Einen “noch Geheimtipp” in der ja nicht zu knapp mit empfehlenswerten Weingütern gesegneten Pfalz möchte ich heute beisteuern. Das traditionsreiche Weingut J.F. Ohler in Gimmeldingen, einem ländlichen Stadtteil von Neustadt an der Weinstrasse. Allgemein bekannt ist sicher die Weinlage Gimmeldinger Meerspinne, die allerdings nichts mit dem nützlichen Erdenbewohner, sondern mit ihrer Lage an einer Steigung (dort mussten dann die Kutschen und Wagen mehrspännig gezogen werden) zu tun hat. Hier haben sich in den letzten 2 Jahren sehr erfreuliche Entwicklungen vollzogen, nachdem mit der Übernahme der Verantwortung durch die nächste Generation der Familie Ohler und das junge Betriebsleiter-Ehepaar Giese “frischer Wind” Einzug gehalten hat. Besonders probierenswert sind die authentischen Rieslinge und knackigen Weissburgunder. Weitere Informationen finden sich bei Zunftwissen.
Sie durchstöbern gerade das Monatsachiv für den September 2008.
Um mit nachhaltigen Produkte zu handeln und dazu noch seine Organisation nachhaltig aufzustellen, brauchen Unternehmen solche Projekte nicht zwangsweise subventionieren. Das Beispiel von Café Intención der Firma Darboven aus Hamburg zeigt, dass so etwas auch (wirtschaftlich) erfolgreich sein kann.
Café Intencion wurde 1993 als einer der ersten Fairtrade Produkte in Deutschland eingeführt. Der Absatz entwickelt sich zögerlich und ohne irgendwelche besonderen Höhepunkte. Im Jahre 2004 entschließt sich Darboven zum Relaunch des Produktes, überarbeitet die Verpackung und kümmert sich um PR sowie um Kooperationen. Wohl gleichzeitig zu diesen Aktionen wendet sich in Deutschland (und der Welt) ein wenig das Blatt: Die LOHAS ziehen auf den Plan, Geiz ist nicht mehr ganz so geil und Öko ist - diesmal mit einer klaren Fokusierung auf Lifestyle - wieder “in”.
So entwickelt sich der Kaffee, den es als Classic und Bio gibt, blendend: Der Absatz wird von 2004 bis 2007 verdoppelt, der Anteil am Gesamtabsatz von Darboven wird in diesem Jahr voraussichtlich 12% betragen und Café Intención ist eines der erfolgreichsten Produkte des Hauses. Und eigentlich könnte Darboven noch deutlich mehr verkaufen als in den Lagern zur Verfügung steht. So versucht das Unternehmen in Mittelamerika zur Zeit die konventionellen Farmer weiter zu unterstützten - auch um einige in Richtung “bio” zu bewegen. Denn die “bio”-Farmer haben auch schon heute einen Stand erreicht, den alle Kaffee-Farmer eines Tages inne haben sollten.
Ob Sie es glauben mögen oder nicht: Eines der auf Zunft[wissen] am meisten gefundenen Bereiche, ist der, der sich um Steinbackofen, Brotbackofen und Brot dreht. In diesem Monat finden sich alleine über 400 Klicks aus dem Wikipedia-Bereich Backofen.
Wir haben zusammen mit unserer Schule in Hamburg-Bergedorf einen Brotbackofen selbst gebaut. Die Erfahrungen aus diesem Bau haben wir in Zunft[wissen] als Foto-Bau-Story dokumentiert. Eigentlich hätte es in der Hausbauepoche der 4. Klasse unseres Sohnes ein Brotbackofen werden sollen - allerdings backen wir heute im wesentlichen Pizza darin. Mit Erfolg: Auf jedem Schulfest zieht der Duft, der in Richtung Schulhof wabert, jede Menge “Kunden” an. Hätten wir diese Entwicklung voraus gesehen, hätten wir den Gewölbe-Radius allerdings nicht auf 45 cm sondern eher auf 20 - 25 cm ausgelegt. Für Pizza ist eine konzentrierte Wärme - nach unserer Erfahrung - besser.
Ich frage mich ob des großen Interesses für Brotbacköfen, ob denn das eigene Backen wieder angesagt ist? Wir haben uns hier schon einmal mit Brot auseinander gesetzt und vielleicht haben wir in einigen Jahren auch wieder Backhäuser in Siedlungen und Dörfern, in denen mindestens einmal die Woche selbst Brot und Kuchen gebacken wird. Oder Pizza produziert wird, die im Steinofen ohne meterdicke Käseschicht eher neapolitanisch daher kommen sollte und selbst gemacht und selbst gebacken soooooo oberlecker schmeckt.
Wenn Sie einen Besitzer von einem Garten-Steinofen kennen oder gar selbst einer sind, so lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen mit diesen Steinbacköfen bitte hier teilhaben.
Als Hamburger liegt Dänemark für mich sehr nahe. Mit dem Blick über die Ostsee fällt mir als nachhaltig orientierter Mensch Kopenhagen buchstäblich ins Auge: Kopenhagen the Green City, Kopenhagen the Organic Hub. Wann waren Sie das letzte Mal da? Im Sommer ist es am schönsten dort, aber vielleicht nutzen Sie ja einen der nächsten sonnigen Spätsommertage für einen kleinen Abstecher. Sollten Sie das wirklich tun, habe ich ein paar - natürlich nachhaltige - Tipps für Sie:
Das hier ist die Website zur Nachhaltigkeit für Kopenhagen
Qualität und Design unter einem Hut … sorry, in einer Brille
Zur Abwechselung mal eine deutsche Website eines dänischen Familienrades … das boomt
Und lassen Sie es mich bitte wissen, wenn Ihnen etwas an diesen Tipps gefallen oder auch nicht gefallen hat. Danke!
Etwas in eigener Sache: Das Zunft[institut] hat sein Seminarangebot um drei weitere Formate erweitert. So gibt es jetzt ein Orientierungs-Seminar “Die Herausforderung Nachhaltigkeit - Vom Modebegriff zum Wirtschaftsfaktor”, das sich für alle eignet, die sich einen Überblick verschaffen und in erste konkrete Fragestellungen einsteigen möchten. Ferner ist im Bereich Kommunikation “Sender ohne Empfänger - Neues Denken für neue Kommunikation” hinzugekommen. “Da geht noch was: Faktor Mensch - Wer nichts will bekommt auch nichts” beschäftigt sich eben mit dem Menschen und Mitarbeiter im Nachhaltigkeitsprozess. Die Detailprogramme sowie die genauen Termine werden in Kürze verfügbar sein. Neben offenen Veranstaltungen können alle Seminar auch firmenintern gebucht werden. Und natürlich sind die Erstformate “Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmischen Zeiten” sowie “Pragmatische Erneuerung - Schaffung von neuen Sicht- und Handlungsweisen” weiterhin im Angebot.
Details zu diesem Programm finden Sie an deser Stelle.
“Leider ist der Bereich des Unternehmens, mit dem ein vernetzter Markt sprechen möchte, für gewöhnlich hinter einer Nebelwand verborgen. Hinter einer Sprache, die falsch klingt und oft genug auch falsch ist.” … Cluetrain-These Nr. 61.
Zur Erinnerung: Das Cluetrain Manifest - der Zug mit den Schlüsseln - stammt aus dem Jahre 1999 und meiner Wahrnehmung nach, war damals das, was wir heute Web 2.0 nennen, bereits in rund 15 der 95 Thesen enthalten. Heute ist weniges dieser Thesen bereits aufgelöst oder Realität und vieles ist aktuell wie nie. Ein Beispiel: Mein Partner traf letztes Wochenende einen Werber (Werbefachmann), der auf seine Arbeit angesprochen sagte: “Ich lese gerade ein hochspannendes Buch! Kennst Du das Cluetrain Manifest?”. Schön, dass sich auch diese Branche partiell mit diesem epochalen Werk beschäftigt.
Zurück zur These: Warum gibt es diese Nebelwände? Warum senden “die” nur von da aus, wie beispielhaft in diesem Beitrag beschrieben. Warum können sich Unternehmen und Prosumenten nicht auf Augenhöhe unterhalten? Auch gut 9 Jahre nach dieser Thesen-Feststellung nicht?
Die These 63. sendet - fast flehend - hinzu: “Um mal direkt zu werden: “Wir sind diese Märkte. Wir möchten mit Euch sprechen.” … ich setze als Prosument hinzu: JETZT! … und als Berater: BITTE ZEITNAH! Denn der Wandel geschieht!
“Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.” findet sich als Zitat auf der Homepage von SagresServices. Dieses Unternehmen, das von Ellen und Klaus Fischer geführt wird, durfte meine Frau am letzten Wochenende kennenlernen. Sie konnte mit den beiden Farbgespräche innerhalb einer Gruppe führen. Farbgespräche, die es deutlich machen können, wer da welche (auch unbewußte) Haltung hat: Mauer oder Windmühle? Da setzen sich zwei zusammen und unterhalten sich auf einem Blatt Papier miteinander - ohne zu sprechen. Ich habe mir sagen lassen, dass einem diese Übung völlig neue Perspektiven vermittelt, es ist ein überraschendes Experiment. Hier einmal zwei “Gesprächsprotokolle”:
Hier haben sich zwei eher ähnliche Personen im Farbgespräch auseinander gesetzt …
… und hier zwei sehr unterschiedliche.
Für mich ein Thema im Bereich “Neues Denken”.
Letzte Woche war ich mit dem ICE unterwegs nach Lindau, zum Treffen mit Klaus Kofler, Olli Selaff und Peter Parwan. 6.50 Uhr Abfahrt in Frankfurt, dann Umsteigen in Mannheim und dann zum nächsten Umsteigebahnhof nach Ulm. Wie immer nutzte ich die Zeit im Zug zum Lesen, Entspannen und Schreiben. Auch an diesem Tag, die einzige Unterbrechung war der Schaffner, der sich mit meinem Onlineticket zu schaffen machte. Erst der Ausdruck, dann die Bahncard und dann noch die Kreditkarte. Bei dreimaligem Umsteigen kann das ganz schön nervig sein, ich wundere mich jedes Mal, dass sie da noch nichts leichteres entwickelt haben. Da bemerke ich mal wieder, dass sich ganz schön schnell die Kritik einschleicht, meistens wenn man an die Bahn denkt. Die Preiserhöhungen, die Verspätungen und die schlechte Qualität im Zugrestaurant…die Aufzählung wäre ohne weiteres noch erweiterbar.
Aber darum geht es heute nicht. Heute will ich die Bahn loben, nicht die Bahn als solche, eher die Angestellten. Was war passiert? Ich war in Ulm ausgestiegen, um auf den Anschlusszug nach Memmingen zu warten. Zeit für einen doppelten Espresso, der erste an diesem Tag, so dachte ich. Das einzige Problem war, dass ich meinen Geldbeutel nicht mehr finden konnte. Ich leerte meine Tasche komplett aus, aber, weg war er. Mist, da war mal wieder alles drin, Kreditkarten, Ausweis und alles andere was sich eben noch so in einem Geldbeutel befindet. Zum Glück hatte ich mein Onlineticket noch.
Das war tatsächlich mein Glück, in diesem Fall war es gut, dass das DINA 4 Papier nicht so leicht in eine Börse geht. So war es relativ einfach am Servicepoint die ganzen Zugdaten inklusive Wagennummer und meine reservierte Sitzplatznummer weiterzugeben. Die Angestellte war nicht übermässig freundlich, aber ziemlich korrekt, sie konnte auch sehr schnell Kontakt zu dem Schaffner im ICE aufnehmen und ihm die Daten weiterreichen. So erreichte ich noch den Anschlusszug, zwar ohne Bahncard und Geldbeutel, aber immerhin mit der Telefonnummer vom Serviceschalter in Ulm. Meine Ungeduld liess mich nach 10 min dort anrufen und tatsächlich war er gefunden worden. Noch am selben Tag wäre er wieder in Ulm, der Zugangestellte würde ihn zum Servicepoint bringen und ich könnte ihn da abholen. Selbst als ich sagte, dass ich erst am nächsten Tag vorbei kommen könnte, war kein Problem, bis auf die Abholzeit, bis 16 Uhr wäre der Platz am Safe besetzt. Und das Ende der Geschichte? Sie liessen sich selbst auf eine spätere Abholzeit ein, der Mann mit dem ich kurz vorher telefoniert hatte, war am Servicepoint, erwartete mich, war extrem freundlich und lehnte auch noch meinen Finderlohn ab. Ich war positiv überrascht, wie schnell ich wieder zu meinem Geldbeutel gekommen war, ganz ohne bürokratischen Aufwand meinerseits. Und die Verspätung des Zuges von Ulm nach München? War doch ganz schön in der Abendsonne am Bahnsteig zu stehen und die Leute zu betrachten, carpe diem…
Wer uns gefunden hat, der sucht wo möglich noch weitere Blogs rund um Nachhaltigkeit. Ich habe heute diesen Blog hier mit einer guten Übersicht gefunden …
Schaut doch mal rein … welches sind Ihre Favoriten?
Gestern war ES mal wieder so weit. Ich habe mit meiner Frau abends vor dem Fernseher abgehangen. Tatort gab es nicht, deshalb haben wir rumgezappt. Auch auf Werbung sind wir gestossen - so dass wir so 10 min damit kontaminiert wurden. Nach gut 12 Monaten Abstinenz haut das richtig rein.
Perwoll wollte uns sagen, dass es jetzt das Wellness-Waschmittel ist. Mit Farbaufpasser. Eigentlich hätte ich erwartet, dass es jetzt noch billiger ist. Zott wollte uns mit Monte melden, dass sie 85% Milch verarbeitet haben und auch eine Maxi-Version verfügbar ist. Na ja, meine Kinder würden da sagen “Warum trinken wir nicht einfach gleich leckere BIO-Milch - u. U. mit Kakao?”. Ich hatte damit gerechnet, dass Monte jetzt noch billiger ist. Dann mein persönlicher Liebling die Commerzbank, die es als allerletztes zu einem kostenfreien Girokonto gebracht haben, jetzt aber den Prosumenten davon berichten als wäre es ihre Idee und eine wahre Heldentat. Ich würde lieber Geschichten über die Fusion mit der Bank mit dem “grünen Band der Sympathie” hören, oder Erklärungen, wie tief die Commerzbank im amerikanischen Debakel drinsteckt. Da das Konto nichts kostet, konnten sie es nicht billiger machen - aber das Schmerzensgeld haben sie in den letzten 18 Monaten (! - borrr ist das neu) immerhin von Euro 50 auf Euro 75 angehoben. Dann rasante Einparkmanöver, abgefahrene Türen, die Zielgruppe der Homosexuellen und die Botschaft “DKV hält länger”. Tja, was will uns das sagen? Wenn man witzig sein will und darüber vergißt den Prosumenten etwas zu sagen, ist das doppelt schlimm. Und billig sind die sowieso - wie alle PKV’s. Und dann gab es noch ein Fleischsnack zum toasten - immerhin war der Spott überraschend, allerdings ist das Produkt wahrscheinlich derartig abartig (ich rieche reichlich Glutamat, Drecksfleisch und sonstige Zusatzstoffe ohne Ende), dass es auch schlicht überflüssig ist. Und der Name? Den habe ich mir einfach nicht merken können. Und wieviel Geld muss man einnehmen, um Fernsehwerbung für ein solches Euro 2-3 Produkt überhaupt finanzieren zu können?
Fazit: Der Preiskampf und die Billigheimer waren in dieser Werbeunterbrechung nur in der 2. Reihe - beachtlich, wo das für fast eine die einzige Alleinstellungsstrategie zu sein scheint. Platte, ja schlicht dämliche Inszinierungen standen im Vordergrund. In diesen 10 min sind bestimmt - inkl. anteiliger Produktionkosten - Euro 100.000.- über den Tisch gegangen. Geld, das die Firmen viel sinnvoller in einen Individual-Dialog mit ihren Prosumenten und in Nachhaltigkeitsprojekte hätten investieren können. Dann hätten sie auch morgen noch etwas davon gehabt - und wir auch. Und eine große Frage bleibt: Für wen machen diese Firmen so etwas? Oder anders: Gibt es etwa dumme Prosumenten?
Heike und Franz Maurer betreiben - neben ihrer zu lobenden Dorfschänke Seebach in Bad Dürkheim in der Pfalz - eine kleine und feine Nudelmanufaktur. Für die Pasta wird hier nur reines Hartweizengriesmehl, Frischei von freilaufenden Hühner, bestes Olivenöl und nur absolut naturbelassene Kräuter und Gewürze verwendet. Für veganische Kunden ersetzt man das Frischei durch frisch gekochte Gemüsebrühe. Der Betrieb ist Mitglied bei Slow Food Deutschland e.V.. Angeboten werden Nudeln, Spaghetti, Fusili und Tagliatelle, die beliebten schmalen Bandnudeln. Die alte Dorfschänke betreiben beide seit 2006. Hier ist die Karte klein und überschaubar, man kann also sicher sein, dass alle Gerichte frisch und mit viel Liebe für eine ehrliche regionale und mediterrane Frischeküche gekocht werden. Leitmotiv ist der Spruch, der sich auch auf der Visitenkarte der Dorfschänke findet: “Do werd noch gekocht”. So wird den Gästen eine reizvolle Mischung aus regionaler und ambitionierter Küche geboten. Es gibt eine wechselnde Tageskarte, wobei auch die Pfälzer Klassiker nicht zu kurz kommen. Je nach saisonalem Angebot wechselt die Speisekarte: Kalbsrücken gefüllt mit Steinpilzbutter, Nierchen in Dijonsenfsauce, Schwertfisch Carpaccio mit Rucola-Salat - um nur einige der empfehlenswerten Gerichte zu nennen. Das Weinangebot umfasst fair kalkulierte Weine ortsansässiger Weingüter wie Karl Schäfer, Fitz-Ritter, Kurt Darting oder Egon Schmitt, aber auch Bouteillen der Weingüter Koehler-Ruprecht aus Kallstadt oder Knipser aus Laumersheim. Einen Film bei ZunftTV über die Dorfschänke Seebach und weitere slow-food-Betriebe an der Mittelhaardt finden Sie hier.
Das ist der Titel einer Anzeige der TAZ in dem Magazin DUMMY “Schwarze”. Vorgestern habe ich an dieser Stelle festgestellt, dass Nachhaltigkeit von “innen” kommt. Das “innen” ist dabei aber durchaus beeinflußbar durch Äußeres.
Nachhaltigkeit kann kein Trend sein, wenn wir auf die rasante Talfahrt unseres Planeten mitsamt seiner Gesellschaft und Wirtschaft schauen. Hier ist es notwendig, dass Nachhaltigkeit in die DNA der kommenden Generationen eingebettet wird - jetzt! Wenn es denn dort steckt und dann und wann wieder an die Oberfläche der Gesellschaft zurück kehrt, kann Nachhaltigkeit auch durchaus einmal als Trend wahrgenommen werden.
In Erinnerung an die Anmerkung eines befreundeten Theologen: “Kann es sein, dass wir heute Nachhaltigkeit nennen was früher Brüderlichkeit war?” frage ich mich allerdings, ob Brüderlichkeit zum Trend taugen würde …
LOHAS, LOHAS immer wieder LOHAS. Sind Sie denn nun einer - oder nicht? Ich habe ja das Gefühl, dass das Individuum in dieser ganzen Zielgruppendiskussion leidig untergeht. Es scheint, als ob die neue Bewegung in eine Schablone gedrückt werden soll, auf die dann die alten Marketing-Instrumente losgelassen werden können. Dann sind alle Verantwortlichen beruhigt, können wieder senden und alles konnte so bleiben wie es ist. Kein neues Denken - einfach altes Denken für neue Herausforderungen. Das Zuhören ist natürlich auch nicht als Disziplin hinzu gekommen.
Im Gesprächs- bzw. Dialogansatz des Zunft[institut]s gehen wir davon aus, dass Nachhaltigkeit nicht verordnet oder einfach in beliebiger Form angenommen werden kann. Jedes Individuum hat seine eigene, persönliche Nachhaltigkeit - oder eben noch nicht. Diese individuelle Nachhaltigkeit kann auch klein oder groß sein, besonders auf dem Gebiet des Umweltschutzes oder der Mitarbeiterführung ausgeprägt sein. Eines ist aber für uns ganz sicher: Diese Nachhaltigkeit kommt von innen heraus und ist das Ergebnis der eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Situationen und der eigenen Geschichte. Selbst wenn das Nachhaltigkeitspektrum bei jedem Mensch gleich wäre, so setzt sich dieses durch die unterschiedlichen Ausprägungen der Spektralkanäle jeweils - wie ein Fingerabdruck - individuell zusammen.
Die Gleichmacherei für DIE Zielgruppe LOHAS will dann - wie immer - mit der Gießkanne auf diese Menschen los - und wundert sich über die Streuverluste in ungeahnter Höhe. Und altes Denken wird bei der Fehlersuche wieder alte Erklärungen für diese Streuverluste hervor bringen. Ein reales Bild der Wirklichkeit oder Ansätze für neues Denken wird man dabei vergeblich suchen.
Also: Der Mensch gehört in den Mittelpunkt aller Überlegungen - meine ich. Keine Unternehmens- oder Werbeinstrumente-Zentrierung, sondern eine totale, ganzheitliche und kompromisslose Kundenzentrierung.
Wann wird unsere Wirtschaft das verstehen? Und eigentlich ist das LOHAS-Kopf-in-den-Sand-stecken doch auch ein Kartenhaus, wie diejenigen, die gerade in der tollen, schildernden Finanzwelt einfach so zusammfallen, finde ich.
Am 2. September habe ich Sie an dieser Stelle gefragt, ob Sie einen Blumenladen kennen, der fair gehandelte, nachhaltige und unbelastete Blumen anbietet. Haben Sie einen gefunden?
Ich habe am 15.09.08, dem Tag der Liebe in Lüneburg diese FLP-Rose vom Straelener Blumenhandel (SBH) gefunden - und gekauft. Auch habe ich gelernt, dass es neben FLP zertifizierten Rosen auch solche gibt, die von Transfair gehandelt werden. Die werden u. a. bei REWE und Budni angeboten. Ich würde zu gerne wissen, wie erfolgreich Ihre “Bemühungen” waren. Lassen Sie mich nicht im Stich …
Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit (leider) nur eine Nacht in Ostfriesland (resp. der einzigen Oldenburger Insel) auf Wangerooge zu verbringen. Keine Autos, keine Hektik, wenig Fähren und wenig Flieger. Dafür viel Strand, viel Idylle und viel, viel Ruhe. Mit dem Schritt aus dem Flieger, der einem auch nach nur 5 Minuten Flug einen kleinen Überblick über die Insel ermöglicht hat, fühlte ich mich spontan gebremst, entschleunigt. Zuerst sucht das Auge und das Ohr noch Autos auf den Straßen, nur langsam setzte hier Vertrautheit ein. Aber spätestens mit einem Blick auf den fantastischen Strand fühlte ich mich sehr angekommen.
Sicher - es gibt hier weder Disco noch grossartig andere Animationen zur Ablenkung und die sieben Kilometer Insellänge schränken die Wahl der Spazierroute schnell ein. Wer aber wie ich nach täglichem Familienalarm mit drei Kinder einmal wieder ein wenig von sich selbst erspüren möchte ist hier goldrichtig.
Und es gibt auch an der Promenade, die auch ein wenig (stark) unter dem Beton der 70zigern gelitten hat, durch aus interessante Orte der Einkehr. Wir waren beispielsweise abends in der Fischerstube des Hotels Upstalsboom. Dort fanden wir eine wirklich gute Weinauswahl mit einer halbwegs fairen Preisgestaltung - und sogar den Mitarbeiter, der sich für eben jene Auswahl verantwortlich zeichnete. Also, wer hier einmal einkehrt, dem empfehlen wir die Weine von Rudolf Fürst aus Franken, die hier so um und bei Euro 26.- pro Flasche liegen. Mein Favorit war der Müller-Thurgau. Die neue Welt des Weines war hier eher durch den Mainstream a la Penfolds und Lindeman’s vertreten und die Aufschlagskalkulation nicht immer glasklar nachvollziehbar. Aber man kann halt nicht immer alles haben.
Also: Wangerooge ist eine Enschleunigung wert und sicher ein wirklich guter Ort für Seminare oder womöglich einen Zunft[ort], der die Wertigkeit der Inselnatur ideal ergänzen würde. Und abgeschnitten von der Welt war ich nicht wirklich - auf dem Rückweg auf der Fähre hatte ich sogar UMTS-Empfang - woher auch immer der kam.
Ich möchte meine Serie über “Genusshandwerker” und wertige Manufakturprodukte fortsetzen mit einem kleinen Bericht zu einem von mir sehr geschätzten “Porzellaner” aus Berlin, Frank Ludwig. Der Designer Frank Ludwig, 1963 geboren, entwickelte nach seinen “Lehrjahren” und dem Designstudium an der Kunsthochschule Berlin seine eigenständige Linie als Porzellan- und Keramikdesigner, die sich in ihrer gradlinigen Ausrichtung an den gestalterischen Formen der Bauhaus-Epoche orientiert. Alle Produkte, die das Gütezeichen “Pinguindesign”, der Manufaktur von Frank Ludwig tragen, sind von Hand in Berlin gefertigt. Wer seine Werkstatt besichtigen möchte, ist gerne willkommen. Neben den Produkten für seine eigene Manufaktur ist Frank Ludwigs für Kunden wie die renommierten Unternehmen Jenaer Glaswerke, Henneberg Porzellan oder Hutschenreuther tätig. Frank Ludwig lehnt sich ästhetisch an die Tradition des Bauhauses an. Nachdem er mehr als 10 Jahren mit dem Material Steingut gearbeitet hat, gibt es nun seit einigen Jahren nur noch Geschirr aus Porzellan. Noch feiner, noch klarer in der Form, stabil, weiss und durchscheinend. Frank ist ein positiver Mensch und ein überaus angenehmer Gesprächspartner und Zeitgenosse. Aufgeschlossen gegenüber Anregungen, aber das scheint nach meinen Erfahrungen ja viele Sachsen auszuzeichnen. Einen umfänglicheren Artikel findet man auch bei Zunft[wissen].
Eigentlich bin ich ja Wiki-Experte - behaupte ich mal so. Wenn ich um und bei 8-10 davon aufgesetzt habe, darf man sich doch so nennen, oder? Den Begriff an der ersten Stelle der Überschrift habe ich mir allerdings von Don Tapscott geliehen. Der sagt … (Zitat):
“Wir steuern auf den größten Wandel des Jahrhunderts zu. Die Menschen werden künftig völlig anders arbeiten und produzieren als bisher. Die Grundlage ist Wiki. Zunächst ist das nichts anderes als eine Software, die es einer großen Zahl an Nutzern ermöglicht, Dokumente ins Netz zu stellen oder einfach etwas hinzufügen. Aber diese Möglichkeiten sind die Basis für eine neue Kunst der Zusammenarbeit in astronomischen Umfang, die wir Wikinomics nennen.”
Und Charles Leadbeater Charles Leadbeater sagt etwas ähnliches.
Und … haben Sie schon eine … Wiki? Ne Dokuwiki, TWiki oder die gute alte Wikimedia? Scheint ja im Moment hipp zu sein, habe ich mir sagen lassen. So wie ein bunter iPod, das Zweit-iPhone für den Gärtner und das Firmen-SAP … also darunter geht es so gar nicht.
Findet das obige Zitat denn überhaupt einen Resonanzraum bei Ihnen? Wollen Sie den Anschluß nicht verlieren oder wollen Sie auch einfach nur hipp sein und nicht auffallen? Nicht das andere darüber reden und Ihnen fehlt das (mit)reden …? Na dieser Don wird wohl wissen wovon er spricht - und der Leadbeater, als Berater der englischen Regierung, doch wohl auch? Und Datenbank ist derartig langweilig und kleinkariert gegenüber WIKI. Außerdem steht das Datengrab der Bank soooo nahe.
Ich sage: Wenn Sie wirklich hipp sein möchten, dann seien Sie nicht nur einer der “first mover” oder “early birds” (der mit dem “worm”), sondern seien Sie die Zukunft selbst: Hauen Sie morgen Ihren Internetauftritt, Ihr Intranet, Extranet und die Beschwerde-/Reklamations-/Herausforderungs-Datenbank ohne mit der Wimper zu zucken in Tonne … und machen Sie in Wiki, kümmern Sie sich um eine Gemeinschaft (Community) um Ihre Leistungen und/oder Produkte herum! Aber denken Sie daran: Wiki heißt “schnell” … und wenn Sie nicht zu Fuß gehen wollen … was heißt Mut noch auf hawaiianisch?
Weitere Links zu dem Thema:
_Ausführlicher Vortrag von Don Tapscott auf dem 3. Dresdner Zukunftsforum zum Thema Wikinomics
_Blog mit einer Zusammenfassung seines Buches Wikinomics
Ich habe vor einiger Zeit schon einmal das Thema “attraktive Firma für Mitarbeiter” am Rande behandelt. Der Hintergrund war die steigende Verknappung von qualifizierten Mitarbeitern in der Zukunft und in Folge dessen, die Notwendigkeit für Firmen sich intensiv über ihre Mitarbeiterpolitik Gedanken zu machen. Wenn den Mitarbeiter zukünftig wieder die Wahl haben werden, wird das nicht nur in höheren Lohnforderungen münden. Vielmehr wird auch die Sinnfrage und die Kompatibilität der Wertsysteme von Unternehmen und Mitarbeiter eine tragende Rolle spielen.
Alnatura handelt mit ökologischen Lebensmitteln. Alleine diese Tatsache könnte in der Sinnfrage schon für viele potentielle Mitarbeiter eine positive Grundeinstellung bewirken. Wahrscheinlich ist Alnatura auch fair zu seinen Mitarbeitern, bietet gute Sozialleistungen und auch Entwicklungsmöglichkeiten. Und Alnatura lässt seine Mitarbeiter in die Zahlen schauen. So wird jeder in die Lage versetzt unternehmerisch zu handeln, zu verstehen was läuft und was nicht. Mehr Eigenverantwortung und unternehmerische Spielräume durch die sog. Wertbildungsrechnung. Ist Alnatura vielleicht nicht nur Marktführer im Bereich der Öko-Supermärkte sondern auch ein Klassenbester im Bereich Mitarbeiterpolitik? Mehr dazu auch in der neuen Brand eins ”Mythos Leistung” - Sie ahnten es bereits ;-).
Ich werde von jetzt an in unregelmässigen Abständen über einige “best practice”-Beispiele von Herstellern regionaler und manufaktureller Produkte schreiben, die ich so gut finde, dass Sie es verdienen, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden.
Anfangen möchte ich vor unserer Haustür, im Städtchen Wachenheim an der Weinstrasse (ca. 25 km westlich von Mannheim/Ludwigshafen gelegen), das übrigens mit der über der Stadt thronenden Ruine Wachtenburg, dem “Balkon der Pfalz” und dem angrenzenden Pfälzerwald (dem grössten zusammenhängenden Waldgebiet in Deutschland) immer wieder eine Reise wert ist, gerade jetzt im beginnenden Herbst und kurz vor der 5. Jahreszeit des Pfälzers, dem Wurstmarkt in Bad Dürkheim, dem grössten Weinfest der Welt.
Hier in Wachenheim betreiben Peter und Sonja Zimmermann das “Apfelgut Zimmermann”, einen mittelständischen Familienbetrieb, der sich seit Generationen der Erzeugung und Veredelung regionaler Apfelsorten widmet.
Die Reihe der von Ihnen veredelten Produkte beginnt mit dem Apfelsaft. Hier “in der hitzigen, heißen Pfalz” wird der aus einer Mischung aus grünen (etwa Delicious, Idared), gelben (z.B. Rubinette) und roten Apfelsorten (wie Jonagold, Elstar) gekeltert. Auf der selben Basis wird auch ein Apfelbalsamessig hergestellt, der die bekannten Vettern und Cousinen aus dem Raum Modena nicht zu scheuen braucht. Apfelwein und Apfelsekt runden die Palette der eigenen Produkte ab. Sonja und Peter bieten zudem eine kleine Auswahl weiterer “Genusshandwerksprodukte” an, sodass man selbst im kleinen Wachenheim (weitere “LOHAS-Handwerker” werde ich noch vorstellen) nicht darben muss. Weitere Informationen und einen kleinen Film zu Zimmermanns findet man bei Zunftwissen.
Haben auch Sie weitere “Geheimtipps” - dann stellen Sie diese doch hier vor!!
… habe ich bei meinem letzten Stadtbummel festgestellt. Und ich fand das überraschend. Wir haben bei C&A einige Kinderklamotten und bei H&M sogar Tops für Frau aus Ökobaumwolle gefunden. Bei Timberland habe ich aus versehen ein Sweatshirt gekauft, dass auch ökologisch war. Was für ein Zufall. Selbst IKEA kümmert sich um den wasser- und pesitzidschonenden Anbau von Baumwolle. Es scheint sich etwas zu bewegen.
Allerdings ist es mir nicht gelungen, bei einem der deutschen Klassenbesten in Sachen Nachhaltigkeit, dem Otto-Versand, ein passendes Suchkritierium für ökologische Kinderbekleidung im Online-shop einzugeben. Auf der Unternehmenssite finden sich seitenlange Abhandlungen über die tollen Taten und im Shop suche ich mir dann einen Wolf. Aber wahrscheinlich liegt das Problem mal wieder vor dem Bildschirm und an der Tastatur.
Wie sind Ihre Erfahrungen? Finden Sie auch mehr Öko-Bekleidung? Sind eigentlich alle Designer-Label schon automatisch öko? Wie empfinden Sie das Preisniveau dieser nachhaltigen Bekleidungsgegenständen?
Schon einmal habe ich die (mögiche) positive Rolle Deutschlands in diesem Blog behandelt - diesmal ist der Titel der Initiative aber eindeutiger, oder?
Zitat aus der Philosophie:
“MADE IN HAPPY GERMANY® bedeutet, seine Talente zu leben, das zu tun, was jede(r) am Besten kann und damit Geld zu verdienen. Warum?
Weil wir alle so am glücklichsten sein können.
Das Siegel MADE IN HAPPY GERMANY® soll mit einem Augenzwinkern daran erinnern, dass hohe Qualität, inhaltlicher Anspruch, Arbeitsplatzschaffung, Kreativität und Spaß sich nicht ausschließen müssen.
Alle Produkte, Dienstleistungen und Ideen werden “vor Ort” produziert, nach dem Motto “Think global, act local”. MADE IN HAPPY GERMANY® ist ein Gütesiegel für Produkte und Dienstleistungen, ein Netzwerk innovativer Menschen, ein Ideenpool ganzheitlicher Sichtweisen und ein Zusammenschluss von Gleichgesinnten, die auch über sich selbst lachen.” … hier geht es weiter!
Ich habe Stefan Beuttler, einen der Macher, am Medienmittwoch in Frankfurt kennengelernt. Wie der Zufall es so will war ich just vor der Veranstaltung sogar am Shop von MADE IN HAPPY GERMANY vorbei gegangen. Im Gespräch und auch bei den Streifzügen im Internet hatte ich das Gefühl, dass die wissen was sie tun und das sie nicht nur HAPPY sondern auch MUTIG sind. Nicht nur in der Wahl ihres Namens - wer bringt schon HAPPY und DEUTSCHLAND zusammen - sondern auch mit ihrem Unternehmergeist. Schade, dass es bis jetzt in Hamburg noch keinen Ableger gibt. Aber vielleicht bin ich ja auch mal MUTIG …
Wenn Sie Fairtrade-Kaffee kennen, dann ja vielleicht auch dieses Siegel: FLP - Flower Label Program. Zitat aus der Präambel des gemeinnützigen Vereins: “Weltweit werden Blumen angebaut, um Menschen zu erfreuen. Insbesondere in vielen Ländern des Südens werden durch den Blumenanbau viele Arbeitsplätze geschaffen und Devisen erwirtschaftet. Gleichzeitig sind mit der Produktion oftmals ökologische und soziale Probleme verbunden. Das Flower Label Program (FLP) ist ein wesentliches Instrument zur Lösung dieser Probleme.”
Aus meiner Sicht eine sehr sinnige Initiative, die es Blumenhändlern ermöglicht sich (endlich) ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. Sicher ist das schwierig und vor 8 Jahren haben Fairtrade-Produkte im Bereich Kaffee und Schokolade eher ein Schattendasein geführt - dennoch: Irgendwann muss man mal anfangen! Und nie war die Zeit günstiger als eben JETZT behaupte ich.
Ich habe eine Bitte an Sie: Gehen Sie doch mal in dieser Woche zu Ihrem Blumenladen und fragen Sie dort nach FLP-Blumen. Auf die Antworten und Reaktionen bin ich sehr gespannt. Frei nach dem Jack Wolfskin Beispiel dürfen Sie bei der Gelegenheit auch gerne mal fragen, ob und welche Nachweise die Floristen über den Pestizid-Status ihrer Blumen und die sozialen Bedingung deren Herstellung haben. Weil Sie ein neugieriger, engagierter Mensch sind …
Und wenn Sie es hier nicht eintragen mögen, senden Sie mir doch eine kurze eMail mit Ihren Erfahrungen: o.selaff(at)zunftnetz.org. Herzlichen Dank … im voraus! Danke!
Ich traue mich jetzt mal was. Einige von Ihnen haben in meinem Beiträgen schon etwas über Schamanen gelesen. Vielleicht ist es sogar so, das es einige Leser gar einige Beiträge als spirituell oder esoterisch betrachten. Alleine der Standpunkt “Nachhaltigkeit kommt von innen” kann von eben dieser Nähe zeugen.
Wenn ich denn nach “Geiz-ist-geil” in ein Loch falle, weil es mir nicht hilft immer nur als Schnäppchenjäger berühmt und berüchtigt zu werden, diese Jagd sogar in starken Stress ausartet, kommt (fast) jeder an den Punkt der Sinnsuche. Im Bereich Schnäppchen könnte ich das auch die “Was ist was wert”-Phase nennen. Und das ist schon spirituell, esotherisch oder ethisch.
Das war jetzt wieder eine lange Einleitung - sorry. Einer der Menschen, der mit mir gemeinsam unseren Schamanen Philip Kansa besucht hat, hört neuerdings sehr häufig Hörbücher von Kurt Tepperwein. Ich hatte vorgestern auch das Vergnügen und habe das - Erfolg und Wohlstand - so nebenbei gehört. Wenn Sie mich heute fragen, erinnere ich mich an folgende Passage (sinngemäß): “Manche Menschen haben das Gefühl, dass Sie um voran zu kommen zunächst einmal ihre Vergangenheit aufarbeiten müssen. Sie laufen dafür sogar zu Fachleuten, die eben dieses mit ihnen tun. Ich dagegen vergesse alles, was länger als 3 min her ist. Ich lebe für die Zukunft und habe alle Möglichkeiten vor mir liegen. Ich brauche keinen Blick zurück.”
Drastisch - diese Aussage setzt vieles an denken außer Kraft - z. B. “aus der Vergangenheit lernen”. Wie sehen Sie das? Alle Kraft nach vorn oder auch immer wieder einen kräftiger Schulterblick zurück? Was ist nachhaltig gut?
Auch in Sachen Nachhaltigkeit wäre zu diskutieren, ob richtige Nachhaltige mehr vor oder mehr zurück schauen …. Und wenn Sie sich jetzt fragen, was ich mich getraut habe … gibt Ihnen Ihre Frage schon die Antwort.



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