“Schon wieder Montag”
“Das wird meine Woche”
Heute schon mal bei Nestlé reingeschaut? Nein? Komisch.
Ich habe heute in den Medien gelesen, dass da etwas in Sachen Palmöl bei dieser schweizer Firma Nestle im Bereich “Kit Kat” schiefgelaufen ist. Greenpeace hat da etwas aufgedeckt. Ich dachte mir: Oh Mann die haben eine Nachhaltigkeitsstrategie, finden Kunden toll und sind sicher offen. Also: Nicht bei Greenpeace sondern fluggs heute Nachmittag mal direkt bei Nestle geschaut.
Ich habe dann in den letzten 5 Minuten genau (ich habe mitgezählt inkl. “back”) 35 Klicks auf eben dieser Site verbraucht … was für eine Menge, was für eine Investition. Und Sie werden es schon wissen … kein Wort über Palmöl und die aktuellen Vorwürfe … oder gar eine Entschuldigung (stand in der Presse, das es die gibt) gefunden. Nichts zu dem Palmöl, nichts zum Vorgehen, nichts zu den Vorwürfen … NICHTS.
Also … machen wir doch mal einen kleinen Workshop am Beispiel dieser Site … ich suchte Infos zu den aktuellen Palmöl-Vorwürfen in der Presse:
Als erstes habe ich nach “Aktuelles” gesucht … nichts. Also folgende Pfade probiert:
Unternehmen … nichts.
Unternehmen > Lieferanten … nichts.
Neuer Anlauf …
Engagement … nichts.
Engagement > Aktuelle Themen … nichts.
Engagement > Informationen für Verbraucher “Wir beziehen Stellung zu aktuellen Themen” … na jetzt aber … wieder nichts.
Dann habe ich so einen öminösen Punkt gefunden: Engagement > Verbraucherdialog “Kompetente Beratung ist uns wichtig. Wir sind Ihr Partner in Sachen Ernährung” … der link heißt dann aber “Ernährungs-Tipps” … ich dachte immer ich wäre der deutschen Sprache mächtig. Dialog … na ich dachte immer das ist etwas von zwei Seiten.
Fazit: Die Menschen von Nestle SENDEN ausschließlich. Und haben es wohl nicht nötig mit ihren Kunden zu sprechen, Sie zu informieren. Grünwaschen würde ich sagen, wenn ich mir die toll formulierten Menüpunkte nochmals auf der Zunge zergehe lasse. Greenwashing in purer Form.
Ach ja … ich wollte auch die “Suche” versuchen. Die habe ich nicht gefunden … statt dessen Marken. Also unter “Kit Kat” geschaut … nichts!
Für die Teilnehmer des Gratis-Workshops: Machen Sie es bitte nicht so. Das Gegenteil bitte. Auch wenn wir (wahrschienlich richtig) vermuten, dass es ganz, ganz hochbezahlte Kommunikations-Mitarbeiter bei Nestle gibt. Und eine hochbezahlte Werbe- und PR- und KrisenPR-Agentur. Nützt nichts: Der Prosument steht draußen vor der Tür.
Machen Sie ein Blog … der setzt garantiert auf Dialog … und sprechen Sie dann soviel wie möglich mit Ihren Kunden. Wie das geht steht hier. Sorry, Nestle, das war nicht das erste Mal: Auch zu Nespresso hatten wir schon einen PR-Workshop.
Am Ende eine Frage von mir: Atomlobby mit komischer Werbung, Vattenfall mit Krümmel, Nestle mit Babynahrung, Toyota mit Bremsen, … warum lernt ihr in Sachen Kommunikation, soziale Netze, Web 2.0 nichts, so gar nichts? Wenn nicht von uns, warum dann noch nicht einmal voneinander?
TagsFehler, Greenwasching, Grünwaschen, Kommunikationchaos, Offenheit, Palmöl, Workshop, Zukunftsfähigkeit

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23. Juli 2010 um 11:52
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