Wir sind gestartet … mit dem Umbau der Arminiusmarkthalle zur ersten Zunft[halle] in Berlin-Moabit. So schwingen denn die Hämmer und rattern die Maschinen … allerdings so dosiert und gekonnt, dass die Halle während des Umbaus geöffnet bleibt. Wir gehen hier behutsam vor!

Die kleine Galerie zeigt erste “saubere” Stellen, die von uns nunmehr mehr mit Inspiration und Ideen gefüllt werden:

Dazu einige weiterführende – ganz aktuelle – links …

>> Kurzer TV-Bericht des RBB zu Moabit u. a. mit dem Projekt Arminiusmarkthalle

>> Über die Kiezentwicklung Turmstraße / Moabit in der Berliner Morgenpost>/a>

>> Dedizierter Bericht über die Arminusmarkthalle in der Berliner Zeitung

… und es gibt sogar noch freie Plätze in unserem Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus!

„green shopping im green building?!“ … lautet der Titel einer Veranstaltung von Heuer-Dialog, auf der auch wir einen Wortbeitrag liefern werden.

(c) GerhardFraßa pixelio.de

Wie sehr wir doch schon diesen hippen, tollen englischen Begriffen erlegen sind. Wie sehr diese doch an sich schon ein wenig Rückendeckung und Alibi geben. Grünes in grünen Gebäuden einkaufen … meine Oma hätte da an den Einkauf von Gemüsegurken und Salat in einem grün angestrichenen Handelshof oder Tante-Emma-Laden oder an einen grün gestrichenen türkischen Gemüsehändler gedacht. Bei „green shopping im green building“ können einem solche Gedanken persé ja nicht kommen. „Einkauf von ökologischen, fairen und nachhaltigen Dingen in einem energieneutralen wie effizienten, fair und nachhaltig errichteten Gebäudekomplex“ klingt auch irgendwie sperrig – aber für LOHAS vielleicht excellent?! Ich frage mich vor allem: … Read the rest of this entry »

…. weil sie Orte schafft!

Und welche Bedeutung haben Orte für uns? Wie stark sind “Wert” und “Sinn” mit “Ort” verbunden? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Ist “Ort” vielleicht ein Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft?

Prof. Gion Caminada kennt Antworten auf diese Fragen und Sie können ihn nicht nur auf den Tagen der Utopie live im Vortrag erleben, sondern auch Teil des Dialoges mit ihm werden.

Weitere Details dazu im im aktuellen Beitrag auf der “Tage der Utopie” Site.

Wer diesen Blog schon etwas länger liest, der weiß, dass es mich und meine Familie im Sommer nach Fehmarn treibt – das vierte Mal nun schon auf den auf den Bio-Hof der Familie Albert. Wir kommen immer gerne, treffen sehr angenehme Menschen … manchmal auch aus Neuseeland. Diesmal aber wohl das letzte Mal … mein Großer hat keinen Bock mehr auf Bauernhof. Na ja … jedenfalls recherchiere ich heute für meinen Vortrag auf den Handelswelten Metropolregion Köln-Bonn am 31. August und verzichte auf das Familienbad am Fehmarnsund quasi unter der Brücke, da läuft mir doch glatt ein Artikel zu Fehmarn über den Weg. Mit Jimi Hendrix und so … Schlamm, Musik, Woodstock … Wowwwww! Zwei Wochen später war der Meister tot und das sein letztes Konzert. Das Fehmarn langweilig ist, platt und keine schönen Strände hat – wie im Artikel ausgeführt – stimmt allerdings nicht. Der Weg lohnt … auch ob dieser Geschichte … finde ich!

In diesen Tagen tritt sie wieder massiv ans Licht … die GANZE WAHRHEIT. Schließlich geht es auch um sensible Themen … wie Hitzeschlag, Körperverletzung insbesondere von Alten und Schwangeren, Umweltverschmutzung, um die Beeinflussung des Lebens und um Zukunft … oder gar um Zukunftsfähigkeit?
Also … ich dachte immer in solchen Situationen spricht “man” als verantwortungsvolles, lernfähiges und transparentes Unternehmen die GANZE Wahrheit – um jeden Preis. In Zeiten des Internet ist das besonders ratsam. Und … es gibt sooooo viele Beispiele aus der Vergangenheit, in der auch ohne Internet, wirkliche Schweinereien sehr schnell ans Licht kamen. Aber … es gibt noch immer Menschen, die glauben sie wüßten es besser und LÜGEN alle an … um gleichzeitig auch noch zu behaupten, dass das was sie da von sich geben wäre die …. GANZE Wahrheit. Puhhh. Ich aus der Generation 1969 denke da sofort an Mr. Barschel und sein Ehrenwort. Das ist aber schon ziemlich lange her.

Nun sitzen in Unternehmen wie BP oder der Deutschen Bahn (DB) oder der Interessenvertretung der europäischen Plastikindustrie wirklich sehr hochbezahlte Manager … genauso wie bei Nestle, deren letzten Info-GAU wir auch hier beschrieben haben. Hochbezahlt heißt eigentlich auch bauernschlau, intelligent und ausgebufft – oder? Vor allem heißt es aus meiner Sicht: IGNORANT! Und das sollte eine der Todsünden sein, zeigt Ignoranz doch massiv eine mangelnde Wertschätzung seines Gegenübers. Ich möchte heute einmal nicht die halben oder Salami-Wahrheit der Bahn aufgreifen. Auch nicht die plumpen Photoshop-Experimente von BP, nichts von Palmöl-Nestlé. Ich möchte heute eine Geschichte der Lobbyisten der Plastik-Industrie aufgreifen …

Es war einmal ein Film … Read the rest of this entry »

… ist der Untertitel oder das Motto der ersten “Tage der Utopie” in Deutschland. Und ab sofort ist diese visionäre Veranstaltung in Breklum bei Husum im CJK buchbar.

Die eingeladenen Referenten versprechen spannende Bilder der Zukunft in den Themenbereichen Umwelt, Nachhaltigkeit, Personalentwicklung, Stadtentwicklung, Wandel, Zukunftsfähigkeit und Gesellschaft. Im einzelnen haben wir gewinnen können:

Werner Boote, Filmemacher “Plastic Planet”

Prof. Gion Caminada, Architekt

Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Physiker & alternativer Nobelpreisträger

Dr. rer pol. Hans Christoph Kürn, Siemens AG, Personalentwickler

Sie dürfen nicht weniger als Zeit für Impulse, neues Denken, spannende Dialoge und offene Menschen erwarten – ein Format, das ermöglicht, entschleunigt und den Blick auf Wesentliches wieder freigibt. Wir würden uns freuen Sie dort begrüßen zu dürfen – allerdings stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung.

Alle weiteren Infos finden Sie hier:

www.tagederutopie.de

Was könnte diese Begriffe verbinden? Ich verrate Ihnen jetzt ein Geheimnis … als wir den Zunft[blog] vor genau 2 Jahren – also um und bei vor 730 Tagen – starteten, hatte wir natürlich die Eröffnungsfeier der Fussballweltmeisterschaft just heute, am 2. Geburtstag unseres Blogs, fest im Blick. Wir setzen sonst Impulse, das sollte ein besonders großer Impuls werden.

Ansonsten ist alles erfrischend anders als sonst … keine Rückblicke, keine Statistik, keine Selbstgefälligkeiten … wir werden die nächsten 365 Tage bestimmt weitermachen und haben Lust dazu.

Es ist Tradition, dass am Geburtstag im wesentlichen die Leser des Blogs zu Wort kommen (in den Kommentaren zu diesem Artikel) … mit Kritik, Wut, Wünschen, Lob, mit Werbung in eigener Sache … oder mit was auch immer …

Bühne frei für Sie …

Wenn der Name Programm ist, wird es SUPER: Sustainovation.

Wenn ich nicht in und um Hamburg meine Runden drehen würde, dann wäre diese Veranstaltung ein muss für mich. Hingehen!

“Sustainovation ist eine Open Space IdeenKonferenz zum Thema “Nachhaltigkeit als Motor für Innovation“. Die Veranstaltungsserie feiert vom 26. bis 27. Juni 2010 in Wien ihre Premiere und wird ab dann (in Wien) jährlich stattfinden.”

http://mehrblick.at/sustainovation/

Wenn Sie ES denn tun … bitte, bitte, bitte, … lassen Sie uns Ihre Eindrücke von dieser Erfahrung wissen!

Erinnern Sie sich noch, dass wir einen Beitrag zum Thema Kreativität und Bildung geschrieben haben? Mehrere … werden Sie denken ;-) . Richtig:

Kreativität, Musik … und Zustände, die wir noch nicht wählen konnten.

Bildungskrise … über die Ausmerzung der Kreativität

In einem etwas weiter gefassten Sinne …
Haben Sie Ihre Talente entdeckt … und lieben Sie was Sie tun?

Und was soll ich schreiben? Heute lese ich in der Der ZEIT auf Seite 42 die Überschrift – oder besser die Subline:

“Bundesbildungsministerin Annette Schavan will die Kreativität im Hörsaal fördern”

Was würden Sie denn da denken? Ich denke: Warum … Read the rest of this entry »

Arminius und … Tusnelda … was für tolle Namensgeber! Und wir finden sie auch als Figuren an der Halle. Am letzten Samstag habe ich mir die Arminiushalle in Berlin-Moabit zum ersten Mal angeschaut. Die Halle, die wahrscheinlich zum Oktober – so der aktuelle Plan -, zur ersten Zunft[halle] werden wird.

Ich habe einige Impressionen mitgebracht:

Schön, spannend, morbide, trashig, altmodisch, … sind die Adjektive, die mir beim Betrachten der Bilder in den Sinn kommen. Genau in diesen widersprüchlichen Worten spiegelt sich das kreative Potential, Sinn und Wert der Halle: Sie ist nicht fertig, wartet nicht darauf hübsch und glatt gemacht zu werden. Sie wartet auf einen tollen Inhalt und wird sich mit diesem weiter entwickeln. Nicht über Nacht, auch nicht über einen Monat. Die Arminiushalle trägt eine Identität, die wir nicht aufgeben oder maßgeblich verändern wollen.

Wer bisher Angst hatte, dass … Read the rest of this entry »

Ich bin traurig. Deshalb machen wir heute mal wieder eine Übung zum “Aktiven Überwinden von Missständen” – ASHOKA … wird das auch genannt. Ich habe zu ASHOKA und zu einer beispielhaft guten Umsetzung einen kleinen Beitrag geschrieben – nicht das Sie denken, dass es uns immer nur um Fehler geht! Obwohl: Richtig … ich bin traurig, weil ich heute wieder einmal über ein beispielhaft nicht gelungenes Projekt schreiben werde … sozusagen um Ihnen zu helfen es viel besser zu machen ;-) !

Ich habe gestern eine Mappe für meinen Sohn gekauft und fand zu Hause in der Tüte – Wunder-oh-Wunder – dieses Prospekt der Firma Seltmann aus Weiden:

Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf den “grünen Bereich” lenken. Dort steht:

“be green – Natürlich Seltmann Weiden – Technologie – Umwelt – Gesundheit”

Nicht nur – sorry für die leicht zynische Bemerkung – das ich dort die Worte “konsequent” und “logisch” vermisse, nein! Leider kann ich Ihnen hier (noch) nicht das haptische Gefühl beim berühren des Prospektes vermitteln: Das Ding ist sehr glatt, wertig und an unglaublich vielen Stellen mit UV-Lack partiziell “aufgebrezelt”. Auf dem nachstehenden Bild können Sie das ein wenig daran erkennen, dass der lackierte Teller sehr plastisch wirkt:

So … und jetzt die Frage … Read the rest of this entry »

Ohhhhh … mal wieder eine Anzeige in der DIE ZEIT. Diesmal sogar zwei Seiten – obwohl die Überschrift ja lautet, dass Großes eher “klein” anfängt. Mhhhhh. Und überhaupt … wenn ich da so grob über die Punkte schaue … was daran ist genau klein?

Oh, die Telekom beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit und spricht in diesem Zusammenhang von Selbstverpflichtung! Das ist doch super! Und auch die Punkte lesen sich nicht so schlecht. Verantwortung … bahh! Die Telekom als Enterprise 2.0. Da werden eine Menge Anderer – jetzt wo ein Beispiel da ist – wohl auf den Zug aufspringen, auch in Nachhaltigkeit machen. Oder? Oh Telekom unser Vorbild … nur zu!

Nun, ich habe mich nicht nur gefragt, was diese Mega-Anzeige mit “klein” zu tun hat, ich frage mich auch, wozu die Telekom das mit Utopia macht? Der Wandel zur Nachhaltigkeit – wir nennen das ja lieber Zukunftsfähigkeit – fängt doch zunächst innen, in der Telekom an. Wozu braucht es da ein Unternehmen, das vermeintlich nachhaltige Verbaucher, die strategischen Konsum betreiben, organisiert? Verstehe ich nicht. Und mir ist nicht nur das aufgefallen … wie man aus meinen Anmerkungen mit Kuli in der Anzeige selbst sehen kann.

Ich sinniere noch immer über die Vielfältigkeit dieses “wir” in den unterschiedlichen Sätzen nach. Da die Anzeige von keinem unterzeichnet ist, ist das unklar. Mal scheint “wir” die Führungsriege, mal die Telekommitarbeiter, mal die Telekom und Ihre Kunden gemeinsam zu sein? Wer spricht in dieser Anzeige denn nun zu mir? Ich könnte mir jetzt den Spaß machen und einmal die Telekom-Hotline anrufen … gesagt, getan. Die Dame am Telefon verstand nur Bahnhof … welche Anzeige? … wie Nachhaltigkeit und Verantwortung? … in der DIE ZEIT? … nein zu dem “wir” kann ich Ihnen auch nichts sagen, ich kenne die Anzeige und die Aussage darin gar nicht! Und wie sich das auf mich als Kunden auswirken soll, wie in der Anzeige beschrieben, wußte die Dame auch nicht – obwohl sie doch die Schnittstelle zum Kunde ist! Na … Ehrlich: Ich hatte keine Lust auch noch auf die angegebene Internetseite zu schauen … dann würde der Artikel hier womöglich noch länger werden. Bewahre!

Ich habe da mit dem Hotline-Anruf etwas probiert. Ich habe Dialog probiert. Und genau dieses Wort … Read the rest of this entry »

Waren Sie gestern auch auf einem Ketten-Brunch, einem Ketten-Lunch, einem Ketten-Frühstück, einem Ketten-Happening oder eben direkt ein Bestandteil dieser Kette? Tja … wir fanden das alles sehr beeindruckend … unsere drei Kinder übrigens auch. Bei uns lief die Kette 30m entfernt den Elbhang herunter vorbei … so waren wir fast mittendrin in den Taktoren aus dem Wendland, den Trommelgruppen, den Massen aus Fahrradfahrern und Familien. Hier einige Eindrücke von der Kette auf 2 km vor Krümmel auf der Elbuferstraße in Geesthacht.

Wir können sagen … bei uns stand die Kette … auf min. gut 8 km! Und es sah anfangs gegen 14 Uhr noch gar nicht danach aus. Aber plötzlich wie von Geisterhand formierten sich alle entlang des Mittelstreifens, probten mit La-Ola-Wellen, Klatsch-Attakten und fassten sich am Ende dann an den Händen. Das war ein echtes Wowwww-Gefühl … mit Menschen, die quer aus der Republik hierher gekommen waren … um ein Zeichen zu setzen … ein Zeichen auf gelbem Untergrund mit roter Sonne, dass fast schon vergessen war. “Wir sind das Volk”-Gedanken kamen da auf. Und natürlich ist davon auszugehen, dass die min. 100.000 Menschen nicht Kunden von Vattenfall oder E.ON sind … und das jeweils auch 10 anderen weitersagen … das es Alternativen gibt, die auch nicht mehr kosten und eben nicht Atomstrom liefern, den wir scheinbar immer weniger zu brauchen scheinen.

So ist die Bewegung wiedergeboren … ein Zeichen ist zurück, dass ganz viele Menschen verbindet. Und ich habe keinen Polizisten, keinen Randalierer und keinen Atonomen gesehen … nur Familien, freundliche Menschen und eben Menschen die etwas verbindet … diesmal sogar in strahlendem Sonnenschein. Ist das Anti-AKW 2.0???

Heute las ich auf Spiegel-Online dazu, dass die CDU, allen voran ihr … Read the rest of this entry »

Als ich die Überschrift das erste Mal gelesen habe, habe ich mich ehrlich gefragt … wie kann das zusammengehen? Wo ist der Zusammenhang hinter diesem Konstrukt.

Nun, darauf gibt es eine einfache Antwort … und jeder hätte Sie gestern Abend im Heute-Journal sehen können. Direkt personifiziert wurden die Begriffe ICH-Mensch und Vorbild in unserem tollen Verkehrsminister Ramsauer. Ich konnte seiner Befragung durch Klaus Kleber leider nur sekundenlang standhalten, was auch damit zu tun hatte, dass ich die Fernbedienung zum Umschalten nicht wirklich schnell fand. Überkeit stiegt in mir auf … puh! Was für ein … netter Mensch. Direktere und ehrlichere Bezeichnungen womöglich in Assoziation zum Namen Ramsauer verbietet der gute Ton hier … diesmal leider. Warum dieser Lobgesang … na, ich versuche mal die wesentlichen Bruchstücke der O-Töne von gestern wiederzugeben:

“ICH werde natürlich überprüfen, ob …” … “ICH lasse mir nicht vorschreiben wann ich …” … mir reichten diese Satzbruchstücke zusammen mit dem Ton des Herrn Ramsauers … um zu wissen, dass da der falsche Mann am falschen Platz sitzt. Zu wissen, dass dieser unwählbar ist, Schmimmes in Gang bringt. Und das es ein weiteres negatives Beispiel für Politiker und Politik ist … kein Wunder das deren Ruf ruiniert ist. Ich versuche zu erahnen was geschieht, wenn der Peter mit dem Guido … Herr Kleber hatte auch so seine Schwierigkeiten und musste wohl häufiger unterbrechen und nachhaken … um seine Fragen beantwortet zu bekommen. Reden tun sie alle gerne, nur eben antworten nicht. Auch ein Qualitätsmangel. Politik 2.0 … das wäre es doch.

Und was ist das, was wir hier beobachten? Eine Auswirkung der … Read the rest of this entry »

Ich habe einem ähnlich gearteten Themenkomplex bereits schon einmal einen Beitrag gewidmet, in dem auch der Bezug zu Sir Ken Robinson eine Rolle spielte.

Bevor Sie jetzt weiterlesen, sollten Sie sich die 20 min nehmen und diesen Vortrag schauen … es gibt deutsche Untertitel. Wenn Sie diese Zeit nicht aufwenden möchten, habe ich eine gute Nachricht … Sie brauchen nicht weiterlesen und versäumen wahrscheinlich für Ihr persönliches Leben nicht so viel. Das ist doch einmal eine klare Aussage, oder?

Wieviele Zustände gibt es denn eigentlich heute, die wir haben können? ADHS, Burn out, Stress, … Sie kennen sicher mehr als ich. Ich möchte auf dem Zustand “She is a dancer” ein wenig verweilen. Weil das mit Musik zu tun hat. Und Musik ist wichtig, finde ich.

Wir konzipieren und planen gerade die ersten “Tage der Utopie” in Deutschland. Ein Format, das bereits 4 mal sehr erfolgreich in Österreich stattgefunden hat und immer neben den Vorträgen auch Musik in seinem Mittelpunkt hatte. Musik für utopische Themen, die – so unisono die Aussage der Veranstalter und der Teilnehmer – Räume öffnen konnte, die Dinge ermöglichte, die eine andere Perspektive schuf. Gerade in diesem Moment sind wir dabei eben für unsere erste Veranstaltung im Oktober Musik zu finden, Künstler, die wir für ein solches Vorhaben begeistern können. Es wird Musik nur für dieses Format und diesen Kontext sein … individuell und persönlich.

Wenn Sie jetzt an Musik denken … Read the rest of this entry »

Lange nichts mehr geschrieben hier … finde ich. Das ist irgendwie der Tatsache geschuldet, dass sich einiges tun bei uns. Stück für Stück wird die erste Zunft[halle], die Arminiushalle in Berlin, und auch die visionären “Tage der Utopie” im Oktober nehmen Form an. Wowww! Dennoch möchte und werde ich das hier nicht vernachlässigen.

Ich bin in diesen Tagen auf ein Magazin für Vordenker zum Thema Nachhaltigkeit aufmerksam geworden. Nochmals Wowww. Insbesondere auch deshalb, weil es von der renomierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC (PriceWaterhouseCoopers) stammt. Ohne das wir jetzt überhaupt weiterlesen … wenn DIE das Thema behandeln, na dann scheint das ja wirklich sehr wichtig zu sein. Oder?

Ich habe mal versucht mir ein Bild zu machen: Erster Eindruck … Klima, alternative Energie, alle großen Player von Radermacher über Yunus bis hin zu Frau Langer? Leider hat die letzte es nicht in dieses Magazin geschafft. Warum eigentlich nicht? Also eher “Welt retten” als “zukunftsfähig werden”. Die ZEIT Nr. 16 hat darüber hinaus in der Rubrik “30 Sekunden für” berichtet, … Read the rest of this entry »

“Schon wieder Montag”

“Das wird meine Woche”

Heute schon mal bei Nestlé reingeschaut? Nein? Komisch.

Ich habe heute in den Medien gelesen, dass da etwas in Sachen Palmöl bei dieser schweizer Firma Nestle im Bereich “Kit Kat” schiefgelaufen ist. Greenpeace hat da etwas aufgedeckt. Ich dachte mir: Oh Mann die haben eine Nachhaltigkeitsstrategie, finden Kunden toll und sind sicher offen. Also: Nicht bei Greenpeace sondern fluggs heute Nachmittag mal direkt bei Nestle geschaut.

Ich habe dann in den letzten 5 Minuten genau (ich habe mitgezählt inkl. “back”) 35 Klicks auf eben dieser Site verbraucht … was für eine Menge, was für eine Investition. Und Sie werden es schon wissen … kein Wort über Palmöl und die aktuellen Vorwürfe … oder gar eine Entschuldigung (stand in der Presse, das es die gibt) gefunden. Nichts zu dem Palmöl, nichts zum Vorgehen, nichts zu den Vorwürfen … NICHTS.

Also … machen wir doch mal einen kleinen Workshop am Beispiel dieser Site … ich suchte Infos zu den aktuellen Palmöl-Vorwürfen in der Presse:

Als erstes habe ich nach “Aktuelles” gesucht … nichts. Also folgende Pfade probiert:

Unternehmen … nichts.
Unternehmen > Lieferanten … nichts.
Neuer Anlauf … Read the rest of this entry »

Gestern bin ich auf einen Artikel bei iBusiness aufmerksam geworden, der von Christian Hoffmeister und Joachim Graf verfasst wurde:

Digital Naives: Die Internet-Mythen der deutschen Verlage

Leider nützt Ihnen ein link wenig, weil sich der Artikel im Bezahlbereich der Site findet. Dennoch nehme ich diesen zum Anlass dieses Thema einmal hier zu beleuchten.

(c) nikolaus67 pixelio.de

(c) nikolaus67 pixelio.de

 

Das letzte was ich in diesem Zusammenhang im Kopf habe, ist der Streit um die Tagesschau-App, die Realisierung des Bezahlvorhangs vom Hamburger Abendblatt sowie die anschließende Fehde des Chefredakteurs bzw. des Verlagschefs mit Kunden und Wettbewerbern. Ist ja vielleicht Schnee von gestern, bei mir aber noch immer präsent.

Zum erwähnten Artikel: Der Autor arbeitet drei Mythen seitens der deutschen Verlage heraus:

  1. Die schnellen fressen die Langsamen
    … soll falsch sein, weil eher die Guten die Schlechten fressen
  2. Kannibalisiere dich selbst
    … digital muss nicht zwangsläufig Verluste im Ursprungsmarkt Print bedeutet
  3. Es gibt ein digitales Geschäftsmodell
    … eben nicht. Das sei wohl der größte Mythos … die Suche nach dem in sich geschlossenen digitalen Geschäftsmodell.

Es bleibt in dem Artikel nicht bei dieser Kritik, es folgen konstruktive Vorschläge für einen Paradigmen-Wechsel.  Herr Graf beschließt dann den Artikel mit drei eher düsteren Szenarien für Verlage: Verlage werden zu Knechten von Apple, Google & Co. … und sterben. Über Leistungssschutz-Bestrebungen schaufeln sich Verlage ihr eigenes Grab. Und die sog. “weiter so”-Aktivitäten führen zu immer weiter sinkenden Renditen und Entlassungen und wiederum … zum Tod. … wenn es denn keinen Paradigmen-Wechsel gibt.

Sie merken schon, das hier ist ein wenig umfassender …

Ich bin dann hingegangen und habe einen guten Freund von mir zu diesem Artikel befragt. Er arbeitet bei einem Verlag und sitzt mit seinem Aufgabengebiet sozusagen mittendrin in dieser Diskussion. Der hatte nun folgende Meinung … Read the rest of this entry »

Tja, werden Sie vielleicht gedacht haben, als Sie die Überschrift gelesen haben, dass ist doch klar die Forstwirtschaft, die den Begriff geprägt hat! Hab ich auch gedacht! Und dennoch geht die Geschichte viel früher los. Genau im Jahre der Entdeckung Amerikas … 1492 in Leipzig.

“Iudicium lovis – Das Gericht Jupiters, gehalten im Tal der Schönheit” … war eine kleine Erzählung aus der Feder von Paul Schneevogel, der seinen Namen später in Paulus Niavis änderte. Er stellte sich mit Blick auf den extensiven Silberabbau damals schon die Frage nach dem Recht des Menschen, die Natur zu plündern und schuf damit eine Art frühes grünes Manifest.

(c) Klaus Bouda pixelio.de

Es ist davon auszugehen, dass der Freiberger Oberberghauptmann Hans von Carlowitz im Jahre 1713 eben jene Schrift von Niavis im Regal hatte und mit dem Satz “dass es eine continuirliche, beständige und nachhaltende Nutzung (des Holtzes) gebe”, eben diese Karriere der Nachhaltigkeit begann.

So ist es wohl auch kein Wunder, dass der Begriff heute etwas abgenutzt und verbraucht daher kommt – obwohl dieser von seiner Wichtigkeit eher imens an Bedeutung gewonnen hat. Und jetzt ist dieser auch noch gut 200 Jahre älter geworden. Wir sollten ihn bewahren, hegen und weiter pflegen. Und vor allem eines: Mit Leben füllen!

Und wer das jetzt noch viel genauer wissen möchte, um zukünftig vielleicht die alten Nachhaltigkeitshasen zu verblüffen, kann das in den  Zeitläufen der ZEIT Nr. 10 nachlesen, die sogar einen Ausblick auf das Jahr 2154 wagen. 2154 wird einigen bekannt vorkommen: Es ist das Jahr des erfolgreichsten Films aller Zeiten: Avatar!

Puhhhhhh. Ich habe gar nicht gemerkt, dass wir uns hier eine kleine schöpferische Pause gegönnt haben … nun dann. Frisch ans Werk …

Bei der Inspiration zu diesem Artikel, habe ich gefühlt, dass dieser Blog eigentlich schon mehr als einen Artikel zum Thema Bildung enthält. Es war aber nur gefühlt … und falsch gefühlt. Komisch eigentlich, weil mich dieses Thema umtreibt. Allerdings … so richtig passt das auch nicht hierher … denken Sie … denke ich auch im ersten Moment.

(c) Klaus Steves pixelio.de

(c) Klaus Steves pixelio.de

Aber dann denke ich daran, dass wir wohlmöglich bald die Arminiushalle Zunft[halle] in Berlin eröffnen und vielleicht auch Auszubildende suchen werden. Und ich denke daran, dass ganz viele Handwerker und Manufakturen neue und auch kreative Nachfolger brauchen und suchen. Diesem Gedanken folgend komme ich bei PISA vorbei. PISA, dass doch alles viel besser machen sollte: Bessere Schüler, mit besseren Fähigkeiten sowohl im Wissens- als auch im sozialen Bereich. Und über PISA reden wir schon so lange, dass doch erste Erfolge sichtbar sein sollten. Das denke ich.

Dann denke ich an “Bildungskrise … und die Ausmerzung der Kreativität”, eben daran, dass unser Schulsystem, überhaupt wohl alle westlichen Schulsysteme, darauf ausgerichtet sind … Read the rest of this entry »

Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Eben habe ich die Lektüre des Buches “Erfolgsfaktor Sinn” abgeschlossen und eine kleine Rezension in den Trends & Wege News darüber geschrieben, da fällt mir plötzlich in diesem Kontext der Vortrag vom Wochenende ein. Tja mit dem Alter ist das mit den Gedächtnis so eine Sache. Ich habe jedesfalls – jetzt erinnere ich mich wieder – am Freitag einen Vortrag von Herbert Himmelstoß zum Thema

Selbstbewusstsein contra Sucht

(c) Hofschlaeger www.pixelio.de

(c) Hofschlaeger www.pixelio.de

gehört. Was das hier im Zunft[blog] zu suchen hat? Na, Sie wissen ja, dass manche Themen auf den ersten Blick etwas seltsam im Kontext Nachhaltigkeit – oder viel besser: Zukunftsfähigkeit – anmuten. So wohl auch dieses. Der Aspekt, der mich in diesem Zusammenhang zu diesem Artikel inspirierte … Read the rest of this entry »

Ich habe da so einen Film gesehen … genauer einen Vortrag. Den möchte und darf ich Ihnen nicht vorenthalten – meine ich:

Es geht in dem Film um unser Gehirn und die Tatsache, dass wir immer nur dann lernen, wenn wir etwas toll finden. Angst, Druck, Argumente … hilft alles nicht. Danke, MIchael, für den Tipp!

Und was hat ein solcher Beitrag im Zunft[blog] zu suchen … werden Sie sich vielleicht fragen? Nun, neues Denken in neuen Strukturen und auch der Umstand seine Umgebung nachhaltig zu gestalten, hat auch viel mit Lernen und persönlichen Entwicklungen von Menschen zu tun. So frage ich mich auch, wie es gelingen kann diese Entwicklung weiter voran zu bringen. Begeisterung für nachhaltige Dinge … tja. Zu gerne halten wir Nachhaltigen uns ab und an auch einmal an Schreckensszenarien. Wir denken dass das wichtig ist. Wenn wir in HOME erfahren, dass wir vielleicht noch 10 Jahre Zeit haben die Entwicklung zu drehen und unsere Erde für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren … dann arbeiten wir auch mit Angst. Aber das scheint ja nun nicht richtig zu sein. Wir würden viel mehr bewegen, wenn wir begeistern könnten.

HOME tut sogar beides: Zeigt einmalige Bilder unserer wunderschönen Welt – allerdings nicht ohne ihren aktuellen Zustand und die Entwicklung offen zu beschreiben. Stellen Sie sich einmal vor, dass Ihnen Ihre Kunden auf offener Straße um den Hals fallen – weil sie so glücklich mit Ihren Produkten sind. Oder das ein Kunde freiwillig mehr bezahlt, nachdem er erfahren hat, wie aufwändig und liebevoll das Produkt bei ihm um die Ecke gefertigt wird. Oder das Sie sich eine Menge Zeit, Geld und Aufwand sparen können, weil Ihnen Ihre Kunden im Verlauf der Entwicklung eines neuen Produktes bereits frühzeitig signalisiert haben, dass die Farben blau und grün so gar nicht ankommen. Oder das Ihnen Ihr Chef morgen einen Tag freigibt, um über Ihren möglichen Beitrag zur Nachhaltigkeit nachzudenken. Oder das ab sofort im Unternehmen die wichtigen Weichenstellung in Sachen Stratgie nur noch mittels Open Space Treffen aller Mitarbeiter entschieden werden …

Begeistert Sie das eine oder andere? Na, dann könnte es mit der Nachhaltigkeit ja doch noch etwas werden …. wenn denn Ihre Begeisterung – so Herr Hüther in seinem Vortrag - Ihren Jammerlappen hinter der Stirn durchdringen konnte. Sollte Sie weitere und konkrete Ansätze in Sachen Zukunftsfähigkeit brauchen … melden Sie sich doch einfach bei mir.

Und vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch ein weiterer aktueller Artikel von mir: Und wie werde “ich” eigentlich zukunftsfähig … oder nachhaltig?

Das das Projekt langsam Formen annimmt, ist nicht nur an der steigenden Anzahl an Presseberichten zu sehen – hier ein Beispiel aus dem Berliner Abendblatt. Auch der Mund-zu-Mund Austausch läßt immer mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam werden. So sieht es im Moment so aus, als ob wir mit Chance Ende 2010 die erste Zunft[halle] in Deutschland und Berlin eröffnen könnten.

Kurz zum Projekt: Die Zunft[halle] Arminiusmarkthalle in der Nähe des neuen Hauptbahnhofes im Berliner Kiez Tiergarten-Moabit wird ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich auf etwa 3.500 Quadratmetern Fläche regionale Lebensmittel und “Geschmackshandwerksprodukte”, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events, Gastronomie, CSR-Aktivitäten und Bürgerbeteiligung ergänzen. Sie wird so auch zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden.

Wenn Sie sich als Mieter oder allgemein für das Projekt interessieren, finden Sie hier weitere und ausführliche Informationen. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, hier unsere Kontaktadresse: orte(at)zunftnetz.org.

Ich setze nur selten Ausrufezeichen hinter Überschriften. Und selten veröffentliche ich einen Artikel ohne Bild.

Es war eine wirklich kleine Meldung in der letzten ZEIT des Jahres 2009: In der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtsfeiertag – genauer zwischen 21 und 2 Uhr morgens – speisten die Windräder der Republik 100 000 000 Kilowattstunden Strom ins Netz. Einem kleinen Sturm sei Dank. Das entspricht in etwa 20 Atomkraftwerken mit Höchstleistung.

So musste – und auch das war mir neu – ein Kraftwerksbetreiber am frühen Morgen des 26.12.2009 20 Cent pro Kilowattstunde an der Leipziger Strombörse DRAUFZAHLEN, um seinen Strom loszuwerden. Puh – ob solche Luxusprobleme in den Businessplänen von Stromkonzernen vorkommen? Jedenfalls ist für Jedermann nachvollziehbar, was sich da an Wahnsinn im Hintergrund tut, seitdem die Transparenzrichtlinie die Netzbetreiber zur Offenlegung ihrer Zahlen zwingt.

Dirk Asendorpf schreibt weiter in dem ZEIT-Artikel: “Der jüngste Negativrekord ist kein einmaliger Ausrutzer, sondern ein Beleg für die Fehlentscheidungen der Stromkonzerne. Viel zu lange haben sie den Aufschwung der Windenergie ignoriert. Statt mit intelligenter Netzsteuerung und neuen Speichern die stark schwankende Windenergie abzupuffern, haben sie neue unflexible Großkraftwerke geplant und kräftig für die Laufzeitverlängerung ihrer noch trägeren Atomkraftwerke getrommelt. Gäbe es einen echten Markt, so käme die Unternehmen so viel Sturheit teuer zu stehen. Doch beim Strom zahlt der Endkunde doppelt: zunächst für die Erzeugung – und dann noch einmal für die Entsorgung der Überproduktion.”

Was ist das für ein Wahnsinn? Das kann doch alles nicht mit rechten Dingen zugehen … und groß drüber reden oder schreiben mag auch keiner so recht. Für mich ganz persönlich wieder ein Indiz mehr, dass wir in 20 Jahren dann wohl wirklich am Ende sind. Und ich muss es womöglich auch noch miterleben …

Einer meiner Lieblings-Blogger – insbesondere in Sachen Tourismus – hat ein neues Projekt gestartet:

http://www.marketing-deluxe.at  zusammen mit Deluxe Hotels

Ein Projekt mit der Beteiligung von Hannes Treichl. Eigentlich wollte ich Hannes heute nur zum Geburtstag gratulieren – dabei ist mir diese Deluxe-Nummer aufgefallen. Sicher ein spannender Ansatz, den wir im Auge behalten werden.

… und ein kurzer Artikel zum Jahresauftakt. Damit auch viel Mut und Kraft für das gestartete anspruchsvolle 2010.

Ich habe vor Kurzem einen Beitrag zur Schule des Lebens von Alain de Botton in London auf einer meiner weiteren Wirkungsplattformen Trends & Wege Impulse zur Zukunftsfähigkeit geschrieben. Weil sich dieser Beitrag einer großen Beliebtheit erfreute, möchte ich auch hier im Zunft[blog] einen Impuls von Alain de Botton setzen:

Wissen Sie eigentlich was eine Meritokratie ist? Ich wußte es bis vor Kurzem auch noch nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass eine solche Regierungsform hier bei uns eher unvorstellbar ist, oder? Eine Meritokratie (lat.: meritum „das Verdienst“ und griech.: κρατεῖν, kratein „herrschen“) ist eine Regierungsform, bei der die Amtsträger (Herrscher) aufgrund ihrer Leistung ausgewählt werden. Jedes Mitglied der Gesellschaft nimmt im Idealfall die verdiente Position ein. Diese Beschreibung stammt aus der Wikipedia, die diese Regierungsform auch noch eingehender beschreibt.. Uups … in Regierung steckt ja auch das Wort GIER!

In diesem TED-Beitrag widmet sich Alain de Botton den Themen Snobismus, Selbstanbetung, Neid und eben Erfolg & Misserfolg (siehe dazu auch den Artikel Hat leider nicht geklappt!). Wie stehen Sie zu diesen Themen? Er wünscht sich etwas, von dem er weiß, dass wir niemals in diesen Genuss kommen werden: Eben diese Meritokratie. Riskieren Sie doch mal einen Blick (… mit deutschen Untertiteln):

Nachdem ich diesen Vortrag genossen hatte, dachte ich an eine Organisation, bei der Leistung die Position seiner Mitarbeiter bestimmt. Keine Zertifikate. Keine Macht. Kein Vitamin B. Das hat dann auch sehr viel mit Enterprise 2.0 zu tun. Versuchen Sie doch mal von dieser Speise …

Alain de Botton wünscht sich, wünscht uns, wünscht den Menschen, dass sie ihre ureigenen Ziele und Erfolgskritierien finden und nach ihnen handeln. Ihre eigenen – nicht die vom Nachbarn oder der Gesellschaft oder der Bild-Zeitung. Ich wünsche mir – ist ja bald Weihnachten – das sich Menschen mit ihrer persönlichen und unternehmerischen Zukunftsfähigkeit auseinandersetzen. Und das kann sehr eng mit persönlichen Zielen und Erfolgskritierien zusammenhängen. Zwei Fliegen mit nur einer Klappe …?

Heute morgen ist mir dieser Artikel auf Spiegel online in die Kaffeetanne gefallen. Wir hier versuchen über Enterprise 2.0 zu reden und die Unternehmen in Deutschland sind noch nicht im Web 2.0 angekommen. Na, kein Wunder, dass es uns nicht gelingt Berge zu versetzen. Wer den Artikel liest, bemerkt schnell, dass diese Web 2.0-Aktionen teils blinder und ungeplanter Aktionismus sind. Meist wird mehr zerstört als aufgebaut – mit der Konsequenz, dass diese Web 2.0-Dinge sehr kurzfristig wieder eingestellt werden … oder einschlafen. Aber auch hier gilt: Beständigkeit ist wichtig. Die Prosumenten müssen das Gefühl bekommen, dass sie ernst genommen werden und die Auseinandersetzung sowie der Dialog sinnstiftend sind – und nicht morgen wieder alles vorbei ist.

Das größte Problem aus unser Sicht: In den Firmen selbst hat sich mit der Einführung von Web 2.0-Aktivitäten (“das muss wohl sein …!”) nichts verändern. Lediglich die Kostenpositionen sind von klassischer Werbung hin zu Online verschoben worden. Da ist es kein Wunder, dass das nicht klappt. Ich empfehle an dieser Stelle oft die Lektüre des Cluetrain Manifest und eben die Erstellung einer Enterprise 2.0 Strategie (Web 2.0 im Unternehmen und Unternehmen im Web 2.0). Denn nur wenn sich intern etwas ändert, wird Web 2.0 und Mitmachinternet extern erfolgreich sein. Wir gehen gerne ein Stück dieses Weges mit Ihnen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns an. Die einfache Platzierung aller möglichen Social Networks Icons auf der eigenen Site reicht jedenfalls nicht ….

Zur Zeit verfolgt mich Herr Jansen. Kennen Sie den? Es ist zwar nicht so schlimm, dass das Storker-Gesetz zur Anwendung kommen könnte … aber fast? Es handelt sich jedenfalls um Prof. Dr. Stephan A. Jansen von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen. Er lauerte auf Spiegel online, in der Brand eins und in der Zeit. Einfach so … ohne Ankündigung. Er ist der Meinung, so in einem Vortrag in Bregenz, dass wir zwar eine Wirtschaftskrise haben, die aber total unbedeutend gegenüber der Bildungskrise ist. Er müsse den Studenten erst einmal wieder beibringen Bücher zu lesen. Puhhh!

Heute habe ich begonnen ein Buch zu lesen. Der Verfasser ist der Meinung, dass wir zwar das Problem Klimawandel haben, der aber total unbedeutend gegenüber der Unzulänglichkeit des menschlichen Denkens ist. Er fürchtend, dass wir alle zu grün denken und darüber das eigentliche Denken mit unseren grauen Zellen vernachlässigen. Obwohl dort die Lösung liegen soll. Und dieser Verfasser mit Namen Edward de Bono hat mehrere neue Softwaren erfunden, mit dessen Hilfe unsere grauen Zellen deutlich effektiver und nachhaltiger funktionieren sollen. Und durch dieses NEUE DENKEN werden dann auch die Klimaprobleme dieser Welt gelöst werden können. Think! Denken bevor es zu spät ist!

Was meinen Sie dazu? Eigene Erfahrungen?

Dieser Beitrag ist allen Grassski-Fahrern gewidmen. Einem aber ganz besonders, weil er heute 50. wird!

Auch wenn Ihnen Grassski nichts sagt und Sie auch keinen kennen der heute 50. wird … gönnen Sie sich diesen spektakulären Film, der mit insgesamt einer Minute recht kurzweilig ist. Er hat es auch zu einer Sondermeldung auf Zunft[wissen] gebracht! Immerhin!

Direkt zum Film “Gedanken zum Tage 15.11.2009″

Viel Spaß!

… eigentlich hätte hier heute ja etwas zum Thema Mauerfall stehen sollen. “Zukunftsfähigkeit Deutschland … Perspektiven seit dem 09.11.1989″ oder “Die Nachhaltigkeitsfalle Maueröffnung” … oder so. Statt dessen eine Danksagung.

Tja. Nach dem Impuls vom Wochenende, den ich beim Sonntags-Morgen-Frühstück (aus der Zeit) bekommen habe, war es mir einfach wichtiger über die Bild und Dr. Burda zu schreiben. Und dafür habe ich ja sogar in der Überschrift und nicht bloß im Kleingedruckten eine besondere Danksagung erhalten. Was ist dagegen schon der Fall der Mauer? Jetzt arbeitete ich daran mit dieser Danksagung auch in die ZEIT zu kommen. Und vielleicht weiß auch jemand meiner Leser die “Mischung aus Bild und Text” zu würdigen. Eine Seite 2 mit ihren “politischen und gesellschaftlichen Themen” ist mir noch nicht gelungen. Wo ich doch immer dachte, dass auf Seite 2 der Bild die nackten Tatsachen behandelt werden.

Na ja. Wenn solche Werbung funktioniert und die Menschen in Deutschland Herrn Diekmann und Herrn Dr. Burda weiterhin ernst nehmen … dann werde ich jetzt auch in Werbung machen. Insbesondere dann, wenn das die Zukunft auch aus Sicht von Agenturen ist. Übrigens: Dieser Blog wurde im letzten Monat von gut 1.300 Menschen gelesen – an den 1.200.000.000 PIs von Bild.de arbeiten wir noch! Allerdings: Was sind schon Page Impressions und Fliegen …

Wußten Sie, dass ich so lange nichts geschrieben habe, weil ich noch immer nach den LOHAS suche? Und leider konnte mir keiner helfen.

Jetzt führte mich nicht nur diese LOHAS-Suche zu aran in Friedrichshafen am Bodensee. aran – Brotgenuss & Kaffeekult, hat seinen Ruf auch bereits gen Norddeutschland gesandt. Allerdings hat es dieser Laden mit dem tollen Ruf eben noch nicht über den Main geschafft. Anyway. Ich war jedenfalls gespannt.

Der Eindruck war sehr ordentlich: Wirklich eine gute Einrichtung, gemütlich, ein wenig stylish, abwechslungsreich. Auch das Warenangebot an der Theke und die vielen kleinen über den Laden verstreuten Produkte versprachen aus gängigen anderen Angeboten nachhaltig auszuscheren. So beeindruckten mich zum Beispiel die tollen Lampen:

Und nicht nur die. Irgendwie erinnerte mich die Situation und das Gefühl in dem Laden an Australien: Völlig unkompliziert, ungezwungene Gemeinschaft und gemeinsames Genießen in lockerer Atomsphäre. Ein echter LOHAS-Ort. Schade eigentlich, dass wir so etwas in Hamburg noch nicht haben. Sorry – womöglich noch nicht haben! Sicher gibt es ähnliche Ansätze in der Schanze oder anderswo in der Stadt. Allerdings hat mich die Info eben noch nicht erreicht. Als alter Brotesser und Brotbacker finde ich es besonders gut, dass der Erfolg übers Brot gegangen ist.

Also, wenn es Sie einmal wieder gen Süden oder Südwesten treibt, schauen Sie mal vorbei bei aran – und lassen Sie uns Ihre Eindrücke wissen. Wir könnten noch viel mehr Läden in dieser Art gebrauchen – für Brot & Kaffee, für Küchenkultur und Genießen, für Wein & Antipasti, …

Dies ist ein Rundruf …

Wer hat zuletzt die LOHAS gesehen? Ich habe in den letzten Wochen und Monaten so gar nichts mehr von dieser vermeintlichen Zielgruppe gehört. Und Sie? Gibt es die LOHAS noch? Gibt es neue Studien? Hatten Sie gar Kontakt?

(c) Schnuffel1964 pixelio.de

(c) Schnuffel1964 pixelio.de

Sollten Sie hier etwas Neues entdeckt haben, dass uns auf den neusten LOHAS-Stand bringen könnte, so lassen Sie uns das bitte in den Kommentaren wissen. Danke!

Wenn Sie noch etwas in die LOHAS-Tiefen schauen möchten, so habe ich dazu eine kleine Abhandlung geschrieben: Ich sehe was, was Du nicht siehst … und das ist LOHAS!.

Mal was ganz anderes: Musik. Genauer Musik von Samy Deluxe! Und es gibt eine gleichnamige Doku zu “Dis wo ich herkomm” deren (leider) letzter Teil heute um 21 Uhr auf dem ZDFDokuKanal läuft.

Ich bin da ganz zufällig drauf gestossen. So um und bei 10 Menschen im Alter zwischen 15 und 22, die mit Samy im Nightliner eine Deutschlandtour machen: Die Mauer, Peter Sodan in Leipzig, Usedom, der Wagner-Hügel, Fischer-Dübel, die Wartburg, …. einfach einmal quer durch. Und zwischendrin immer wieder dieses Lied, dass ich auch während des schreibens dieses Beitrags höre. “… mal eine neue Perspektive auf die ganze Scheiße …” “… wir müssen etwas tun für unser Land …” “… mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe …” “… dies ist unser, ist euer Deutschland …”.

Ich behaupte: Der Mann taugt als Leit- und Vorbild! Und er spricht eine neue Sprache. Neue Sprache für neues Denken und neue Strukturen? Digital-Natives-Sprache? Das schreibe ich auch mit Blick auf diesen Artikel zu dringend nötigen neuen Leitbildern.

Also: Lied kaufen! … und versuchen die Doku nochmals auf einem anderen Sendeplatz zu erwischen. Es lohnt sich!

(Stellen Sie sich als Bild zum Beitrag das Plattencover vor, auf das ich wegen Copyright und so verzichtet habe!)

… solche Artikel wie der Letzte kleben irgendwie auf Ihre Art. Und so stand der eigentlich viel zu lange dort. Und keiner hat uns erlöst! Jetzt aber …

… wußten Sie, dass wir jetzt um das Thema Bionade gebracht worden sind? Die hat Oetker jetzt gekauft. Schade eigentlich. So sind die jetzt raus aus dem Zunft[blog], oder? Das ist so ähnlich wie Manufactum und Otto, oder?

(c) juttaschnecke www.pixelio.de

(c) juttaschnecke www.pixelio.de

… wußten Sie das ich mich frage, wann wir denn die Unternehmens- und WIrtschaftsfreundlichkeit der Biene Maja oder der Tigerente der erste Mal spüren können. Ich bin so gespannt (und ungeduldig?) – gerade weil ich den Eindruck habe, dass das Land in eine Art Dornröschen-Schlaf gefallen ist. Puhh. Der ist so tief, dass selbst gestandene Unternehmensberatungen nur noch den halben Tagessatz verlangen, oder? Oh please Mr. Westerwave … befree us!

… wußten Sie, dass ich gestern ein längeres persönliches Gespräch mit der Chefredaktion eines der führenden deutschen Wirtschaftsmagazine hatte und mich das Gespräch in Bezug auf mich und mein Tun sehr nachdenklich gestimmt hat. Aber … das mag Sie erschrecken oder freuen … ich schreibe hier weiter ;-) .

Eigentlich habe ich – ob der omni-aktuellen Präsenz von mehr oder weniger fähigen Politikern – keine Lust mehr über Politik zu schreiben – auch weil wir uns hier vorgenommen haben, einen quasi parteilich neutralen Standpunkt zu wahren. Aber manchmal ist es nachhaltig notwendig auch Stellung zu beziehen – meine Mitschreiber werden das ggf. auch tun. Also – auch wenn es Sie langweilt – es geht nochmals um Politik und Atomkraft. Wobei die Atomkraft eines der Dinge ist, an denen sich Nachhaltigkeit sehr intensiv diskutieren läßt – quasi predestiniert für solch einen Blog ;-) .

Diese Zeilen – wie fast alle aus meiner Tastatur – entstehen übrigens gerade rund 2 km westlich von Krümmel ebenfalls direkt an der Elbe. Aber das ist eigentlich für den Artikel unerheblich – bilde ich mir jedenfalls ein.

“Das Lügengrab” titelte DIE ZEIT Nr. 38 von letzter Woche zum Thema Salzstock Asse. Der Inhalt: Lügen, Lügen, Lügen … von Politikern, Ämtern, Fachleuten, …. Es ist etwas in Deutschland passiert, was normalerweise in Kreisen der Mafia oder fiesen Katastrophenfilmen geschieht. Und keiner wird zur Verantwortung gezogen … im Gegenteil! Auch reden alle noch munter über die CO2-Neutralität der Kernkraft … verlieren aber kein Wort über Endlager und strahlende Geschenke für unsere Kindes-Kindes-Kindes-Kindes-….-Kinder. Wenn das keine Wahrnehmungsprobleme sind … weiß ich auch nicht. Drücken wir doch mal der Beweisführung von VW und Lichtblick in punkto Ex-Zwei-Atomkraftwerke fest die Daumen.

Dieser Artikel hier entsteht aber nur deshalb, weil mir heute klar geworden ist, dass diese Wahrnehmungsprobleme direkt vor meiner Tür beginnen: Die letzte Ratsversammlung der Stadt Geesthacht hat sich mit 13 zu 12 Stimmen gegen einen Antrag zur Stilllegung des Kernkraftwerkes Krümmel ausgesprochen. Die Fraktionen von CDU und FDP begründeten ihre Ablehnung mit einem Hinweis auf ausfallende Steuereinnahmen, so unser Vor-Ort-Blatt der “Geesthachter Anzeiger”. Nun, … wenn selbst vor Ort der schnöde Mammon über Tatsachen und fehlende Zukunftsperspektiven hinweg hilft, … na dann. Wie sollen sich denn andere dagegen aussprechen? Hinzu kommt, dass diese Politiker mal wieder nicht mit dem Volk – oder hier genauer mit Geesthachter Bürgern – gesprochen haben. Oder vielleicht mit solchen aus der gegenüberliegenden Elbmarsch. Ich persönlich kennen keinen, der hier in Geesthacht den Betrieb des Krümelmonster befürwortet – und ich treibe mich nicht nur in Öko- oder grün gefärbten Kreisen herum. Ali Demirhan von Bündnis 90/Die Grünen hat es da für mich auf den Punkt gebracht … wie die Überschrift dieses Artikel wiedergibt.

Wir sollten uns die Frage fragen, welche Lügen in Sachen Kernkraft und Krümmel schon gelogen sind und noch gelogen werden … von Politikern, Ämtern, Fachleuten, … und ob wir das weiter tolerieren wollen.

Die Verlinkung von Blogs untereinander soll in Zeiten von Twitter und Facebook zurück gehen. Schade eigentlich. Hannes Offenbacher berichtet in diesem Zusammenhang vom Blogday 2009. Hier ist es “Brauch” auf fünf andere Blogs zu verlinken, die man seiner Leserschaft besonders ans Herz legen möchte. Wir hier tun das auf persönlicher Basis – also kommen hier meine TOP 5:

> ANDERS|denken – von Hannes Treichl, neuerdings mit Bart. Hannes ist spezialisiert auf Video und ich habe hier viele spannende Tipps bekommen. Auch meinen Film des Jahres HOME. … zum Blog.

> The Foo – weil ich die Initiative sehr gut finde und da echt etwas wirklich Gutes entsteht – auch spielt Enterprise 2.0 hier eine tragende Rolle (immer gut). … zum Blog.

> Besser gehts nimmer – hier, da gebe ich das Kompliment und die Blumen an Hannes Offenbacher zurück, ist es interessant, inspirierend und teils auch überraschend. Ein Besuch lohnt immer. … zum Blog.

Dann habe ich noch zwei Blogs, an denen ich auch mitwirke, die nicht nur deshalb einen Besuch wert sind:

> Trends & Wege – hier schreiben wir zu Beratungs- und Strategiethemen, die meist auch etwas ausführlicher behandelt werden und im Kontext Nachhaltigkeit | Wissen | Innovation stehen. Schaut einfach mal rein: … zum Blog.

> Optimist-sein.de – “Wir haben keine Zeit mehr Pessimist zu sein!” … unsere Erkenntnis aus dem Film des Jahres HOME UND gleichzeitig unsere Initiative für Optimisten. Positive und mutige Beispiele wie man voran gehen kann. … zum Blog.

Soweit. Da sind sogar zwei österreichische Blogs, deren Betreiber bei Hannes heißen, dabei. Wow, mein Partner Klaus Kofler wird ein euphorisches Wochenende am Bodensee verleben.

Tja. Ich bin nicht wirklich stark in diesen Geschichtsdingen und ein wenig klingt das wirklich wie Marty McFly und sein Freund Emmett L. „Doc“ Brown, deren Zeitreisen allerdings das Jahr 1885 unter der Regie von Robert Zemeckis zum Ziel hatten. Was? Na das: Am 25. April 1899 gelang es Camille Jenatzy im französischen Achères ein Elektroauto mit dem übersetzten Namen “die niemals Zufriedene” auf dem zweiten Kilometer einer allerdings nur zwei Kilometer langen Strecke auf 105,88 km/h zu beschleunigen. Wußten Sie das?

Heute, gut 110 Jahre später, will die US-Regierung 2,4 Milliarden Dollar in die Entwicklung eines Elektroautos investieren. Nun – was tat unsere so innovative Automobilbranche eigentlich in der Zwischenzeit – außer pennen? Sie wollten daran glauben, dass Öl niemals versiegt, immer größere Autos und nichtsnützliche SUVs wichtig sind und das Elvis lebt! Sehr hochbezahlte Manager, kreative Denker und Lenker – und auch Ingenieure, deutsche Ingenieure, alle sind sie diesem Denken erlegen und haben fast ein Jahrhundert verschwendet. Wenn das kein Luxus ist.

Na, da kann ich nur hoffen, dass der Groschen, pardon der Cent, jetzt gefallen ist!

Soll es jetzt wirklich um die Wahl gehen? Um die Wahl am 27.09.09? Oh Mann, nicht noch mehr Experten, die sich in den Ring werfen wollen – werden Sie vielleicht denken. Davon gibt es doch schon genug, die – ich weiß nicht ob es Ihnen aufgefallen ist – ähnlich plan- und inhaltslos sind wie die Politiker selbst. Als ob da etwas abgefärbt hätte ….

(c) BirgitH www.pixelio.de

(c) BirgitH www.pixelio.de

Wir haben in einem der letzten Beiträge über Leitbilder berichtet und diskutiert. Heute habe ich ein Statement von Karl Feldmeyer, Journalist und ehemaliger Redakteur der FAZ, zur politischen Lage gelesen, dass ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: “[...] Es gibt eine Erosion unserer Demokratie, die fast zu einer Farce verkommt. Inzwischen enthält die Waschmittelwerbung konkretere Aussagen als der politische Wahlkampf. Die Kandidaten spekulieren darauf, sich mit inhaltsleeren Slogans durchzulavieren, und betrachten die Wahl nur noch als Legitimation für den Machterhalt. Es fehlt die politische Gegenleistung.[...]” Im folgenden plädiert er dann dafür zwar wählen zu gehen, aber seinen Wahlschein ungültig zu machen, um so zu dokumentieren, dass man nicht mit den Vorgängen in der Republik einverstanden ist.

Stellen Sie sich vor: Nicht 45% der Wähler, die nicht zur Wahl gegangen sind, sondern ihre Stimme ungültig gemacht haben. Ist das eine gute Alternative, die etwas bewegt? Ist so etwas ein Ansatz für neues Denken? So schreiben wir hier etwas Politisches – allerdings auch deswegen, weil es gerade in letzter Zeit neue Gedanken und eine Ursachensuche rund um Politikverdrossenheit gibt. Deshalb möchte ich es auch nicht versäumen Sie zusätzlich zu den Leitbildern auch auf einen wirklich lesenswerten Ansatz zum Thema “Wir haben den Wahlkampf und die Parteien, die wir verdienen” auf den Trends & Wege News hinzuweisen, der mir gestern über den Weg gelaufen ist.

So beobachten wir Phänomene und versuchen aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit auf dieses strapazierte Thema zu schauen. Wenn es Sie nervt … ehrlich, lassen Sie uns das bitte wissen. Danke!

Der Titel ist eine Frage … und ich habe keine Antwort darauf. Allerdings ist mir heute morgen etwas im Zeitmagazin Spezial München ins Auge gefallen, dass sich von anderen unterschied:

Falls es Ihnen nicht sofort auffällt: Wer dieses Drachenherz kauft, spendet gleichzeitig 15% des Verkaufserlöses (nicht des Umsatzes) an “children for a better world”. Bei allem was ich von diesen vielzitierten LOHAS weiß, wird das diesem Motiv in uns allen ein Stück entgegen kommen. Ich kaufe mir etwas schönes, gönne mir das (Lebenstil!) und tue gleichzeitig etwas Gutes, Nachhaltiges für Kinder. Das ist doch perfekt. Keine große Marke geht diesen Weg, sehen wir einmal von Krombacher-Aktionen ab, die doch viel abstrakter als dieses Vorgehen waren.

Aber: Ist das jetzt Ablass-Handel in einer schönen Form oder wirklich offenes und ehrliches Engagement für die gute Sache? Wurde der Preis der Sache gar vorher um den Spendenbetrag erhöht? Vielleicht fehlt hier noch ein wenig Transparenz: Wieviel des Preises für dieses Drachenstück …

… entfallen auf das Material?
… entfallen auf die Herstellung?
… entfallen auf den Transport?
… entfallen auf die Vermarktung & Werbung?
… entfallen auf die Ladenmiete?
… entfallen auf die Personalkosten?
… entfallen auf den Gewinn?

Das würde eine Bewertung viel einfacher machen, Transparenz und Vertrauen stiften, Konsum vielleicht auch ein Stück weit erträglicher machen, oder? Wer ist der Erste …

… ist der Titel unseres neusten Artikels, der im aktuellen Lifefair Magazin erschienen ist.

Zitat: “Du lernst jemanden kennen – googelst du ihn? Bist Du schlauer als Dein Chef? Gehst Du wählen – warum? Was wird aus mir? … vier Fragen aus dem Spiegel Spezial zum Thema „Wir Krisenkinder – Das Selbstporträt einer Generation“ mit denen wir diesen Artikel einleiten möchten.”

Wir gehen in dem Artikel auf eben diese Fragen ein, beleuchten die Digital Natives und schauen uns nach Perspektiven und Vorbildern um. Wenn Sie jetzt Spaß daran hätten den gesamten Artikel zu lesen, führt der Weg dorthin über eine weitere Internet-Site mit einigen aktuellen einleitenden Worten – wer hätte schon gedacht, dass dieses Thema auch in der Politik vor der Wahl so dringend wird.

Hier geht es zum Artikel …

PS: Weiter unten in dem Trends & Wege Neuigkeiten-Bereich greifen wir Leitbilder auch im Zusammenhang mit dem o. g. Artikel und Äußerungen des Top-Werbers Amir Kassaei auf. Das gibt eine weitere Perspektive auf dieses wichtige Thema der Vorbilder. Hier geht es direkt zu dem “PS-Beitrag”…

Aloha Lemonade, Almdudler, …. aber Bionade? Was war das denn noch? Auch meine Kinder wissen hier nicht mehr weiter.

Eine Recherche in diesem Blog hilft weiter:

>> Teuronade … oder wie ich eine 20%ige Preiserhöhung BESSER NICHT begründe …

>> Teuronade … macht es doch bitte nicht noch schlimmer!

Und überhaupt hat dieser Artikel hier es erst ermöglicht, in die Tiefen der Vergangenheit zu schauen:

“Krach bei Bionade” aus der FNP

Wenn es auch viele nicht glauben. aber der Verbraucher hat die Macht. In diesem Teuronade-Fall über 40 Millionen Flaschen, die ausreichen um Instabilitäten zu schaffen. Ich hatte das damals in dem Teuronade-Artikel bereits vorhergesagt und ich bin sicher, dass es noch tiefer hinunter geht. Die Marke ist jedenfalls derart angeschlagen, dass es sehr viel Zeit und wohl noch mehr Geld kosten wird, das Ausgangs-Image wieder herzustellen. Hochmut kommt vor dem Fall … und da helfen jetzt weder Entschuldigungen noch Einsicht.

Was würden Sie den Teuronade-Machern raten ….?

… fragte mich dieses Postkarten-Set, als es am letzten Donnerstag aus der Brand eins heraus fiel. Um es vorweg zu nehmen: JA!

Und zwar nicht nur aus ideologischen und persönlichen Gründen, sondern in diesem Fall auch deshalb, weil ich mir kaum eine dämlichere Lobbyarbeit (oder ist es Werbung) seitens des Deutschen Atomforums vorstellen kann. Das gehört bestraft!

Auch die anderen Andeutungen sind ähnlich schlecht: “Danke, … für die letzte Nacht!” Wäre wohl ehrlicherweise eher: “Danke, … für den letzten Störfall!”. “Wäre doch schön wenn wir zusammenblieben …” eher “Ich bin nicht sicher ob ich es sicher die nächsten 6 Monate schaffe … ohne Zwischenfall!” Und 32 scheint sehr wohl ein Alter zu sein. Im Bereich der Atomindustrie zeigt sich das in Vergesslichkeit, Leichtfertigkeit, Kommunikations-GAUs, Störfällen, … normalerweise würde das glatt mit Alsheimer oder Demenz durchgehen … und das mit 32!!!!!

Die Republik wartet dringend auf die Beantwortung von Fragen, hinterfragt die Seriösität und Professionalität unserer Atombetreiber – und die legen eine kleine lustige Postkartenserie auf? Eine Serie, die noch dazu doof dreist Fragen stellt, statt Antworten zu geben. Hier eine kleine Kostprobe:

“Mit Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie würde diese Erzeugungskapazität wegfallen. Können wir das verantworten?”

“So sorgt die Kernkraft in unserem Energiemix für viele wunderschöne Abende und spart dazu noch 150 Millionen Tonnen CO2 ein – und nun soll damit Schluss sein?”

“Wäre eine Laufzeitverlängerung nicht auch eine Lösung für unsere deutschen Kernkraftwerke?”

Für mich reihen sich diese Postkarten des Deutschen Atomforums nahtlos in den Informations- und Kommunikations-GAU der letzten Monate ein. Fast dachte ich an einen Scherz – auch und gerade deshalb, weil die Teile aus der Brand eins heraus gefallen sind. Einem Magazin mit nachhaltigem Anspruch – und Anspruch generell …. dachte ich. In der Bild-Zeitung wären die Postkarten sicher besser platziert gewesen. Oder vielleicht in öffentlichen Bedürfnisanstalten. Und wer solche Aktionen verantwortet, soll in der Lage sein eine derart komplexe und gefährliche Technik wie Atomenergie sicher zu beherrschen …? Und schwarz-gelb will den Ausstieg aus dem Ausstieg – ohne Flachs! … da kann es doch nur um Geld gehen oder die sind alle im gleichen Karnevalsverein?!

Irgendwie habe ich in den letzten Woche häufiger mit Menschen über die 70ziger & 80ziger und die damalige Rolle und das Verhalten von Medien gesprochen. “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” ist hier so ein schöner Aufhänger. Sicher gibt es noch viel mehr.

Bis heute wird hier an vielen Stellen Manipulation betrieben. Allerdings ist es so, dass weder die neue Startbahn des Flughafen Frankfurt noch die Kernenergie Massen mobilisiert. Warum eigentlich nicht mehr? Wer im September die CDU wählt, wählt gleichzeitig – fast selbstverständlich – die Absetzung oder Kündigung des Ausstiegsvertrages aus der Kernenergie. Ist das allen so klar? Und Ammenmärchen, dass Atomkraft klimaneutral oder klimaschonend ist, haben wohl die meisten schon durchschaut.

(c) evelix www.pixelio.de

(c) evelix www.pixelio.de

Aber darum habe ich diesen Beitrag gar nicht angefangen. Vielmehr bin ich heute auf eine kleine Meldung in der DIE ZEIT aufmerksam geworden: Herr Dieckmann und Herr Döpfner (Springer-Verlag Berlin) hatten das große Vergnügen auf der von Herrn Ackermann zusammen gestellten Gästeliste für seinen Geburtstag im Kanzleramt zu stehen. Da könnten wir ja jetzt mal einen Blick auf die Berichterstattung der BILD in Sachen Dienstwagen-Schmidt und Kanzlerparty-Ackermann werfen. Und wir wissen auch OHNE eine solche Detail-Betrachtung wie das Ergebnis aussieht – und nicht nur die BILD-Zeitung betreffend. Nur: Wie kann man sich eine solche (blöde) Blöße geben? Wie machen die das mit sich selbst ab?

Wenn diese Menschen das nächste Mal das Wort Nachhaltigkeit in den Mund nehmen – und sie werden das sicher tun – sollten wir sie für dieses Verhalten tadeln (umgangssprachlich hätte ich es drastischer ausgedrückt). Bitte!

Haben Sie eine andere Meinung dazu? Lassen Sie mich diese bitte wissen …

Herzlich einladen möchten wir Kunstinteressierte zu einer Vernissage mit Werken des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof am Samstag, den 19. September 2009. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf (Weinstrasse 1, D – 67157 Wachenheim an der Weinstrasse (bei Bad Dürkheim)) und soll später im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz ausklingen.

Der Künstler
Simon Hof wurde 1967 in einem Arbeiterhaushalt in Mannheim geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach Studium und Lehrjahren (u.a. bei Young Jae Lee in Essen in der Keramischen Werkstatt Margretenhöhe) arbeitete er seit 2002 im Ruhrgebiet in seinem ersten eigenen Atelier, 2003 folgte der endgültige Schritt in die Professionalität und sein Beitritt zum Berufsverband Bildender Künstler BBK. Da ihm die Pfälzer Landschaft mit ihrem unvergleichlichen Licht fehlte, zog er 2004 wieder in die Nähe seiner alten Heimat Speyer nach Römerberg. Seitdem zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen besonders auch in der Region.

Torso (c) Simon Hof

Torso (c) Simon Hof

Seine Keramik
Raku: Zur Faszination, die der Prozess des Brandes selbst birgt, kommt das Unvorhergesehene. Man kann das Ergebnis nicht genau vorausplanen. Die Unregelmäßigkeiten durch Schwärzung und Craquelébildung verleihen den Objekten ein spannendes Eigenleben.

Steinzeug mit Oxyden: Diese Arbeiten entstehen mit einem sehr groben ausländischen Ton. Dessen Farbe und die raue Oberfläche lassen ihn anmuten wie Sandstein. Es lässt die Stücke urtümlicher wirken. Und die Oxyde hauchen ihnen weiteres Leben ein.

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Wir sprechen mit vielen Menschen über Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit in der Firma. Nachhaltigkeit für die Umwelt. Nachhaltigkeit in der Gesellschaft. Nachhaltigkeit in der Bildung. Selten allerdings wird das ureigene Verhalten im persönlichen Umfeld in Sachen Nachhaltigkeit reflektiert. Und so kommt es auch, dass ein nachhaltiger und erfolgkritischer Faktor selten den Eingang in Gespräche und Tipps findet: Die Vorbildfunktion. Nicht viel reden – einfach vormachen. Würden wir alle diesen Slogan beherzigen, wären wir in Sachen Nachhaltigkeit heute schon viel weiter – behaupte ich. Oder …?

Ich habe dazu eine aktuelle Veröffentlichung verfasst, die sich mit diesem Thema auseinander setzt. Sicher ist dieser Artikel eher oberflächlich und allgemein gehalten, dennoch umreisst er diesen wichtigen Sachverhalt Vorbild. Den aktuellen Artikel Nachhaltigkeit und das eigene Leben – das Vorbild im Spiegel aus der Zeitschrift “Familie & Co.” finden Sie auf Zunft[wissen].

Ich wandle so seit gut einer Woche auf der schönen Ostsee-Insel Fehmarn. Fehmarn hat einiges an Natur zu bieten: Tolle Naturstrände mit ganz vielen Steinen, Strände mit Sand gut für Kinder, tolle Sonnenuntergänge, sinnbar sauberes Wasser, viele Felder (ist Fehmarn gar die Kornkammer Schleswig-Holsteins?) und kleine, verträumte Straßen (eher Feldwege).

Hätte man mich vor 2 Wochen nach der Identität von Fehmarn gefragt, hätte ich nach kurzem Nachdenken … Surf-Destination gesagt. Und eben Naturstrände ohne die lästige Kurtaxe. Wir könnten uns jetzt streiten, ob das für die Identität einer touristischen Destination ausreicht. Mir fällt nach einigen Minuten aber noch mehr ein: Bier- & Schnaps-Eldorado für Dänen (in einigen Geschäften hatte ich glatt den Eindruck als Nicht-Däne unerwünscht zu sein), Sonnen-Insel mit vielen Solar-Scheunendächern, Windkraft.

Die Kurtaxe ist seit diesem Jahr in Form der Ostsee-Card da (wir sind sogar schon zweimal kontrolliert worden), die Windräder stehen überall in Schleswig-Holstein und so bleibt Sonne und Surfen. Schauen wir genauer hin, gibt es zwar 3-4 Surfshops, aber keine so typischen Backpacker-Hotels – beispielsweise. Vielleicht wird das in Deutschland durch Camping-Plätze amortisert? Und die typischen Touristen, wie überall an der Ostsee, sind besonders in Burg zu treffen – besonders wenn es regnet oder auch nur länger bedeckt ist. Hofläden gibt es übrigens zu wenige, genauso fehlt es an generellen Bio-Angeboten und überhaupt an vernünftigen Lebensmittelgeschäften und entsprechenden guten Ess-Waren.

Das liest sich jetzt wohl ein wenig konfus … sind halt Gedankengänge zum Thema Identität. Wenn wir vom Zunft[institut] touristische Destinationen beraten, sind Identität aufbauen und der Dialog mit den Gästen die wesentlichen Punkte neben einer nachvollziehbaren Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit – deshalb vielleicht diese Impulse auch und gerade im Urlaub. So zeigt diese Konfusität eines deutlich: Fehmarn kann in Richtung Identität noch eine Menge tun. Und Dialog? Ich wurde nur kontrolliert nicht zu einem Dialog eingeladen. An keiner Stelle in den vergangenen gut 9 Tagen. Ich bekomme jede Menge Infos, was mich und meine Familie bewegt, was wir uns wünschen würden, wollte aber keiner wissen.

Konsequenterweise versuchen wir gerade für das nächste Jahr wieder hier einen Platz zu bekommen. Ironie des Schicksals? Nein! Das ist vielmehr der Tatsache geschuldet, dass unsere drei Kinder auf dem Biolandhof Albert in Ostermarkelsdorf so Klasse spielen können, immer min. 8-10 weitere Kinder finden und die gastgebende Familie so nett ist. Wie toll wäre es da, wenn Fehmarn noch mehr Identität entwickeln würde (jenseits von Spaßbad, Touri-Nepp und Inselstar-Suchen), versuchen würde mit seinen Gästen zu sprechen … und vor allem dem Wort Nachhaltigkeit (neben den Solaranlagen und Windrädern) einen tieferen Sinn zu geben? Die Menschen würden dann unabhängig von der Jahreszeit und Vogelfluglinie in Strömen kommen, um das zu erleben … behaupte ich!

Immer wieder stolpere ich über Anzeigen. Vermeintlich schlaue Anzeige, platte oder schlicht ganz doofe. Vielleicht sollte ich eine Rubrik “Anzeige” der Woche oder so etwas ähnliches auflegen und die dann bewerten. Ich hatte hier schon BMW mit “Andere versprechen das blau vom Himmel”, Bionade mit “Die grösste Leistung unserer Mitbewerber liegt darin, dass sie uns noch vor den Chinesen kopiert haben.” und die Sparkassen mit “Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf – wir geben Antworten”, die entweder in der ZEIT oder gar in Brand eins zu finden waren. Einige dieser Anzeigen taten mir wirklch körperlich weh.

IBM in der Brand eins 08.2009

IBM in der Brand eins 08.2009

Mein heutiger Kandidat ist IBM. In der Anzeige geht es um die gestiegenen Bedürfnisse und Anforderung von Prosumenten – leider kennt die IBM diesen Begriff noch nicht. Ist ja nicht weiter schlimm. IBM stellt hier fest: “Um in dieser veränderten Welt mit Konsumenten ins Geschäft zu kommen, brauchen Händler und Hersteller ein intelligentes System. [...] Es muss so intelligent sein, dass man damit Waren jederzeit ausfindig machen und Unmengen an Kundendaten in Echtzeit analysieren und auswerten kann.” Sie vergaßen den Zusatz “und darf nicht mehr als ein Windows-Betriebsystem kosten oder sollte gleich für jedermann frei verfügbar und anpassbar sein”. Egal – das wollte ich nicht kritisieren.

Überhaupt: Ich wollte nur anregen: “Hey Mann IBM, wir sind in der Krise und wir wissen nicht, ob Praktiker und Metro – Eure Beispiele aus der Anzeige – diese überstehen werden. Wirklich nicht! Und Eure Systeme schaufelt deren Grab mit ihren Projektkosten höchstens ein bißchen tiefer! Warum? Weil es gerade mal auf wesentlichere Dinge als “intelligente Vernetzung” ankommt. Kapitsche?” Es geht um nicht weniger als neues Denken in neuen Strukturen … dann kommt lange nichts. Und dann können wir uns leisten über Systeme nachzudenken. Macht Euren Planeten ein wenig smarter – hoffentlich ist es im Moment nicht unser Planet, der betroffen ist!

Mehr dazu unter ibm.com/de/think/rethink

Puh … was für ein Gegensatz. Gestern habe ich an dieser Stelle über unsere neue Aktion Zeit für Optimisten berichtet und heute diese Überschrift? Auf der anderen Seite brechen Differenzen Strukturen auf und ermöglichen neue Blicke, neue Perspektiven.

Wahrscheinlich ist Ihnen der gleichnamige Artikel in der ZEIT Nr. 28 von Niall Ferguson gar nicht aufgefallen. Mir schon ;-) . Vor allem deshalb, weil mir mein Bauchgefühl auch sehr drängend und intensiv mitteilt: “Es kann nicht bergauf gehen, die Talsohle ist lange nicht erreicht, wo bleiben denn eigentlich neue Strukturen und das neue Denken?” Dieser Artikel hat dieses Bauchgefühl im Bereich der Finanzwirtschaft stark untermauert. Zitat: “[...] Am besten hat Peer Steinbrück wohl die deutsche Haltung zusammengefasst, als er 2008 vorhersagte, die USA würden infolge der Krise “ihren Status als die Supermacht des globalen Finanzsystems verlieren”. Man kann wohl sagen, dass dieser Gedanke bei vielen Deutschen eine gewisse Schadenfreude ausgelöst hat. Der Preis der Überheblichkeit titelte Der Spiegel im September 2008 und meinte natürlich Amerika. Doch bald werden die Amerikaner dran sein mit der Schadenfreude. Eine bedrückende Realität wird die Deutschen zwingen, ihre Verdrängungshaltung aufzugeben. [...]“.

Neben den messerscharfen Abhandlungen von Niall Ferguson fragen sich mein ich und mein Bauchgefühl, wie es denn eigentlich dazu kommen kann, dass einzelne Menschen und Protagonisten überhaupt vom Ende der Krise oder gar zartem Aufschwung sprechen und schreiben können? Faktisch habe ich bisher noch vom keinen Paradigmenwechsel in einer Branche oder auch nur in einem größeren Unternehmen Kenntnis erhalten. Eher fühlt es sich so an, als ob alle auf Tauchstation sind, möglichst viele Mitarbeiter rausschmeissen wollen, um dann verschlankt und vermeintlich gestärkt aus der Krise hervor zu kommen. Aber mal ganz ehrlich: Wer kann die aktuellen Zustände so trivial und ignorant einschätzen? Ah allerdings … ich erinnere mich an die 70ziger und die Erkenntnis, dass fossile Brennstoffe mittelfristig zu Ende gehen werden. Daraus hat auch kein Automobil-Konzern irgendwelche Lehren gezogen.

Na ja. Warten wir es ab. Wir jedenfalls wissen wie neues Denken und neue Strukturen aussehen könnten. Und scheinbar bemerken immer mehr Organisationen, dass sie an eben ihre Grundfeste heran müssen.

Diese Aktion “Zeit für Optimisten” mit der Website www.optimist-sein.eu ist aus einer Kooperation von Trends & Wege mit dem Zunft[institut] entstanden.

Die Initiatoren setzen mit dieser Aktion ein Zeichen. Ein Zeichen für die vielen Optimisten, die es verdient haben beachtet zu werden. So finden sich auf dieser Dialog-Site – nach und nach – viele, sehr viele positive Beispiele aus unserer Zeit, wie Wirtschaft, Soziales und Gesellschaft positiv sein kann. Positiv und mit Perspektive.

Sein Sie doch auch dabei! Optimist-sein.eu ist eine Site für Sie und für uns. Eine Site die Mut machen wird und die hilft Bündelung herzustellen, Synergien zu schöpfen.

Bei Trends & Wege, Kooperationspartner des Zunft[instituts], tut sich gerade eine Menge. So ist seit Ende letzter Woche das Dialog-Format “News & Impulse” online:

Hier finden Sie eine Menge inspirierende Dinge rund um Wirtschaft, Soziales und Gesellschaft. So z. B. als Start-Impulse etwas zu:

  • Leitbildern u. a. über Amir Kassaei
  • “Es war einmal …” einen tollen Film zur aktuelle Lage der Nation von der Agentur Wolkenkratzer
  • “Hat leider nicht geklappt … ” zur Kultur des Scheiterns
  • … und etwas über die Rolle des Konstruktivismus: Realität ist das Ergebnis unserer Wahrnehmung

Machen Sie sich doch selbst mal ein Bild … und diskutieren Sie hier oder dort mit: … direkt zum Format.

… bei uns ist es die Vierländer Tomate aus den Vier- und Marschlanden. Lecker. Nicht nur das ich weiß wo sie herkommt, sie hat dazu doch deutlich mehr Geschmack als ihre spanischen oder holländischen Kollegen. Aus Vierlande kommen die Sorten Vierländer Krause, Vierländer Platte und eben die “normalen” Vierländer.

Gibt es eigentlich anderorten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz solch regionalen Tomaten?

Hier im Großraum Hamburg gibt es die rote Ware aber meist nur auf Wochenmärkten direkt vom Erzeuger. Die EU-Oberen würde es wohl sehr grämen, wenn sie davon wüßten – so ungenau und authentisch aussehend sind diese Paradiser.

Wir essen sie gerne auf einem frischen Bauernbrötchen, auf einem selbstgebackenen Sauerteigbrot und in unterschiedlichen Varianten als Beilage: Unser liebstes sind Ricotta-Küchlein an Tomatensalat mit drei Sorten Balsamico. Ein Gedicht. Aber auch in den Spagetti mit selbstgemachten Mandel-Pesto dürfen diese Tomaten nicht fehlen.

Haben Sie auch eine Tomatengeschichte?

Als ich heute morgen in der aktuellen ZEIT las, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass wir den Dingen nicht wirklich auf den Grund gehen – über Symptome reden und Ursachen außen vor lassen. In der Rubrik “Reden ist Blech” auf S. 19 schreibt Mark Schieritz über Politiker und Banken – und über die notwendige Intervention des Staates zur Rettung der Banken.

Mir blieb nach dem Lesen nur ein Gedanke: Koppelt halt wieder Geld(verleih) an (reale) Wertschöpfung und verhindert, dass wir/man Geld mit Geld vermehren. Wenn eine solche Regel als Gesetzmäßigkeit wieder Bestand hat, braucht sich niemand mehr Sorgen zu machen.

Das Wörtchen “reale” fand seinen Weg in diesen Satz, weil Immobilien-Finanzierung eben eine Kopplung von (geliehenem) Geld an Wertschöpfung ist. Schade nur, wenn diese Immobilien heillos überwertet sind oder versucht wird sich über billige Krediten einen künstlichen Markt gleich mit zu schaffen, bei dem dann seitens der Käufer noch nicht einmal Eigenkapital notwendig ist.

Kann ich das so sehen – oder ist das zu einfach gedacht? In jedem Fall geht es mir um neues Denken …

In diesem Zusammenhang möchte ich einen Kommentar zum letzten Artikel nochmals aus der Senke heben, der neues Denken auch mit Beispielen versehen hat:

Von Sinnstifter zum Artikel “Die Hoffnung auf den Silberstreif …”:

“[...] In, sagen wir, 5 Jahren dürfte weltweit kein Auto mehr fahren, das klimarelevant Schaden anrichtet, viel Spaß bei der Durchsetzung; Autos müssten Allgemeingut sein, zur Verfügung, aber nicht jemandem gehören, oje, ein Aufschrei der Individualisten; ein Supermarktverbot wäre undemokratisch, aber herrrlich. Konsumausstieg ein Wunder. Die Begriffe Deutschland, Nation, unser Land (entsprechend auch für alle anderen Nationen) wären Begriffe aus der jüngsten Vergangenheit. Bildung wäre keine Aufgabe mehr des Staates, der sowieso auf wenige organisatorische Aufgaben runtergefahren wäre. Ok, nur wenige Beispiele, der Übersicht wegen. Interessant wäre jetzt eine Zusammenstellung von bereits gedachten Utopien, eine Veranstaltungsreihe, die diese Utopisten an einen Tisch, bzw. Netzwerk bringt, live im Fernsehen/Internetplattformen übertragen [...]“

… und ich auch. Endlich einmal jemand, der das öffentlich ausspricht, sich traut das zu schreiben, der die Wirtschaft mit den Optimismuslügen in die eigene Tasche konfrontiert.

“Will die deutsche Wirtschaft eine Chance haben, muss sie sich grundlegend erneuern.” ist die Erkennis des Autors Armin Mahler. Überkapazitäten, Exportlastigkeit und alte Produkte sind die wesentlichen Kritikpunkte, an denen Mahler ansetzt. Und Innovation, besser noch Open Innovation, ist seine Lösungsperspektive.

Lesen Sie selbst: … direkt zum Artikel in Spiegel Online.

Und Ihre Einschätzung dazu …?

Aufgerüttelt von der Klima- und Finanzkrise sowie dem rasanten Artensterben hinterfragen immer mehr Funktionsträger in Wirtschaft, Medien und Politik ihr eigenes Wertesystem sowie die Werte ihrer Organisationen. Unter dem Stichwort des nachhaltigen Wirtschaftens und der Corporate Social Responsibility wird die unternehmerische Verantwortung immer mehr zum zentralen Thema. Und auch die Konsumenten werden sich ihrer Verantwortung bewusst, hinterfragen, wie unsere Wirtschafts- und politischen Lenker das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen und beeinflussen durch Ihr Einkaufsverhalten die Märkte.

Kongress [c] Forum Nachhaltig Wirtschaften

Mit zwei Impulskonferenzen in Köln und München eröffnet der Deutsche Naturschutzring den Dialog mit neuen Anspruchsgruppen. Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings: „Wir laden insbesondere gesellschaftlich relevante Entscheider zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit ein“. Ziel ist es auch, einen Wandel in der Gesprächskultur zu setzen: Statt Natur und Wirtschaft als unvereinbare Gegensätze und somit Streitpunkte zu thematisieren, möchte der DNR auf Entscheider-Ebene Lösungswege diskutieren.

Den Auftakt dazu bilden zwei Stakeholderdialoge, die als regionale Impulskonferenzen noch vor der Bundestagswahl Zeichen setzen:

Freitag, 28.8.2009 in Köln und Freitag, 11.9.2009 in München

Die Positionspapiere zur Konferenz mit den Themen Wirtschaftskrise und Green Deal, Erhalt der biologischen Vielfalt, Klimaschutz, Atomausstieg und nachhaltige Mobilität sind auf der Homepage zur Konferenz www.VerantwortungJetzt.de online publiziert und stehen zur Diskussion. Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Kultur und NGOs sind eingeladen, Stellung zu beziehen und den Thesen des DNR zu kommentieren bzw. eigene Thesen online zu platzieren. Ausgewählte Funktionsträger können mit Kurzstatements auf die DNR-Thesen bei den Regionalkonferenzen reagieren und die erwarteten 500 Teilnehmer zur Diskussion herausfordern.

An der Veranstaltung in Köln werden Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Sven Plöger, Klimaexperte und bekannt als ARD-Wetterfrosch sowie der Kabarettist Heinrich Pachl mitwirken.

Die Konferenz in Köln findet am 28.8.2009 ab 18.00 Uhr im Maternushaus, (Nähe Hbf) statt.

Konferenzorganisation und weitere Informationen:
Ansprechpartnerin: Frau Maike Bruse
Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung, Volksgartenstraße 34, 50677 Köln
Tel.: +49 (0)221 / 94 40 48 -22, Fax: +49 (0)221 / 94 40 48 -9, E-mail: bruse@katalyse.de

Die Konferenz in München findet am 11.9.2009 ab 17.00Uhr statt.

Konferenzorganisation und weitere Informationen:
Ansprechpartner: Fritz Lietsch
ECO-World, Gotzinger Straße 48, 81371 München
Tel.: +49 (0)89 / 74 66 11 -11, Fax: +49 (0)89 / 74 66 11 -60, E-mail: f.lietsch@eco-world.de

Ich habe gestern die startum-LOHAS-Tour in Hamburg besucht …

Allerdings … das sei voraus geschickt … habe ich nur die erste Hälfte durchgehalten. Vier Stunden Frontalbeschallung nebst PowerPoint Befeuerung mit gefühlten 1.000 Clicks! waren mir dann doch zuviel des Guten, zumal ich die Studie schon einmal von &Equity präsentiert bekommen habe. Ich hatte mir da ein wenig mehr Interaktion, Dialog und Erfahrungsaustausch gewünscht – von Anfang an.

Dennoch habe ich etwas mitgenommen: Der überwiegende Teil der Zuhörer war damit beschäftigt für sich heraus zu finden, ob diese Studie, die dort präsentiert worden ist, denn nun repräsentativ war oder nicht? Und waren das wirklich LOHAS, die da befragt worden sind? Und wie wurden diese heraus selektiert? Nachdem das bereits die 11. Station der Tour war und sicher ähnliche Beobachtungen schon vorher gemacht werden konnten, hätte ich mir hier ein etwas vorbeugendes Agieren gewünscht. So traten die Ergebisse ob der Diskussion der Methodik etwas zurück – obwohl Herr Häusler sich alle Mühe gab das Ganze interessant herüber zu bringen.

So war die Sicht auf die LOHAS auch auf dieser Veranstaltung deutlich eingeschränkt und monodirektional: “Wie erreiche ich die LOHAS?” ist aus unser Sicht die völlig falsche Frage und der ständige Versuch die LOHAS in bekannte Zielgruppen-Definitionen zu pressen bestimmt viel zu oft die Gespräche und Fragen. Unsere vielleicht kontroverse aus dem Konstruktivismus stammte Theorie dazu: Wir sind alle LOHAS – oder besser: Wir tragen alle LOHAS Motive in uns, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt sind. Das erklärt auch, warum ich bisher noch keine Studie gesehen habe, die die LOHAS eindeutig fassen konnte. So gibt es halt nicht das Zielbild zwischen 20 und 30 Jahre alt, mehr als Euro 3.000 im Monat, verheiratet mit 3 Kindern bei einem Anteil von 25% in der deutschen Bevölkerung. Aber genau danach suchen all die Marktforscher, Werbe-Strategen und Marketing-Größen … vergebens!

Na ja. Das Umdenken braucht wohl noch etwas Zeit, wobei die derzeitige Entwicklung das benötigte NEUE DENKEN wohl eher stark forciert. Als Randnotiz möchte ich festhalten, dass Herr Häusler, der wirklich gut präsentiert hat, im Vortrag dazu rät einige von ihm namentlich benannte und bildlich verewigte bekannte LOHAS-Protagonisten besser nicht zum Thema LOHAS zu fragen, andere dagegen schätzt er – auch in Ihren Funktion als Medienvertreter – hier sehr. Ich habe mich nur gefragt was diese Art von Information für mich oder andere Zuhörer bedeuten mag, wo soll ich diese einsetzen? Ich habe mich spontan gefragt, ob solche Äußerungen denn NACHHALTIG sein können? Aber in diesem Fall war es wohl authentisch, denn Herr Häusler führte auch an, dass wir alle Vorurteile brauchen um schnell entscheiden zu können. Sicher ein Thema für eine andere Diskussion.

Alexander von Keyserlingk, Gründer der Unternehmensberatung Slowretail, hält am 6. und 7. Juli mehrere Vorträge auf der Messe Tendence in Frankfurt. Am Dienstag, den 7. Juli wird auch das Thema Zunft[hallen] in Berlin eine Rolle spielen. Weitere Informationen finden sich hier.

Die Inhaberin Alexandra macht hier einen wirklich guten Job – um das schon mal vorweg zu nehmen. Wir sind vom Parkplatz an der Gebhardtsbergstraße aus “aufgestiegen”. Der Weg über viele Baum-Wurzeln bietet einen grandiosen Panorama-Blick ins Rheintal mit Lustenau, Dornbirn und natürlich einen Teil des Bodensees. Der steil abfallende Fels ist auch sehr beliebt bei Freeclimbern, so dass wir an einigen scheinbar herrenlosen Schuhen und Sicherungsseilen vorbei gekommen sind.

Nach knapp 60 min erreichten wir “die Fluh”, wie dieser Teil von Bregenz genannt wird, und kehrten in den Berggasthof Adler ein. Auf der großen Terrasse waren wir trotz schönem Wetter alleine und total ungestört, dennoch hervorragend bedient und unterhalten durch die Inhaberin Alexandra.

Wir labten uns an Steak, Salat und Spießen mit einem schönen Tropfen auf die Empfehlung der Wirtin hin – und zahlten wirklich fair. Besonders empfehlen möchte ich die Palatschinken mit Eis! Ab Herbst wird es dann als Spezialität des Hauses auch Bio-zertifizierte Kaninchen aus der eigenen Aufzucht geben! Schauen Sie doch einmal beim Adler vorbei uns lassen Sie uns wissen, wie es war.

Ein Webpräzenz gibt es bislang nicht, deshalb hier der Link zur Zunft[wissen]-Seite. Ferner gibt es auch einen Wander-Bericht u. a. mit dem Berggasthof Adler im Zunft[magazin].

“Romantik im Rosengarten …” so die Überschrift von der Homepage dieser Einrichtung. Und weiter geht es wie folgt:

“See, Garten, Küche, Wein, Tanz und Kultur – das sind die Stimmungs-elemente, die den Aufenthalt, die Ferien im Strandhotel “Wilder Mann” unvergesslich machen. Dabei ist jedes Element für sich gesehen von unverwechselbarem Charme – im Zusammenklang aber ergibt sich ein gastronomisches Juwel. Der “Wilde Mann” blickt auf eine lange Familientradition zurück. Das über 400 Jahre alte Hotel steht unter Denkmalschutz.”

“Terrasse hui, der Rest pfui” … fällt mir dazu ein. Und Wörter wie “unvergesslich”, “Denkmalschutz” und “Tradition” erschienen mir eher in einem negativen Kontext zu stehen. So ist die Terrasse eine echte Wucht und dann ist es schnell vorbei.

Am Tanzpavillion bröckelt der denkmalgeschützte Putz, die Kellnertruppe riß schlechte Witze, war total unaufmerksam, zäh, mein Wiener Schnitzel schmeckte nach Fisch-Fett und die Preise waren wie meine Pommes: gesalzen – kräftig sogar. Das war demnach kein faires Preis-/Leistungsverhältnis. So tut nach 400 Jahren wohl einmal Erneuerung gut: Abschaffung der Musikpreise, deutliche Verbesserung des Services, besseres Essen und eben faire Preise. Dann könnte ein Schuh daraus werden. Im Moment kann ich nur warnen und als sehr gute Alternative das Seehotel Off vorschlagen. Auch dann, wenn Sie auf Musik & Tanz stehen und älter als 55 sind – selbst wenn es beim Off keine Musik gibt. Selbstredend, dass ich mir ein Bild spare … oder?

Erst heute morgen habe ich einen wirklich guten Blogbeitrag von Hannes Treichl auf anders|denken gefunden, der sich der Werbebranche ein wenig widmet. … und wirklich ehrliche und treffende Worte enthält. So stellt Hannes u. a. diese Frage betreffs eines Preises für die Werbewirtschaft …

“Warum kürt eine sogenannte “Fachjury” die Gewinner? Warum nicht mündige Konsumten Prosumenten wie du und ich?”

Und die Kritik ist dann auch noch konstruktiv … mit Hinweisen es besser zu machen.

Hier geht es direkt zum Artikel …

http://www.andersdenken.at/tirolissimo-werbung-marketing-tirol-kritik/

In dieser Woche haben wir ein weiteres “Familienmitglied” der Zunft-Bewegung aus der Taufe gehoben. Das Zunft[magazin] enthält – im Gegensatz zum Zunft[blog] – redaktionelle Berichte und Geschichten zu den guten Dingen. Gleichzeitig wird das Magazin das “neue Herz” der Zunft-Bewegung: Von dieser Adresse aus können Sie alle anderen Projekte einfach erreichen, vielfach sind diese bereits in die Artikel integriert. So haben Sie einen einfachen und schnellen Zugriff auf Zunft[wissen] und Zunft[TV], um sich weitere Infos und Impressionen zu den angebotenen Themen zu holen. Auch bei diesem Format möchten wir nicht nur in Ihre Richtung senden, sondern bieten auch die Möglichkeit die Artikel zu kommentieren … schließlich möchten wir gerne wissen, was Sie dazu bewegt. Bitte machen Sie von dieser Kommentierungsmöglichkeit regen Gebrauch.

Ab Herbst ist auch die Einbindung eines Online-Shops geplant, in dem eine Auswahl der beschriebenen Dinge auch sofort bestellt werden kann. Im Zusammenspiel mit dem Zunft[laden], in dem Sie ein ausgewähltes Sortiment an einem realen Ort kaufen können, wird so erstmals unser Kompententbereich Zunft[werk] aktiv. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Vormerken kann man sich schon einmal Samstag, den 19. September 2009. An diesem Tag wird der Zunft[laden] im Cafe Schellack nach einer Vernissage des Römerberger Keramikkünstlers Simon Hof eröffnet. Die Vernissage beginnt um 17.00 Uhr in der Villa Wolf und wird später fortgesetzt im Cafe Schellack am Wachenheimer Kirchplatz. Weitere Informationen finden sich hier.

Die Zunft[halle] in Berlin soll ein kommunikativer „Dritter Ort“ werden, an dem sich regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen. Sie würde so zu einem Markt, auf dem Erfahrungen, Verfahrenswissen und Produktinformationen ausgetauscht werden. Die Zunft[halle] versteht sich dabei als Impulsgeber für die Zukunft der Arbeit. Sie würde als „guter Dritter Ort“, als quasi öffentlicher Platz und auch als temporärer Markt (bspw. regionaler Ökomarkt vor der Halle an Wochenenden) entwickelt werden. Hier sind in Einheiten von 25 qm bis ca. 700 qm regionale, manufakturelle und nachhaltig arbeitende Erzeuger und Dienstleister aus den Bereichen Küchenkultur und Küchenzubehör, Genusshandwerksagenturen, Tabakmanufaktur, Weinhändler, Weinaccessoireanbieter, Weinthemenmarkt, Kochschule, Getränkeanbieter, Säftemacher, Bio-Backmanufaktur, mehrere Anbieter von Bio-Lebensmitteln und zahlreiche kleine Delicum- und Feinkostanbieter (deutsche, österreichische, italienische, spanische, portugiesische, skandinavische) und Anbieter wertiger Produkte aus den Bereichen Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürzen, Schokolade etc. die Nutzer. Die Marktsituation bietet regionale und saisonale Erzeugnisse aus allen Bereichen des täglichen Bedarfes, deren Preisgestaltung den sachgerechten Umgang mit den Produkten und die entsprechende Beratung über die Produkte berücksichtigt, d.h. hier geht es nicht um teuer, sondern um “den Preis wert”.

 

… wie immer zu Jubiläen machen wir nicht viele Worte. Wir freuen uns Sie heute hier zu haben und hoffen Sie auch in Zukunft zu spannenden Themen hier begrüßen zu können – vielleicht auch mal als Autor.

Ein dickes DANKE an alle Mitwirkenden.

Nun wird es langsam ernst: Der erste Zunft[laden] in Wachenheim an der Weinstrasse wird immer konkreter.

Es soll dabei im besten Sinne ein “best practice”-Projekt einer fairen regionalen Entwicklung entstehen. Regionale Genusshandwerksprodukte, junges Design, regionale Manufakturen, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Events und Gastronomie ergänzen sich. Hierbei sollen in einer Kombination von IPTV (siehe WinelibraryTV aus den USA und unser Zunft[TV]), Ecommerce (siehe Projekt Zunft[werk]) und realem Genusshandwerksladen regionale, manufakturelle und nachhaltig hergestellte Produkte von Erzeugern der Region und Produkte aus den Bereichen Küchenartikel, Genusshandwerk und Wein, wie auch Weinaccessoires und Angebote wertiger Produzenten aus den Themenfeldern Kaffeerösterei, Tee, Olivenöl, Gewürze, Schokolade etc. präsentiert, verkostet und vermarktet werden. Weitere Informationen finden sich bei Zunft[wissen].

Wenn Sie selber manufakturell tätig sind – oder aber gute Genusshandwerker und Manufakturen kennen, für die unser Projekt interessant ist, dann melden Sie sich doch einfach. Eine erste Präsentation findet in der kommenden Woche beim Wachenheimer Burg und Weinfest statt.

Weitere aktuelle Informationen finden sich auch in der neuesten Zunft[depesche].

Wir haben am Pfingstsonntag einen Ausflug getan – etwas wahnsinnig, weil je Richtung 3,5 Stunden Fahrt mit Kindern – dafür hat es sich aber gelohnt. Obwohl die Rosen noch nicht richtig geblüht haben.

Wir sind von Hamburg über Parchim, Lübz, Plau am See und Waren an der Müritz nach Marihn gefahren und haben dabei die Mecklenburger Landschaft mit seinen vielen See sehr genossen. Überhaupt scheint mir die Gegend eher verkannt. Schöner Nebeneffekt: Die Orte sind nicht überlaufen, alles ist sehr entspannt bei wirklich fairen Preisen.

Eigentlich haben wir uns auf den langen Weg gemacht, um den weltweit größten David Austin Rosengarten zu bewundern. Das haben wir dann auch getan, allerdings fanden wir nur rund 30-40 Rosen in Blüte. Dennoch hat uns der Park uns seine Gestaltung sehr beeindruckt – durch die Ruhe, die Weitläufigkeit, seine Schönheit und die tollen Horizonte. In 3-4 Wochen, wenn alle Rosen blühen, muss es gigantisch sein. Der Garten von Marihn ist auch Außenstelle der BUGA 2009 in Schwerin.

Zu erwähnen ist noch das Kutscherhaus mit Gemüsegarten und wirklich leckerem Kuchen – es gab zwar nur eine Sorte und nicht 5 Kaffeevarianten – aber es paßte. Die neue Bescheidenheit und Konzentration auf Wesentliches – das war wirklich angenehm. Da könnten sich viele eine Scheibe abschneiden und sich wieder auf ihre Kernwerte konzentrieren.

Weitere Details auf Zunft[wissen].

Ausgestorbene Tiere, gefällte Bäume, totaler Egoismus und tödlicher Größenwahn … es gibt auf der Welt einen Ort, der genau das erlebt hat, was der Welt droht, wenn der Mensch sich seine eigenen Lebensgrundlagen entzieht.

Wir können diesen Ort an der einsamsten Stelle dieses Planeten finden: Rund 2.000 km von den nächsten (40) Nachbarn entfernt, die selbst sehr speziell sind, weil ein gewisser Flechter Christian der Vorfahr diese Nachbarn ist. Vielleicht haben Sie es schon erkannt oder geahnt: Die Rede ist von Rapa Nui, der Osterinsel.

Das Dossier der DIE ZEIT Nr. 23 beschäftigt sich ausführlich mit diesen Zusammenhängen. Ich musste dabei spontan an eines meiner Lieblingsgedichte von Wolfgang Borchert denken: Sag NEIN! Das Gedicht ist mindestens so duster und realistisch wie der Autor die Osterinsel und ihre Geschichte beschreibt:

900 > Erste Besiedlung, Millionen hoher Palmen stehen auf der Insel
1000 > Das erste Holz wid geschlagen, um Schlitten für einen irrwitzigen Wettbewerb um die höchsten Steinstatuen zu bauen
1650 > Die Insel ist abgeholzt, alle Landvögel und früchtetragenden Pflanzen sind ausgerottet
1680 > Die letzten gesellschaftlichen Strukturen zerfallen, Bürgerkrieg und Kannibalismus greifen um sich. Die Statuen feindlicher Sippen werden gestürzt
1877 > Die Insel wird Chile zugeschlagen, 111 Menschen leben noch auf ihr
2009 > Heute sind es rund 4.900 Menschen – und eine Palme

Mit meiner Vorstellungskraft und individuellen Wahrnehmung stelle ich fest, dass sich in den Jahren seit 1.000 nicht viel geändert hat. Die Namen und Bezeichnungen ändern sich, aber gelernt haben wir nichts. In Vorträgen und Seminaren werde ich oft nach Beispielen gefragt, nach Anfassbarem in Sachen Nachhaltigkeit. Seit heute habe ich ein weiteres Beispiel – ob das die Welt ein kleines Stück mehr retten wird, sie 3 Jahre länger für meine Kindeskinder erhält?

Wahrscheinlich bleibt mein Ruf wieder ungehört. Dennoch möchte ihn von mir geben: Bitte diskutieren Sie diesmal diesen Artikel mit mir. Er ist es wert und bietet wirklich ganz viel Potential dafür.

Zu verdanken haben wir dieses Potential einem Interview mit Amar Bhidé, einem renommierten Innovationsforscher und Buchautor (Ursprung und Entwicklung neuer Geschäfte sowie Der unternehmerische Konsument) in der DIE ZEIT Nr. 23.

Ich werde dieses Interview hier nicht wiedergeben – nicht nur weil der Kauf der DIE ZEIT sich diesmal wirklich lohnt und sich das beiliegende ZEIT-Magazin mit dem Thema Ideen beschäftigt -, sondern nur einige der wesentlichen seiner Thesen ganz kurz skizzieren. Am Anfang aber doch ein Zitat: 1. Frage: [...] Wissen Sie schon, wo das Next Big Thing herkommt – die nächste große Erfindung, die unsere Unternehmen aus dem Tal zieht? Antwort: “Nein. Aber wenn Sie danach suchen wollen, würde ich Ihnen ein Verbot und ein Gebot mit auf den Weg geben. Das Verbot: Lassen Sie die staatlichen Investitionen in Zukunftstechnologien möglichst bleiben. Das Gebot: Schicken Sie die Leute zum Einkaufen!” Zitat Ende.

Das ist doch schon genügend Diskussionsstoff, oder?

Amar Bhidé glaubt nicht daran, dass Konsumenten wissen, was Sie denn genau für Innovationen haben wollen, setzt aber auf ihre Neugier beim Probieren neuer Produkte und die sich daran anschließende Sogwirkung – deshalb das shoppen. Sein liebstes Beispiel ist dabei das iPhone (ich werde dieses Gerät in einem meiner nächsten Beiträge aufgreifen …).

Ein wenig Schade ist, dass hier wiederum nur Produktinnovationen im Vordergrund stehen. Wir sehen vielmehr einen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit, (Open) Innovation und Wissen, der dann auch Prozeßinnovationen umfasst: die tägliche Überprüfung, ob wir in unseren Prozesse, in der Organisation etwas besser oder anders machen sollten. Und das ist mindestens so wichtig wie Produktinnovationen.

Aber lassen Sie mich Ihre Meinungen zu diesem kühnen Statement von Herrn Bhidé wissen …

Die aktuelle Ausgabe der DIE ZEIT hat mich wirklich bewegt … was sich in der Tatsache niederschlägt, dass sie mich zu im Ganzen drei Artikeln für den Zunft[blog] inspiriert hat – und dabei habe ich mir einen bewundernden Kommentar zu der Tatort-Kolumne von Feridun Zaimoglu, der jeweils den kommenden Tatort “behandelt”, schwerlich verkniffen.

Das Letzte auf S. 64 beschäftigt sich diesmal mit den Hausnachrichten Sommer 2009 von Manufactum.

Zitat: “Es ist leider so, dass wir Manufactum schon immer bewundert, aber seine Produkte nie gekauft haben, weil sie uns erstens zu teuer sind und weil uns zweitens die Vorstellung ihrer nahezu ewigen Haltbarkeit narzisstisch kränkt.” [...] “Lass sie kommen, die Endzeit! Die guten Dinge, die es noch gibt, sie werden uns alle überleben: die in Honig gesottenen Pantoffeln aus Biberfilz, der Wipptaster aus gesintertem Porzellan, die Badewannen aus Galalith, die Knöpfe aus handgebürstetem Zink und die aus 80 Prozent Kamelhaarzwirn in 1/1-Rippe gestrickte und auf ganzer Breite mit Vollplüsch aufgepolsterte Gartenlaube. Der Untergang des Abendlandes – noch nie waren wir so gut auf ihn vorbereitet wie durch Manufactum. “Das Ende der Selbstverständlichkeiten ist der Beginn der Bescheidenheit.”" Zitat Ende.

Tja. Ob dieses Kommentars habe ich mich dann schon gefragt, ob das Geschichten erzählen vielleicht doch nicht so angesagt ist? Ob vielleicht manufakturelle Produkte wirklich nicht mehr in die Zeit passen? Oder ob wir in unseren Argumentationen vielleicht ab und an ein wenig zu arrogant sind? Jetzt ist die Zunft nicht Manufactum – dennoch gibt es eine Schnittmenge – mindestens in der Wahl der Sprache und der Auswahl der Produkte.

Dennoch fand ich den Artikel erfrischend, offen, ehrlich und authentisch. Und darum geht es. Und er hat mir einmal mehr eine neue, andere Perspektive auf die Dinge gezeigt. Schließlich braucht es Differenzen und Widersprüche für das Fortkommen. Danke FINIS.

Nachdem der angesetzte Termin (15. Juli 2009) für die zweite REGIOKOMM-Konferenz aus organisatorischen Gründen kurzfristig abgesagt werden musste, steht schon der neue Termin fest.
Am 3. November 2009 wird nun zum zweiten Mal in diesem Jahr die REGIOKOMM Konferenz (www.regiokomm-konferenz.de) stattfinden, die nach einem erfolgreichen Start im Signal Iduna Park (dem Borussia Dortmund-Stadion) im Frühjahr 2009 nun unter dem Namen REGIOKOMM Süd in Stuttgart ausgerichtet wird.

Wie auch zur letzten Veranstaltung, erwarten wir wieder hochkarätige Referenten und spannende Themen, die sich rund um das Thema “Internet und Regionalmarketing” drehen. Schwerpunkt der REGIOKOMM Süd ist die Bedeutung des Internets (z.B. interaktive Kartenanwendungen, Geocaching etc.) für ein zukunftsgerichtetes Stadt- und Regionalmarketing. Neben dem Web 2.0 werden auch bereits innovative Ansätze des semantischen Webs (Web 3.0) präsentiert. Bei der Konferenz werden jedoch nicht nur die Internet-affinen Akteure auf ihre Kosten kommen.

Hintergrund

Städte und Gemeinden sehen sich heute in einem qualitativ neuen Wettbewerb der Standorte. Neben den “harten” Standortfaktoren werden die “weichen” Faktoren wie Kultur- und Freizeitangebote, die natürliche Umgebung, oder auch die Bildungsversorgung und Qualifikation der Bevölkerung, immer wichtiger. Die Auswahl von Wohn-  und Unternehmensstandorten sowie von touristischen Zielen orientiert sich daran und macht Städte und Gemeinden zu Konkurrenten.

Eine Verbindung zu größeren Einheiten – zu Regionen – wird als Lösungsweg gesehen, um die Gestaltung wesentlicher Standortfaktoren städteübergreifend zu koordinieren, aber auch um als Region für Investoren im globalen Wettbewerb sichtbarer zu werden.

Unter dem Dach eines Regionalmarketings bündeln die Regionen ihre Kräfte. Sie schaffen ein regionales Bewusstsein, das sowohl nach innen wie nach außen wirkt; gleichzeitig gestalten sie hierdurch entscheidend ihr Image mit.

Mittlerweile ermöglicht das Internet eine enorme Markttransparenz im Hinblick auf die Standorte. Ein erfolgreiches Stadt- und Regionalmarketing setzt die Möglichkeiten des Internets wirkungsvoll ein und nutzt es in Form von Websites, aber auch mit Community-, Karten- und GIS-Anwendungen, für seine Zwecke.

Themen der REGIOKOMM Konferenz

  • Was sind die identitäts- und imageprägenden Faktoren der Region, und wie lassen sich diese erkennen, vermitteln und gegebenenfalls auch beeinflussen?
  • Über welche Möglichkeiten und Potenziale verfügt das Medium Internet als Ergänzung des derzeitigen und künftigen Regionalmarketings?
  • Wie kommen in diesem Zusammenhang Kartenanwendungen und Geo-Informationssysteme zum Einsatz?

Ihr Nutzen als Teilnehmer

Sie erhalten aktuelle Informationen zu vielen Themen des Stadt- und Regionalmarketings, die für Ihre tägliche Arbeit wichtig sind. Unsere Referenten zeigen Ihnen hierzu Möglichkeiten für das Stadt-und Regionalmarketing auf. Erfahren Sie, wie in anderen Regionen Projekte bereits umgesetzt wurden und welche Hürden die Akteure dabei überwunden haben. Machen Sie sich ein Bild von den Möglichkeiten des Internets und den Anwendungsfeldern von raumbezogenen Daten und Anwendungen im Stadt-und Regionalmarketing.
Mit dem Fokus auf regionaler Identität und regionalem Image versuchen Städte und Gemeinden ihre administrativen Grenzen zu überwinden und “Kirchturmdenken” abzuschaffen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und sich mit Experten und Fachkollegen darüber auszutauschen, wie Sie – Ihre Stadt oder Region – von diesen Prozessen profitieren können!

Zielgruppe

Die Konferenz richtet sich an Akteure aus der öffentlichen Verwaltung, aus Unternehmen und Wissenschaft, die im Stadt- oder Regionalmarketing tätig sind, aber ebenso an alle thematisch Interessierten – denn Regionalmarketing ist ein Prozess mit beteiligten Akteuren aus allen Bereichen.

Veranstalter

REGIOKOMM, c/o CFGI GmbH, Rheinlanddamm 201, 44139 Dortmund, Tel.: 0231/ 28668-206, E-Mail: info@regiokomm-konferenz.de
Internet: www.regiokomm-konferenz.de

P.S.:

Die Vorträge der vergangenen REGIOKOMM in Dortmund können unter folgendem Link abgerufen werden

Einen ganz spannenden Artikel im Manager Magazin möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Unter dem Titel “Was würde Google tun? – Google-Wein krempelt Einzelhandel um”, beschreibt der gut geschriebene Artikel über das Buch von Jeff Jarvis die weiteren Entwicklungen auch in der Einzelhandelslandschaft, die ich übrigens teile. Ich zitiere einige Passagen:

“Die wichtigsten Faktoren für Erfolg im Einzelhandel waren bisher die Lage, die Lage und die Lage. Nun sind es Links, Google und Google-Elixier – eine Weinhandlung in den USA macht es vor. Lassen Sie uns einen Händler besuchen, der aus seiner Lektion gelernt hat und der darauf brennt, noch mehr auszuprobieren. Gary Vaynerchuk, Weinhändler aus Springfield, New Jersey, platzte 2006 mit einem täglichen Videoblog ins Internet. Legen Sie dieses Buch einen Moment beiseite – nur einen Moment lang -, besuchen Sie Winelibrary.tv und sehen Sie sich eine seiner Sendungen an. Richten Sie sich darauf ein, von der Druckwelle eines Düsenjets an Persönlichkeit und Begeisterung in Ihren Sessel gepresst zu werden. Vaynerchuk entspricht kaum dem Bild eines Weinkenners beim Gaumentest. Er könnte ebenso gut Pferdewetten annehmen oder sein Lieblings-Footballteam anfeuern (die New York Jets). Er ist ein netter Kerl, einer aus dem Volk, und genau dafür steht er. Er demokratisiert Wein. Mit seinem Vater, einem russischen Einwanderer, und dem Rest der Familie betrieb Vaynerchuk bereits erfolgreich eine Weinhandlung, bevor er seinen Videoblog startete. Sie bauten das Gebäude zu einem stattlichen, zweistöckigen Geschäftslokal um – einer Art Bibliothek aus Flaschen – und steigerten innerhalb weniger Jahre die Einnahmen von vier Millionen auf 60 Millionen Dollar jährlich. Das “Wall Street Journal” brachte 2006 ein Porträt über Vaynerchuk. Ich kaufte bereits lange meinen Wein bei ihm, aber kennen gelernt habe ich ihn erst online. Sein Videoblog machte ihn zum Star. 80.000 Leute sehen sich täglich seine Sendung an – gar nicht schlecht für einen Typen, der sich 20 Minuten lang lautstark über Wein auslässt und jedes kleine Schlückchen in einen Eimer der New York Jets spuckt. Seine Begeisterung ist ansteckend, deshalb verbreiten seine Fans sie weiter. Eines Tages, mitten in einer Sendung, erwähnte er, dass er in seinem Geschäft ein Event für seine Onlinecommunity veranstalten wolle. Es kamen dreihundert “Vayniaks”, wie er sie nennt, einige waren sogar aus Kalifornien und Florida eingeflogen. Vaynerchuk kam ins große Fernsehen, was er dem Internet verdankt. Er trat in Late Night with Conan O’Brien auf, in der Ellen Degeneres Show und in Mad Money auf CNBC bei Jim Cramer, einem Moderator, der ebenso temperamentvoll ist wie er selbst. Er wurde engagiert, um Vorträge zu halten. Ich habe eingangs von ihm berichtet, wie er über Twitter eine Blitzparty während einer großen Konferenz in Austin veranstaltete. Auf der Konferenz hielt er eine Rede an der Seite seines Hollywood-Agenten.” Spannend auch die drei weiteren Teile, die schon in ihren Überschriften den Wandel deutlich machen:

* “Content, Baby, um in den Suchergebnissen aufzusteigen”
* “Kommunikative Geschäfte sind die Zukunft unserer Gesellschaft”
* Die Rettung der Geschäfte besteht in ihren Kunden

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Ich darf hierbei auch auf die drei Säulen des Zunftansatzes verweisen:

1. Inhalte – siehe Zunft[wissen] und Zunft[blog],
2. Kommunikation – siehe Zunft[netz] und XING-Zünftig,
3. Serviceorientierung – wie sie an den Zunft[orten] geplant ist.

Die Zukunft ist ganzheitlich, das ist zumindest meine Überzeugung. Was meinen Sie? Und wenn Sie regionale Hersteller und Anbieter wertiger Produkte und Dienste kennen, die an dem Ansatz partizipieren wollen, dann melden Sie sich einfach. Mehr zu mir erfahren und den direkten Kontakt zu mir bekommen Sie hier und über XING-Zünftig.

Gestern war ich zu einem Geburtstag eines alten Studienkollegen aus meinen Mannheimer Zeiten eingeladen – und ein besserer Ort für das Wiedersehen mit vielen altbekannten Gesichtern hätte ihm gar nicht einfallen können. Gefeiert hat er nämlich im Weingut Fogt – Schönborner Hof in Badenheim, einem kleinen Weinort, ganz nahe der A 61 in der Region, in der die Weinanbaugebiete Nahe und Rheinhessen aneinanderstossen. Was mir besonders gut gefallen hat war zum einen das tolle Zusammenwirken der ganzen Familie Fogt, die nächste Generation mit ihren Lebenspartnern eingeschlossenen. Zum anderen hat man uns mit einer tollen Idee zu einem Picknickservice und den eigenen überzeugenden Weinen gezeigt, dass manchmal “weniger eben mehr ist”. Nun waren das Wetter und die Möglichkeit, im grossen Garten zu sitzen und Wein zu verkosten zudem tolle Grundlagen für einen erinnerungswerten Tag. Schön, dass einfache regionale Genüsse so viel Spaß machen können.

Nach den Beiträgen zur Krise heute einmal wieder ein hoffungsstiftendes Beispiel aus dem Unternehmenskontext … das besonders ist. pur ist ein wirklich kleiner “Laden”, eher ein Lädchen, im Geesthachter Buntenskamp/Ecke Rathausstraße, der ob seiner Größe wirklich leicht zu übersehen ist. So bin ich überzeugt, dass bisher nur wenige der 32.000 Geesthachter von seiner Existenz wissen. Anyway.

Alexandra Morini und Robin Grelewicz betreiben im Hauptgeschäft die Handelsagentur Aurea, die schwerpunktmäßig mit italienischem Wein und Wasser handelt. Quasi als weiteres kleines Standbein haben sie 2008 pur zum Leben erweckt. pur steht hier in diesem Blog auch als Beispiel für ein Unternehmen, dass sich auf den Weg gemacht hat. Hier sind längst noch nicht alle Weine, Accessoires und Lebensmittel nachhaltig oder gar bio – aber einige und wöchentlich werden es mehr. Mal davon abgesehen, dass dieser Prozess der nachhaltigen Ausrichtung nie zu Ende ist, so ist es eben endscheidend anzufangen. Nicht nur reden und planen sondern handeln.

Und nicht nur die Waren spielen bei dieser nachhaltigen Ausrichtung eine Rolle. Mindestens genauso wichtig ist der Umgang mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern zu bewerten. So dürfen Sie sich sicher sein, dass Sie bei pur freundlich und stets zuvor kommend bedient werden und zumeist bekannt ist, welchen Wein oder welches Olivenöl Sie denn letztens gekauft haben. Natürlich in Verbindung mit der Nachfrage, ob Sie zufrieden waren. Der kleine Laden bringt es mit sich, dass die angebotenen Stücke ausgewählt und besonders sind. Ich schätze pur besonders für kleine Geschenke – hier läßt sich immer eine gute, besondere Flasche Wein mit einem tollen Salz, einer ästhetischen Naturseife oder einem leckeren Olivenöl finden, die meinen Gastgeber sicher Freude bereiten.

Solche Läden fehlen mir im Hamburger Osten. Läden mit Identität, Serivce und Inspiration. Da dürfte es wirklich mehr von geben. So lohnt sich der Weg aus Reinbek, Lauenburg, Schwarzenbek, Bergedorf oder Winsen ganz sicher.

Schauen Sie doch mal bei pur vorbei – beachten Sie allerdings die (noch) eingeschränkten Öffnungszeiten – und lassen Sie mich etwas von Ihren Eindrücken wissen.

PS: Natürlich finden Sie pur auch bei Zunft[wissen]

Ende April 2009 fand im Österreichischen Götzis eine hochspannende Veranstaltungswoche statt, die sogar in der Rückschau Aufmerksamkeit lohnt: Die Tage der Utopie 2009.

Aus dem Ankündigungstext:

“Am Horizont unserer Gesellschaft zeichnen sich schon seit längerem weitere Verabschiedungen bisher geltender Überzeugungen und Wahrheiten ab: Unsere bestehenden Verkehrs- oder Schul- oder Ausländerintegrations- oder Gesundheitssysteme, um nur jene Bereiche zu nennen, bei denen über das allgemeine Unbehagen an ihrem gegenwärtigen Zustand Einigkeit zu herrschen scheint.

Unzufriedenheit – Vision – Erste Schritte

Um einen erfolgreichen Veränderungsprozess gestalten zu können, sind drei Elemente wichtig, ganz gleich, ob es sich um Lebensgemeinschaften, Organisationen oder Gesellschaften handelt.
1. Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation.
2. Eine Vision.
3. Erste machbare Schritte in Richtung des Zukunftsbildes.

In vielen Diskussionen fließt die allermeiste Energie in die Formulierung der Kritik. Die Tage der Utopie verstehen sich als Gastgeber von Visionen, die uns ein Gefühl für die Möglichkeiten der Alternative bieten. Der utopische Entwurf löst uns aus dem bloßen Diagnostizieren des Defizits, dem Verharren in der Mangelperspektive und richtet unsere Wahrnehmung auf Ressourcen und Chancen.”

Neben anderen traten binnen einer Woche als Redner auf:

Peter Spiegel (Club of Budapest, Genisis Institut for Social Business and Impact Strategies)

Ilja Trojanow (Schriftsteller, u.a. “Die Weltensammler”)

Michael Braungart (Cradle to Cradle)

Die Vorträge sind als mp3 downloadfähig!

Seit Wochen fasziniert mich schon der ja eigentlich längst zu erwartende “knock out”-Prozess beim ehemals so stolzen (und arroganten) Arcandor (Karstadt/Quelle) Konzern. Nun scheint das Überleben am seidenen Faden zu hängen. Wobei es mir dabei wirklich leid tut um die zahlreichen sicherlich bemühten Mitarbeiter. Nicht wirklich leid tut es mir um den Konzern selber, seine (unkundigen?) Aktionäre und seine Führung. Ich kann mich an die Mitte der 1990er Jahre erinnern, in denen bei Karstadt ein radikaler Beschaffungskurs gefahren wurde, dem zahlreiche kleine und mittlere Lieferanten aus Europa zum Opfer fielen. Man entwickelte den Konzern zu einem stomlinienförmig beliebigen (Label-)Kaufhaus, das mit dem Verlust seines individuellen Angebotes auch seine Identität und seine bestimmende Kompetenzfunktion in zentralen Bereichen eines Kaufhauses verlor (ein spannendes und den Wünschen seiner Kunden entsprechendes Portfolio nämlich). Es regierte der Wahn nur noch Fläche mit Warendruck anzubieten und zahlreiche (ich behaupte heute dumme) “Shop in Shop”-Partner zu finden, die möglichst viele Handelsrisiken übernehmen sollten. Ich darf hier noch einmal auf meinen Blogbeitrag aus dem Herbst 2008 verweisen. Dass solche hausgemachten Fehler nicht vom Steuerzahler geheilt werden sollten, sollte sich dabei ebenso von selbst verstehen, die kritische Haltung einflußreicher Teile der Politik kann ich daher gut nachvollziehen. Wer braucht eigentlich heute noch den Einheitsbrei der durch Pseudolabel veredelten, teilweise die dahinter stehenden Menschen verachtenden (Billiglohn-)Angebote der Konzerne, die Discounter haben hier doch längst vorgemacht , wie man diese alten Strukturen mit links überholt. Ich denke, dass die Städte, die in das Jammern der Arcandorspitzen mit einstimmen sollen/wollen, besser daran wären sich einmal zu überlegen, dass sie den Prozess der Beliebigkeit mit ungezügelter grüner Wiese, fast widerstandsfreier Gemehmigung quasi aller Arten von Discount und purer Ignoranz der stattfindenen Veränderungen (Ecommerce etc.) selber (mit)verschuldet haben. Viel spannender sind daher Impulse, wie der, den Sie im interessanten Blogbeitrag von Alexander von Keyserlingk vom Zunft[institut] im lesenswert “Slowretailblog” nachlesen können. Was meinen Sie? Ich freue mich auf die Diskussion!!

Klaus Kofler und Oliver Selaff vom Zunft[institut] referieren am 24. Juni 2009 beim Marketingclub Vorarlberg in Bregenz zum Thema: LOHAS – ein neuer Konsumtrend? Der LOHAS-Lifestyle (Lifestyle of Health and Sustainability) markiert einen neuen Lebens- und Konsumstil, der sich stark an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Aber handelt es sich dabei wirklich nur um einen neuen Trend oder steckt hinter dieser Entwicklung vielleicht mehr? Welche Auswirkungen hat dabei der Megatrend „Nachhaltigkeit“ verbunden mit einem stattfindenden Wertewandel für unsere Wirtschaft und Gesellschaft? Hier finden Sie weitere Informationen.

Liebe Zunft[blog]-Leser,

ich werde immer häufiger darauf angesprochen, ob es nicht die Möglichkeit eines Kennenlernens im grösseren Kreis geben könnte. Ich habe diesen Impuls aufgenommen und möchte anlässlich des jährlich stattfindenen Wachenheimer Burg- und Weinfestes vom 11. bis 14. Juni 2009 eine Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und Vernetzen bieten.

Ganz zwanglos und ohne terminliche Festlegung soll während des Weinfestes die Möglichkeit bestehen, weitere “Mitstreiter für die guten und regionalen Dinge” kennenzulernen. Wachenheim an der Weinstrasse in der Pfalz und sein Weinfest sind sicherlich eine schöne Gelegenheit für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub in der “Toskana Deutschlands”.

Weitere Informationen zum Fest (auch zur Pfalz) finden sich hier.

Weitere Informationen zu den aktuellen Aktivitäten der “Die Zunft AG” finden sich hier.

Ein aktueller Artikel zum Thema “Regionale Qualitätsprodukte vermitteln Glaubwürdigkeit” im Magazin Info3 findet sich hier.

Ich freue mich auf viele gute Gespräche und nette Menschen. Eine Anmeldung ist auch über XING möglich.

Herzlichen Gruß

Christoph Hinderfeld

Der Unternehmens-Coach Jörg Mann hat zu dem Thema Wirtschaftskrise und die damit oft umgehende Angst interessante Ansätze, die Impulse liefern und andere Betrachtungsperspektiven aufzeigen.

Ich fand es spannend und möchte Ihnen diese Gedanken nicht vorenthalten:

Impulse und Perspektiven von Jörg Mann

Auch der Rest der Site scheint mir eine Betrachtung wert. Und wenn Sie aus dieser Lektüre nichts oder doch etwas mitnehmen, lassen Sie uns das in den Kommentaren wissen. Danke dafür!

8 Märkte und Branchen, die die Wertschöpfung von morgen bestimmen, so betitelt das Zukunftsinstitut die neueste Publikation von Eike Wenzel zu den Zukunftsmärkten.

Ich zitierte den aktuellen Newsletter des Zukunftsinstitutes: “In der Studie erwarten Sie mehr als 300 Best-Practice-Beispiele von Trendpionieren, die schon heute an den Konturen der Märkte von morgen arbeiten. Anhand von Zahlen, Tabellen und Denk-Charts werden Ihnen die Umsatzpotenziale und die Grundeigenschaften der Sinnmärkte vor Augen geführt. Für jeden der neuen Märkte, die in der Studie skizziert werden, werden am Schluss „Business Opportunities” definiert, die Sie dabei unterstützen, die neu entstehenden Geschäftschancen umzusetzen. „In der momentanen Situation handelt es sich um keine Krise im eigentlichen Sinne, um keinen Unfall. Es geht um etwas Grundsätzliches. Wir befinden uns an einer ökonomischen Weggabelung: In die eine Richtung gehen, das heißt: kleine kosmetische Reparaturen am System anbringen, ansonsten weitermachen wie bisher, bis die nächste Blase platzt. Oder wir entscheiden uns für einen Neustart und fragen endlich, was den Menschen wirklich wichtig ist – damit begeben wir uns auf die Sinnmärkte von morgen.”

Die Märkte und Branchen im Überblick:

*Regionalität: Die Sinnmärkte des Nahen, Guten und Vertrauten
*Tourismus: Die Sinnmärkte des Unterwegsseins und der Selbstveränderung
*Spiritualität: Die Sinnmärkte des Transzendenten und Religiösen
*Bildung: Wising Up – die Sinnmärkte des Schönen, Guten, Wahren
*Körper und Genuss: Die Sinnmärkte des Selbermachens und des Selbstmanagements
*Ethik-Konsum: Die Sinnmärkte der Nachhaltigkeit
*Sozial-Kapitalimus: Die Sinnmärkte der guten Taten und des Gemeinsinns
*Medien: Die Sinnmärkte der Nachrichten und Informationen, Bewusstseinsindustrie 2.0

Zahlreiche Punkte erreichen uns sehr deutlich, weil wir uns ja genau mit diesen Trends schon seit Beginn des Jahrtausends intensiv beschäftigen. So ist der ganzheitlich gedachte Zunftansatz mit seinen zentralen Bereichen “Wissen”, “gute Dritte Orte” und mit den “neuen Märkten der guten Dinge” eine Zusammenfassung genau der Punkte, die man eben auch als “Sinn- und Wertemärkte” bezeichnen kann. Und wie sehen Ihre neuen Märkte aus?

Den Artikel aus dem Zukunftsinstitut finden Sie übrigens in unserem Presseportal.

Heute habe ich im Newsletter des Rates für Nachhaltige Entwicklung (weitere Infos dazu) gelesen, dass die meisten Energieversorger der Welt essentielle Klimainfomationen verweigern.

Zitat aus dem Newsletter Rat für Nachhaltige Entwicklungen:

“Große Energieversorger scheuen weiterhin vor der Veröffentlichung eigener CO2-Reduktionsziele zurück. Das hat das Carbon Disclosure Project – eine Klimaschutzallianz von rund 480 Großinvestoren – in einer Umfrage unter den 250 größten Versorgern der Welt herausgefunden. Von 110 antwortenden Unternehmen veröffentlichen demnach nur 16 Prozent eigene CO2-Ziele – obwohl über 60 Prozent angeben, solche Ziele zu haben.

Weitere Info zu dieser Umfrage …

Zitat Ende

Nun, wenn denn Unternehmen im Gespräch mit Ihnen mal wieder so tun als ob Offenheit und Transparenz kein Thema wären und schon lange praktiziert werden, wäre das hier das provokante Gegenbeispiel. Ich frage mich schlicht: Wie kann das angehen? Wer will für eine solche Firma arbeiten oder dort seine Energie abnehmen? Womöglich haben 75% dieser Auskunftsverweigerer einen CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht – der auf dem Papier sicher makellos ist.

Liebe Freunde und Interessenten,

 

Ich schreibe diesen Artikel, weil es mir ein Anliegen ist, die jetzige Situation zu hinterfragen und nach Möglichkeit Hinweise auf Antworten zu geben. Ich weiß, dass es für einen Blog etwas lange geraten ist. Meist sind meine Artikel sehr kurz, aber diesem Thema wollte ich einfach mehr Aufmerksamkeit schenken.

Einleitung

 Aus aktuellem Anlass habe ich einige Informationen aus meiner Sicht niedergeschrieben, die ich Dir weitergeben möchte. Jedoch bevor Du meine Gedanken liest, möchte ich noch festhalten, dass ich Gott sehr dankbar bin, dass ich genau in der Zeit leben darf, wo die größte Veränderung stattfindet, die die Menschheitsgeschichte seit langem oder überhaupt erlebt hat.

 Wir gehen in sehr herausfordernde Zeiten, aber auch in Zeiten mit noch nie dagewesenen Chancen und Möglichkeiten. Eine wichtige Voraussetzung, die erforderlich ist, um aus dieser Zeit als Sieger hervorzugehen, ist eine hohe Bereitschaft für Veränderung. Wer bereit ist, alles Bisherige in Frage zu stellen und total neu zu denken, hat die besten Chancen, diese Zeit für sich und seine Zukunft positiv zu nutzen.

 Viele meiner Erkenntnisse habe ich der Bibel entnommen. Daher werde ich in diesem Schreiben immer wieder daraus zitieren.

 Die jetzige Situation:

 Berichte über die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise scheinen kein Ende zu nehmen. Permanent wird Zukunftsangst geschürt und von den vielen Auswirkungen auf Banken, Konzerne, Arbeitsmarkt, politische Strukturen und auf das Einkommen des Einzelnen berichtet.

 Der einzige wirkliche Hoffungsschimmer der sich aufzutun scheint, ist der neue amerikanische Präsident. Dieser Mann soll uns von all dem Übel erlösen. In vielen Bereichen wird er ja fast schon als Erlöser verherrlicht. Auf ihn ruhen alle Hoffnungen, die er aus meiner Sicht nie erfüllen können wird. Mir tut der junge Mann jetzt schon leid, aber er hat es sich selbst ausgesucht.

Die Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die aktuelle Situation. Die Einen versuchen die Umstände zu verdrängen und hoffen, dass sich alles nach kurzen Turbulenzen wieder beruhigt und das es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, andere versuchen noch zu retten, was zu retten ist. Insgeheim hoffen die meisten, dass unsere politischen Führer eine Lösung hervorzaubern und dadurch irgendwie den Umschwung herbeiführen werden. Aus meiner Sicht wird das mit Sicherheit nicht der Fall sein. Die Politik hat die Misere nicht alleine verursacht und wird sie auch alleine nicht lösen können. Die Probleme sitzen viel tiefer, denn die Ursache sind wir alle zusammen. Es gibt in der Bibel einen einfachen Ausspruch dafür: „Habgier ist die Wurzel allen Übels!“ Das, was wir über Jahrzehnte gesät haben, werden wir nun ernten. Das Gesetz von Saat & Ernte ist ein unumstößliches Schöpfungsprinzip, dass niemand, auch nicht der mächtigste Mann der Welt, außer Kraft setzen kann.

Leider reagiert die Masse aus Angst in dieser Situation komplett falsch. Sie tun genau das, was diese Krise in Wahrheit ausgelöst hat, noch viel intensiver. Sie raffen noch alles an sich, um ja ihr Hab und Gut nicht zu verlieren. Die Habgier hat sich auf Grund der Zukunftsängste noch erheblich verstärkt und das wird auch die Probleme verstärken, Saat & Ernte! Habgier hat nichts mit der Menge an Geld und Gütern zu tun, die jemand besitzt. Habgier ist eine Denke die aus dem Bewusstsein bzw. aus unserem Geist kommt und wenn ich zurückblicke hatte auch ich diese Haltung leider viel zu oft. Ängste, gesellschaftliche Zwänge, Begierden usw. haben in uns allen immer wieder das „Haben wollen“ ausgelöst. Wir lassen uns viel zu sehr von den Umständen regieren. Weil die Masse die Habgier verstärkt, werden sich auch die Herausforderungen der Zukunft verstärken und unsere Vorstellungskraft bei weitem übertreffen. Mittlerweile geben auch bereits viele Experten zu, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Folgen der Finanzkrise viel schlimmer werden, als ursprünglich zugegeben wurde.

Der Menschheit mangelt es an Orientierung und daher an Visionen. Es gibt vorrangig nur ein Streben und das ist der eigene Wohlstand. Wir haben vergessen, dass langfristig nur ein gemeinsamer Wohlstand möglich ist. Wir brauchen wieder eine Orientierung in Richtung Allgemeinwohl. Eine Vision, die unser Umfeld mit einbezieht. Eine Vision, die die Individualität und den Erfolg des Einzelnen fördert und alles tut, dass es auch den Mitmenschen und unserem Umfeld gut geht.

Die Systemlüge

Das gesamte System ist auf eine Lüge aufgebaut und diese Lüge kommt nun ans Licht. Man wusste von vornherein, dass dieses Finanzsystem zum scheitern verurteil ist, weil ein System, dass auf Schulden aufgebaut ist, immer irgendwann kippt. Etwas, dass nur auf Macht und Geld aufgebaut ist, hat keinen Bestand, weil des den Schöpfungsprinzipien widerspricht. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Alles was zurzeit passiert hat System und ist nicht „zufällig“ entstanden. Das was wir als Wirtschafts- und Finanzkrise erkennen und scheinbar wie ein Unwetter über uns hereingebrochen ist, wurde über einen sehr langen Zeitraum geplant und kontinuierlich vorangetrieben. Die falsche Denkweise von uns allen hat dazu geführt, dass sich dieses System über Jahrzehnte entwickeln konnte. Es war ja auch sehr bequem, denn ohne großartig Verantwortung übernehmen zu müssen, ist der Wohlstand ständig gestiegen. Wie sagte schon der römische Dichter Juvenal als das Volk alle Macht den Feldherren verliehen hatte: „Panem et circenses“ was soviel heißt wie „Gib dem Volk Brot und (Zirkus)Spiele.“ 

Die Menschen in den wichtigen Führungspositionen haben immer soviel Macht, wie ihnen die Masse gibt. Nicht mehr und nicht weniger. Man hat immer die Regierung gewählt, die scheinbar das meiste für unser finanzielles und soziales Wohl getan hat, ohne wirklich zu berücksichtigen, welche Langzeitfolgen das haben kann und was hinter den Kulissen vor sich geht. Hauptsache mir geht es gut! Daher hat auch die Politik die Entscheidungen immer nachdem getroffen, was ihnen unsere Wählerstimmen und die Gunst der tatsächlichen Machthaber sicherte und nicht das, was für unsere Zukunft am besten gewesen wäre. Dies führte auch dazu, dass immer weniger fähige Köpfe in den Regierungen zu finden waren, denn die wirklich wichtigen Korrekturen hätten sie sowieso nicht durchsetzen können, weil es das Volk nicht zugelassen hätte. Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass es an jedem Einzelnen von uns liegt und dass wir selbst für unser Leben die volle Verantwortung haben. Eines sollten wir noch wissen, es gibt Interessen, die weit über die üblichen politischen Strukturen hinausreichen. Diese Strukturen wird auch der scheinbar mächtigste Mann der Welt, der amerikanische Präsident, egal wie er heißen mag, nicht verändern können. Schlussendlich haben die Machthaber dieser Strukturen dafür gesorgt, dass er Präsident geworden ist.

Aber auch diese Machtgebilde werden letztendlich scheitern, denn Gott hat einen Plan, den er durch Menschen ausführt und dazu ist erforderlich, dass dies immer mehr Menschen erkennen und die Bereitschaft entwickeln, diesbezüglich wirklich Verantwortung zu übernehmen.

Neues Denken für eine bessere Zukunft!

Es mag verrückt klingen, aber ich bin sehr froh über die momentanen Entwicklungen. Wir werden dadurch eine noch nie dagewesene Veränderung erleben. Dieser einschneidende Wandel birgt eine gigantische Chance in sich. Die Bereitschaft alles Bestehende in Frage zu stellen und Alles neu zu überdenken steigt rapide. Immer mehr Menschen erkennen, dass eine Veränderung nicht genügen wird. Wir brauchen dringend eine Erneuerung. Eine Erneuerung unseres Denkens, Sprechens und Handelns bildet die Basis für alle weiteren Bereiche. Nur eine neue Saat wird eine neue Ernte hervorbringen. Es braucht die Bereitschaft vieler Menschen sich diesen Herausforderungen zu stellen. Es werden in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft neue Strukturen erforderlich sein, weil die bestehenden zu einem sehr hohen Maß zusammenbrechen werden. Die kommenden Herausforderungen sind der beste Nährboden für neue Ideen, überdurchschnittliche Kreativität, ein neues WERTE bewusst SEIN, Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen und persönliche Veränderung. Bereits jetzt erkennen wir, dass immer mehr Menschen die Dinge wieder hinterfragen, nach dem Sinn des Lebens suchen und viel bewusster durchs Leben gehen. Daraus werden sich ganz neue Lebenskonzepte entwickeln und unser Zusammenleben wird sich neu gestalten.

Alles beginnt bei mir selbst

Wir Menschen haben die Angewohnheit, dass wir die Schuld immer gerne auf andere verteilen. „Alle sind schuld an der Misere nur ich bin der einzige, der Nichts dafür kann.“ So wie wir die Verantwortung für unser Leben zum Teil an andere delegiert haben und damit zuließen, dass sie unser Leben bzw. unser Umfeld gestaltet haben, so möchten wir natürlich auch die negativen Auswirkungen gerne auf andere schieben. Solange wir das tun, haben wir daraus Nichts gelernt. Erst wenn wir erkennen, dass wir alle Mitverursacher waren, beginnen wir auch bei uns selbst Etwas zu verändern. Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung. Die Veränderung beginnt immer bei mir selbst. Schon Ghandi sagte: „Wenn Du etwas verändern möchtest, musst Du zuerst die Veränderung sein!“

Regiert Dich das Leben oder regierst Du Dein Leben?

…..ist die entscheidende Frage. Solange wir der Meinung sind, dass diese Misere ausschließlich die großen Finanzmanager, Politiker und sonstigen Machthaber dieser Welt verursacht haben, regiert UNS das Leben. Dadurch sagen wir automatisch, dass wir selbst keinen Einfluss haben und nichts tun können. Wir lassen uns von den Umständen beherrschen. Wie immer, delegieren wir die Verantwortung an die anderen und fühlen uns ausgeliefert. Mit jedem Prozent der Verantwortung, die wir an andere delegieren, delegieren wir einen Teil unseres Lebens und begeben uns im selben Ausmaß in eine Abhängigkeit.

Freiheit kann man nicht trennen von der EIGENVERANTWORTUNG. In dem Ausmaß, in dem wir bereit sind Verantwortung zu übernehmen, erleben wir auch Freiheit. Gott hat jedem Menschen den freien Willen gegeben, um sich täglich neu entscheiden zu können. Er hat uns Fähigkeiten und Talente gegeben, über die wir selbst bestimmen können. Wir können selbst entscheiden, ob wir daraus etwas Sinnvolles machen. Er gibt jeden von uns jeden Tag 24 Stunden. Wir entscheiden was wir mit der Zeit tun und wohin wir sie investieren. Zeit ist das wichtigste Investmentgut. Würden die Menschen der Zeit zumindest soviel Aufmerksamkeit wie dem Geld geben, würden sie viel verantwortungsvoller damit umgehen.

Ich habe gelernt, dass ich für mein Leben zur Gänze die Verantwortung trage und sie auch tragen will. Ich will mein Leben selbst leben und nicht gelebt werden. Je mehr mir das gelingt, umso freier fühle ich mich. Darin sehe ich die einzige Möglichkeit im eigenen Leben zu regieren. Eigenverantwortung ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Schlüssel für die Lösung der Probleme der heutigen Zeit. Eigenverantwortung macht uns fähig in unserem Leben zu regieren und in dem Ausmaß, indem wir regieren, werden wir Freiheit erleben.

Die Menschheit als Organismus!

Ich vergleiche die Menschheit immer gerne mit einem Organismus. Wenn wir nun unseren eigenen Organismus „Körper“ betrachten, funktioniert dieser nur dann einwandfrei, wenn jede Zelle ihren Platz einnimmt und sich seiner Aufgabe bewusst ist. Eine Zelle, die ihre Aufgabe nicht erfüllt und sich dupliziert, kann den gesamten Körper zerstören. Vor allem wenn die Abwehrkräfte bzw. die Gesundheitspolizei unseres Körpers nicht stark genug sind. Dies ist wiederum davon abhängig, wie gut wir unseren Organismus mit den nötigen Vitalstoffen versorgen.

WERTE sind die Gesundheitspolizei vom Organismus „Menschheit“. Die richtige Information bzw. Nahrung für unser Bewusstsein und unseren Geist sind die Vitalstoffe, die dafür sorgen, dass die Gesundheitspolizei stark genug ist, mit den Zellen, die aus der Reihe fallen, in der richtigen Weise umzugehen.

Die Basis aller WERTE ist die Liebe. Alles was nicht der Liebe entspringt hat eigentlich keinen WERT. Wirkliche Liebe ist ganz einfach beschrieben„Liebe den Herrn, deinen Gott über Alles und deinen Nächsten wie Dich selbst!“

Hier sind aus meiner Sicht zwei Punkte sehr wichtig. Zum einen glaube ich fest daran, dass es diese höhere Autorität gibt. Nur wenn wir uns dieser gegenüber auch verantwortlich fühlen, können wir die Verantwortung für uns und die Mitmenschen in der richtigen Weise wahrnehmen. Nur wer bereit ist, eine höhere Autorität anzuerkennen, kann selbst Autorität ausüben ohne autoritär zu werden. Zum Anderen können wir andere Menschen nie mehr lieben als uns selbst. Nicht umsonst sagt man zu verbitterten Menschen „Der mag sich ja selbst nicht!“ Nur wer sich selbst annehmen kann und sich seiner WERTE bewusst ist, wird andere Menschen wirklich lieben können und ihnen auch mit der gebührenden WERTschätzung begegnen. Ich bin überzeugt, dass der Same dieser göttlichen Liebe in jedem von uns vorhanden ist. Wenn wir uns dafür entscheiden, diesen Samen zu gießen und zu düngen und das Bewusstsein dafür schärfen, wird er auch in unserem Leben wachsen. Dabei spielt die richtige Nahrung bzw. Informationsaufnahme eine sehr wesentliche Rolle.

WERTE erkennen und leben!

Die größte Herausforderung sehe ich darin, dafür das entsprechende Bewusstsein zu schaffen. WERTE bewusst SEIN ist das Ziel. Es genügt nicht zu wissen, dass WERTE wichtig sind und auf welche WERTE es ankommt. Nur wenn wir die WERTE sind, können wir sie auch leben und dies ist ein immer währender Prozess.
Im Mittelpunkt steht der WERT des Menschen, mein eigener und der der anderen. Jeder Mensch ist wertvoll, weil er ist und nicht weil er eine besondere Leistung erbracht hat oder viel besitzt. Welchen WERT haben für mich die Geschöpfe, die Schöpfung und der Schöpfer? Welchen WERT sieht der Mensch in sich unabhängig von allen materiellen Gütern und Positionen? Ich frage oft Menschen, wer bist du, wenn ich dir all deinen Besitz, deine Firma, dein Auto, deine berufliche Position usw. wegnehme? Was bleibt übrig? Welchen WERT erkennst du dann in dir? Dies sind doch sehr entscheidende Fragen, die unsere Zukunft sehr nachhaltig beeinflussen!

Dadurch werden die Potenziale freigesetzt, die NOTwendig sind, um die NOT dieser Schöpfung zu wenden.

Die eigenen WERTE (Gaben, Talente, Fähigkeiten…) neu zu entdecken, fördert den SelbstWERT. Den WERT der Mitmenschen schätzen, steigert die WERTschätzung füreinander und eine hohe gemeinsame WERTschöpfung ist die automatische Folge.

Eine Wertschöpfung die uns den WERT der Schöpfung nachhaltig sichert.

Das harmonische Lebensorchester

Das gesamte Universum wird durch die Schöpfungsprinzipien bzw. geistigen Gesetzmäßigkeiten geregelt. Eine solche Gesetzmäßigkeit ist die „synergetische Potenzierung“, wie ich sie gerne nenne. Dieses Schöpfungsprinzip kennen wir auch aus dem Ernährungsbereich. Wenn die Vitalstoffe wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme, Spurenelemente usw. in unseren Lebensmitteln einander in der richtigen Weise ergänzen, potenziert sich ihre Wirkung. Die Wissenschaft weiß zwar bis heute nicht warum es so ist, sie weiß nur, dass es so ist. Isoliert haben diese Stoffe meist nur einen Bruchteil, wenn nicht sogar eine gegenteilige Wirkung.

Ein sehr ähnliches Prinzip finden wir in unserem Körper wieder. Auch hier ist es ein Zusammenspiel der einzelnen Zellen bis hin zu den unterschiedlichen Körperteilen und Organen, die die Effizienz ausmachen. Weitergeführt finden wir das gleiche Prinzip im Zusammenwirken von Menschen. Als Einzelperson mit unseren spezifischen Fähigkeiten und Talenten haben wir trotz unserer Einzigartigkeit nur eine sehr eingeschränkte Wirkung. Wenn wir jedoch beginnen zu kooperieren und unsere Synergien aktiv zu leben, beginnt sich unsere Effizienz zu potenzieren. Ich behaupte, dass dies ein Schöpfungsprinzip  ist, das sich in jedem Organismus vollzieht. So auch in der Gesellschaft, wenn wir die Menschheit wiederum als Organismus betrachten und jeder von uns so eine “Vitalstoffzelle” ist. Dieses Phänomen finden wir in allen Bereichen ob in der Familie, im Teamsport, in Firmen, in Vereinen, Kommunen, bis hin zu Regionen und Nationen. Es funktioniert überall wo Menschen zusammenwirken. Je stärker das Bewusstsein dafür ist, umso mehr können wir uns dieses Prinzip zu Nutze machen.

Es sind die Schöpfungsprinzipien, die das Zusammenwirken aller Kräfte im gesamten Universum steuern.

Ein neues WERTE bewusst SEIN!

Nur wen dieses neue WERTE bewusst SEIN in den Herzen der Menschen zur Entfaltung kommt, können wir erwarten, dass sich die Umstände tatsächlich zum positiven verändern. Nur wen der Same, den wir auf den Acker unseres Lebens säen, erneuert wird, werden wir eine neue, bessere Ernte erhalten, den was der Mensch sät, das wird er ernten. Nur dann wird es uns gelingen die Verantwortung für uns selbst und die soziale Verantwortung für unsere Mitmenschen und unsere Umwelt wirklich wahrnehmen zu können.

Gott sei Dank sehen wir bereits in vielen Bereichen ein steigendes WERTEbewusstsein. Das Thema Gesundheit rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt. Zurzeit vollzieht sich ein großer Wandel im ökologischen Landbau und bei den Nahrungsmitteln. Im Umweltbereich findet ein Umdenken statt. Auch die umweltfreundliche Energiegewinnung ist nicht aufzuhalten und vieles mehr könnte noch aufgezählt werden. Jedoch ist dies immer noch ein stückweit „kurieren an den Symptome“ und nicht „das Problem bei der Wurzel packen“! Den Kernansatz sehe ich beim einzelnen Menschen bzw. bei der BILDung. Wir Menschen brauchen eine Korrektur in unserem SelbstBILD. Solange wir unseren WERT aus unserer Leistung bzw. aus unserem Besitz beziehen, wird sich nicht grundlegend etwas verändern. Wenn wir hier stärker ansetzen, ist alles andere eine Folge. 

Wir brauchen ein neues BILD im Bezug auf das Besitzdenken bzw. „haben Wollens“. Unser Schöpfer hat uns als Verwalter auf die Erde gesandt um ein Segen für uns, für alle Geschöpfe und für die Schöpfung zu sein. Jeder ist mit Gaben und Talenten ausgestattet um seinen spezifischen Beitrag dafür zu erfüllen. Kein Mensch ist zum Selbstzweck auf diese Erde gesandt. Dem Einen ist mehr anvertraut, weil er ein guter Verwalter ist und es seinen Gaben und Talenten entspricht und dem Anderen weniger. Davon sollten wir aber nicht den WERT des Einzelnen ableiten. Dieses ständige „Leistungsdenken“ und „haben wollen“ um WER oder Was zu sein, fördert die nur Habgier. Wenn wir uns aber als Verwalter dessen sehen, was uns anvertraut ist und damit verantwortungs- und liebevoll umgehen, lösen sich viele Probleme von selbst.

Mit wertevollen Grüßen

Günter

Wie wir dazu gemeinsam einen Beitrag leisten und Lösungen entwickeln können, findest Du auf unserer Internetseite www.wertevollleben.com                      

Aktuelles …

Tage der Utopie - Mutige Expeditionen nach Übermorgen vom 03. - 05.10.2010 in Breklum bei Husum u. a. mit Werner Boote, Filmemacher "Plastic Planet", Prof. Gion Caminada, Architekt, Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, alternativer Nobelpreisträger und Dr. rer pol. Hans Christoph Kürn, Personalentwickler.

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