Gestern habe ich etwas über Business-Intelligence (BI), ETL und OLTP gelesen. Ich habe das als Methoden und Prozesse wahrgenommen, um mehr über sein Geschäft, seine Mitarbeiter, seine Kunden und seine Lieferanten zu erfahren. Ein sehr boomendes Geschäft, in dem sich auch die üblichen Systemanbieter wie SAP, Siebel und Microsoft tummeln. Ich weiß, dass es gut ist zu versuchen Transparenz über Vorgänge zu bekommen. Ich habe allerdings auch gelernt, dass der Spruch “glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast” sehr viel Wahrheit enthält. Insbesondere deswegen, weil all die Analysen im BI sehr komplex sind und es deswegen extrem schwierig ist, sich eigene Plausibilitätsannahmen zur Überprüfung aufzubauen. Früher sagte man auch schon mal analytisches CRM oder Data-Mining zu BI.
Kann ich sagen, dass ein Unternehmen mit einem excellenten BI-Instrumentarium intelligent ist? Oder ist es schlicht erfolgreich? Wie wichtig sind diese Zahlen und Analysen für die Strategie und die Kultur innerhalb des Unternehmens? Spielen BI-Werkzeuge gar bei der Bewertung eines Firmenwertes eine wichtige Rolle? Eine höher gewichtete als die Kultur? Alles ehrliche Fragen, die mich gerade umtreiben.
Intelligente Unternehmen werden beiseite treten und dazu beitragen, dass das Unvermeidliche schneller geschieht. Und wenn wir die Bereitschaft, nicht im Wege zu stehen als Maßstab für den Unternehmens-IQ nehmen, gibt es erst sehr wenig intelligente Unternehmen. Wie auch immer, unterschwellig nehmen Millionen von Menschen heute Unternehmen als wundersame legale Märchen wahr, welche aktiv zu verhindern versuchen, daß Gespräche im Markt ineinander greifen.
Diese vorhergehenden drei These des Cluetrain Manifestes definieren die Intelligenz eines Unternehmens zu großen Teilen über die Community, die ein solches Unternehmen umgibt - und über den Grad der Vernetzung zwischen Unternehmen, Prosument und Lieferant innerhalb dieser Community.
Beides - BI und vernetzte Communities - haben wohl ihre Berechtigung, nur was ist denn in deutschen Firmen derzeit höher gewichtet? Dabei meine ich die Betrachtung in Sachen Manpower als auch Strategie als auch Budget? Ich persönlich nehme wahr, dass die harten Fakten aus dem BI-Park ein weit höheres Gewicht haben als die weichen Fakten rund um die Vernetzung mit der ominösen Community. Wo steckt die überhaupt? Dabei wurden in der Vergangenheit immer eher die weichen Fakten von den harten verdrängt und sind so nur sehr selten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.
Eines darf ich aber nicht verschweigen: Das Intelligence in BI, meint nicht Intelligenz im engen Sinne sondern eher den “Prozess der Sammlung von Wissen auf dem Entscheidungen getroffen werden können”. Auf welche Art intelligent ist Ihr Unternehmen?
TagsBI, Business-Intelligence, ETL, harte Fakten, OLTP, weiche Fakten
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