Cluetrain (Web 2.0)

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“Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten” … so heißt eines der Zunft[institut]-Seminare in dessen Rahmen wir Menschen und Firmen aufzeigen, wieviel Potential in nachhaltigen Geschäftsmodellen und Ansätzen steckt - wieviel Zukunfts-Perspektive eben. Warum? Nun, vorgestern die Banken, gestern die Automobil-Industrie, heute die BASF, morgen die Verlage, dann die Werbebranche, gefolgt von Handelsketten - sicher auch aus dem Diskount Bereich. Es kracht derzeit gewaltig und wer weiß schon, wie lange das noch weitergehen wird, wer davon verschont bleiben wird.

Es galt mal in der Wirtschaft das Gebot, dass in guten Zeiten für schlechte zurückgelegt wird. Es galt dagegen nicht, dass sich wenige alles Geld in die Tasche stecken und wenn es dann ein wenig enger wird, sich nicht mehr daran erinnern mögen und sogar (laut) nach Hilfe schreien - und abertausende redliche Arbeitnehmer unter dieser Art der Mißwirtschaft leiden müssen. Irgendwie habe ich freie Marktwirtschaft anders verstanden und es wäre sehr nachvollziehbar, wenn da Steine flögen und viele Führungskräfte zur Verantwortung gezogen werden würden. Warum scherrt das aber keinen und warum ist der Staat jetzt der Heilsbringer, auf den sonst alle schimpfen und dem man möglichst wenig Steuern überlassen möchte?

Das geht so nicht weiter! Wir sind sicher, dass nachhaltigen und fairen Unternehmen - insbesondere in einem regionalen Kontext - eine große Zukunft bevor steht. Wenn sie es richtig angehen, die Chancen nutzen, die aus Fehler des Globalisierungsdrangs entstanden sind und sich zurück auf den Kunden besinnen. Einfach eigentlich, nur so gar nicht selbstverständlich, wie auch einige Beiträge in diesem Blog zeigen.

Ob diese nachhaltigen Unternehmer dann auf die Wiege (cradle to cradle) setzen, sich vornehmen ihren Kunden zuzuhören, diese in ihre Wertschöpfungsprozesse einbeziehen oder etwas innovativ nachhaltig Neues entwickeln, ist unerheblich. Wichtig ist es an seinen Weg zu glauben, eng an den Menschen im eigenen Umfeld zu bleiben, neu zu denken, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und neu zu handeln. Da wird Fernsehwerbung dann z. B. eine sehr untergeordnete Rolle spielen: Zum einen sind die Leitmedien heute Internet und Mobilphone und zum anderen bedeutet Fernsehwerbung (… und nicht nur die!) einen Preisaufschlag auf das Produkt. Wenn diese Werbeform und klassische Werbung generell überlebt, dann nur, wenn die Anbieter den Prosumenten transparent machen, wieviel mehr sie für das Produkt aufgrund dieser Werbung zahlen müssen. Auf einer solchen Basis kann sich dann jeder selbst entscheiden, ob er das finanzieren möchte oder nicht. Das gilt übrigens auch für Mieten.

Es gibt viele spannende Ansätze und die Schnellen werden die Langsamen und nicht die Großen die Kleinen überholen. Seid mutig … und natürlich hilft das Zunft[institut] gerne in diesen Prozessen, den Perspektiventwicklungen und als begleitender Partner - individuell, fair und ganzheitlich (dieser Werbesatz kostet Sie bei der Inanspruchnahme unserer Dienste keinen Cent mehr ;-)) versprochen).

Net Geners oder ausgeschrieben Net Generation wird diese Generation auch genannt, die zwischen 1977 und 1997 das Licht dieser Welt erblickt hat. Damit bin ich in diesem Beitrag wieder bei Don Tapscott. Ich habe bereits weiter vorn über “Grown up digital” geschrieben und möchte heute ein wenig mehr auf diese beschriebene Generation eingehen.

Diese Generation ist digital aufgewachsen und hat statt des bisherigen Leitmediums TV das Internet sowie das Mobiltelefon dafür adaptiert!!! So haben sich eine Reihe von Unterschieden oder Normen herauskristallisiert, die diese Generation leiten. Don Tapscott hat diese wie folgt identifiziert:

* Freiheit
* Individuelle Kundenanpassung / -orientierung
* (Über-)Prüfung
* Integrität (Redlichkeit)
* Zusammenarbeit
* Unterhaltung
* Geschwindigkeit
* Innovation

Die Existenz dieser Normen oder Leitmotive wurde mit einer weltweiten Umfrage unter 6.000 „NetGeners“ von nGenera (ehm. New Paradigma) 2008 überprüft - und ein wenig findet man LOHAS-Ansätze darin, finde ich.

So hat diese Generation schon heute Einfluss auf die Wirtschaft und strahlt mit einem Teil dieser Normen eben auch in den Lebensstil LOHAS und die kulturell-kreative Szene ab. Wenn wir also wissen wollen, was wir und unsere Wirtschaft morgen brauchen, sollten wir einen Fokus auf diese Generation richten, von ihnen lernen und vor allem … handeln.

Viele dieser Gedanken und Impulse stehen – ein wenig provokativ ausgedrückt - diametral zu unserer jetzigen Gesellschaft in Deutschland, die “alt im Sinne des Denkens, die satt im Sinne des Wohlstandes und die dekadent im Sinne ihrer Handlungsweisen ist” (Zitat Klaus Kofler). So ist es an der Zeit umzudenken und den schönen Satz Das haben wir schon immer so gemacht … endgültig aufs Altenteil zu schicken.

Haben Sie es gemerkt? Das war die Nr. 99. Für die 100, die in jedem Blog etwas besonderes ist, nehmen wir uns bis Montag Zeit. Sind Sie gespannt? Oder eher gelangweilt? Zeit eine erste Bilanz zu ziehen?

Mir schien der Freitag als Abschluss einer arbeitsreichen Woche sehr geeignet für ein wenig Geschichte. Eine (zugegeben etwas längere) Geschichte von mir und meiner Entwicklung.

Ich bin das erste Mal vor knapp 12 Jahren - im Sommer 1996, dem Geburtsjahr meines Sohnes - auf das Thema Wissensmanagement aufmerksam geworden. Damals bewegte ich mich schon seit gut 3 Jahren im Internet (im wesentlichen mit CompuServe), das Wort “Intranet” machte in der Firma (Beiersdorf AG, Sparte tesa heute tesa AG) die Runde und in diesem Zusammenhang trieb es mich um, dass hier viel Potential für wissensintensive Unternehmensbereiche wie die F&E schlummerte.

Ich belegte dann 1997 eine ZfU-Veranstaltung in Zürich eben zum Thema “Wissensmanagement”, die in Zusammenarbeit mit einigen Klassenbesten (u. a. Ciba Geigy, Lotus, Uni St. Gallen) in diesem Bereich und damals noch Arthur Andersen Consulting realisiert wurde. Diese Veranstaltung war der auslösende Moment für meine weitere Bemühungen auf diesem Gebiet. Heute versuche ich “es” Wissens-Konversationen zu nennen, weil das managen hier eben schwer ist.

Ich habe dann in der Folge sowohl die Realisierung des weltweiten tesa Intranets “tesaSKY” als auch das Projekt “Wissensmanagement in der F&E tesa” maßgeblich initiiert. Beides war für damalige Verhältnisse fortschrittlich, die Strukturierung des Wissensmanagement mit Hilfe von sog. Wissenslandkarten ist bis heute hoch aktuell.

Im hier und jetzt haben wir Wiki’s und Facebooks - Social Software - die wir damals gerne gehabt hätten. In diesen Werkzeugen ist Zusammenarbeit und Wissensteilung quasi bereits in der System-DNA enthalten. Wir haben das damals mühsam über Datenbanken und Web-Oberflächen konstruieren müssen. So haben ich in den letzten Jahren mindestens 5 Wiki’s aufgesetzt, blogge kräftig herum und wende mich einem intensiveren Studium von Facebook zu. Facebook als firmeninternes Werkzeug Hand in Hand mit Wiki’s und Blogs und Twitters und YouTubes. Ach ja, im Zuge des Aufbaus des tesa Intranets schufen wir auch schon 1998 eine Video-Stream-Plattform - mit der direkten Unterstützung von Microsoft in den USA. Damals für immerhin bis zu 50 gleichzeitige Zugriffe - Steinzeit-YouTube für DM 200.000.- ohne Hardware.

Warum erzähle ich das alles? Ganz einfach: In fast allen Projekten bin ich an dem Punkt vorbei gekommen, der Kultur oder Soft Facts oder soziale Akzeptanz hieß. Zu oft haben wir diesen Punkt dann Zugunsten von ja so wichtigen “Strukturen”, konkreten und vor allem messbaren Ergebnissen einfach so links liegen lassen. Frei nach dem Motto “Wenn wir gute Arbeit leisten, werden die Menschen schon unsere Systeme schon nutzen und unser Denken teilen”.

Heute weiß ich, dass das falsch war. Nur: Als junger und ambitionierter Mensch, der schon immer leicht fordernde und revolutionäre Züge hatte, fand ich keinen Zugang zu diesen kulturellen Dingen. Konnte ich vielleicht auch gar nicht. Aber auch die Beraterschar und die hochdotierten Manager (damals mit verantwortlich für das Intranet, dann doch relativ schnell im Vorstand von Beiersdorf) hatten da kein Rezept. Machen war angesagt. Ich hatte zwar damals schon einen Draht zum Change-Manager Bruno Krieg aus Basel, hatte ihm auch schon ein Ticket Richtung Hamburg besorgt, dann aber kam die Ausladung. Kultur war damals halt etwas nicht fassbares, unkontrollierbares. Womöglich hätte ein Mitarbeiter ja mal seine Sicht der Dinge schildern können. Wenn man heute an Mitarbeiter-Blogs denkt, wäre man damals sicher bei einem bloßen Gedanken daran geteert und gefedert worden. Das obwohl ja bereits parallel 1999 die Geburtsstunde des Cluetrain Manifest war - allerdings in den USA.

Heute beschäftige ich mich mit OpenSpace, Neuem Denken und mit dem Wandel. Es mag der Generations- und Gesellschaftentwicklung - und meinem Alter - geschuldet sein, aber heute hören mir die Menschen zu, obwohl ich nicht viel anderes sage als früher. Und oft höre ich dann ein “da bist Du Lichtjahre voraus” - immer noch. Shift happens - der Wandel geschieht. Und damit schrumpfen Lichtjahre schon mal auf eine erträgliche Monatsgröße zusammen - das hat sich im Gegensatz zu vor 12 Jahren nachhaltig verändert - sogar ein schwarzer US-Präsident ist möglich. Heute kommt für mich an erster Stelle Kultur, Vertrauen und Spaß - und wenn das gelingt, schreien die Menschen förmlich nach Werkzeugen aus der Social-Software-Ecke. Aber der Fall von Molly zeigt auch, dass auch User selbst darauf kommen können, dass Wiki’s & Co. helfen können viel Arbeit zu sparen und nebenbei helfen ein Unternehmenswissen abzubilden. Man muss es ja nicht gleich strategisch im Sinne der Wikinomics sehen.

Es mag gleichförmig und überflüssig klingen, aber ich freue mich auch bei diesem Artikel über Kommentare und Anmerkungen oder gar Ihre eigenen Geschichten.

Es wird Herbst und das ist die Zeit wieder Bücher zu lesen - all die Praxis theoretisch zu hinterfüttern. Ich komme deshalb noch mal auf das Buch “Die Kunst loszulassen” zurück - auf das vorletzte Kapitel. Hier schildert Molly in einem Tagebuch, wie es denn so war, bei der ersten Begegnung mit einem Wiki-Dingsda. “Obwohl ich Krach geschlagen und gedroht habe, das Haus in die Luft zu jagen, ist es mir nicht gelungen, mich diesem sog. Wiki-Training zu entziehen” … ist der Anfang am 12. Juni.

Am 29. Juni klang das dann schon so: “Ich habe herausgefunden, was man noch mit dem Wiki machen kann! Freitag ist Kuchentag, und mit dem Wiki kann ich am schnellsten herausfinden, wer welchen Kuchen möchte und wer ihn besorgt.”

Und schließt am 17. Juli mit: “Wir sprachen über das Wiki, und ich erzählte ihm von dem Alptraum am Tag außer Haus und dann über meine Idee, den Newsletter der Abteilung daraufzustellen. Er schlug statt dessen einen Blog vor …”.

Spannende Geschichte, nett und praxisnah geschrieben. Und am 23 September hätte Molly geschrieben: “Ich will wissen, wer sich bei uns im Haus mit grünem Geld auskennt und werde diese Frage in unseren Blog stellen. Darauf hin schlug er das interne Facebook vor …”. Molly wird so noch zur Enterprise 2.0 Expertin. Wowww.

Ich lese gerade das neue Buch von Don Tapscott. Nachdem er 1996/97 “growning up digital” geschrieben hatte, sich dann den Phänomenen von Wiki’s gewidmet hat (”Wikinomics”), hat er erneut einen Blick auf die Jugend und Gesellschaft geworfen. Für “Grown up digital - how the net generation is changing YOUR world” haben Don und seine Mitstreiter mit fast 10.000 Menschen in vielen Teilen der Welt gesprochen, um sich ein aktuelles Bild zu machen: 1.750 junge Menschen zwischen 12 und 20 Jahre alt in den USA, 5.935 “Net Geners” zwischen 16 und 29 in 12 Ländern (u. a. Deutschland, Frankreich, Spanien, Russland, Indien sowie Mexico), der Rest waren “Gen Xers” im Alter zwischen 30 und 41 sowie “baby boomers” (US bezogene Gruppe) zwischen 42 bis 61.

Ich bin erst auf Seite 74, in so fern dürfen Sie jetzt hier keine erschöpfende Buchkritik erwarten, aber ich habe schon eine Menge gelernt. Eigentlich durchweg Dinge, die im Alltag nicht ständig analysiert werden: Wie wachsen unsere Kindern (auch meine drei) heute eigentlich auf, wie werden sie von der Digitalität berührt, wie entwickelt sich die Jugend in anderen Ländern, die eine zu Deutschland völlig andere Alterspyramide haben? Eines ist sicher: Das was der Fernseher für meine und die davor liegende Generation war, sind heute das Internet und das Mobiltelefone. So ist aus meiner Sicht auch ein großer Teil dessen, was wir heute in der LOHAS-Bewegung beobachten und die aktuelle Stärkung eines Verbraucherstyps Prosument auch durch eben diese gesellschaftliche Veränderung der “Net Geners” und “Gen Xers” entstanden. Wie schreibt Don so schön: Learn from them and act - es wird sicher nicht der letzte Beitrag zu diesem Buch von mir gewesen sein.

Klaus Kofler vom Zunftinstitut wird in der November-Ausgabe des PR-Report im Zusammenhang mit dieser o. g. Fragestellung zitiert. Den Artikel finden Sie hier (750 kB!!).

Er spricht dort von den Prosumenten, dem Leitmedium Internet und darüber, dass es deutsche Unternehmen in der Regel einfacher haben - in der Nachhaltigkeitswahrnehmung. Und das das H in LOHAS meist der Zugang zu diesem Lebensstil ist. Was denken Sie darüber? Wir freuen uns über Ihre Kommentare …

An dieser Stelle auch ein Hinweis in eigener Sache: Klaus Kofler und seine Kollegen vom Zunft[institut] (ich auch) stehen Ihnen auch gerne für Vorträge und Moderationen im Rahmen Ihrer Veranstaltungen in unterschiedlichsten Kontexten zur Verfügung. Weitere Details dazu finden Sie auf der der Website des Zunft[instituts].

Nach Beiträgen zu Web 2.0 und Soziale Software steht der Begriff Enterprise 2.0 noch aus. Darum soll es heute gehen.

Geprägt wurde dieser Begriff von Andrew McAfee, der meines Wissens nichts mit der gleichnamigen Anti-Viren-Software zu tun hat. McAfee ist Professor in Havard und versteht unter diesem Begriff die Verwendung von Web 2.0 bzw. Social Software in Unternehmen. Wie bereits in den beiden Artikeln dieser Serie zu den genannten Begriffen beschrieben, dient diese Art der Systeme um das Wissensmanagement und generell die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern zu fördern und vor allem zu verbessern. Gerade mit diesem letzten Umstand berührt Enterprise 2.0 auch Aspekte der Unternehmenskultur. Wenn wir heute also von einer Enterprise 2.0 sprechen, so ist ein Unternehmen gemeint, das seine Kommunikation intern wie extern mittels Social Software geöffnet hat und diese Offenheit entsprechend in die Unternehmensphilosophie integriert hat. Enterprise 2.0 Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass es gelungen ist die streng hierarchische Führungsstruktur aufzugeben. Anstelle dessen wurde die Verantwortung in Richtung der Mitarbeiter verlagert und die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten in den Mittelpunkt gestellt. So sind Prosumenten (ehm. Konsumenten) eingeladen tief in die Prozesse des Unternehmens einzugreifen und entsprechend die Strategie sowie die Produktentwicklung mit zu gestalten. Sören Stamer und Willms Buhse haben es in ihrem Buch über Enterprise 2.0 Die Kunst loszulassen genannt (siehe Website www.diekunstloszulassen.de/).

Wenn Sie mich nun nach Beispielen für Einterprise 2.0 fragen, so fällt mir ein wenig Google ein und natürlich die Unternehmen der Protagonisten in diesem Bereich, wie z. B. Don Tapscott und new paradigma. Und es kommt nicht von ungefähr, dass Sören Stamer dieses Buch geschrieben hat: Er hat mit seiner Firma Coremedia sicher einen Enterprise 2.0 Leuchtturm für Deutschland geschaffen. Hier finden Sie dazu auch ein Vortragsvideo (pdf auch vorhanden) von der next08, im dem Herr Stamer von einigen seiner Erfahrungen berichtet. Es loht sich die ersten 20 min einmal anzuschauen, wenn auch die kumpelhafte Moderation von Herrn Schrader am Anfang etwas nervt.

Wenn Sie also das Facebook und die Wiki in ihrem Unternehmen installiert haben, Ihre Mitarbeiter vorher ganz sanft in Richtung Verantwortung gebracht haben, jetzt ein Klima der Offenheit und des Vertrauens anzutreffen sind - dann haben Sie einen ersten Schritt in Richtung einer Enterprise 2.0 getan - und dürfen - im Bild des o. g. Buches - von sich sagen, dass Sie die Kunst loszulassen schon gut beherrschen.

Übrigens: Die Serie ist mit diesem Beitrag noch nicht beendet. Ich werde diese Begriffe nochmals im Kontext der Nachhaltigkeit beleuchten.

Herzlich willkommen zurück bei unserer Serie rund um die uns umgebenden Begrifflichkeiten. Heute - nach Web 2.0 beim letzten Mal - Soziale oder Social Software. Um das gleich vorweg zu nehmen: Dieser Bereich wird oft auch mit SNS (Social Networking Software) bezeichnet und unter dem Begriff CSCW (Computer-Supported Collaborative Work) u. a. mit Groupware zusammen gefasst. Andrew McAfee hat dazu die Eigenschaften von Social Software unter der Abkürzung SLATES (search, links, authoring, tags, extensibility, signals) gebündelt. Soweit einmal die Abkürzungen und verwandten Begriffe. Ich hoffe Sie sind noch bei mir ;-).

Um dem Kind mal ein Gesicht zu geben: Wiki’s, Facebook, Blogs, XING, YouTube, Instant Messaging, Sevenload, … - das war jetzt eine Mischung aus Softwarebezeichnungen und konkreten Plattformen - sind Social Software - auch Social Commerce Plattformen fallen hier hinein. In Abgrenzung zu Groupware steht bei Social Software der Einzelne in der Community und nicht die Gruppe selbst im Fokus. Auch ist eine Beteiligung in einer Groupware (Notes, Outlook, …) oft obligatorisch, bei Social Software ist diese freiwillig.

Mit Social Software wird Web 2.0 erst möglich, ob es deshalb ein Unterbegriff von Web 2.0 ist? Das mag jeder selbst entscheiden. Aber auch vor Web 2.0 gab es schon Projekte und Ansätze für Social Software oder das Social Net. In so fern hat sich beides parallel entwickelt. Social Software ist so die Infrastruktur für Web 2.0 und Co..

Ob das auch für Enterprise 2.0 gilt … dieser Frage werden wir uns im nächsten Teil widmen.

Abschließend möchte ich schon ein wenig auf Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang eingehen: Ich lege Wert auf nachhaltige Freundschaften - ich möchte diese auf Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung aufbauen. Wenn sich jetzt ein Teil unseres sozialen Lebens ins Internet bewegt, gilt Gleiches natürlich auch dort. Hier unterstützt Social Software eben die Prozesse, die für die oben genannten Voraussetzungen und Bindungen notwendig sind. Gerade der Bereich Offenheit - ich könnte auch Transparenz schreiben - wird hier stark unterstützt. Zusätzlich gilt Nachhaltigkeit natürlich auch in Unternehmen als eine wichtige Voraussetzung für die gewinnbringende, motivierende Zusammenarbeit mit Kollegen - und Social Software wird auch innerhalb von Unternehmen eingesetzt. Oder hat Ihre Firma noch kein internes Facebook?

Unsere Gesellschaft und die Art und Weise wie wir leben und arbeiten ändert sich. Das geschieht mit einer rasanten Geschwindigkeit und stellt dabei die Mitarbeiter vor immer neue und größere Herausforderungen. Nur: Neue Herausforderungen lassen sich nur mit neuen Denk- und Handlungsansätzen lösen. Und: Neue Herausforderungen erfordern auch neue Arbeits- und Führungsmodelle. Ein Beispiel: Wenn die Konsumenten zu wirklichen Prosumenten werden, dringen diese tief in die Wertschöpfungs- und Prozessketten der Unternehmen ein und bringen für die Mitarbeiter völlig neue Rollen und Handlungsweisen mit sich.

Sind Sie darauf vorbereitet? … na ja, 800m (bis zur Baustelle) haben Sie ja noch ;-). Da geht noch was …

In meiner Wahrnehmung entwickelt sich der Markt und einige Unternehmen da draußen mit einer enormen Geschwindigkeit. Es gibt Menschen, die ob ihrer Tätigkeit und ihres Umfeldes, nicht wissen was Web 2.0 ist. Einige ahnen, was dieser Begriff denn meinen könnte. Andere wiederum reden und schreiben von Web 3.0. Parallel zu Web 2.0 tauchen andere Begriffe, morderne Schlagwörter, auf: Social Software, Social Commerce, Tagging und Enterprise 2.0 - um nur einige zu nennen.

Wer kennt sich da noch aus?

Ich versuche mich mal in einer Abgrenzung … allerdings wird das, ob der Breite des Themas, eher eine Abgrenzungsserie. Heute:

Web 2.0

Web 2.0 ist eher eine Art Wolke, nichts spezifisches. So etwas wie regenerative Energie. Dabei beschreibt Web 2.0 ein Teil dessen, was wir als Veränderung in der Art wie Arbeit und Austausch zwischen Menschen (auch in Unternehmen) stattfindet wahrnehmen. Der Begriff ist 2004 geschaffen und 2005 populär geworden. Meiner Meinung nach beschreibt das Cluetrain Manifest die Entwicklungen, die mit Web 2.0 bezeichnet werden, bereits im Jahre 1999 - und geht dazu weit über Web 2.0 hinaus. Das Cluetrain Manifest enthält auch die Entwicklungen, die oben unter den Bezeichnungen Enterprise 2.0 und tagging beschrieben sind.

Weil Web 2.0 eben mehr eine Wolke ist, versteht fast jeder etwas anderes darunter, was wiederum dazu führt, dass wirkliche Detail-Dialoge über Inhalte und Erscheinungsformen von Web 2.0 eher selten sind. Für den einen sind Kundenbewertung in Shops (z. B. wie bei amazon) Web 2.0, andere meinen die intelligente Zusammenarbeit von vielen (Crowdsourcing) beispielsweise in einer Wiki, wenn sie von Web 2.0 sprechen. Und alle haben Recht. Auch Erscheinungsformen wie YouTube und Facebook werden oft Web 2.0 zugeordnet. Ob des Wolken-Charakters von Web 2.0 darf auch das sein. Auch Napster, die Musiktauschbörse, war schon eine Art Web 2.0 - allerdings bereits im Jahre 1999.

Also: Web 2.0 beschreibt Entwicklungen seit 2004, die im wesentlichen im Internet stattgefunden haben und noch stattfinden. Diese Entwicklungen haben einen kleinen Teil der Welt und einen kleinen Teil der Menschen dahingehend verändert, dass diese nun zum Teil anders arbeiten, anders zusammenarbeiten und auch ein wenig anders leben. Und es ist zu beobachten, dass diese kleinen Teile, die Web 2.0 bisher erfasst hat, deutlich größer werden. Das Cluetrain Manifest sagt in einer der Kernthesen: Märkte sind Gespräche und wenn man so will hat Web 2.0 und damit das Internet einem Teil der Menschen diese Gespräche zurück gebracht, die in den Zeiten der Massenmedien eben weniger an der Zahl waren. Gespräche meint in meiner persönlichen Interpretation auch das Teilen von Erlebnissen, die auf Video oder Bildern dokumentiert sind. Und Gespräche (vielleicht auch Dialoge), die per E-Mail, Chat, in Foren oder per SMS geführt werden. Auch Bewertungskommentare in Shops können einen Teil dieser Gespräche sein. Soweit zu Web 2.0.

Wenn Sie in Bezug auf meine Ausführungen partiell oder vollständig anderer Meinung sind, so geben Sie einem Dialog oder Gespräch (über die Kommentar-Funktion) bitte eine Chance. Auch Fragen oder Anmerkungen sind willkommen. Auch und gerade um Web 2.0 zu praktizieren.

Nächste Folge: Social Software

PS: Was das denn alles mit guten Dingen und Nachhaltigkeit zu tun hat, wird natürlich auch eine Folge einnehmen.

PSx: Um sich auf die nächste Folge einzustimmen, empfehle ich für weiterführende Recherchen zum Thema Web 2.0 einen Ausflug in die Wikipedia (die auf Basis einer Social Software realisiert ist).

Gestern habe ich etwas über Business-Intelligence (BI), ETL und OLTP gelesen. Ich habe das als Methoden und Prozesse wahrgenommen, um mehr über sein Geschäft, seine Mitarbeiter, seine Kunden und seine Lieferanten zu erfahren. Ein sehr boomendes Geschäft, in dem sich auch die üblichen Systemanbieter wie SAP, Siebel und Microsoft tummeln. Ich weiß, dass es gut ist zu versuchen Transparenz über Vorgänge zu bekommen. Ich habe allerdings auch gelernt, dass der Spruch “glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast” sehr viel Wahrheit enthält. Insbesondere deswegen, weil all die Analysen im BI sehr komplex sind und es deswegen extrem schwierig ist, sich eigene Plausibilitätsannahmen zur Überprüfung aufzubauen. Früher sagte man auch schon mal analytisches CRM oder Data-Mining zu BI.

Kann ich sagen, dass ein Unternehmen mit einem excellenten BI-Instrumentarium intelligent ist? Oder ist es schlicht erfolgreich? Wie wichtig sind diese Zahlen und Analysen für die Strategie und die Kultur innerhalb des Unternehmens? Spielen BI-Werkzeuge gar bei der Bewertung eines Firmenwertes eine wichtige Rolle? Eine höher gewichtete als die Kultur? Alles ehrliche Fragen, die mich gerade umtreiben.

Intelligente Unternehmen werden beiseite treten und dazu beitragen, dass das Unvermeidliche schneller geschieht. Und wenn wir die Bereitschaft, nicht im Wege zu stehen als Maßstab für den Unternehmens-IQ nehmen, gibt es erst sehr wenig intelligente Unternehmen. Wie auch immer, unterschwellig nehmen Millionen von Menschen heute Unternehmen als wundersame legale Märchen wahr, welche aktiv zu verhindern versuchen, daß Gespräche im Markt ineinander greifen.

Diese vorhergehenden drei These des Cluetrain Manifestes definieren die Intelligenz eines Unternehmens zu großen Teilen über die Community, die ein solches Unternehmen umgibt - und über den Grad der Vernetzung zwischen Unternehmen, Prosument und Lieferant innerhalb dieser Community.

Beides - BI und vernetzte Communities - haben wohl ihre Berechtigung, nur was ist denn in deutschen Firmen derzeit höher gewichtet? Dabei meine ich die Betrachtung in Sachen Manpower als auch Strategie als auch Budget? Ich persönlich nehme wahr, dass die harten Fakten aus dem BI-Park ein weit höheres Gewicht haben als die weichen Fakten rund um die Vernetzung mit der ominösen Community. Wo steckt die überhaupt? Dabei wurden in der Vergangenheit immer eher die weichen Fakten von den harten verdrängt und sind so nur sehr selten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Eines darf ich aber nicht verschweigen: Das Intelligence in BI, meint nicht Intelligenz im engen Sinne sondern eher den “Prozess der Sammlung von Wissen auf dem Entscheidungen getroffen werden können”. Auf welche Art intelligent ist Ihr Unternehmen?

Etwas in eigener Sache: Das Zunft[institut] hat sein Seminarangebot um drei weitere Formate erweitert. So gibt es jetzt ein Orientierungs-Seminar “Die Herausforderung Nachhaltigkeit - Vom Modebegriff zum Wirtschaftsfaktor”, das sich für alle eignet, die sich einen Überblick verschaffen und in erste konkrete Fragestellungen einsteigen möchten. Ferner ist im Bereich Kommunikation “Sender ohne Empfänger - Neues Denken für neue Kommunikation” hinzugekommen. “Da geht noch was: Faktor Mensch - Wer nichts will bekommt auch nichts” beschäftigt sich eben mit dem Menschen und Mitarbeiter im Nachhaltigkeitsprozess. Die Detailprogramme sowie die genauen Termine werden in Kürze verfügbar sein. Neben offenen Veranstaltungen können alle Seminar auch firmenintern gebucht werden. Und natürlich sind die Erstformate “Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmischen Zeiten” sowie “Pragmatische Erneuerung - Schaffung von neuen Sicht- und Handlungsweisen” weiterhin im Angebot.

Details zu diesem Programm finden Sie an deser Stelle.  

“Leider ist der Bereich des Unternehmens, mit dem ein vernetzter Markt sprechen möchte, für gewöhnlich hinter einer Nebelwand verborgen. Hinter einer Sprache, die falsch klingt und oft genug auch falsch ist.” … Cluetrain-These Nr. 61.

Zur Erinnerung: Das Cluetrain Manifest - der Zug mit den Schlüsseln - stammt aus dem Jahre 1999 und meiner Wahrnehmung nach, war damals das, was wir heute Web 2.0 nennen, bereits in rund 15 der 95 Thesen enthalten. Heute ist weniges dieser Thesen bereits aufgelöst oder Realität und vieles ist aktuell wie nie. Ein Beispiel: Mein Partner traf letztes Wochenende einen Werber (Werbefachmann), der auf seine Arbeit angesprochen sagte: “Ich lese gerade ein hochspannendes Buch! Kennst Du das Cluetrain Manifest?”. Schön, dass sich auch diese Branche partiell mit diesem epochalen Werk beschäftigt.

Zurück zur These: Warum gibt es diese Nebelwände? Warum senden “die” nur von da aus, wie beispielhaft in diesem Beitrag beschrieben. Warum können sich Unternehmen und Prosumenten nicht auf Augenhöhe unterhalten? Auch gut 9 Jahre nach dieser Thesen-Feststellung nicht?

Die These 63. sendet - fast flehend - hinzu: “Um mal direkt zu werden: “Wir sind diese Märkte. Wir möchten mit Euch sprechen.” … ich setze als Prosument hinzu: JETZT! … und als Berater: BITTE ZEITNAH! Denn der Wandel geschieht!

Gestern war ES mal wieder so weit. Ich habe mit meiner Frau abends vor dem Fernseher abgehangen. Tatort gab es nicht, deshalb haben wir rumgezappt. Auch auf Werbung sind wir gestossen - so dass wir so 10 min damit kontaminiert wurden. Nach gut 12 Monaten Abstinenz haut das richtig rein.

Perwoll wollte uns sagen, dass es jetzt das Wellness-Waschmittel ist. Mit Farbaufpasser. Eigentlich hätte ich erwartet, dass es jetzt noch billiger ist. Zott wollte uns mit Monte melden, dass sie 85% Milch verarbeitet haben und auch eine Maxi-Version verfügbar ist. Na ja, meine Kinder würden da sagen “Warum trinken wir nicht einfach gleich leckere BIO-Milch - u. U. mit Kakao?”. Ich hatte damit gerechnet, dass Monte jetzt noch billiger ist. Dann mein persönlicher Liebling die Commerzbank, die es als allerletztes zu einem kostenfreien Girokonto gebracht haben, jetzt aber den Prosumenten davon berichten als wäre es ihre Idee und eine wahre Heldentat. Ich würde lieber Geschichten über die Fusion mit der Bank mit dem “grünen Band der Sympathie” hören, oder Erklärungen, wie tief die Commerzbank im amerikanischen Debakel drinsteckt. Da das Konto nichts kostet, konnten sie es nicht billiger machen - aber das Schmerzensgeld haben sie in den letzten 18 Monaten (! - borrr ist das neu) immerhin von Euro 50 auf Euro 75 angehoben. Dann rasante Einparkmanöver, abgefahrene Türen, die Zielgruppe der Homosexuellen und die Botschaft “DKV hält länger”. Tja, was will uns das sagen? Wenn man witzig sein will und darüber vergißt den Prosumenten etwas zu sagen, ist das doppelt schlimm. Und billig sind die sowieso - wie alle PKV’s. Und dann gab es noch ein Fleischsnack zum toasten - immerhin war der Spott überraschend, allerdings ist das Produkt wahrscheinlich derartig abartig (ich rieche reichlich Glutamat, Drecksfleisch und sonstige Zusatzstoffe ohne Ende), dass es auch schlicht überflüssig ist. Und der Name? Den habe ich mir einfach nicht merken können. Und wieviel Geld muss man einnehmen, um Fernsehwerbung für ein solches Euro 2-3 Produkt überhaupt finanzieren zu können?

Fazit: Der Preiskampf und die Billigheimer waren in dieser Werbeunterbrechung nur in der 2. Reihe - beachtlich, wo das für fast eine die einzige Alleinstellungsstrategie zu sein scheint. Platte, ja schlicht dämliche Inszinierungen standen im Vordergrund. In diesen 10 min sind bestimmt - inkl. anteiliger Produktionkosten - Euro 100.000.- über den Tisch gegangen. Geld, das die Firmen viel sinnvoller in einen Individual-Dialog mit ihren Prosumenten und in Nachhaltigkeitsprojekte hätten investieren können. Dann hätten sie auch morgen noch etwas davon gehabt - und wir auch. Und eine große Frage bleibt: Für wen machen diese Firmen so etwas? Oder anders: Gibt es etwa dumme Prosumenten?

LOHAS, LOHAS immer wieder LOHAS. Sind Sie denn nun einer - oder nicht? Ich habe ja das Gefühl, dass das Individuum in dieser ganzen Zielgruppendiskussion leidig untergeht. Es scheint, als ob die neue Bewegung in eine Schablone gedrückt werden soll, auf die dann die alten Marketing-Instrumente losgelassen werden können. Dann sind alle Verantwortlichen beruhigt, können wieder senden und alles konnte so bleiben wie es ist. Kein neues Denken - einfach altes Denken für neue Herausforderungen. Das Zuhören ist natürlich auch nicht als Disziplin hinzu gekommen.

Im Gesprächs- bzw. Dialogansatz des Zunft[institut]s gehen wir davon aus, dass Nachhaltigkeit nicht verordnet oder einfach in beliebiger Form angenommen werden kann. Jedes Individuum hat seine eigene, persönliche Nachhaltigkeit - oder eben noch nicht. Diese individuelle Nachhaltigkeit kann auch klein oder groß sein, besonders auf dem Gebiet des Umweltschutzes oder der Mitarbeiterführung ausgeprägt sein. Eines ist aber für uns ganz sicher: Diese Nachhaltigkeit kommt von innen heraus und ist das Ergebnis der eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Situationen und der eigenen Geschichte. Selbst wenn das Nachhaltigkeitspektrum bei jedem Mensch gleich wäre, so setzt sich dieses durch die unterschiedlichen Ausprägungen der Spektralkanäle jeweils - wie ein Fingerabdruck - individuell zusammen.

Die Gleichmacherei für DIE Zielgruppe LOHAS will dann - wie immer - mit der Gießkanne auf diese Menschen los - und wundert sich über die Streuverluste in ungeahnter Höhe. Und altes Denken wird bei der Fehlersuche wieder alte Erklärungen für diese Streuverluste hervor bringen. Ein reales Bild der Wirklichkeit oder Ansätze für neues Denken wird man dabei vergeblich suchen.

Also: Der Mensch gehört in den Mittelpunkt aller Überlegungen - meine ich. Keine Unternehmens- oder Werbeinstrumente-Zentrierung, sondern eine totale, ganzheitliche und kompromisslose Kundenzentrierung.

Wann wird unsere Wirtschaft das verstehen? Und eigentlich ist das LOHAS-Kopf-in-den-Sand-stecken doch auch ein Kartenhaus, wie diejenigen, die gerade in der tollen, schildernden Finanzwelt einfach so zusammfallen, finde ich.

Eigentlich bin ich ja Wiki-Experte - behaupte ich mal so. Wenn ich um und bei 8-10 davon aufgesetzt habe, darf man sich doch so nennen, oder? Den Begriff an der ersten Stelle der Überschrift habe ich mir allerdings von Don Tapscott geliehen. Der sagt … (Zitat):

“Wir steuern auf den größten Wandel des Jahrhunderts zu. Die Menschen werden künftig völlig anders arbeiten und produzieren als bisher. Die Grundlage ist Wiki. Zunächst ist das nichts anderes als eine Software, die es einer großen Zahl an Nutzern ermöglicht, Dokumente ins Netz zu stellen oder einfach etwas hinzufügen. Aber diese Möglichkeiten sind die Basis für eine neue Kunst der Zusammenarbeit in astronomischen Umfang, die wir Wikinomics nennen.”

Und Charles Leadbeater Charles Leadbeater sagt etwas ähnliches.

Und … haben Sie schon eine … Wiki? Ne Dokuwiki, TWiki oder die gute alte Wikimedia? Scheint ja im Moment hipp zu sein, habe ich mir sagen lassen. So wie ein bunter iPod, das Zweit-iPhone für den Gärtner und das Firmen-SAP … also darunter geht es so gar nicht.

Findet das obige Zitat denn überhaupt einen Resonanzraum bei Ihnen? Wollen Sie den Anschluß nicht verlieren oder wollen Sie auch einfach nur hipp sein und nicht auffallen? Nicht das andere darüber reden und Ihnen fehlt das (mit)reden …? Na dieser Don wird wohl wissen wovon er spricht - und der Leadbeater, als Berater der englischen Regierung, doch wohl auch? Und Datenbank ist derartig langweilig und kleinkariert gegenüber WIKI. Außerdem steht das Datengrab der Bank soooo nahe.

Ich sage: Wenn Sie wirklich hipp sein möchten, dann seien Sie nicht nur einer der “first mover” oder “early birds” (der mit dem “worm”), sondern seien Sie die Zukunft selbst: Hauen Sie morgen Ihren Internetauftritt, Ihr Intranet, Extranet und die Beschwerde-/Reklamations-/Herausforderungs-Datenbank ohne mit der Wimper zu zucken in Tonne … und machen Sie in Wiki, kümmern Sie sich um eine Gemeinschaft (Community) um Ihre Leistungen und/oder Produkte herum! Aber denken Sie daran: Wiki heißt “schnell” … und wenn Sie nicht zu Fuß gehen wollen … was heißt Mut noch auf hawaiianisch?

Weitere Links zu dem Thema:
_Ausführlicher Vortrag von Don Tapscott auf dem 3. Dresdner Zukunftsforum zum Thema Wikinomics
_Blog mit einer Zusammenfassung seines Buches Wikinomics

Einmal ein Hinweis in eigener Sache: Ab Herbst 2008 bietet das Zunft[institut] eine erste Serie von Seminaren rund um die Themen Innovation, Trends, Kommunikation und Wissen im Kontext zur Nachhaltigkeit an.

Uns lagen bei der Konzeption insbesondere die pragmatische Ausrichtung, ein inspirierendes Umfeld und die faire Preisgestaltung am Herzen. So werden die ersten beiden Seminare bereits im Oktober im Bregenzerwald stattfinden, der zu dieser Jahreszeit noch immer mit seiner Schönheit lockt. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die Seminarkosten die Unterbringung bereits beinhalten. Haben Sie Lust auf einen Perspektivwechsel und neue, inspirierende Impulse?

07. bis 09. Oktober 2008:

Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten

28. bis 30. Oktober 2008:

Wissen, Nachhaltgkeit und Innovation - Der Kreislauf für zukünfige Innovationen

Nährere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website …

Die Seminare finden in Kooperation mit Trends & Wege  statt, die weitere Seminare rund um Innovation anbieten.

Auf meinem Weg durch die Brand eins Liebe bin ich neben der schon erwähnten Anzeige in Sachen Teuronade auf ein Interview mit Ulrich Hemel getroffen. Der Titel “Kapitän des Lebens-Schiffes” weist darauf, dass es um die Persönlichkeit von Mitarbeitern geht und diese in den nächsten Jahren immer wichtiger werden wird. Die zunehmende Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften schreitet voran und so werden Unternehmen immer mehr Aufwand betreiben, um entsprechend gut passende Mitarbeiter zu finden. Arbeitnehmer werden dagegen wieder in die Lage versetzt ihren Arbeitsplatz freier zu wählen und diesen deutlich mehr gestalten zu können. Das wird soweit gehen, dass die zentralen Unternehmensstrategien von diesen Veränderungen stark beeinflußt werden.

Und was hat das jetzt mit Liebe, Lust und Leidenschaft zu tun? Parallel zur Verknappung der Mitarbeiterressource nimmt der Bezug zu Religion, Parteien und/oder andere Organisationen stetig ab - genauso wie der zur traditionellen Familie. Viele Menschen orientieren sich in dieser entstandenen Lücke wiederum mehr in Richtung ihres Arbeitsplatzes. So bekommt die Zufriedenheit im Job einen neuen, deutlich höheren Stellenwert. Wenn dann in dieser Situation ein Unternehmen die o. g. Gefühle nur instrumentalisiert und gar nicht lebt, dann wird das schnell zu einer Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern führen, die diesen Konflikt zwischen innen und außen sehr schnell wahrnehmen.

So werden Claims wie “Leistung aus Leidenschaft”, “Wir lieben es” oder “Liebe jeden Tag”, die einfach so in der Kommunikation gesendet werden, zukünftig auch eine intensive Reflektion in das Unternehmen hinein benötigen. Eine große Herausforderung für Marketingabteilungen, die in diesen Dingen wohl eher weniger Erfahrungen haben. Aber ein Burger, der nicht nach liebevoller Zubereitung aussieht, ein Hotline-Gespräch, bei dem der Kunde sich als der Depp fühlt oder ein schlapper Sachbearbeiter, der Leidenschaft transportieren soll - all das kann und darf es nicht mehr geben. Oder anders ausgedrückt - wen das als Unternehmen nicht kümmert, wird zukünftig wahrscheinlich nicht nur ein Problem mit seinen mündigen LOHAS-Kunden bekommen, sondern womöglich auch mit seinen Mitarbeitern. Oder wie sehen Sie das?

Vorgesetzte auf Augenhöhe mit ihren Mitarbeitern. Kunden, die auf Augenhöhe mit den Produzenten ihrer Produkte und Dienstleistungen sprechen. Die Eltern auf Augenhöhe der Lehrer. Berater auf einer Augenhöhe mit ihren bisherigen Beratungsopfern?

Augenhöhe - das heißt auch keine oder kaum Hierarchien. Das heißt insbesondere Respekt und Wertschätzung. Nicht von “oben herab”. Und warum muss ich DAS in diesem Artikel so betonen? Weil es scheinbar eine Krankheit unserer Gesellschaft ist, die diese Selbstverständlichkeiten vergessen oder verdrängt hat. Wenn wir heraus finden warum das so ist, wissen wir automatisch um einen sehr lukrativen neuen Geschäftszweig. Denn die Sehnsucht nach Augenhöhe ist allerorten groß.

Dabei merken die, denen diese Augenhöhe versagt wird, langsam diesen Umstand. Und die, die von der fehlenden Augenhöhe profitieren, versuchen in einem letzten oder vorletzten Aufbäumen, den drohenden Verlust zu verhindern. Das führt mitunter zu skurrilen Szenen und Situationen, in denen viele tradierte Systeme vor dem Aus stehen. Nur was kommt danach? Wissen Sie hier Rat?

Augenhöhe = Brüderlichkeit = Nachhaltigkeit … mal als These oder zeitliche Beobachtung niedergeschrieben. Oder wie sehen Sie das?

Am Wochenende fragte mich auf einer Geburtstagsfeier jemand danach was ich denn so unternehmen würde. Leider platzte meine Antwort in eine Gesprächspause bei Tisch: “Ich mache in Nachhaltigkeit!” “Ahaaa? Da macht doch eh keiner mit - siehe Benzinpreis und es fährt doch noch jeder - und das ist doch nur was für Reiche!” schlug es mir sofort aus multiplen Kehlen entgegen. In solchen Situation - so habe ich bisher immer gedacht - kann man nur verlieren. Zumindest dann, wenn man die Brocken aufnimmt und versucht dagegen zu argumentieren.

Ich habe mal versucht dem mit Liebe zu begegnen. Das klappte solange ich da war. Nachdem ich die Feier verlassen hatte, brach es dann aus einigen heraus: “So ein Quatsch!”

Und wie ist das jetzt mit dem “keinen interessiert das” und “das können wir uns nicht leisten”? Meine Antworten darauf: Nachhaltigkeit kommt von innen, jeder findet nur seine individuelle Nachhaltigkeit. Und so hat es auch jeder in der Hand anzufangen - JETZT. Jeder sitzt mit in der Regie - und kann es auch bewegen. Wir haben die Welt rund 1.000 Jahre intensiv und rücksichtslos benützt - und jetzt müssen wir uns Gedanken machen, ob das auch die nächsten 10 oder 100 Jahre noch klappt und was unsere Kinder dazu meinen.

Und in Sachen Geld: Wäre es möglich, dass der Konsumsog so groß ist, dass wir nicht mehr merken was mit uns geschieht? Nur dreimal statt fünfmal Fleisch die Woche? Statt jede Woche Dinge die die Welt nicht braucht aufgrund des Reizwortes “Schnäpchen” zu erwerben, vielleicht einmal eine Eisenpfanne statt die 6. Teflonpfanne kaufen? Oder ein Qualitätsmesser für Euro 25.-, das vererbbar ist, dem Stück beim Discounter für Euro 0,99 vorzuziehen? Oder darauf zu kommen, dass “der Wein schmeckt doch gut” nicht das einzige Kritierium für Wein ist - insbesondere dann nicht, wenn dieser zum Durchschnittpreis im Jahre 2007 bei Discounter erworben wurde. Der lag übrigens bei Euro 1,67. Wie kann man für diesen Preis Wein machen? Dann doch lieber nur eine gute Flasche in der Woche - nicht 3!

Ich bin auf Ihre Gedanken und Impulse zu diesen Themen gespannt.

Wer sich über Trends und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit einmal genau informieren will schaut hier vorbei: LOHAS.de.

Ja, ich gebe es zu. Unsere Familie trank gerne TeuroNADE. Viel TeuroNADE. Solange bis plötzlich über Nacht eben diese Wortschöpfung aus der bekannten Marke entstand. Was war geschehen …? Tja. Ich hörte von informierten Kreisen am Montag in Berlin, dass die Firma aus der Rhön fand, dass ein Marktführer auch Preisführer im Sinne des höchsten Preises sein müsse. Keine zu teuren Rohstoffe, keine Bekenntnisse, dass die intensive Werbung viel Geld verschlungen habe, dass vielleicht der Shareholder nach soviel Erfolg einen neuen großen Wagen bräuchte (wird ja gerne sonst genommen) nein! Nichts von alledem.

Ich fühlte mich nach der Aufklärung in Berlin verpflichtet, meiner ehemaligen Lieblings-Bio-Getränkemarke meinen Unmut einmal mitzuteilen. Auch damit sie eine Erklärung für die in Zukunft fehlende Einkäufe im Hamburger Osten haben würde. Gesagt, getan … und ich habe sogar eine Antwort bekommen. Eine Antwort, die mir noch deutlicher zeigt, dass die Hersteller von TeuroNADE gar nicht nachhaltig sind - zumindest nicht ihren Kunden gegenüber. Aha! Und ich habe in Frankfurt gelernt, dass Firmen ihre Kunden nicht verdummen sollten. In so fern hat die Antwort den Kommunikation-GAU sogar in einen Super-GAU verwandelt. Cool, oder?

Schreiben Sie selbst doch einmal hin. Die fertige Antwort wartet schon auf Sie. Wer dennoch jetzt schon neugierig ist, hier ein Auszug:

[...] “In letzter Zeit setzen sich nun immer mehr Nachahmer ins gemachte Nest mit Produkten, die preislich teilweise höher als BIONADE angesiedelt sind, obwohl sie nicht deren Qualität (Fermentierung nach dem Brauprinzip) entsprechen. Das kommt de facto einer Abwertung unseres Originals gleich, der wir nicht tatenlos zusehen können, da hierdurch ein Missverhältnis zwischen Wertigkeit und Preis der Marke entsteht.

Aber wenn Sie sich im Markt einmal umschauen, werden Sie feststellen, dass BIONADE etwa im Vergleich zu bestimmten Bio-Limos oder auch zu so genannten Energy- oder Wellness-Drinks selbst nach der Erhöhung auf 79 Cent immer noch deutlich günstiger ist, und das bei hochwertiger Bio-Qualität.” [...]

… von 49 auf 79 cent! Puhh, dass sind ja nicht nur 20% sondern - Moment - satte 38%. Und das nur weil die bösen, bösen Wettbewerber das ja auch nehmen. Míndestens!

Ich habe heute mal wieder bei Hans Treichl im Blog ANDERS|denken gelesen - und war entsetzt. Ich fand da zwei Beiträge zum Thema Unternehmem und Internet:

Web 2.0 irrelevant für das Kundenbeziehungsmanagement!

Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus!

Ohne ins Detail gehen zu wollen - das hat Hans Treichl schon sehr gut getan - frage ich mich doch zusehens besorgt, was Banken und Baumärkten von ihren Beratern empfohlen wird? Und ganz sicher haben diese ein ganzes Berater-Heer! Kundenbeziehungsmanagement ohne Web 2.0? Ich dachte zuerst an einen Datumsfehler - in der Vermutung einen 2 oder 3 Jahre alten Artikel zu lesen. Und ein Baumarkt ohne guten Internetauftritt? Na ja.

Ich habe da eine elegante Überleitung zu einem Beitrag von Jeremiah Owyang - ebenfalls bei Hans Treichl besprochen - der scheinbar das Cluetrain Manifest von 1999 mal wieder heraus geholt hat. In jedem Fall spricht er aus meiner Sicht die Wahrheit - eine Wahrheit, die auch auf Baumärkte gut anzuwenden wäre:

Die Zukunft von Internetauftritten

Mein Fazit: Mutig handeln! Neue Berater mit Ahnung engagieren. Wir hätten da in unserem Zunft[institut] noch Kapazitäten frei ;-)). Und noch dazu wären wir bestimmt offener, authentischer und näher am Puls des Marktes.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt in Ihrem Magazin über Moral im Zusammenhang mit Ethik und Werten: “Ethik als Kaufanreiz: Neuerdings wollen uns Konzerne erzählen, es gehe Ihnen nicht um Geld, sondern um Werte. Dahinter verbergen sich aber doch wieder nur - Vermögenswerte. Oder?”

Also Geist ist geil! statt Geiz ist geil? Natürlich sind Unternehmen gezwungen Gewinne zu machen, Ökonomie ist da sicher ein wichtiger Aspekt auch für die dort arbeitenden Menschen, aber Unternehmen haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung (z.B. Ausbildung) und zumindest eine Verantwortung für unsere Umwelt und Menschenrechte. Das wird auch nicht bestritten. Das Problem ist die Konzentration auf die Gewinnmaximierung, für die alles zurückstecken muss und hier gibt es eine Funktionalisierung von Werten für diese Maxime. Das ist Blendung, das stimmt, und es ist nicht OK. Nur was ist die Alternative? Sind es Unternehmen, die sich glaubhaft und klar zur Gewinnmaximierung bekennen, denen Gesellschaft und Umwelt - dann nach außen und innen offen kommuniziert - total egal sind? Das wäre wengistens ehrlicher, oder?

Heute morgen habe ich einen Tipp bekommen. Psssst! Jetzt gibt es tatsächlich die Möglichkeit sich sein Bio-Müsli selbst zusammen zu basteln und gleich schicken zu lassen …

http://www.mymuesli.com

Schwer beeindruckend! Ich mache mir ja viel Gedanken darüber, was im Internet so gehen könnte, was von Menschen angenommen werden würde - und sich dann auch noch rechnet. Aber auf Müsli in 556 Billionen verschiedenen Kombinationen (was für ein Prozess-Aufwand) wäre ich nicht im Traum gekommen. Aber vielleicht war ich jetzt auch der letzte, der davon erfahren hat … Dennoch: Viel Glück!

Eigentlich lese ich in Blogs meist aktuelle Themen, etwas über Trends oder tolle neue Dinge. Vielleicht reizt mich gerade deshalb ein Blick zurück - gerade in diesem ersten inhaltlichen Beitrag für den Zunft[blog]. Ich schaue mal ins Jahr 1999 nach Amerika, wo vier Herren fünf Jahre vor Dale Dougherty in 15 ihrer 95 These das beschrieben, was wir heute als Web 2.0 kennen. Damals nannten David Weinberger, Doc Searls, Rick Livine und Christopher Locke ihre Thesen das „Cluetrain Manifest“. Den „Zug mit den Schlüsseln“ (www.cluetrain.de), der jeden Tag in Unternehmen ankommt, dessen Ankunft aber bis heute niemanden so richtig zu interessieren scheint. Ich selbst hatte Anfang 2003 schon einmal Kontakt mit den Cluetrain. Damals machte mich der Mann, der auch das Wirtschaftsmagazin Brand eins (www.brandeins.de) maßgeblich auf diese Fährte setzte, als unser Kommunikations-Berater auf diese Ausarbeitung aufmerksam. Oliver Baer (www.baerentatze.de) hatte damals keinen Erfolg bei mir, heute bin ich ein glühender Anhänger dieser Thesen.

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Na ja, Web 2.0 wird ja eine Nähe zur Nachhaltigkeit nachgesagt und wenn Cluetrain die Mutter des Web 2.0 ist, ja dann …!

Aber das Cluetrain Manifest geht noch weiter. Es behandelt eines der wesentlichen Dinge, die uns in der Die Zunft AG - insbesondere im Kompetenzbereich Zunft[institut] (www.zunftinstitut.org) - umtreibt: Nachhaltigkeit in Organisationen und öffentlichen Institutionen. Nicht vorrangig die Nachhaltigkeit in Sachen Natur, Klima, Bildung, Sozial-Engagement spornt uns an, nein! Vielmehr interessieren uns die Möglichkeiten und Chancen die sich Unternehmen und Institutionen bieten, die Nachhaltigkeit auch in ihre Organisationen tragen, sie wirken lassen im Umgang mit ihren Mitarbeitern, ihren Lieferanten und Kunden. So werden wir genau dieses Thema immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln hier im Zunft[blog] aufgreifen, von unseren Erfahrungen berichten und versuchen heraus zu finden, ob und wie das Cluetrain Manifest mehr und mehr in der Realität ankommt. Helfen Sie uns dabei?

Vorträge des 2. Zunft[tag] Ruhr vom 17. Oktober 2008 online

Am Freitag, 17. Oktober 2008 fand der "2. Zunft[tag] Ruhr" anlässlich der Reihe "Essens kreative Klasse" auf der Zeche Zollverein in Essen statt. Die Vorträge und Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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