Puhhhhhh. Ich habe gar nicht gemerkt, dass wir uns hier eine kleine schöpferische Pause gegönnt haben … nun dann. Frisch ans Werk …
Bei der Inspiration zu diesem Artikel, habe ich gefühlt, dass dieser Blog eigentlich schon mehr als einen Artikel zum Thema Bildung enthält. Es war aber nur gefühlt … und falsch gefühlt. Komisch eigentlich, weil mich dieses Thema umtreibt. Allerdings … so richtig passt das auch nicht hierher … denken Sie … denke ich auch im ersten Moment.
Aber dann denke ich daran, dass wir wohlmöglich bald die Arminiushalle Zunft[halle] in Berlin eröffnen und vielleicht auch Auszubildende suchen werden. Und ich denke daran, dass ganz viele Handwerker und Manufakturen neue und auch kreative Nachfolger brauchen und suchen. Diesem Gedanken folgend komme ich bei PISA vorbei. PISA, dass doch alles viel besser machen sollte: Bessere Schüler, mit besseren Fähigkeiten sowohl im Wissens- als auch im sozialen Bereich. Und über PISA reden wir schon so lange, dass doch erste Erfolge sichtbar sein sollten. Das denke ich.
Dann denke ich an “Bildungskrise … und die Ausmerzung der Kreativität”, eben daran, dass unser Schulsystem, überhaupt wohl alle westlichen Schulsysteme, darauf ausgerichtet sind … aus jedem Schüler ein Professor zu machen. Klempner, Tischler, Tänzer, Erzieher, Musiker und ganz viele andere Professionen kommen in dem System nicht direkt sondern nur mittelbar vor. Also muss sich Schule ändern. Nicht ein bißchen – wie bei PISA – sondern grundlegend. Das auch um überhaupt kompatibel mit der Generation Internet, den sog. Digital Natives, zu sein.
Wie das denn oft so ist, stossen auch andere auf dieses Problemfeld, wie dieser Artikel in Spiegel Online zeigt. Nur was sind die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen? Erleben wir diese beispielsweise schon im schönen Hamburg und dem dort aktuellen Streit zwischen Senat und Eltern? Machen wir jetzt PISA II? ODer gar PISA 2.0?
Für mich fühlt es sich eher so an, als ob sich die Verantwortlichen darum bemühen den Rahmen zu verändern, ohne allerdings auf den Inhalt zu achten. Mein Schwager ist Lehrer, in Hamburg. Zwei meiner Kinder besuchen eine Schule, eine Waldorfschule in Hamburg. So habe ich einen gewissen Einblick. Einen Einblick, der mir im wesentlichen zeigt, dass vieles in Richtung der Lehrer verschoben und dort abgeladen wird. So hetzt jeden Monat ein anderer seine Sau durch die Schulbehörde und ändert hier was … und dort was … ohne die Fachleute an der direkten Schnittstelle Schule / Schüler / Eltern dazu zu befragen. Da gibt es neben PISA dann Lernstandserhebungen, Profiloberstufen, Einheitsabitur, mal in grün, mal in weiß und dann nach 6 Monaten doch wieder in grün.
Das alles weist eben auf das eine hin: Wir brauchen eine NEUE SCHULE, die von grundauf neu und anders gedacht ist. Denn eines ist klar: Die Schüler, die jetzt die Haue bekommen, weil sie scheinbar zu doof sind, sind das Ergebnis unseres Systems Schule – mit PISA!
TagsAuszubildende, Bildung, Nachwuchs, Perspektiven, PISA, Qualifizierung, Schule, Schüler

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