich wichtigen Korrekturen hätten sie sowieso nicht durchsetzen können, weil es das Volk nicht zugelassen hätte. Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass es an jedem Einzelnen von uns liegt und dass wir selbst für unser Leben die volle Verantwortung haben. Eines sollten wir noch wissen, es gibt Interessen, die weit über die üblichen politischen Strukturen hinausreichen. Diese Strukturen wird auch der scheinbar mächtigste Mann der Welt, der amerikanische Präsident, egal wie er heißen mag, nicht verändern können. Schlussendlich haben die Machthaber dieser Strukturen dafür gesorgt, dass er Präsident geworden ist.
Aber auch diese Machtgebilde werden letztendlich scheitern, denn Gott hat einen Plan, den er durch Menschen ausführt und dazu ist erforderlich, dass dies immer mehr Menschen erkennen und die Bereitschaft entwickeln, diesbezüglich wirklich Verantwortung zu übernehmen.
Neues Denken für eine bessere Zukunft!
Es mag verrückt klingen, aber ich bin sehr froh über die momentanen Entwicklungen. Wir werden dadurch eine noch nie dagewesene Veränderung erleben. Dieser einschneidende Wandel birgt eine gigantische Chance in sich. Die Bereitschaft alles Bestehende in Frage zu stellen und Alles neu zu überdenken steigt rapide. Immer mehr Menschen erkennen, dass eine Veränderung nicht genügen wird. Wir brauchen dringend eine Erneuerung. Eine Erneuerung unseres Denkens, Sprechens und Handelns bildet die Basis für alle weiteren Bereiche. Nur eine neue Saat wird eine neue Ernte hervorbringen. Es braucht die Bereitschaft vieler Menschen sich diesen Herausforderungen zu stellen. Es werden in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft neue Strukturen erforderlich sein, weil die bestehenden zu einem sehr hohen Maß zusammenbrechen werden. Die kommenden Herausforderungen sind der beste Nährboden für neue Ideen, überdurchschnittliche Kreativität, ein neues WERTE bewusst SEIN, Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen und persönliche Veränderung. Bereits jetzt erkennen wir, dass immer mehr Menschen die Dinge wieder hinterfragen, nach dem Sinn des Lebens suchen und viel bewusster durchs Leben gehen. Daraus werden sich ganz neue Lebenskonzepte entwickeln und unser Zusammenleben wird sich neu gestalten.
Alles beginnt bei mir selbst
Wir Menschen haben die Angewohnheit, dass wir die Schuld immer gerne auf andere verteilen. „Alle sind schuld an der Misere nur ich bin der einzige, der Nichts dafür kann.“ So wie wir die Verantwortung für unser Leben zum Teil an andere delegiert haben und damit zuließen, dass sie unser Leben bzw. unser Umfeld gestaltet haben, so möchten wir natürlich auch die negativen Auswirkungen gerne auf andere schieben. Solange wir das tun, haben wir daraus Nichts gelernt. Erst wenn wir erkennen, dass wir alle Mitverursacher waren, beginnen wir auch bei uns selbst Etwas zu verändern. Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung. Die Veränderung beginnt immer bei mir selbst. Schon Ghandi sagte: „Wenn Du etwas verändern möchtest, musst Du zuerst die Veränderung sein!“
Regiert Dich das Leben oder regierst Du Dein Leben?
…..ist die entscheidende Frage. Solange wir der Meinung sind, dass diese Misere ausschließlich die großen Finanzmanager, Politiker und sonstigen Machthaber dieser Welt verursacht haben, regiert UNS das Leben. Dadurch sagen wir automatisch, dass wir selbst keinen Einfluss haben und nichts tun können. Wir lassen uns von den Umständen beherrschen. Wie immer, delegieren wir die Verantwortung an die anderen und fühlen uns ausgeliefert. Mit jedem Prozent der Verantwortung, die wir an andere delegieren, delegieren wir einen Teil unseres Lebens und begeben uns im selben Ausmaß in eine Abhängigkeit.
Freiheit kann man nicht trennen von der EIGENVERANTWORTUNG. In dem Ausmaß, in dem wir bereit sind Verantwortung zu übernehmen, erleben wir auch Freiheit. Gott hat jedem Menschen den freien Willen gegeben, um sich täglich neu entscheiden zu können. Er hat uns Fähigkeiten und Talente gegeben, über die wir selbst bestimmen können. Wir können selbst entscheiden, ob wir daraus etwas Sinnvolles machen. Er gibt jeden von uns jeden Tag 24 Stunden. Wir entscheiden was wir mit der Zeit tun und wohin wir sie investieren. Zeit ist das wichtigste Investmentgut. Würden die Menschen der Zeit zumindest soviel Aufmerksamkeit wie dem Geld geben, würden sie viel verantwortungsvoller damit umgehen.
Ich habe gelernt, dass ich für mein Leben zur Gänze die Verantwortung trage und sie auch tragen will. Ich will mein Leben selbst leben und nicht gelebt werden. Je mehr mir das gelingt, umso freier fühle ich mich. Darin sehe ich die einzige Möglichkeit im eigenen Leben zu regieren. Eigenverantwortung ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Schlüssel für die Lösung der Probleme der heutigen Zeit. Eigenverantwortung macht uns fähig in unserem Leben zu regieren und in dem Ausmaß, indem wir regieren, werden wir Freiheit erleben.
Die Menschheit als Organismus!
Ich vergleiche die Menschheit immer gerne mit einem Organismus. Wenn wir nun unseren eigenen Organismus „Körper“ betrachten, funktioniert dieser nur dann einwandfrei, wenn jede Zelle ihren Platz einnimmt und sich seiner Aufgabe bewusst ist. Eine Zelle, die ihre Aufgabe nicht erfüllt und sich dupliziert, kann den gesamten Körper zerstören. Vor allem wenn die Abwehrkräfte bzw. die Gesundheitspolizei unseres Körpers nicht stark genug sind. Dies ist wiederum davon abhängig, wie gut wir unseren Organismus mit den nötigen Vitalstoffen versorgen.
WERTE sind die Gesundheitspolizei vom Organismus „Menschheit“. Die richtige Information bzw. Nahrung für unser Bewusstsein und unseren Geist sind die Vitalstoffe, die dafür sorgen, dass die Gesundheitspolizei stark genug ist, mit den Zellen, die aus der Reihe fallen, in der richtigen Weise umzugehen.
Die Basis aller WERTE ist die Liebe. Alles was nicht der Liebe entspringt hat eigentlich keinen WERT. Wirkliche Liebe ist ganz einfach beschrieben„Liebe den Herrn, deinen Gott über Alles und deinen Nächsten wie Dich selbst!“
Hier sind aus meiner Sicht zwei Punkte sehr wichtig. Zum einen glaube ich fest daran, dass es diese höhere Autorität gibt. Nur wenn wir uns dieser gegenüber auch verantwortlich fühlen, können wir die Verantwortung für uns und die Mitmenschen in der richtigen Weise wahrnehmen. Nur wer bereit ist, eine höhere Autorität anzuerkennen, kann selbst Autorität ausüben ohne autoritär zu werden. Zum Anderen können wir andere Menschen nie mehr lieben als uns selbst. Nicht umsonst sagt man zu verbitterten Menschen „Der mag sich ja selbst nicht!“ Nur wer sich selbst annehmen kann und sich seiner WERTE bewusst ist, wird andere Menschen wirklich lieben können und ihnen auch mit der gebührenden WERTschätzung begegnen. Ich bin überzeugt, dass der Same dieser göttlichen Liebe in jedem von uns vorhanden ist. Wenn wir uns dafür entscheiden, diesen Samen zu gießen und zu düngen und das Bewusstsein dafür schärfen, wird er auch in unserem Leben wachsen. Dabei spielt die richtige Nahrung bzw. Informationsaufnahme eine sehr wesentliche Rolle.
WERTE erkennen und leben!
Die größte Herausforderung sehe ich darin, dafür das entsprechende Bewusstsein zu schaffen. WERTE bewusst SEIN ist das Ziel. Es genügt nicht zu wissen, dass WERTE wichtig sind und auf welche WERTE es ankommt. Nur wenn wir die WERTE sind, können wir sie auch leben und dies ist ein immer währender Prozess.
Im Mittelpunkt steht der WERT des Menschen, mein eigener und der der anderen. Jeder Mensch ist wertvoll, weil er ist und nicht weil er eine besondere Leistung erbracht hat oder viel besitzt. Welchen WERT haben für mich die Geschöpfe, die Schöpfung und der Schöpfer? Welchen WERT sieht der Mensch in sich unabhängig von allen materiellen Gütern und Positionen? Ich frage oft Menschen, wer bist du, wenn ich dir all deinen Besitz, deine Firma, dein Auto, deine berufliche Position usw. wegnehme? Was bleibt übrig? Welchen WERT erkennst du dann in dir? Dies sind doch sehr entscheidende Fragen, die unsere Zukunft sehr nachhaltig beeinflussen!
Dadurch werden die Potenziale freigesetzt, die NOTwendig sind, um die NOT dieser Schöpfung zu wenden.
Die eigenen WERTE (Gaben, Talente, Fähigkeiten…) neu zu entdecken, fördert den SelbstWERT. Den WERT der Mitmenschen schätzen, steigert die WERTschätzung füreinander und eine hohe gemeinsame WERTschöpfung ist die automatische Folge.
Eine Wertschöpfung die uns den WERT der Schöpfung nachhaltig sichert.
Das harmonische Lebensorchester
Das gesamte Universum wird durch die Schöpfungsprinzipien bzw. geistigen Gesetzmäßigkeiten geregelt. Eine solche Gesetzmäßigkeit ist die „synergetische Potenzierung“, wie ich sie gerne nenne. Dieses Schöpfungsprinzip kennen wir auch aus dem Ernährungsbereich. Wenn die Vitalstoffe wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme, Spurenelemente usw. in unseren Lebensmitteln einander in der richtigen Weise ergänzen, potenziert sich ihre Wirkung. Die Wissenschaft weiß zwar bis heute nicht warum es so ist, sie weiß nur, dass es so ist. Isoliert haben diese Stoffe meist nur einen Bruchteil, wenn nicht sogar eine gegenteilige Wirkung.
Ein sehr ähnliches Prinzip finden wir in unserem Körper wieder. Auch hier ist es ein Zusammenspiel der einzelnen Zellen bis hin zu den unterschiedlichen Körperteilen und Organen, die die Effizienz ausmachen. Weitergeführt finden wir das gleiche Prinzip im Zusammenwirken von Menschen. Als Einzelperson mit unseren spezifischen Fähigkeiten und Talenten haben wir trotz unserer Einzigartigkeit nur eine sehr eingeschränkte Wirkung. Wenn wir jedoch beginnen zu kooperieren und unsere Synergien aktiv zu leben, beginnt sich unsere Effizienz zu potenzieren. Ich behaupte, dass dies ein Schöpfungsprinzip ist, das sich in jedem Organismus vollzieht. So auch in der Gesellschaft, wenn wir die Menschheit wiederum als Organismus betrachten und jeder von uns so eine “Vitalstoffzelle” ist. Dieses Phänomen finden wir in allen Bereichen ob in der Familie, im Teamsport, in Firmen, in Vereinen, Kommunen, bis hin zu Regionen und Nationen. Es funktioniert überall wo Menschen zusammenwirken. Je stärker das Bewusstsein dafür ist, umso mehr können wir uns dieses Prinzip zu Nutze machen.
Es sind die Schöpfungsprinzipien, die das Zusammenwirken aller Kräfte im gesamten Universum steuern.
Ein neues WERTE bewusst SEIN!
Nur wen dieses neue WERTE bewusst SEIN in den Herzen der Menschen zur Entfaltung kommt, können wir erwarten, dass sich die Umstände tatsächlich zum positiven verändern. Nur wen der Same, den wir auf den Acker unseres Lebens säen, erneuert wird, werden wir eine neue, bessere Ernte erhalten, den was der Mensch sät, das wird er ernten. Nur dann wird es uns gelingen die Verantwortung für uns selbst und die soziale Verantwortung für unsere Mitmenschen und unsere Umwelt wirklich wahrnehmen zu können.
Gott sei Dank sehen wir bereits in vielen Bereichen ein steigendes WERTEbewusstsein. Das Thema Gesundheit rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt. Zurzeit vollzieht sich ein großer Wandel im ökologischen Landbau und bei den Nahrungsmitteln. Im Umweltbereich findet ein Umdenken statt. Auch die umweltfreundliche Energiegewinnung ist nicht aufzuhalten und vieles mehr könnte noch aufgezählt werden. Jedoch ist dies immer noch ein stückweit „kurieren an den Symptome“ und nicht „das Problem bei der Wurzel packen“! Den Kernansatz sehe ich beim einzelnen Menschen bzw. bei der BILDung. Wir Menschen brauchen eine Korrektur in unserem SelbstBILD. Solange wir unseren WERT aus unserer Leistung bzw. aus unserem Besitz beziehen, wird sich nicht grundlegend etwas verändern. Wenn wir hier stärker ansetzen, ist alles andere eine Folge.
Wir brauchen ein neues BILD im Bezug auf das Besitzdenken bzw. „haben Wollens“. Unser Schöpfer hat uns als Verwalter auf die Erde gesandt um ein Segen für uns, für alle Geschöpfe und für die Schöpfung zu sein. Jeder ist mit Gaben und Talenten ausgestattet um seinen spezifischen Beitrag dafür zu erfüllen. Kein Mensch ist zum Selbstzweck auf diese Erde gesandt. Dem Einen ist mehr anvertraut, weil er ein guter Verwalter ist und es seinen Gaben und Talenten entspricht und dem Anderen weniger. Davon sollten wir aber nicht den WERT des Einzelnen ableiten. Dieses ständige „Leistungsdenken“ und „haben wollen“ um WER oder Was zu sein, fördert die nur Habgier. Wenn wir uns aber als Verwalter dessen sehen, was uns anvertraut ist und damit verantwortungs- und liebevoll umgehen, lösen sich viele Probleme von selbst.
Mit wertevollen Grüßen
Günter
Wie wir dazu gemeinsam einen Beitrag leisten und Lösungen entwickeln können, findest Du auf unserer Internetseite www.wertevollleben.com
“In Schönheit sterben” - so betitelt der Focus heute einen sehr ausführlichen Bericht über das Platzen der Immobilienblase in Dubai, den man über das übrigens immer wieder lesenswerte Presseportal bei Zunft[wissen] findet. Auch hier wird klar, dass ein Überhitzen bei spekulativen Anlagen ganze Wirtschaftszweige in den Abgrund ziehen kann, übrigens muss man sich bei vernünftigem Menschenverstand ja auch fragen, warum man in einer Region der Welt, deren Reize in der unberührten Wüstenlandschaft und dem ursprünglich einmal spannenden Meeresraum (so war meine Anmutung zumindest in meiner Jugend, als ich die Abenteuer von Sindbad dem Seefahrer verschlungen habe) liegen sollten, Skihallen und “adabei”-Hotels für Menschen benötigt, denen ein tiefschürfendes Gespräch zuzutrauen zumindest mir schwerfällt. Aber vielleicht sind Sie ja anderer Meinung.
Im Manager Magazin stellt Henrik Müller in einem aktuellen Kommentar einige für mich sehr interessante Betrachtungen zu einem neuen Geschäftsmodell in Deutschland an.
“Wir sind Teilnehmer im globalen Wohlstandsspiel. Und wenn sich die Spielregeln jetzt ändern, dann müssen auch wir uns ändern. Das Geschäftsmodell unserer Volkswirtschaft steht zur Disposition. Um nichts weniger geht es. Deutschland baut auf exportierende Industrie - wir sind stolz darauf, “Exportweltmeister” zu sein. Es ist der Stolz einer Nation, die sich im späten 19. Jahrhundert als Wirtschaftsnation fand; deren kollektive Identität sich auf Krupp-Stahl, Mannesmann-Rohre, Eisenbahnkilometer und chemische Grundstoffe gründete; die immer noch die Begriffe “Industrie” und “Wirtschaft” synonym verwendet. Weil die Krise an den Kern der nationalen Selbstgewissheit geht, tun wir Deutsche uns schwer damit, die Schwere der Krise anzuerkennen. Und doch ist es unverkennbar: Der Kahlschlag wird viel brutaler sein, als es bislang im Bewusstsein von Politik und Wirtschaft angekommen ist. Stattliche Großkonzerne könnten im Zuge der Krise untergehen. Dass Millionen von Arbeitsplätzen in der Industrie und in mittelbar betroffenen Dienstleistungsbranchen verloren gehen werden, scheint bereits sicher. Diese Krise fordert zum Handeln: Deutschland - neben Japan die letzte große westliche Industrienation - muss sich neu erfinden. Wir müssen eine neue Vorstellung unseres zukünftigen Geschäftsmodells entwickeln. Das heißt nicht notwendiger Weise: Deindustrialisierung. Die Antwort kann auch in einer intelligenten Re-Industrialisierung liegen. Ideen sind gefragt: Wirtschaft, Wissenschaft und Politik müssen neue Visionen entwickeln. Weil das bloße “Weiter so!” nicht mehr trägt.”
Ich teile die in diesem Beitrag geäusserte Meinung: Die jetzige Krise bietet für mich aber auf jeden Fall die Chance, alte Zöpfe abzuschneiden, um uns wieder auf das zu besinnen, was eigentlich Grundlage jeglichen wirtschaftlich nachhaltigen Handelns sein sollte:
1. Die Werte und Leistungen von Produkten und Diensten in einem angemessen Verhältnis zu bewerten und bereit zu sein, die Frage nach dem “was ist was wert” (endlich) wieder beantworten zu können. Damit sollten auch nicht Orte der Transaktion (bspw. die zahlreichen Luxusmeilen der Republik zu spekulativen Preisen), sondern die Produkte und Know-how-Werte und Inhalte der dort angebotenen Produkte und Dienste wieder in den Vordergrund rücken,
2. Verfahrenswissen und industrielle Kultur als wichtige Kulturgüter begreifen. Eine reine Dienstleistungsgesellschaft wird unsere Probleme nicht lösen können. Was wir brauchen sind intelligente Wertschöpfungsketten und Vernetzungsstrukturen bspw. zwischen Bildungseinrichtungen, Forschern, Technikern, Designern, regionalen Produzenten, Handelsexperten und Marketingfachleuten. Die zahlreichen Probleme durch den Verlust der Wertschöpfungsstrukturen u.a. in Großbritannien und in den U.S.A. sollten uns hier zu denken geben,
3. Innovationen und Visionen fördern und nicht als “Geschwätz” von Minderheiten und als lästig abtun. Das Internet hat uns doch eigentlich die Chance für eine innovative “industrielle Revolution” eröffnet. Konsumenten und auch Mitarbeiter müssen wir dabei aber als Prosumenten begreifen und als Ideengeber und Dialogpartner ernstnehmen,
4. Zudem steht ja auch dem Transfer unseres Wissens als faires Angebot nichts im Wege, aber eben nicht zur billigen Optimierung von Kostenvorteilen nach dem Motto “Geiz ist geil”, sondern verstanden als eine globale Notwendigkeit eines fairen Miteinanders mit andern Kulturräumen, Ansichten und Lebensmodellen.
Wir haben eben nun einmal nur eine Welt und die sollten wir nachhaltig und in einem fairen Miteinander weiterentwickeln und nicht im Streben nach kurzfristiger individueller Ertrags- oder Nutzenoptimierung.
Auch zum Thema der Probleme der alteingesessenen Markenartikler am Beispiel der Firma Rosenthal hatte ich ja vor einigen Wochen mehrmals Stellung bezogen:
* Auch Rosenthal muss in die Insolvenz
* Waterford Wedgwood - schwere Zeiten für Rosenthal
Nun widmet die heutige Süddeutsche Zeitung den scheinbar noch schlimmer als angenommenen Zuständen bei der Traditionsporzellanfirma Rosenthal wieder einen längeren Artikel.
Massiv verwundert bin ich allerdings immer noch darüber, dass in der Presse mit praktisch keinem Wort auf den Kern der Probleme und die maßgeblichen Gründe der Schieflagen so zahlreicher Traditionsfimen (Märklin, Schiesser, Rosenthal etc., etc.) eingegangen wird:
Auf den Strukturwandel bei den Absatzformen des Einzelhandels nämlich.
Was bewirken denn die immer weiter quasi wie Krebsgeschwüre in den Innenstädten wachsenden Filialunternehmen, die vertikalen Ketten und Shoppingcenter, die immer mehr zur Beliebigkeit der deutschen (europäischen, weltweiten) Innenstädte gesorgt haben? Das Ausscheiden ambitionierter, regionaler Fachhändler, typischer kleiner KMU`s eben, die keine Lobby haben und denen auch die Banken keine Perspektiven mehr einräumen.
Und dabei darf auch im Interesse einer weltweiten Gerechtigkeitsdikussion nicht verschwiegen werden, dass wir uns auch Fragen, welche Auswirkungen der Konsum in den westlichen Industrieländern auf ungerechte Löhne und auf die Ausnutzung von unterschiedlichen Sozialstandards in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat, stellen müssen. Im Zuge der Globalisierung wird immer mehr erkennbar: Sehr häufig kommt nur etwa 1 % des Produktpreises bei den für die Herstellung von Produkten involvierten Arbeitern in den Schwellenländern an (bei Monatslöhnen von 30 - 70 € in Ländern wie Vietnam kein Wunder), wobei häufig über 50 % des Produktpreises beim Handel und rund 25 % des Produktpreises bei den Marketingaufwendungen der Wertschöpfungs-(oder Manipulations-?!)ketten verbleiben. Die derzeitige Krise beispielsweise bei Arcandor ist dabei aus meiner Sicht nur die Spitze eines Eisberges von Entwicklungen, die nicht in unser aller Interesse sein können.
Denn wie das Beispiel Rosenthal immer deutlicher macht, fallen im Zuge dieser Entwicklungen für wertige, regionale und nachhaltig hergestellte Produkte immer mehr Absatzkanäle aus, neue Vertriebs- und Kooperationsformen wurden in den vergangenen Jahren vernachlässigt und müssen neu ge(er-)funden werden.
Trotz der globalen Wirtschaftskrise sind allerdings die Einzelhandelsmieten in den Top-Einzelhandelslagen der Metropolen dieser Welt auf horrende Spitzenmieten (250 – 300 €/qm/ Monat in Deutschland (München, Hamburg, Frankfurt) und auf über 1.000 €/Monat/qm in Städten wie New York) gestiegen. Diese Mieten müssen in die Preise der Hersteller einkalkuliert werden. Pauschale Kalkulationen von 150/200/300/400 % führen u.a. dazu, dass regionale, ökologisch, nachhaltig und ethisch verantwortlich hergestellte Produkte „künstlich überteuert“ werden. Finanziert werden an diesen, die Orientierungspreise bildenden Orten dabei nicht allein deren Baukosten, sondern auch die Spekulation anonymer Fonds, Erbengemeinschaften und sonstiger spekulativer Strukturen, die auch einen guten Teil unserer globalen Krise mit verursacht haben.
Wo könnten nun neue Königswege liegen? Müssen wir zurückfinden zu den alten, bewährten Genossenschaftsformen, die ja übrigens zu den Zeiten von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch schon einmal Vorbildfunktion hatten. Und wie können die verblieben Markenartikler, die ihre Verpflichtungen noch ernst nehmen, zu kooperativen neuen Absatzformen finden. Ich habe dazu klare Vorstellungen und Ziele. Welche Gedanken haben Sie hierzu. Diese würde ich gerne mit Ihnen diskutieren. Gibt es Impulse, die Sie uns mit auf den Weg geben wollen. Traun Sie sich, wir diskutieren gerne!!
Schon vor Monaten habe ich in einem meiner Kommentare im Zunft[blog] auf die Schwäche der Kaufhausdinosaurier hingewiesen. Und das, was ich damals schon vermutete, scheint sich nun zu bewahrheiten.
In der heutigen Onlineausgabe des Spiegel wird auf die massive Schieflage des Arcandor (Karstadt/Quelle)-Konzerns hingewiesen: “Es ist eine Liste, die wenig Hoffnung macht, dass Arcandor es durch die schwere Krise schafft. Die Aktionäre sollen Kapital nachschießen. Die Mitarbeiter sollen weitere Zugeständnisse machen. Die Kreditversicherer sollen den Lieferanten helfen. Die Lieferanten sollen ihre Konditionen überdenken. Die Banken sollen ihre Kreditlinien verlängern. Die Besitzer der Kaufhausimmobilien sollen die Mieten senken. Und die Bundesregierung möge ihre schützende Hand über Arcandor halten. Ein Unternehmen schreit um Hilfe und es ist fraglich, ob das SOS erhört wird. Der 70.000-Mitarbeiterkonzern, zu dem auch die Reisesparte Thomas Cook und der Versandhandelsbereich Primondo (ehemals Quelle) gehören, wankt bedrohlich. “Arcandor versucht mit Notmaßnahmen sein blankes Überleben zu sichern”, sagt ein Handelsexperte”.
Wie werden denn, sollten die in dem Artikel geschilderten Prognosen eintreffen, zukünftig die Innenstädte und die “Kaufhäuser der Zukunft” aussehen? Ich glaube, dass klassische Werte wieder mit neu auflebenden kaufmännischen Tugenden und mit innovativen Standortentwicklungsprojekten verbunden werden müssen. Hilfreich kann hierbei eine intensive Vernetzung von regionalen Manufakturen, Händlern und Kommunikatoren im Bereich „neuer Wertehaltungen“ sein. Helfen könnten dabei auch bundesweit spannende „Dritte Orte“ mit Erlebnischarakter und Verweilqualität, Concept Stores und cross-selling-Konzepte, bei denen innovativ und querdenkend unterschiedliche Branchen und Nutzungsideen zusammengebracht werden. Nach meinem Erachten werden vollkommen neue, sehr feinfühlige Nutzungsausrichtungen benötigt. Nutzungen, die von heimatverbundenen Menschen und kritischen politischen Gremien gleichermaßen angenommen und verstanden werden. Dieses gerade, weil sie anders sind als die zahlreichen beliebigen Orte, die Teil (und Teilverursacher) unserer nunmehr sehr deutlich erkennbaren Globalisierungsdefizite sind. Anregungen gibt es ja übrigens schon genügend - schauen Sie doch einfach einmal genauer auf das Konzept und die Projekte der Zunft[orte]. So sind wird derzeit in vertiefenden Gesprächen für ein erstes “Manufakturenkaufhaus” in Berlin, dieses in Verbindung mit einem guten Dritten Ort für regionale Genusshandwerker, Events, Edutainmentformate, gutes Design und “Creative Industries”. Und das in einem offenen und integrativen Prozess!! Haben Sie Interesse an dem Prozess mitzuwirken? Wir freuen uns über Ihre Impulse - und natürlich stehen unsere Mitstreiter und ich gerne in einem persönlichen Gespräch Rede und Antwort. Einen Artikel zu den “Wandlungen” finden Sie auch im Magazin Info3.
Immer wieder einmal möchte ich den Zunft[blog] nutzen, um Ihnen Beispiele einer gelungenen regionalen Gastronomie vorzustellen. Im lesenswerten “best-practice”-Beispiel der “Meisterstrasse” in Österreich war ich schon vor unserem Osterurlaub in Oberösterreich auf die Knödl-Alm von Alfred Pohn und Sandra Neuper in Pichl-Kainisch im steiermärkischen Salzkammergut gestossen. Und es war tatsächlich so, wie der Beitrag bei Zunft[wissen] es beschreibt: “Wer Bodenständiges sucht, echte Gastfreundschaft voraussetzt und für sein Geld eine ordentliche Gegenleistung erwartet, der sollte den Biobauernhof von Alfred Pohn und Sandra Neuper besuchen. Hier kann man urige Köstlichkeiten auch vom eigenen Bio-Bergbauernhof genießen. Zudem erhält man feinste Destillate direkt aus der Spezialitäten-Brennerei”. Und so ist es tatsächlich. Man konzentriert sich am Rande des Toten Gebirges auf genau das, was man gut kann: Knödl in allen Variationen und einige weitere selbstgemachte regionale Speisen. Und selbst bei einigen Kollegen des Gastronomiehandwerks war die Botschaft schon angekommen, dass dies die aufgeklärten Konsumenten der Zukunft wünschen. Authentische Produkte und Dienste, die zudem noch beweisen können, was was wert ist. Also liebe Gastronomen, die es noch nicht begriffen haben und die sich fragen, warum die Gäste ausbleiben: Fahrt doch einfach einmal ins Salzkammergut!!
Weitere Gastronomietipps:
* Dorfschänke Seebach in Bad Dürkheim/Pfalz
* Zum Kleinen Prinz in Forst an der Weinstrasse/Pfalz
* Berggasthof Fritsch am Pfänder bei Bregenz am Bodensee
Ich hatte vor einiger Zeit den Impuls ein



