Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Eben habe ich die Lektüre des Buches “Erfolgsfaktor Sinn” abgeschlossen und eine kleine Rezension in den Trends & Wege News darüber geschrieben, da fällt mir plötzlich in diesem Kontext der Vortrag vom Wochenende ein. Tja mit dem Alter ist das mit den Gedächtnis so eine Sache. Ich habe jedesfalls – jetzt erinnere ich mich wieder – am Freitag einen Vortrag von Herbert Himmelstoß zum Thema

Selbstbewusstsein contra Sucht

(c) Hofschlaeger www.pixelio.de

gehört. Was das hier im Zunft[blog] zu suchen hat? Na, Sie wissen ja, dass manche Themen auf den ersten Blick etwas seltsam im Kontext Nachhaltigkeit – oder viel besser: Zukunftsfähigkeit – anmuten. So wohl auch dieses. Der Aspekt, der mich in diesem Zusammenhang zu diesem Artikel inspirierte … Read the rest of this entry »

Ich habe da so einen Film gesehen … genauer einen Vortrag. Den möchte und darf ich Ihnen nicht vorenthalten – meine ich:

Es geht in dem Film um unser Gehirn und die Tatsache, dass wir immer nur dann lernen, wenn wir etwas toll finden. Angst, Druck, Argumente … hilft alles nicht. Danke, MIchael, für den Tipp!

Und was hat ein solcher Beitrag im Zunft[blog] zu suchen … werden Sie sich vielleicht fragen? Nun, neues Denken in neuen Strukturen und auch der Umstand seine Umgebung nachhaltig zu gestalten, hat auch viel mit Lernen und persönlichen Entwicklungen von Menschen zu tun. So frage ich mich auch, wie es gelingen kann diese Entwicklung weiter voran zu bringen. Begeisterung für nachhaltige Dinge … tja. Zu gerne halten wir Nachhaltigen uns ab und an auch einmal an Schreckensszenarien. Wir denken dass das wichtig ist. Wenn wir in HOME erfahren, dass wir vielleicht noch 10 Jahre Zeit haben die Entwicklung zu drehen und unsere Erde für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren … dann arbeiten wir auch mit Angst. Aber das scheint ja nun nicht richtig zu sein. Wir würden viel mehr bewegen, wenn wir begeistern könnten.

HOME tut sogar beides: Zeigt einmalige Bilder unserer wunderschönen Welt – allerdings nicht ohne ihren aktuellen Zustand und die Entwicklung offen zu beschreiben. Stellen Sie sich einmal vor, dass Ihnen Ihre Kunden auf offener Straße um den Hals fallen – weil sie so glücklich mit Ihren Produkten sind. Oder das ein Kunde freiwillig mehr bezahlt, nachdem er erfahren hat, wie aufwändig und liebevoll das Produkt bei ihm um die Ecke gefertigt wird. Oder das Sie sich eine Menge Zeit, Geld und Aufwand sparen können, weil Ihnen Ihre Kunden im Verlauf der Entwicklung eines neuen Produktes bereits frühzeitig signalisiert haben, dass die Farben blau und grün so gar nicht ankommen. Oder das Ihnen Ihr Chef morgen einen Tag freigibt, um über Ihren möglichen Beitrag zur Nachhaltigkeit nachzudenken. Oder das ab sofort im Unternehmen die wichtigen Weichenstellung in Sachen Stratgie nur noch mittels Open Space Treffen aller Mitarbeiter entschieden werden …

Begeistert Sie das eine oder andere? Na, dann könnte es mit der Nachhaltigkeit ja doch noch etwas werden …. wenn denn Ihre Begeisterung – so Herr Hüther in seinem Vortrag - Ihren Jammerlappen hinter der Stirn durchdringen konnte. Sollte Sie weitere und konkrete Ansätze in Sachen Zukunftsfähigkeit brauchen … melden Sie sich doch einfach bei mir.

Und vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch ein weiterer aktueller Artikel von mir: Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig?

Das das Projekt langsam Formen annimmt, ist nicht nur an der steigenden Anzahl an Presseberichten zu sehen – hier ein Beispiel aus dem Berliner Abendblatt. Auch der Mund-zu-Mund Austausch läßt immer mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam werden. So sieht es im Moment so aus, als ob wir mit Chance Ende 2010 die erste Zunft[halle] in Deutschland und Berlin eröffnen könnten.

Kurz zum Projekt: Die Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in der Nähe des neuen Hauptbahnhofes im Berliner Kiez Tiergarten-Moabit wird ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich auf etwa 3.500 Quadratmetern Fläche regionale Lebensmittel und “Geschmackshandwerksprodukte”, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events, Gastronomie, CSR-Aktivitäten und Bürgerbeteiligung ergänzen. Sie wird so auch zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden.

Wenn Sie sich als Mieter oder allgemein für das Projekt interessieren, finden Sie hier weitere und ausführliche Informationen. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, hier unsere Kontaktadresse: orte(at)zunftnetz.org.

Ich setze nur selten Ausrufezeichen hinter Überschriften. Und selten veröffentliche ich einen Artikel ohne Bild.

Es war eine wirklich kleine Meldung in der letzten ZEIT des Jahres 2009: In der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtsfeiertag – genauer zwischen 21 und 2 Uhr morgens – speisten die Windräder der Republik 100 000 000 Kilowattstunden Strom ins Netz. Einem kleinen Sturm sei Dank. Das entspricht in etwa 20 Atomkraftwerken mit Höchstleistung.

So musste – und auch das war mir neu – ein Kraftwerksbetreiber am frühen Morgen des 26.12.2009 20 Cent pro Kilowattstunde an der Leipziger Strombörse DRAUFZAHLEN, um seinen Strom loszuwerden. Puh – ob solche Luxusprobleme in den Businessplänen von Stromkonzernen vorkommen? Jedenfalls ist für Jedermann nachvollziehbar, was sich da an Wahnsinn im Hintergrund tut, seitdem die Transparenzrichtlinie die Netzbetreiber zur Offenlegung ihrer Zahlen zwingt.

Dirk Asendorpf schreibt weiter in dem ZEIT-Artikel: “Der jüngste Negativrekord ist kein einmaliger Ausrutzer, sondern ein Beleg für die Fehlentscheidungen der Stromkonzerne. Viel zu lange haben sie den Aufschwung der Windenergie ignoriert. Statt mit intelligenter Netzsteuerung und neuen Speichern die stark schwankende Windenergie abzupuffern, haben sie neue unflexible Großkraftwerke geplant und kräftig für die Laufzeitverlängerung ihrer noch trägeren Atomkraftwerke getrommelt. Gäbe es einen echten Markt, so käme die Unternehmen so viel Sturheit teuer zu stehen. Doch beim Strom zahlt der Endkunde doppelt: zunächst für die Erzeugung – und dann noch einmal für die Entsorgung der Überproduktion.”

Was ist das für ein Wahnsinn? Das kann doch alles nicht mit rechten Dingen zugehen … und groß drüber reden oder schreiben mag auch keiner so recht. Für mich ganz persönlich wieder ein Indiz mehr, dass wir in 20 Jahren dann wohl wirklich am Ende sind. Und ich muss es womöglich auch noch miterleben …

Einer meiner Lieblings-Blogger – insbesondere in Sachen Tourismus – hat ein neues Projekt gestartet:

http://www.marketing-deluxe.at  zusammen mit Deluxe Hotels

Ein Projekt mit der Beteiligung von Hannes Treichl. Eigentlich wollte ich Hannes heute nur zum Geburtstag gratulieren – dabei ist mir diese Deluxe-Nummer aufgefallen. Sicher ein spannender Ansatz, den wir im Auge behalten werden.

… und ein kurzer Artikel zum Jahresauftakt. Damit auch viel Mut und Kraft für das gestartete anspruchsvolle 2010.

Ich habe vor Kurzem einen Beitrag zur Schule des Lebens von Alain de Botton in London auf einer meiner weiteren Wirkungsplattformen Trends & Wege Impulse zur Zukunftsfähigkeit geschrieben. Weil sich dieser Beitrag einer großen Beliebtheit erfreute, möchte ich auch hier im Zunft[blog] einen Impuls von Alain de Botton setzen:

Wissen Sie eigentlich was eine Meritokratie ist? Ich wußte es bis vor Kurzem auch noch nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass eine solche Regierungsform hier bei uns eher unvorstellbar ist, oder? Eine Meritokratie (lat.: meritum „das Verdienst“ und griech.: κρατεῖν, kratein „herrschen“) ist eine Regierungsform, bei der die Amtsträger (Herrscher) aufgrund ihrer Leistung ausgewählt werden. Jedes Mitglied der Gesellschaft nimmt im Idealfall die verdiente Position ein. Diese Beschreibung stammt aus der Wikipedia, die diese Regierungsform auch noch eingehender beschreibt.. Uups … in Regierung steckt ja auch das Wort GIER!

In diesem TED-Beitrag widmet sich Alain de Botton den Themen Snobismus, Selbstanbetung, Neid und eben Erfolg & Misserfolg (siehe dazu auch den Artikel Hat leider nicht geklappt!). Wie stehen Sie zu diesen Themen? Er wünscht sich etwas, von dem er weiß, dass wir niemals in diesen Genuss kommen werden: Eben diese Meritokratie. Riskieren Sie doch mal einen Blick (… mit deutschen Untertiteln):

Nachdem ich diesen Vortrag genossen hatte, dachte ich an eine Organisation, bei der Leistung die Position seiner Mitarbeiter bestimmt. Keine Zertifikate. Keine Macht. Kein Vitamin B. Das hat dann auch sehr viel mit Enterprise 2.0 zu tun. Versuchen Sie doch mal von dieser Speise …

Alain de Botton wünscht sich, wünscht uns, wünscht den Menschen, dass sie ihre ureigenen Ziele und Erfolgskritierien finden und nach ihnen handeln. Ihre eigenen – nicht die vom Nachbarn oder der Gesellschaft oder der Bild-Zeitung. Ich wünsche mir – ist ja bald Weihnachten – das sich Menschen mit ihrer persönlichen und unternehmerischen Zukunftsfähigkeit auseinandersetzen. Und das kann sehr eng mit persönlichen Zielen und Erfolgskritierien zusammenhängen. Zwei Fliegen mit nur einer Klappe …?

Heute morgen ist mir dieser Artikel auf Spiegel online in die Kaffeetanne gefallen. Wir hier versuchen über Enterprise 2.0 zu reden und die Unternehmen in Deutschland sind noch nicht im Web 2.0 angekommen. Na, kein Wunder, dass es uns nicht gelingt Berge zu versetzen. Wer den Artikel liest, bemerkt schnell, dass diese Web 2.0-Aktionen teils blinder und ungeplanter Aktionismus sind. Meist wird mehr zerstört als aufgebaut – mit der Konsequenz, dass diese Web 2.0-Dinge sehr kurzfristig wieder eingestellt werden … oder einschlafen. Aber auch hier gilt: Beständigkeit ist wichtig. Die Prosumenten müssen das Gefühl bekommen, dass sie ernst genommen werden und die Auseinandersetzung sowie der Dialog sinnstiftend sind – und nicht morgen wieder alles vorbei ist.

Das größte Problem aus unser Sicht: In den Firmen selbst hat sich mit der Einführung von Web 2.0-Aktivitäten (“das muss wohl sein …!”) nichts verändern. Lediglich die Kostenpositionen sind von klassischer Werbung hin zu Online verschoben worden. Da ist es kein Wunder, dass das nicht klappt. Ich empfehle an dieser Stelle oft die Lektüre des Cluetrain Manifest und eben die Erstellung einer Enterprise 2.0 Strategie (Web 2.0 im Unternehmen und Unternehmen im Web 2.0). Denn nur wenn sich intern etwas ändert, wird Web 2.0 und Mitmachinternet extern erfolgreich sein. Wir gehen gerne ein Stück dieses Weges mit Ihnen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns an. Die einfache Platzierung aller möglichen Social Networks Icons auf der eigenen Site reicht jedenfalls nicht ….

Zur Zeit verfolgt mich Herr Jansen. Kennen Sie den? Es ist zwar nicht so schlimm, dass das Storker-Gesetz zur Anwendung kommen könnte … aber fast? Es handelt sich jedenfalls um Prof. Dr. Stephan A. Jansen von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen. Er lauerte auf Spiegel online, in der Brand eins und in der Zeit. Einfach so … ohne Ankündigung. Er ist der Meinung, so in einem Vortrag in Bregenz, dass wir zwar eine Wirtschaftskrise haben, die aber total unbedeutend gegenüber der Bildungskrise ist. Er müsse den Studenten erst einmal wieder beibringen Bücher zu lesen. Puhhh!

Heute habe ich begonnen ein Buch zu lesen. Der Verfasser ist der Meinung, dass wir zwar das Problem Klimawandel haben, der aber total unbedeutend gegenüber der Unzulänglichkeit des menschlichen Denkens ist. Er fürchtend, dass wir alle zu grün denken und darüber das eigentliche Denken mit unseren grauen Zellen vernachlässigen. Obwohl dort die Lösung liegen soll. Und dieser Verfasser mit Namen Edward de Bono hat mehrere neue Softwaren erfunden, mit dessen Hilfe unsere grauen Zellen deutlich effektiver und nachhaltiger funktionieren sollen. Und durch dieses NEUE DENKEN werden dann auch die Klimaprobleme dieser Welt gelöst werden können. Think! Denken bevor es zu spät ist!

Was meinen Sie dazu? Eigene Erfahrungen?

Dieser Beitrag ist allen Grassski-Fahrern gewidmen. Einem aber ganz besonders, weil er heute 50. wird!

Auch wenn Ihnen Grassski nichts sagt und Sie auch keinen kennen der heute 50. wird … gönnen Sie sich diesen spektakulären Film, der mit insgesamt einer Minute recht kurzweilig ist. Er hat es auch zu einer Sondermeldung auf Zunft[wissen] gebracht! Immerhin!

Direkt zum Film “Gedanken zum Tage 15.11.2009″

Viel Spaß!

… eigentlich hätte hier heute ja etwas zum Thema Mauerfall stehen sollen. “Zukunftsfähigkeit Deutschland … Perspektiven seit dem 09.11.1989″ oder “Die Nachhaltigkeitsfalle Maueröffnung” … oder so. Statt dessen eine Danksagung.

Tja. Nach dem Impuls vom Wochenende, den ich beim Sonntags-Morgen-Frühstück (aus der Zeit) bekommen habe, war es mir einfach wichtiger über die Bild und Dr. Burda zu schreiben. Und dafür habe ich ja sogar in der Überschrift und nicht bloß im Kleingedruckten eine besondere Danksagung erhalten. Was ist dagegen schon der Fall der Mauer? Jetzt arbeitete ich daran mit dieser Danksagung auch in die ZEIT zu kommen. Und vielleicht weiß auch jemand meiner Leser die “Mischung aus Bild und Text” zu würdigen. Eine Seite 2 mit ihren “politischen und gesellschaftlichen Themen” ist mir noch nicht gelungen. Wo ich doch immer dachte, dass auf Seite 2 der Bild die nackten Tatsachen behandelt werden.

Na ja. Wenn solche Werbung funktioniert und die Menschen in Deutschland Herrn Diekmann und Herrn Dr. Burda weiterhin ernst nehmen … dann werde ich jetzt auch in Werbung machen. Insbesondere dann, wenn das die Zukunft auch aus Sicht von Agenturen ist. Übrigens: Dieser Blog wurde im letzten Monat von gut 1.300 Menschen gelesen – an den 1.200.000.000 PIs von Bild.de arbeiten wir noch! Allerdings: Was sind schon Page Impressions und Fliegen …

Wußten Sie, dass ich so lange nichts geschrieben habe, weil ich noch immer nach den LOHAS suche? Und leider konnte mir keiner helfen.

Jetzt führte mich nicht nur diese LOHAS-Suche zu aran in Friedrichshafen am Bodensee. aran – Brotgenuss & Kaffeekult, hat seinen Ruf auch bereits gen Norddeutschland gesandt. Allerdings hat es dieser Laden mit dem tollen Ruf eben noch nicht über den Main geschafft. Anyway. Ich war jedenfalls gespannt.

Der Eindruck war sehr ordentlich: Wirklich eine gute Einrichtung, gemütlich, ein wenig stylish, abwechslungsreich. Auch das Warenangebot an der Theke und die vielen kleinen über den Laden verstreuten Produkte versprachen aus gängigen anderen Angeboten nachhaltig auszuscheren. So beeindruckten mich zum Beispiel die tollen Lampen:

Und nicht nur die. Irgendwie erinnerte mich die Situation und das Gefühl in dem Laden an Australien: Völlig unkompliziert, ungezwungene Gemeinschaft und gemeinsames Genießen in lockerer Atomsphäre. Ein echter LOHAS-Ort. Schade eigentlich, dass wir so etwas in Hamburg noch nicht haben. Sorry – womöglich noch nicht haben! Sicher gibt es ähnliche Ansätze in der Schanze oder anderswo in der Stadt. Allerdings hat mich die Info eben noch nicht erreicht. Als alter Brotesser und Brotbacker finde ich es besonders gut, dass der Erfolg übers Brot gegangen ist.

Also, wenn es Sie einmal wieder gen Süden oder Südwesten treibt, schauen Sie mal vorbei bei aran – und lassen Sie uns Ihre Eindrücke wissen. Wir könnten noch viel mehr Läden in dieser Art gebrauchen – für Brot & Kaffee, für Küchenkultur und Genießen, für Wein & Antipasti, …

Dies ist ein Rundruf …

Wer hat zuletzt die LOHAS gesehen? Ich habe in den letzten Wochen und Monaten so gar nichts mehr von dieser vermeintlichen Zielgruppe gehört. Und Sie? Gibt es die LOHAS noch? Gibt es neue Studien? Hatten Sie gar Kontakt?

(c) Schnuffel1964 pixelio.de

(c) Schnuffel1964 pixelio.de

Sollten Sie hier etwas Neues entdeckt haben, dass uns auf den neusten LOHAS-Stand bringen könnte, so lassen Sie uns das bitte in den Kommentaren wissen. Danke!

Wenn Sie noch etwas in die LOHAS-Tiefen schauen möchten, so habe ich dazu eine kleine Abhandlung geschrieben: Ich sehe was, was Du nicht siehst … und das ist LOHAS!.

Mal was ganz anderes: Musik. Genauer Musik von Samy Deluxe! Und es gibt eine gleichnamige Doku zu “Dis wo ich herkomm” deren (leider) letzter Teil heute um 21 Uhr auf dem ZDFDokuKanal läuft.

Ich bin da ganz zufällig drauf gestossen. So um und bei 10 Menschen im Alter zwischen 15 und 22, die mit Samy im Nightliner eine Deutschlandtour machen: Die Mauer, Peter Sodan in Leipzig, Usedom, der Wagner-Hügel, Fischer-Dübel, die Wartburg, …. einfach einmal quer durch. Und zwischendrin immer wieder dieses Lied, dass ich auch während des schreibens dieses Beitrags höre. “… mal eine neue Perspektive auf die ganze Scheiße …” “… wir müssen etwas tun für unser Land …” “… mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe …” “… dies ist unser, ist euer Deutschland …”.

Ich behaupte: Der Mann taugt als Leit- und Vorbild! Und er spricht eine neue Sprache. Neue Sprache für neues Denken und neue Strukturen? Digital-Natives-Sprache? Das schreibe ich auch mit Blick auf diesen Artikel zu dringend nötigen neuen Leitbildern.

Also: Lied kaufen! … und versuchen die Doku nochmals auf einem anderen Sendeplatz zu erwischen. Es lohnt sich!

(Stellen Sie sich als Bild zum Beitrag das Plattencover vor, auf das ich wegen Copyright und so verzichtet habe!)

… solche Artikel wie der Letzte kleben irgendwie auf Ihre Art. Und so stand der eigentlich viel zu lange dort. Und keiner hat uns erlöst! Jetzt aber …

… wußten Sie, dass wir jetzt um das Thema Bionade gebracht worden sind? Die hat Oetker jetzt gekauft. Schade eigentlich. So sind die jetzt raus aus dem Zunft[blog], oder? Das ist so ähnlich wie Manufactum und Otto, oder?

(c) juttaschnecke www.pixelio.de

(c) juttaschnecke www.pixelio.de

… wußten Sie das ich mich frage, wann wir denn die Unternehmens- und WIrtschaftsfreundlichkeit der Biene Maja oder der Tigerente der erste Mal spüren können. Ich bin so gespannt (und ungeduldig?) – gerade weil ich den Eindruck habe, dass das Land in eine Art Dornröschen-Schlaf gefallen ist. Puhh. Der ist so tief, dass selbst gestandene Unternehmensberatungen nur noch den halben Tagessatz verlangen, oder? Oh please Mr. Westerwave … befree us!

… wußten Sie, dass ich gestern ein längeres persönliches Gespräch mit der Chefredaktion eines der führenden deutschen Wirtschaftsmagazine hatte und mich das Gespräch in Bezug auf mich und mein Tun sehr nachdenklich gestimmt hat. Aber … das mag Sie erschrecken oder freuen … ich schreibe hier weiter ;-) .

Eigentlich habe ich – ob der omni-aktuellen Präsenz von mehr oder weniger fähigen Politikern – keine Lust mehr über Politik zu schreiben – auch weil wir uns hier vorgenommen haben, einen quasi parteilich neutralen Standpunkt zu wahren. Aber manchmal ist es nachhaltig notwendig auch Stellung zu beziehen – meine Mitschreiber werden das ggf. auch tun. Also – auch wenn es Sie langweilt – es geht nochmals um Politik und Atomkraft. Wobei die Atomkraft eines der Dinge ist, an denen sich Nachhaltigkeit sehr intensiv diskutieren läßt – quasi predestiniert für solch einen Blog ;-) .

Diese Zeilen – wie fast alle aus meiner Tastatur – entstehen übrigens gerade rund 2 km westlich von Krümmel ebenfalls direkt an der Elbe. Aber das ist eigentlich für den Artikel unerheblich – bilde ich mir jedenfalls ein.

“Das Lügengrab” titelte DIE ZEIT Nr. 38 von letzter Woche zum Thema Salzstock Asse. Der Inhalt: Lügen, Lügen, Lügen … von Politikern, Ämtern, Fachleuten, …. Es ist etwas in Deutschland passiert, was normalerweise in Kreisen der Mafia oder fiesen Katastrophenfilmen geschieht. Und keiner wird zur Verantwortung gezogen … im Gegenteil! Auch reden alle noch munter über die CO2-Neutralität der Kernkraft … verlieren aber kein Wort über Endlager und strahlende Geschenke für unsere Kindes-Kindes-Kindes-Kindes-….-Kinder. Wenn das keine Wahrnehmungsprobleme sind … weiß ich auch nicht. Drücken wir doch mal der Beweisführung von VW und Lichtblick in punkto Ex-Zwei-Atomkraftwerke fest die Daumen.

Dieser Artikel hier entsteht aber nur deshalb, weil mir heute klar geworden ist, dass diese Wahrnehmungsprobleme direkt vor meiner Tür beginnen: Die letzte Ratsversammlung der Stadt Geesthacht hat sich mit 13 zu 12 Stimmen gegen einen Antrag zur Stilllegung des Kernkraftwerkes Krümmel ausgesprochen. Die Fraktionen von CDU und FDP begründeten ihre Ablehnung mit einem Hinweis auf ausfallende Steuereinnahmen, so unser Vor-Ort-Blatt der “Geesthachter Anzeiger”. Nun, … wenn selbst vor Ort der schnöde Mammon über Tatsachen und fehlende Zukunftsperspektiven hinweg hilft, … na dann. Wie sollen sich denn andere dagegen aussprechen? Hinzu kommt, dass diese Politiker mal wieder nicht mit dem Volk – oder hier genauer mit Geesthachter Bürgern – gesprochen haben. Oder vielleicht mit solchen aus der gegenüberliegenden Elbmarsch. Ich persönlich kennen keinen, der hier in Geesthacht den Betrieb des Krümelmonster befürwortet – und ich treibe mich nicht nur in Öko- oder grün gefärbten Kreisen herum. Ali Demirhan von Bündnis 90/Die Grünen hat es da für mich auf den Punkt gebracht … wie die Überschrift dieses Artikel wiedergibt.

Wir sollten uns die Frage fragen, welche Lügen in Sachen Kernkraft und Krümmel schon gelogen sind und noch gelogen werden … von Politikern, Ämtern, Fachleuten, … und ob wir das weiter tolerieren wollen.

Die Verlinkung von Blogs untereinander soll in Zeiten von Twitter und Facebook zurück gehen. Schade eigentlich. Hannes Offenbacher berichtet in diesem Zusammenhang vom Blogday 2009. Hier ist es “Brauch” auf fünf andere Blogs zu verlinken, die man seiner Leserschaft besonders ans Herz legen möchte. Wir hier tun das auf persönlicher Basis – also kommen hier meine TOP 5:

> ANDERS|denken – von Hannes Treichl, neuerdings mit Bart. Hannes ist spezialisiert auf Video und ich habe hier viele spannende Tipps bekommen. Auch meinen Film des Jahres HOME. … zum Blog.

> The Foo – weil ich die Initiative sehr gut finde und da echt etwas wirklich Gutes entsteht – auch spielt Enterprise 2.0 hier eine tragende Rolle (immer gut). … zum Blog.

> Besser gehts nimmer – hier, da gebe ich das Kompliment und die Blumen an Hannes Offenbacher zurück, ist es interessant, inspirierend und teils auch überraschend. Ein Besuch lohnt immer. … zum Blog.

Dann habe ich noch zwei Blogs, an denen ich auch mitwirke, die nicht nur deshalb einen Besuch wert sind:

> Trends & Wege – hier schreiben wir zu Beratungs- und Strategiethemen, die meist auch etwas ausführlicher behandelt werden und im Kontext Nachhaltigkeit | Wissen | Innovation stehen. Schaut einfach mal rein: … zum Blog.

> Optimist-sein.de – “Wir haben keine Zeit mehr Pessimist zu sein!” … unsere Erkenntnis aus dem Film des Jahres HOME UND gleichzeitig unsere Initiative für Optimisten. Positive und mutige Beispiele wie man voran gehen kann. … zum Blog.

Soweit. Da sind sogar zwei österreichische Blogs, deren Betreiber bei Hannes heißen, dabei. Wow, mein Partner Klaus Kofler wird ein euphorisches Wochenende am Bodensee verleben.

Tja. Ich bin nicht wirklich stark in diesen Geschichtsdingen und ein wenig klingt das wirklich wie Marty McFly und sein Freund Emmett L. „Doc“ Brown, deren Zeitreisen allerdings das Jahr 1885 unter der Regie von Robert Zemeckis zum Ziel hatten. Was? Na das: Am 25. April 1899 gelang es Camille Jenatzy im französischen Achères ein Elektroauto mit dem übersetzten Namen “die niemals Zufriedene” auf dem zweiten Kilometer einer allerdings nur zwei Kilometer langen Strecke auf 105,88 km/h zu beschleunigen. Wußten Sie das?

Heute, gut 110 Jahre später, will die US-Regierung 2,4 Milliarden Dollar in die Entwicklung eines Elektroautos investieren. Nun – was tat unsere so innovative Automobilbranche eigentlich in der Zwischenzeit – außer pennen? Sie wollten daran glauben, dass Öl niemals versiegt, immer größere Autos und nichtsnützliche SUVs wichtig sind und das Elvis lebt! Sehr hochbezahlte Manager, kreative Denker und Lenker – und auch Ingenieure, deutsche Ingenieure, alle sind sie diesem Denken erlegen und haben fast ein Jahrhundert verschwendet. Wenn das kein Luxus ist.

Na, da kann ich nur hoffen, dass der Groschen, pardon der Cent, jetzt gefallen ist!

Soll es jetzt wirklich um die Wahl gehen? Um die Wahl am 27.09.09? Oh Mann, nicht noch mehr Experten, die sich in den Ring werfen wollen – werden Sie vielleicht denken. Davon gibt es doch schon genug, die – ich weiß nicht ob es Ihnen aufgefallen ist – ähnlich plan- und inhaltslos sind wie die Politiker selbst. Als ob da etwas abgefärbt hätte ….

(c) BirgitH www.pixelio.de

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Wir haben in einem der letzten Beiträge über Leitbilder berichtet und diskutiert. Heute habe ich ein Statement von Karl Feldmeyer, Journalist und ehemaliger Redakteur der FAZ, zur politischen Lage gelesen, dass ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: “[...] Es gibt eine Erosion unserer Demokratie, die fast zu einer Farce verkommt. Inzwischen enthält die Waschmittelwerbung konkretere Aussagen als der politische Wahlkampf. Die Kandidaten spekulieren darauf, sich mit inhaltsleeren Slogans durchzulavieren, und betrachten die Wahl nur noch als Legitimation für den Machterhalt. Es fehlt die politische Gegenleistung.[...]” Im folgenden plädiert er dann dafür zwar wählen zu gehen, aber seinen Wahlschein ungültig zu machen, um so zu dokumentieren, dass man nicht mit den Vorgängen in der Republik einverstanden ist.

Stellen Sie sich vor: Nicht 45% der Wähler, die nicht zur Wahl gegangen sind, sondern ihre Stimme ungültig gemacht haben. Ist das eine gute Alternative, die etwas bewegt? Ist so etwas ein Ansatz für neues Denken? So schreiben wir hier etwas Politisches – allerdings auch deswegen, weil es gerade in letzter Zeit neue Gedanken und eine Ursachensuche rund um Politikverdrossenheit gibt. Deshalb möchte ich es auch nicht versäumen Sie zusätzlich zu den Leitbildern auch auf einen wirklich lesenswerten Ansatz zum Thema “Wir haben den Wahlkampf und die Parteien, die wir verdienen” auf den Trends & Wege News hinzuweisen, der mir gestern über den Weg gelaufen ist.

So beobachten wir Phänomene und versuchen aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit auf dieses strapazierte Thema zu schauen. Wenn es Sie nervt … ehrlich, lassen Sie uns das bitte wissen. Danke!

Der Titel ist eine Frage … und ich habe keine Antwort darauf. Allerdings ist mir heute morgen etwas im Zeitmagazin Spezial München ins Auge gefallen, dass sich von anderen unterschied:

Falls es Ihnen nicht sofort auffällt: Wer dieses Drachenherz kauft, spendet gleichzeitig 15% des Verkaufserlöses (nicht des Umsatzes) an “children for a better world”. Bei allem was ich von diesen vielzitierten LOHAS weiß, wird das diesem Motiv in uns allen ein Stück entgegen kommen. Ich kaufe mir etwas schönes, gönne mir das (Lebenstil!) und tue gleichzeitig etwas Gutes, Nachhaltiges für Kinder. Das ist doch perfekt. Keine große Marke geht diesen Weg, sehen wir einmal von Krombacher-Aktionen ab, die doch viel abstrakter als dieses Vorgehen waren.

Aber: Ist das jetzt Ablass-Handel in einer schönen Form oder wirklich offenes und ehrliches Engagement für die gute Sache? Wurde der Preis der Sache gar vorher um den Spendenbetrag erhöht? Vielleicht fehlt hier noch ein wenig Transparenz: Wieviel des Preises für dieses Drachenstück …

… entfallen auf das Material?
… entfallen auf die Herstellung?
… entfallen auf den Transport?
… entfallen auf die Vermarktung & Werbung?
… entfallen auf die Ladenmiete?
… entfallen auf die Personalkosten?
… entfallen auf den Gewinn?

Das würde eine Bewertung viel einfacher machen, Transparenz und Vertrauen stiften, Konsum vielleicht auch ein Stück weit erträglicher machen, oder? Wer ist der Erste …

… ist der Titel unseres neusten Artikels, der im aktuellen Lifefair Magazin erschienen ist.

Zitat: “Du lernst jemanden kennen – googelst du ihn? Bist Du schlauer als Dein Chef? Gehst Du wählen – warum? Was wird aus mir? … vier Fragen aus dem Spiegel Spezial zum Thema „Wir Krisenkinder – Das Selbstporträt einer Generation“ mit denen wir diesen Artikel einleiten möchten.”

Wir gehen in dem Artikel auf eben diese Fragen ein, beleuchten die Digital Natives und schauen uns nach Perspektiven und Vorbildern um. Wenn Sie jetzt Spaß daran hätten den gesamten Artikel zu lesen, führt der Weg dorthin über eine weitere Internet-Site mit einigen aktuellen einleitenden Worten – wer hätte schon gedacht, dass dieses Thema auch in der Politik vor der Wahl so dringend wird.

Hier geht es zum Artikel …

PS: Weiter unten in dem Trends & Wege Neuigkeiten-Bereich greifen wir Leitbilder auch im Zusammenhang mit dem o. g. Artikel und Äußerungen des Top-Werbers Amir Kassaei auf. Das gibt eine weitere Perspektive auf dieses wichtige Thema der Vorbilder. Hier geht es direkt zu dem “PS-Beitrag”…

Aloha Lemonade, Almdudler, …. aber Bionade? Was war das denn noch? Auch meine Kinder wissen hier nicht mehr weiter.

Eine Recherche in diesem Blog hilft weiter:

>> Teuronade … oder wie ich eine 20%ige Preiserhöhung BESSER NICHT begründe …

>> Teuronade … macht es doch bitte nicht noch schlimmer!

Und überhaupt hat dieser Artikel hier es erst ermöglicht, in die Tiefen der Vergangenheit zu schauen:

“Krach bei Bionade” aus der FNP

Wenn es auch viele nicht glauben. aber der Verbraucher hat die Macht. In diesem Teuronade-Fall über 40 Millionen Flaschen, die ausreichen um Instabilitäten zu schaffen. Ich hatte das damals in dem Teuronade-Artikel bereits vorhergesagt und ich bin sicher, dass es noch tiefer hinunter geht. Die Marke ist jedenfalls derart angeschlagen, dass es sehr viel Zeit und wohl noch mehr Geld kosten wird, das Ausgangs-Image wieder herzustellen. Hochmut kommt vor dem Fall … und da helfen jetzt weder Entschuldigungen noch Einsicht.

Was würden Sie den Teuronade-Machern raten ….?

… fragte mich dieses Postkarten-Set, als es am letzten Donnerstag aus der Brand eins heraus fiel. Um es vorweg zu nehmen: JA!

Und zwar nicht nur aus ideologischen und persönlichen Gründen, sondern in diesem Fall auch deshalb, weil ich mir kaum eine dämlichere Lobbyarbeit (oder ist es Werbung) seitens des Deutschen Atomforums vorstellen kann. Das gehört bestraft!

Auch die anderen Andeutungen sind ähnlich schlecht: “Danke, … für die letzte Nacht!” Wäre wohl ehrlicherweise eher: “Danke, … für den letzten Störfall!”. “Wäre doch schön wenn wir zusammenblieben …” eher “Ich bin nicht sicher ob ich es sicher die nächsten 6 Monate schaffe … ohne Zwischenfall!” Und 32 scheint sehr wohl ein Alter zu sein. Im Bereich der Atomindustrie zeigt sich das in Vergesslichkeit, Leichtfertigkeit, Kommunikations-GAUs, Störfällen, … normalerweise würde das glatt mit Alsheimer oder Demenz durchgehen … und das mit 32!!!!!

Die Republik wartet dringend auf die Beantwortung von Fragen, hinterfragt die Seriösität und Professionalität unserer Atombetreiber – und die legen eine kleine lustige Postkartenserie auf? Eine Serie, die noch dazu doof dreist Fragen stellt, statt Antworten zu geben. Hier eine kleine Kostprobe:

“Mit Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie würde diese Erzeugungskapazität wegfallen. Können wir das verantworten?”

“So sorgt die Kernkraft in unserem Energiemix für viele wunderschöne Abende und spart dazu noch 150 Millionen Tonnen CO2 ein – und nun soll damit Schluss sein?”

“Wäre eine Laufzeitverlängerung nicht auch eine Lösung für unsere deutschen Kernkraftwerke?”

Für mich reihen sich diese Postkarten des Deutschen Atomforums nahtlos in den Informations- und Kommunikations-GAU der letzten Monate ein. Fast dachte ich an einen Scherz – auch und gerade deshalb, weil die Teile aus der Brand eins heraus gefallen sind. Einem Magazin mit nachhaltigem Anspruch – und Anspruch generell …. dachte ich. In der Bild-Zeitung wären die Postkarten sicher besser platziert gewesen. Oder vielleicht in öffentlichen Bedürfnisanstalten. Und wer solche Aktionen verantwortet, soll in der Lage sein eine derart komplexe und gefährliche Technik wie Atomenergie sicher zu beherrschen …? Und schwarz-gelb will den Ausstieg aus dem Ausstieg – ohne Flachs! … da kann es doch nur um Geld gehen oder die sind alle im gleichen Karnevalsverein?!

Irgendwie habe ich in den letzten Woche häufiger mit Menschen über die 70ziger & 80ziger und die damalige Rolle und das Verhalten von Medien gesprochen. “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” ist hier so ein schöner Aufhänger. Sicher gibt es noch viel mehr.

Bis heute wird hier an vielen Stellen Manipulation betrieben. Allerdings ist es so, dass weder die neue Startbahn des Flughafen Frankfurt noch die Kernenergie Massen mobilisiert. Warum eigentlich nicht mehr? Wer im September die CDU wählt, wählt gleichzeitig – fast selbstverständlich – die Absetzung oder Kündigung des Ausstiegsvertrages aus der Kernenergie. Ist das allen so klar? Und Ammenmärchen, dass Atomkraft klimaneutral oder klimaschonend ist, haben wohl die meisten schon durchschaut.

(c) evelix www.pixelio.de

(c) evelix www.pixelio.de

Aber darum habe ich diesen Beitrag gar nicht angefangen. Vielmehr bin ich heute auf eine kleine Meldung in der DIE ZEIT aufmerksam geworden: Herr Dieckmann und Herr Döpfner (Springer-Verlag Berlin) hatten das große Vergnügen auf der von Herrn Ackermann zusammen gestellten Gästeliste für seinen Geburtstag im Kanzleramt zu stehen. Da könnten wir ja jetzt mal einen Blick auf die Berichterstattung der BILD in Sachen Dienstwagen-Schmidt und Kanzlerparty-Ackermann werfen. Und wir wissen auch OHNE eine solche Detail-Betrachtung wie das Ergebnis aussieht – und nicht nur die BILD-Zeitung betreffend. Nur: Wie kann man sich eine solche (blöde) Blöße geben? Wie machen die das mit sich selbst ab?

Wenn diese Menschen das nächste Mal das Wort Nachhaltigkeit in den Mund nehmen – und sie werden das sicher tun – sollten wir sie für dieses Verhalten tadeln (umgangssprachlich hätte ich es drastischer ausgedrückt). Bitte!

Haben Sie eine andere Meinung dazu? Lassen Sie mich diese bitte wissen …

Herzlich einladen möchten wir Kunstinteressierte zu einer Vernissage mit Werken des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof am Samstag, den 19. September 2009. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf (Weinstrasse 1, D – 67157 Wachenheim an der Weinstrasse (bei Bad Dürkheim)) und soll später im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz ausklingen.

Der Künstler
Simon Hof wurde 1967 in einem Arbeiterhaushalt in Mannheim geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach Studium und Lehrjahren (u.a. bei Young Jae Lee in Essen in der Keramischen Werkstatt Margretenhöhe) arbeitete er seit 2002 im Ruhrgebiet in seinem ersten eigenen Atelier, 2003 folgte der endgültige Schritt in die Professionalität und sein Beitritt zum Berufsverband Bildender Künstler BBK. Da ihm die Pfälzer Landschaft mit ihrem unvergleichlichen Licht fehlte, zog er 2004 wieder in die Nähe seiner alten Heimat Speyer nach Römerberg. Seitdem zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen besonders auch in der Region.

Torso (c) Simon Hof

Torso (c) Simon Hof

Seine Keramik
Raku: Zur Faszination, die der Prozess des Brandes selbst birgt, kommt das Unvorhergesehene. Man kann das Ergebnis nicht genau vorausplanen. Die Unregelmäßigkeiten durch Schwärzung und Craquelébildung verleihen den Objekten ein spannendes Eigenleben.

Steinzeug mit Oxyden: Diese Arbeiten entstehen mit einem sehr groben ausländischen Ton. Dessen Farbe und die raue Oberfläche lassen ihn anmuten wie Sandstein. Es lässt die Stücke urtümlicher wirken. Und die Oxyde hauchen ihnen weiteres Leben ein.

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Wir sprechen mit vielen Menschen über Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit in der Firma. Nachhaltigkeit für die Umwelt. Nachhaltigkeit in der Gesellschaft. Nachhaltigkeit in der Bildung. Selten allerdings wird das ureigene Verhalten im persönlichen Umfeld in Sachen Nachhaltigkeit reflektiert. Und so kommt es auch, dass ein nachhaltiger und erfolgkritischer Faktor selten den Eingang in Gespräche und Tipps findet: Die Vorbildfunktion. Nicht viel reden – einfach vormachen. Würden wir alle diesen Slogan beherzigen, wären wir in Sachen Nachhaltigkeit heute schon viel weiter – behaupte ich. Oder …?

Ich habe dazu eine aktuelle Veröffentlichung verfasst, die sich mit diesem Thema auseinander setzt. Sicher ist dieser Artikel eher oberflächlich und allgemein gehalten, dennoch umreisst er diesen wichtigen Sachverhalt Vorbild. Den aktuellen Artikel Nachhaltigkeit und das eigene Leben – das Vorbild im Spiegel aus der Zeitschrift “Familie & Co.” finden Sie auf Zunft[wissen].

Ich wandle so seit gut einer Woche auf der schönen Ostsee-Insel Fehmarn. Fehmarn hat einiges an Natur zu bieten: Tolle Naturstrände mit ganz vielen Steinen, Strände mit Sand gut für Kinder, tolle Sonnenuntergänge, sinnbar sauberes Wasser, viele Felder (ist Fehmarn gar die Kornkammer Schleswig-Holsteins?) und kleine, verträumte Straßen (eher Feldwege).

Hätte man mich vor 2 Wochen nach der Identität von Fehmarn gefragt, hätte ich nach kurzem Nachdenken … Surf-Destination gesagt. Und eben Naturstrände ohne die lästige Kurtaxe. Wir könnten uns jetzt streiten, ob das für die Identität einer touristischen Destination ausreicht. Mir fällt nach einigen Minuten aber noch mehr ein: Bier- & Schnaps-Eldorado für Dänen (in einigen Geschäften hatte ich glatt den Eindruck als Nicht-Däne unerwünscht zu sein), Sonnen-Insel mit vielen Solar-Scheunendächern, Windkraft.

Die Kurtaxe ist seit diesem Jahr in Form der Ostsee-Card da (wir sind sogar schon zweimal kontrolliert worden), die Windräder stehen überall in Schleswig-Holstein und so bleibt Sonne und Surfen. Schauen wir genauer hin, gibt es zwar 3-4 Surfshops, aber keine so typischen Backpacker-Hotels – beispielsweise. Vielleicht wird das in Deutschland durch Camping-Plätze amortisert? Und die typischen Touristen, wie überall an der Ostsee, sind besonders in Burg zu treffen – besonders wenn es regnet oder auch nur länger bedeckt ist. Hofläden gibt es übrigens zu wenige, genauso fehlt es an generellen Bio-Angeboten und überhaupt an vernünftigen Lebensmittelgeschäften und entsprechenden guten Ess-Waren.

Das liest sich jetzt wohl ein wenig konfus … sind halt Gedankengänge zum Thema Identität. Wenn wir vom Zunft[institut] touristische Destinationen beraten, sind Identität aufbauen und der Dialog mit den Gästen die wesentlichen Punkte neben einer nachvollziehbaren Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit – deshalb vielleicht diese Impulse auch und gerade im Urlaub. So zeigt diese Konfusität eines deutlich: Fehmarn kann in Richtung Identität noch eine Menge tun. Und Dialog? Ich wurde nur kontrolliert nicht zu einem Dialog eingeladen. An keiner Stelle in den vergangenen gut 9 Tagen. Ich bekomme jede Menge Infos, was mich und meine Familie bewegt, was wir uns wünschen würden, wollte aber keiner wissen.

Konsequenterweise versuchen wir gerade für das nächste Jahr wieder hier einen Platz zu bekommen. Ironie des Schicksals? Nein! Das ist vielmehr der Tatsache geschuldet, dass unsere drei Kinder auf dem Biolandhof Albert in Ostermarkelsdorf so Klasse spielen können, immer min. 8-10 weitere Kinder finden und die gastgebende Familie so nett ist. Wie toll wäre es da, wenn Fehmarn noch mehr Identität entwickeln würde (jenseits von Spaßbad, Touri-Nepp und Inselstar-Suchen), versuchen würde mit seinen Gästen zu sprechen … und vor allem dem Wort Nachhaltigkeit (neben den Solaranlagen und Windrädern) einen tieferen Sinn zu geben? Die Menschen würden dann unabhängig von der Jahreszeit und Vogelfluglinie in Strömen kommen, um das zu erleben … behaupte ich!

Immer wieder stolpere ich über Anzeigen. Vermeintlich schlaue Anzeige, platte oder schlicht ganz doofe. Vielleicht sollte ich eine Rubrik “Anzeige” der Woche oder so etwas ähnliches auflegen und die dann bewerten. Ich hatte hier schon BMW mit “Andere versprechen das blau vom Himmel”, Bionade mit “Die grösste Leistung unserer Mitbewerber liegt darin, dass sie uns noch vor den Chinesen kopiert haben.” und die Sparkassen mit “Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf – wir geben Antworten”, die entweder in der ZEIT oder gar in Brand eins zu finden waren. Einige dieser Anzeigen taten mir wirklch körperlich weh.

IBM in der Brand eins 08.2009

IBM in der Brand eins 08.2009

Mein heutiger Kandidat ist IBM. In der Anzeige geht es um die gestiegenen Bedürfnisse und Anforderung von Prosumenten – leider kennt die IBM diesen Begriff noch nicht. Ist ja nicht weiter schlimm. IBM stellt hier fest: “Um in dieser veränderten Welt mit Konsumenten ins Geschäft zu kommen, brauchen Händler und Hersteller ein intelligentes System. [...] Es muss so intelligent sein, dass man damit Waren jederzeit ausfindig machen und Unmengen an Kundendaten in Echtzeit analysieren und auswerten kann.” Sie vergaßen den Zusatz “und darf nicht mehr als ein Windows-Betriebsystem kosten oder sollte gleich für jedermann frei verfügbar und anpassbar sein”. Egal – das wollte ich nicht kritisieren.

Überhaupt: Ich wollte nur anregen: “Hey Mann IBM, wir sind in der Krise und wir wissen nicht, ob Praktiker und Metro – Eure Beispiele aus der Anzeige – diese überstehen werden. Wirklich nicht! Und Eure Systeme schaufelt deren Grab mit ihren Projektkosten höchstens ein bißchen tiefer! Warum? Weil es gerade mal auf wesentlichere Dinge als “intelligente Vernetzung” ankommt. Kapitsche?” Es geht um nicht weniger als neues Denken in neuen Strukturen … dann kommt lange nichts. Und dann können wir uns leisten über Systeme nachzudenken. Macht Euren Planeten ein wenig smarter – hoffentlich ist es im Moment nicht unser Planet, der betroffen ist!

Mehr dazu unter ibm.com/de/think/rethink

Puh … was für ein Gegensatz. Gestern habe ich an dieser Stelle über unsere neue Aktion Zeit für Optimisten berichtet und heute diese Überschrift? Auf der anderen Seite brechen Differenzen Strukturen auf und ermöglichen neue Blicke, neue Perspektiven.

Wahrscheinlich ist Ihnen der gleichnamige Artikel in der ZEIT Nr. 28 von Niall Ferguson gar nicht aufgefallen. Mir schon ;-) . Vor allem deshalb, weil mir mein Bauchgefühl auch sehr drängend und intensiv mitteilt: “Es kann nicht bergauf gehen, die Talsohle ist lange nicht erreicht, wo bleiben denn eigentlich neue Strukturen und das neue Denken?” Dieser Artikel hat dieses Bauchgefühl im Bereich der Finanzwirtschaft stark untermauert. Zitat: “[...] Am besten hat Peer Steinbrück wohl die deutsche Haltung zusammengefasst, als er 2008 vorhersagte, die USA würden infolge der Krise “ihren Status als die Supermacht des globalen Finanzsystems verlieren”. Man kann wohl sagen, dass dieser Gedanke bei vielen Deutschen eine gewisse Schadenfreude ausgelöst hat. Der Preis der Überheblichkeit titelte Der Spiegel im September 2008 und meinte natürlich Amerika. Doch bald werden die Amerikaner dran sein mit der Schadenfreude. Eine bedrückende Realität wird die Deutschen zwingen, ihre Verdrängungshaltung aufzugeben. [...]“.

Neben den messerscharfen Abhandlungen von Niall Ferguson fragen sich mein ich und mein Bauchgefühl, wie es denn eigentlich dazu kommen kann, dass einzelne Menschen und Protagonisten überhaupt vom Ende der Krise oder gar zartem Aufschwung sprechen und schreiben können? Faktisch habe ich bisher noch vom keinen Paradigmenwechsel in einer Branche oder auch nur in einem größeren Unternehmen Kenntnis erhalten. Eher fühlt es sich so an, als ob alle auf Tauchstation sind, möglichst viele Mitarbeiter rausschmeissen wollen, um dann verschlankt und vermeintlich gestärkt aus der Krise hervor zu kommen. Aber mal ganz ehrlich: Wer kann die aktuellen Zustände so trivial und ignorant einschätzen? Ah allerdings … ich erinnere mich an die 70ziger und die Erkenntnis, dass fossile Brennstoffe mittelfristig zu Ende gehen werden. Daraus hat auch kein Automobil-Konzern irgendwelche Lehren gezogen.

Na ja. Warten wir es ab. Wir jedenfalls wissen wie neues Denken und neue Strukturen aussehen könnten. Und scheinbar bemerken immer mehr Organisationen, dass sie an eben ihre Grundfeste heran müssen.

Diese Aktion “Zeit für Optimisten” mit der Website www.optimist-sein.eu ist aus einer Kooperation von Trends & Wege mit dem Zunft[institut] entstanden.

Die Initiatoren setzen mit dieser Aktion ein Zeichen. Ein Zeichen für die vielen Optimisten, die es verdient haben beachtet zu werden. So finden sich auf dieser Dialog-Site – nach und nach – viele, sehr viele positive Beispiele aus unserer Zeit, wie Wirtschaft, Soziales und Gesellschaft positiv sein kann. Positiv und mit Perspektive.

Sein Sie doch auch dabei! Optimist-sein.eu ist eine Site für Sie und für uns. Eine Site die Mut machen wird und die hilft Bündelung herzustellen, Synergien zu schöpfen.

Bei Trends & Wege, Kooperationspartner des Zunft[instituts], tut sich gerade eine Menge. So ist seit Ende letzter Woche das Dialog-Format “News & Impulse” online:

Hier finden Sie eine Menge inspirierende Dinge rund um Wirtschaft, Soziales und Gesellschaft. So z. B. als Start-Impulse etwas zu:

  • Leitbildern u. a. über Amir Kassaei
  • “Es war einmal …” einen tollen Film zur aktuelle Lage der Nation von der Agentur Wolkenkratzer
  • “Hat leider nicht geklappt … ” zur Kultur des Scheiterns
  • … und etwas über die Rolle des Konstruktivismus: Realität ist das Ergebnis unserer Wahrnehmung

Machen Sie sich doch selbst mal ein Bild … und diskutieren Sie hier oder dort mit: … direkt zum Format.

… bei uns ist es die Vierländer Tomate aus den Vier- und Marschlanden. Lecker. Nicht nur das ich weiß wo sie herkommt, sie hat dazu doch deutlich mehr Geschmack als ihre spanischen oder holländischen Kollegen. Aus Vierlande kommen die Sorten Vierländer Krause, Vierländer Platte und eben die “normalen” Vierländer.

Gibt es eigentlich anderorten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz solch regionalen Tomaten?

Hier im Großraum Hamburg gibt es die rote Ware aber meist nur auf Wochenmärkten direkt vom Erzeuger. Die EU-Oberen würde es wohl sehr grämen, wenn sie davon wüßten – so ungenau und authentisch aussehend sind diese Paradiser.

Wir essen sie gerne auf einem frischen Bauernbrötchen, auf einem selbstgebackenen Sauerteigbrot und in unterschiedlichen Varianten als Beilage: Unser liebstes sind Ricotta-Küchlein an Tomatensalat mit drei Sorten Balsamico. Ein Gedicht. Aber auch in den Spagetti mit selbstgemachten Mandel-Pesto dürfen diese Tomaten nicht fehlen.

Haben Sie auch eine Tomatengeschichte?

Als ich heute morgen in der aktuellen ZEIT las, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass wir den Dingen nicht wirklich auf den Grund gehen – über Symptome reden und Ursachen außen vor lassen. In der Rubrik “Reden ist Blech” auf S. 19 schreibt Mark Schieritz über Politiker und Banken – und über die notwendige Intervention des Staates zur Rettung der Banken.

Mir blieb nach dem Lesen nur ein Gedanke: Koppelt halt wieder Geld(verleih) an (reale) Wertschöpfung und verhindert, dass wir/man Geld mit Geld vermehren. Wenn eine solche Regel als Gesetzmäßigkeit wieder Bestand hat, braucht sich niemand mehr Sorgen zu machen.

Das Wörtchen “reale” fand seinen Weg in diesen Satz, weil Immobilien-Finanzierung eben eine Kopplung von (geliehenem) Geld an Wertschöpfung ist. Schade nur, wenn diese Immobilien heillos überwertet sind oder versucht wird sich über billige Krediten einen künstlichen Markt gleich mit zu schaffen, bei dem dann seitens der Käufer noch nicht einmal Eigenkapital notwendig ist.

Kann ich das so sehen – oder ist das zu einfach gedacht? In jedem Fall geht es mir um neues Denken …

In diesem Zusammenhang möchte ich einen Kommentar zum letzten Artikel nochmals aus der Senke heben, der neues Denken auch mit Beispielen versehen hat:

Von Sinnstifter zum Artikel “Die Hoffnung auf den Silberstreif …”:

“[...] In, sagen wir, 5 Jahren dürfte weltweit kein Auto mehr fahren, das klimarelevant Schaden anrichtet, viel Spaß bei der Durchsetzung; Autos müssten Allgemeingut sein, zur Verfügung, aber nicht jemandem gehören, oje, ein Aufschrei der Individualisten; ein Supermarktverbot wäre undemokratisch, aber herrrlich. Konsumausstieg ein Wunder. Die Begriffe Deutschland, Nation, unser Land (entsprechend auch für alle anderen Nationen) wären Begriffe aus der jüngsten Vergangenheit. Bildung wäre keine Aufgabe mehr des Staates, der sowieso auf wenige organisatorische Aufgaben runtergefahren wäre. Ok, nur wenige Beispiele, der Übersicht wegen. Interessant wäre jetzt eine Zusammenstellung von bereits gedachten Utopien, eine Veranstaltungsreihe, die diese Utopisten an einen Tisch, bzw. Netzwerk bringt, live im Fernsehen/Internetplattformen übertragen [...]“

… und ich auch. Endlich einmal jemand, der das öffentlich ausspricht, sich traut das zu schreiben, der die Wirtschaft mit den Optimismuslügen in die eigene Tasche konfrontiert.

“Will die deutsche Wirtschaft eine Chance haben, muss sie sich grundlegend erneuern.” ist die Erkennis des Autors Armin Mahler. Überkapazitäten, Exportlastigkeit und alte Produkte sind die wesentlichen Kritikpunkte, an denen Mahler ansetzt. Und Innovation, besser noch Open Innovation, ist seine Lösungsperspektive.

Lesen Sie selbst: … direkt zum Artikel in Spiegel Online.

Und Ihre Einschätzung dazu …?

Aufgerüttelt von der Klima- und Finanzkrise sowie dem rasanten Artensterben hinterfragen immer mehr Funktionsträger in Wirtschaft, Medien und Politik ihr eigenes Wertesystem sowie die Werte ihrer Organisationen. Unter dem Stichwort des nachhaltigen Wirtschaftens und der Corporate Social Responsibility wird die unternehmerische Verantwortung immer mehr zum zentralen Thema. Und auch die Konsumenten werden sich ihrer Verantwortung bewusst, hinterfragen, wie unsere Wirtschafts- und politischen Lenker das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen und beeinflussen durch Ihr Einkaufsverhalten die Märkte.

Kongress [c] Forum Nachhaltig Wirtschaften

Mit zwei Impulskonferenzen in Köln und München eröffnet der Deutsche Naturschutzring den Dialog mit neuen Anspruchsgruppen. Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings: „Wir laden insbesondere gesellschaftlich relevante Entscheider zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit ein“. Ziel ist es auch, einen Wandel in der Gesprächskultur zu setzen: Statt Natur und Wirtschaft als unvereinbare Gegensätze und somit Streitpunkte zu thematisieren, möchte der DNR auf Entscheider-Ebene Lösungswege diskutieren.

Den Auftakt dazu bilden zwei Stakeholderdialoge, die als regionale Impulskonferenzen noch vor der Bundestagswahl Zeichen setzen:

Freitag, 28.8.2009 in Köln und Freitag, 11.9.2009 in München

Die Positionspapiere zur Konferenz mit den Themen Wirtschaftskrise und Green Deal, Erhalt der biologischen Vielfalt, Klimaschutz, Atomausstieg und nachhaltige Mobilität sind auf der Homepage zur Konferenz www.VerantwortungJetzt.de online publiziert und stehen zur Diskussion. Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Kultur und NGOs sind eingeladen, Stellung zu beziehen und den Thesen des DNR zu kommentieren bzw. eigene Thesen online zu platzieren. Ausgewählte Funktionsträger können mit Kurzstatements auf die DNR-Thesen bei den Regionalkonferenzen reagieren und die erwarteten 500 Teilnehmer zur Diskussion herausfordern.

An der Veranstaltung in Köln werden Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Sven Plöger, Klimaexperte und bekannt als ARD-Wetterfrosch sowie der Kabarettist Heinrich Pachl mitwirken.

Die Konferenz in Köln findet am 28.8.2009 ab 18.00 Uhr im Maternushaus, (Nähe Hbf) statt.

Konferenzorganisation und weitere Informationen:
Ansprechpartnerin: Frau Maike Bruse
Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung, Volksgartenstraße 34, 50677 Köln
Tel.: +49 (0)221 / 94 40 48 -22, Fax: +49 (0)221 / 94 40 48 -9, E-mail: bruse@katalyse.de

Die Konferenz in München findet am 11.9.2009 ab 17.00Uhr statt.

Konferenzorganisation und weitere Informationen:
Ansprechpartner: Fritz Lietsch
ECO-World, Gotzinger Straße 48, 81371 München
Tel.: +49 (0)89 / 74 66 11 -11, Fax: +49 (0)89 / 74 66 11 -60, E-mail: f.lietsch@eco-world.de

Ich habe gestern die startum-LOHAS-Tour in Hamburg besucht …

Allerdings … das sei voraus geschickt … habe ich nur die erste Hälfte durchgehalten. Vier Stunden Frontalbeschallung nebst PowerPoint Befeuerung mit gefühlten 1.000 Clicks! waren mir dann doch zuviel des Guten, zumal ich die Studie schon einmal von &Equity präsentiert bekommen habe. Ich hatte mir da ein wenig mehr Interaktion, Dialog und Erfahrungsaustausch gewünscht – von Anfang an.

Dennoch habe ich etwas mitgenommen: Der überwiegende Teil der Zuhörer war damit beschäftigt für sich heraus zu finden, ob diese Studie, die dort präsentiert worden ist, denn nun repräsentativ war oder nicht? Und waren das wirklich LOHAS, die da befragt worden sind? Und wie wurden diese heraus selektiert? Nachdem das bereits die 11. Station der Tour war und sicher ähnliche Beobachtungen schon vorher gemacht werden konnten, hätte ich mir hier ein etwas vorbeugendes Agieren gewünscht. So traten die Ergebisse ob der Diskussion der Methodik etwas zurück – obwohl Herr Häusler sich alle Mühe gab das Ganze interessant herüber zu bringen.

So war die Sicht auf die LOHAS auch auf dieser Veranstaltung deutlich eingeschränkt und monodirektional: “Wie erreiche ich die LOHAS?” ist aus unser Sicht die völlig falsche Frage und der ständige Versuch die LOHAS in bekannte Zielgruppen-Definitionen zu pressen bestimmt viel zu oft die Gespräche und Fragen. Unsere vielleicht kontroverse aus dem Konstruktivismus stammte Theorie dazu: Wir sind alle LOHAS – oder besser: Wir tragen alle LOHAS Motive in uns, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt sind. Das erklärt auch, warum ich bisher noch keine Studie gesehen habe, die die LOHAS eindeutig fassen konnte. So gibt es halt nicht das Zielbild zwischen 20 und 30 Jahre alt, mehr als Euro 3.000 im Monat, verheiratet mit 3 Kindern bei einem Anteil von 25% in der deutschen Bevölkerung. Aber genau danach suchen all die Marktforscher, Werbe-Strategen und Marketing-Größen … vergebens!

Na ja. Das Umdenken braucht wohl noch etwas Zeit, wobei die derzeitige Entwicklung das benötigte NEUE DENKEN wohl eher stark forciert. Als Randnotiz möchte ich festhalten, dass Herr Häusler, der wirklich gut präsentiert hat, im Vortrag dazu rät einige von ihm namentlich benannte und bildlich verewigte bekannte LOHAS-Protagonisten besser nicht zum Thema LOHAS zu fragen, andere dagegen schätzt er – auch in Ihren Funktion als Medienvertreter – hier sehr. Ich habe mich nur gefragt was diese Art von Information für mich oder andere Zuhörer bedeuten mag, wo soll ich diese einsetzen? Ich habe mich spontan gefragt, ob solche Äußerungen denn NACHHALTIG sein können? Aber in diesem Fall war es wohl authentisch, denn Herr Häusler führte auch an, dass wir alle Vorurteile brauchen um schnell entscheiden zu können. Sicher ein Thema für eine andere Diskussion.

Alexander von Keyserlingk, Gründer der Unternehmensberatung Slowretail, hält am 6. und 7. Juli mehrere Vorträge auf der Messe Tendence in Frankfurt. Am Dienstag, den 7. Juli wird auch das Thema Zunft[hallen] in Berlin eine Rolle spielen. Weitere Informationen finden sich hier.

Die Inhaberin Alexandra macht hier einen wirklich guten Job – um das schon mal vorweg zu nehmen. Wir sind vom Parkplatz an der Gebhardtsbergstraße aus “aufgestiegen”. Der Weg über viele Baum-Wurzeln bietet einen grandiosen Panorama-Blick ins Rheintal mit Lustenau, Dornbirn und natürlich einen Teil des Bodensees. Der steil abfallende Fels ist auch sehr beliebt bei Freeclimbern, so dass wir an einigen scheinbar herrenlosen Schuhen und Sicherungsseilen vorbei gekommen sind.

Nach knapp 60 min erreichten wir “die Fluh”, wie dieser Teil von Bregenz genannt wird, und kehrten in den Berggasthof Adler ein. Auf der großen Terrasse waren wir trotz schönem Wetter alleine und total ungestört, dennoch hervorragend bedient und unterhalten durch die Inhaberin Alexandra.

Wir labten uns an Steak, Salat und Spießen mit einem schönen Tropfen auf die Empfehlung der Wirtin hin – und zahlten wirklich fair. Besonders empfehlen möchte ich die Palatschinken mit Eis! Ab Herbst wird es dann als Spezialität des Hauses auch Bio-zertifizierte Kaninchen aus der eigenen Aufzucht geben! Schauen Sie doch einmal beim Adler vorbei uns lassen Sie uns wissen, wie es war.

Ein Webpräzenz gibt es bislang nicht, deshalb hier der Link zur Zunft[wissen]-Seite. Ferner gibt es auch einen Wander-Bericht u. a. mit dem Berggasthof Adler im Zunft[magazin].

“Romantik im Rosengarten …” so die Überschrift von der Homepage dieser Einrichtung. Und weiter geht es wie folgt:

“See, Garten, Küche, Wein, Tanz und Kultur – das sind die Stimmungs-elemente, die den Aufenthalt, die Ferien im Strandhotel “Wilder Mann” unvergesslich machen. Dabei ist jedes Element für sich gesehen von unverwechselbarem Charme – im Zusammenklang aber ergibt sich ein gastronomisches Juwel. Der “Wilde Mann” blickt auf eine lange Familientradition zurück. Das über 400 Jahre alte Hotel steht unter Denkmalschutz.”

“Terrasse hui, der Rest pfui” … fällt mir dazu ein. Und Wörter wie “unvergesslich”, “Denkmalschutz” und “Tradition” erschienen mir eher in einem negativen Kontext zu stehen. So ist die Terrasse eine echte Wucht und dann ist es schnell vorbei.

Am Tanzpavillion bröckelt der denkmalgeschützte Putz, die Kellnertruppe riß schlechte Witze, war total unaufmerksam, zäh, mein Wiener Schnitzel schmeckte nach Fisch-Fett und die Preise waren wie meine Pommes: gesalzen – kräftig sogar. Das war demnach kein faires Preis-/Leistungsverhältnis. So tut nach 400 Jahren wohl einmal Erneuerung gut: Abschaffung der Musikpreise, deutliche Verbesserung des Services, besseres Essen und eben faire Preise. Dann könnte ein Schuh daraus werden. Im Moment kann ich nur warnen und als sehr gute Alternative das Seehotel Off vorschlagen. Auch dann, wenn Sie auf Musik & Tanz stehen und älter als 55 sind – selbst wenn es beim Off keine Musik gibt. Selbstredend, dass ich mir ein Bild spare … oder?

Erst heute morgen habe ich einen wirklich guten Blogbeitrag von Hannes Treichl auf anders|denken gefunden, der sich der Werbebranche ein wenig widmet. … und wirklich ehrliche und treffende Worte enthält. So stellt Hannes u. a. diese Frage betreffs eines Preises für die Werbewirtschaft …

“Warum kürt eine sogenannte “Fachjury” die Gewinner? Warum nicht mündige Konsumten Prosumenten wie du und ich?”

Und die Kritik ist dann auch noch konstruktiv … mit Hinweisen es besser zu machen.

Hier geht es direkt zum Artikel …

http://www.andersdenken.at/tirolissimo-werbung-marketing-tirol-kritik/

In dieser Woche haben wir ein weiteres “Familienmitglied” der Zunft-Bewegung aus der Taufe gehoben. Das Zunft[magazin] enthält – im Gegensatz zum Zunft[blog] – redaktionelle Berichte und Geschichten zu den guten Dingen. Gleichzeitig wird das Magazin das “neue Herz” der Zunft-Bewegung: Von dieser Adresse aus können Sie alle anderen Projekte einfach erreichen, vielfach sind diese bereits in die Artikel integriert. So haben Sie einen einfachen und schnellen Zugriff auf Zunft[wissen] und Zunft[TV], um sich weitere Infos und Impressionen zu den angebotenen Themen zu holen. Auch bei diesem Format möchten wir nicht nur in Ihre Richtung senden, sondern bieten auch die Möglichkeit die Artikel zu kommentieren … schließlich möchten wir gerne wissen, was Sie dazu bewegt. Bitte machen Sie von dieser Kommentierungsmöglichkeit regen Gebrauch.

Ab Herbst ist auch die Einbindung eines Online-Shops geplant, in dem eine Auswahl der beschriebenen Dinge auch sofort bestellt werden kann. Im Zusammenspiel mit dem Zunft[laden], in dem Sie ein ausgewähltes Sortiment an einem realen Ort kaufen können, wird so erstmals unser Kompententbereich Zunft[werk] aktiv. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Das Zunft[magazin] ist online …

... mit redaktionellen Berichten und Geschichten rund um gute Dinge. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei. Hier geht es direkt zum Magazin ....

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