Sucht … vorbildliche Bildung und Experten

Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Eben habe ich die Lektüre des Buches “Erfolgsfaktor Sinn” abgeschlossen und eine kleine Rezension in den Trends & Wege News darüber geschrieben, da fällt mir plötzlich in diesem Kontext der Vortrag vom Wochenende ein. Tja mit dem Alter ist das mit den Gedächtnis so eine Sache. Ich habe jedesfalls – jetzt erinnere ich mich wieder – am Freitag einen Vortrag von Herbert Himmelstoß zum Thema

Selbstbewusstsein contra Sucht

(c) Hofschlaeger www.pixelio.de

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gehört. Was das hier im Zunft[blog] zu suchen hat? Na, Sie wissen ja, dass manche Themen auf den ersten Blick etwas seltsam im Kontext Nachhaltigkeit – oder viel besser: Zukunftsfähigkeit – anmuten. So wohl auch dieses. Der Aspekt, der mich in diesem Zusammenhang zu diesem Artikel inspirierte … war der Umgang mit Jugendlichen und Schule – also auch Bildung. Und Bildung war aus gutem Grund ja schon häufiger einmal Thema hier – auch und insbesondere mit Blick auf die kommende Generation Internet auch als Digital Natives bekannt. In dem Vortrag mit anschließendem Seminar ging es um (Zitat) …

“Wie entsteht Selbstbewusstsein und in welchem Zusammenhang stehen die Süchte und Abhängigkeiten? Was passiert im Menschen durch den Konsum von Drogen (Hasch, Alkohol, Nikotin, Opiate, LSD, Kokain, synthetische Drogen)? Was sind “gute” und “schlechte” Gewohnheiten (ein neuer Blickwinkel)? Was wird durch den Konsum von Medien (PC-Spiele, Internet, Pornographie, Gewaltfilme, Musik) angesprochen und was wird dadurch verhindert?”

Ich möchte aus dieser wirklich sehr wichigen Materie zwei Punkte herausgreifen:

A) SINNvoller Umgang mit Schülern

Wenn Sie sich den Link angeschaut haben, haben Sie vielleicht auch etwas von Waldorf und so gelesen – einige verstehen dann aufgrund Ihrer eingeschränkten Wahrnehmung immer nur “können ihren Namen tanzen”. So könnte das Thema möglicherweise vielleicht auch etwas weltfremd daher kommen. Das ganze Gegenteil ist der Fall: Herr Himmelstoß geht in diesem sehr schwierigen Themenbereich total offen auf die Schüler zu. Nichts ist verboten, schlecht oder zu verurteilen. Er nimmt die Schüler und ihre Themen in diesem Bereich und setzt sich mit eben diesen ernsthaft und sinnstiftend auseinander. Keiner hat das Gefühl doof zu sein, in die Ecke gestellt zu werden oder gar kriminalisiert zu werden. Eine Erfahrung, die für einige 14, 15 oder 16 jährige wohl neu ist. Offenheit und Vertrauen. Herr Himmelstoß nimmt jede Droge einzeln mit den Schülern durch und nimmt sich dafür 3-4 Wochen mit rund 2-3 Stunden täglich Zeit. Im Idealfall eine sogenannte Epoche. Hinterher wissen die Schüler Bescheid und was Sache ist … beim Rauchen, im Internet, mit Hasch und Alk -alles kleine Drogenexperten, von denen deren Eltern nunmehr viel lernen können. Am Ende dieser Zeit fallen dann häufig Äußerungen wie “Warum hat vorher noch keiner so mit uns (darüber) gesprochen?” oder “Das war mit Abstand die wichtigste Epoche meiner Schulzeit. Ich habe etwas in Sachen Drogen und Selbstbewußtsein verstanden!” Warum reagieren die meisten Lehrkräfte (und auch Eltern) auf Schüler in diesem Alter mit Druck, wenn sich doch mit ihrer Denke, ihrer Neugier und ihren Themen arbeiten läßt? Gut sogar. Warum werden Jugendliche in diesem Alter eher weniger als mehr ernst genommen, frage ich mich? Warum wissen wir alles besser, glauben nichts von ihnen lernen zu können? Das sollten wir versuchen langsam zu ändern. Ich auch …

B) Expertentum

Herr Himmelstoß gab uns einen Impuls mit: Wir sollen uns nicht immer Experten holen und uns auf diese stützen, sondern vielmehr selbst in Themen hinein arbeiten. Themen, die jeden Tag gefragt sind, Themen, die das Erwachsenwerden unserer Kinder begleiten. Themen wie Drogen und Sucht zum Beispiel. Punkt!

Fazit: Holen Sie sich für sich und Ihre Kinder Herrn Himmelstoß, um sich durch einen Impuls von ihm nachhaltig zu verändern und Ihren Kinder Sinnvolles und Praktisches mit auf den Weg zu geben. Sie zu stärken und zu festigen – gegen Alkohol, Zigaretten und andere Drogen. Als zweites: Leisten Sie einen Transferbeitrag in Sachen Expertentum: Holen Sie sich Menschen in die Firma, die einige interne Veränderer und interne Experten so ausbilden, dass diese Ihre Organisation von innen heraus verändern können. Interne Experten, die immer und zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Experten, die dicht am Mitarbeiter sind, und wissen was gerade geht. Das macht Sinn und mit Verantwortung … Identität.

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