Ich nehme jetzt mal einen Standpunkt ein - obwohl das ja heute eher unnormal ist. Vor lauter Korrektheit und Harmoniesucht findet so etwas - Stellung beziehen - im Alltag immer weniger statt. Und jeder hat Angst davor, dass seine Wahrheit womöglich den Gegenüber verletzen könnte. Aber können wir uns nicht in Liebe gegenseitig entwickeln?
Standpunkt: Das was zählt ist die Kultur! … und um die kümmern wir uns in Deutschland sehr wenig. Wir kümmern uns um die Natur, Regeln, Gesetze, Steuern, Leistung, Korrektheit … um so vieles, aber zu wenig um die Kultur. Die Kultur des Teilens, des Miteinander, die kulturelle Identität (welcher Jugendliche kennt heute beispielsweise Rilke?), die traditionelle westliche Wertekultur und die Kultur einer sinnstiftenden Politik. Und wenn ich jetzt die Nachhaltigkeit ins Spiel bringe, getrieben von dem grundlegenden Wunsch etwas zu erhalten, stellt sich mir die Frage, wieviel Nachhaltigkeit ohne Kultur denn möglich ist? Meinungen dazu …?
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21. August 2008 um 19:46
c.hinderfeld
Kultur und innere Werte halte ich für wichtig. Grundlagen für eine Haltung, die für mich auch Themen wie die Wertschätzung von Lebewesen und Dingen beinhaltet. Schön wäre es, wenn man heutzutage (wieder) mehr Beispiele für einen gelassenen, aber wertigen Umgang miteinander bekommen könnte. Weniger Ironie und Sarkasmus, mehr Offenheit und Ehrlichkeit. Die Wertediskussion muss allerdings in den Familien anfangen. Mehr Sein als Schein, Gelassenheit und weniger Dünkel, Frohsinn statt Missmut. Und gerade hierfür brauchen wir wieder mehr Kommunikation miteinander, damit gute Beispiele viele Nachahmer finden.