Die Zunft AG

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Heute mal eine ehrliche Frage: Können Sie unseren Beiträgen im Zunft[blog] folgen oder ist das oft hochtrabendes Geschwafel, das wenig mit der Realität zu hat und Ihnen keine, aber so gar keine Ansatzpunkte in Ihrem eigenen Umfeld aufzeigt?

Unser Anspruch ist es, verständliche Beiträge zu liefern, die auch die Ableitung von konkreten Maßnahmen zuläßt. Wir möchten unseren Lesern Impluse liefern und diese zum nachdenken anregen - ein Stück weit auch mit neuen Ideen versorgen.

Ich stelle diese Frage auch, weil wir gerade auf den letzten Veranstaltungen verstärkt gehört haben, dass LOHAS zwar toll sind, auch dass man sich jetzt zu den Kulturell-Kreativen zählen darf - was das aber für die tägliche Arbeit und das persönliche Fortkommen bedeuten kann, wird sehr oft nicht klar. Die konkreten Ansatzpunkte fehlen. Was mache ich denn jetzt als Tischler mit diesem Konsum-Typ LOHAS? Und wie kann ich mein guten, sauberen und grüne Arbeitsstil in Geld verwandeln?

Zukünftig werden wir noch mehr versuchen eben das zu leisten. Ihre Sprache zu sprechen. Sie abzuholen. Und immer wenn das nicht klappen sollte, dann lassen Sie uns das bitte sofort wissen. Nachhaltig zu sein bedeutet auch verstanden zu werden.

Es sind nur drei Anmerkungen oder Gedanken zu 100 Blogbeiträgen geworden …

Joachim Zischke // Online-Magazin Dialogus
Neulich las ich: “Emotionen übertragen sich erst, wenn man 100% Einsatz zeigt.” Beziehe ich diese Aussage auf den Zunft[blog], so kann ich sagen: Ja, die Blogmacher haben nicht nur 100 Blogeinträge geschrieben, sondern auch 100%tigen Einsatz gezeigt. So ist zu wünschen, dass sich der Einsatz ähnlich stark auf die Emotionen der Leser überträgt und die veröffentlichten Gedanken und Ideen in den Köpfen Sinn und Werte stiftend wirken.

Amei Poensgen // Faircustomer und Blog Faircustomer
Herzlichen Glückwunsch zur runden Zahl! Die kurze Zeit, in der diese hundert
Beiträge zustande kamen, sprechen dafür, dass es eben aus der Welt der
Manufakturen und der Nachhaltigkeit viel zu berichten gibt. Vielen Dank für
manchen Tipp und manche Anregung, die ich schon vom Zunftblog mitnehmen
durfte….Herzliche Grüsse

Hannes Treichl // ANDERS|denken
lieber oliver,
ich übersende dir hiermit glückwünsche zum 100. blogeintrag. das zunftnetz blog steht in meiner must-read leseliste und ich freue mich immer über die inspirierenden beiträge bei dir! freue mich auf die nächsten 1000 berichte :-)
herzliche grüße,
hannes

Bei rund 60-90 Besuchern am Tag schon mal 3% Rücklauf. Blogs werden - wie Wiki’s auch - eben mehr konsumiert als selbst mit gestaltet. Aber wir hatten gestern ja auch weitere 5 Kommentare direkt am Beitrag. Diese 8% machen mich fast ein wenig stolz.

Vielleicht - oder besser hoffentlich - haben Sie sich gewundert, dass hier in den letzten Tagen nicht so viel gelaufen ist. Das lag an eben dieser “Tour”. Ich bin vom 2. Zunft[tag] in Essen in Richtung der Destillerie Dwersteg gefahren, um die Reise dann mit einem Besuch auf der Pro-Bio in Herford zu komplettieren.

In diesen Tagen habe ich eine Menge Spannendes gesehen, viel gelernt und registriert, dass viele noch immer nicht aufgewacht sind. Viele haben den Wandel (noch) nicht bemerkt. Gewerkschaften wollen heute “ein Anker im Meer des Wandels” (O-Ton Brand eins “Improvisation”) sein - nur: Wieviele haben denn bemerkt, dass sie auf einem Schiff sind, dass es abgelegt hat und das draußen schwere See - oder wie wir in Hamburg sagen - Hack ist? Anyway. Ich werde die nächsten Tage nutzen, Ihnen die Geschichten zu erzählen.

In der aktuellen Ausgabe der medianet, eine der größten österreichischen B2B-Kommunikationsplattformen, ist ein Artikel von Klaus Kofler und mir veröffentlicht worden, der die optimale Verzahnung der Bereiche Wissen, Nachhaltigkeit und Innovation für die Ideenfindung beschreibt.

In dem Artikel zeigen wir u. a. am Beispiel Toyota auf, wie aus unserer Sicht ein beispielhaftes Innovationsmanagement aussehen könnte. In Japan kommt den Unternehmen dabei die kulturell verankerte Hinwendung zum Kollektivdenken und -wissen stark entgegen. Hierzulande herrscht dagegen noch immer die Orientierung zu Herrschaftswissen vor, dass scheinbar (noch immer) auch ein Garant für persönlichen Erfolg ist. Wissens- und Erfahrungsteilung finden so zwar in der Theorie aber kaum in Praxis statt. Alleine an diesem kulturellen Nachteil lässt sich ermessen, wieviel Kraft und Engagement notwendig ist, um hier erfolgreich zu sein.

Sie finden den vollständigen Artikel bei Zunft[wissen] oder direkt bei medianet.at.

Sollten Sie Anmerkungen oder eigene Erfahrungen auf dem Gebiet haben, freuen wir uns über Ihre Kommentare.

Einmal ein Hinweis in eigener Sache: Ab Herbst 2008 bietet das Zunft[institut] eine erste Serie von Seminaren rund um die Themen Innovation, Trends, Kommunikation und Wissen im Kontext zur Nachhaltigkeit an.

Uns lagen bei der Konzeption insbesondere die pragmatische Ausrichtung, ein inspirierendes Umfeld und die faire Preisgestaltung am Herzen. So werden die ersten beiden Seminare bereits im Oktober im Bregenzerwald stattfinden, der zu dieser Jahreszeit noch immer mit seiner Schönheit lockt. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die Seminarkosten die Unterbringung bereits beinhalten. Haben Sie Lust auf einen Perspektivwechsel und neue, inspirierende Impulse?

07. bis 09. Oktober 2008:

Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten

28. bis 30. Oktober 2008:

Wissen, Nachhaltgkeit und Innovation - Der Kreislauf für zukünfige Innovationen

Nährere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website …

Die Seminare finden in Kooperation mit Trends & Wege  statt, die weitere Seminare rund um Innovation anbieten.

Am 7. Juli fand in Berlin eine interessante Veranstaltung unseres Kooperationspartners “Stratum Consult” statt, ein “24 Stunden Beratungsmarathon” für junge Unternehmer und Existenzgründer im Rahmen der Initiative “365 Orte im Land der Ideen”. Spannend war eine Podiumsdiskussion, die von Peter Unfried, dem stellvertretenden Chefredakteur der TAZ moderiert wurde ( - die Besetzung des Podium findet sich hier). Klar zu erkennen war, dass Themen wie Vernetzung, CSR und Haltung das Plenum und das Podium am stärksten interessierten, erfreulich war auch, dass die Positionen der Die Zunft AG, die ich auf dem Podium vertreten konnte, auf eine erfreuliche Zustimmung stiessen. Man kann also auch hier erwarten, dass sich die ja schon heute sehr umfänglichen Netzwerkstrukturen weiter entwickeln werden. 

Jede Person besitzt eine Identität, welche nach außen die unterscheidenden Merkmale des Individuums, seines Wesens, darstellt. Auch ein Unternehmen sollte über eine Identität, eine Persönlichkeit, verfügen. In einem Leitbild vereinigen sich die Wünsche und Ziele mit den Normen und Werten, für die das Unternehmen steht.
Das Leitbild beschreibt ferner eine Unternehmenskultur, zu der sich die Mitarbeitenden und Führungskräfte verpflichtet fühlen. Während der häufig benutzte Begriff mission statement für eine kurze, prägnante Aussage des Unternehmenszwecks steht, beinhaltet das Leitbild eine weitergehende Zusammenfassung der Leitlinien, die allen Beteiligten als Maßstab und Orientierung dienen.

Auch das Zunft[institut] sollte über eine Identität und ein Leitbild verfügen. Nur so können wir am Markt als Unternehmen mit Persönlichkeit wahrgenommen und respektiert werden. Für die mitarbeitenden Mitglieder des Instituts schärft ein Leitbild die innere Wahrnehmung. Zugleich fördern diese Leitlinien den Austausch über persönliche Ansichten und Einsichten. Schließlich verstärkt die Diskussion die Identifikation eines jeden Einzelnen mit dem Zunft[institut].

Die Leitlinien lassen sich in die folgenden offenen Fragen ordnen:

  • Identität — Wer sind wir?
  • Orientierung — Woher kommen wir, wohin wollen wir gehen?
  • Glaubenssätze — Was treibt uns an?
  • Handeln — Was tun wir?
  • Werte — Warum tun wir etwas?
  • Verhalten — Wie tun wir etwas?
  • Zugehörigkeit — Wohin gehören wir? Wer sind unsere Kunden? Wer sind unsere Mitbewerber?
  • Verantwortung — Wem dienen wir?

Ich rege an, auf Grundlage der genannten Fragen, ein Leitbild und eine Unternehmenskultur für das Zunft[institut] zu formulieren. Mit welchem Thema wollen wir beginnen?

Am 20. Juni fand sich ein sehr erhellender Artikel zu der Haltung des Stadtplanungsamtes der Stadt Essen zur weiteren Entwicklung des Kokereiareals auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein. Besonders erfreulich war natürlich hier das Lob zum Konzept der Die Zunft AG als eine der “innovativen Visionen” für die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010. Den Artikel in “Der Westen” finden Sie hier. Bei der in der Überschrift skizzierten Haltung verwundert allerdings, dass Ende 2007 das Konzept eines Zunft[viertels] auf der Kokerei Zollverein im Wettbewerb “Create NRW” als bester Entwurf aus dem Ruhrgebiet mit einer Anerkennungsurkunde von Frau Christa Thoben, der Wirtschaftsministerin des Landes NRW, ausgezeichnet wurde, die Urkunde finden Sie hier. Im Juni 2007 war das Konzept mit einer Urkunde des Bundespräsidenten Horst Köhler beim Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen” ausgezeichnet worden. Schon Ende 2006 hatte Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger das Zunftkonzept anlässlich der Überreichung des “Chance Denkmal Awards” an die “Die Zunft AG” öffentlich höchst gelobt. Dr. Reiniger sagte damals bei seiner Laudatio: “Das von der Die Zunft AG geplante Zunft[viertel] mit dem Angebot an hochwertigen Handwerks-, Kunsthandwerks- und Dienstleistungsprodukten passt hervorragend in den lebendigen Kulturraum am Standort Zollverein. Wir erhoffen uns als Stadt, dass wir damit einen weiteren Baustein hier nach Zollverein bekommen, der für zusätzliche Arbeitsplätze, ein attraktives Waren- und Dienstleistungsangebot und damit selbstverständlich auch zusätzliche Kunden- und Besucherströme sorgt“, den Text der Pressemitteilung vom 11. Dezember 2006 finden Sie hier. Spannend ist in diesem Zusammenhang ein weiterer lesenswerter Artikel in “Der Westen” zum neuen Shoppingcenter am Limbecker Platz, der Artikel findet sich hier, eine interessante Diskussion zum Zollvereinstandort findet man hier. Zudem eher deprimierend ist ein Artikel, den ich gerade in der “Welt” vom 8. Juni 2008 fand, der sehr anschaulich die Probleme auf Zollverein skizziert, den Artikel findet man hier - und - mit Geheimnistuerei kommt man bekanntlich in Zeiten des “Cluetrain Manifests” auch nicht weit!!!. Einige lesenswerte Kommentare zu dem Designstadt-Artikel finden sich auch im spannenden Blog Ruhrbarone.

Für alle diejenigen, die den 1. Zunft[tag] Mittelhaardt - Kurpfalz verpasst haben oder aber diejenigen, die diesen Tag nochmals an sich vorbei ziehen lassen möchten, gibt es seit heute drei kleine Videos. Sie finden diese im “Kanal der guten Dinge”: Zunft[TV] - Bereich Veranstaltungen. Thematisch gegliedert sind diese Videos wie folgt: Veranstaltungs-Auftakt mit den Grußworten der lokalen politischen Vertreter, Impulsvorträge inkl. der Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit mit politischen Vertretern und Workshops mit dem anschließenden “Mercato del Gusto”.
Riskieren Sie doch mal einen Blick!

Ich möchte auf eine Veranstaltung im Oktober hinweisen, für die wir noch weitere Vorschläge und Mitstreiter suchen - den 2. Zunft[tag] Ruhr. Dieser ist anlässlich der Reihe “Essens kreative Klasse” für den Oktober 2008 geplant. Der genaue Termin wird in den nächsten Wochen festgelegt. Die Veranstaltung soll an spannenden Orten des Weltkulturerbes Zollverein in Essen stattfinden. Der Zunft[tag] wird sich mit Fragen des nachhaltigen Konsums, mit Designthemen, der Entwicklung von Netzwerken und der Clusterbündelung, mit Themen der Regionalisierung und mit Kooperationsmodellen im Handwerk beschäftigen. Weitere Informationen finden sich hier.

Eigentlich lese ich in Blogs meist aktuelle Themen, etwas über Trends oder tolle neue Dinge. Vielleicht reizt mich gerade deshalb ein Blick zurück - gerade in diesem ersten inhaltlichen Beitrag für den Zunft[blog]. Ich schaue mal ins Jahr 1999 nach Amerika, wo vier Herren fünf Jahre vor Dale Dougherty in 15 ihrer 95 These das beschrieben, was wir heute als Web 2.0 kennen. Damals nannten David Weinberger, Doc Searls, Rick Livine und Christopher Locke ihre Thesen das „Cluetrain Manifest“. Den „Zug mit den Schlüsseln“ (www.cluetrain.de), der jeden Tag in Unternehmen ankommt, dessen Ankunft aber bis heute niemanden so richtig zu interessieren scheint. Ich selbst hatte Anfang 2003 schon einmal Kontakt mit den Cluetrain. Damals machte mich der Mann, der auch das Wirtschaftsmagazin Brand eins (www.brandeins.de) maßgeblich auf diese Fährte setzte, als unser Kommunikations-Berater auf diese Ausarbeitung aufmerksam. Oliver Baer (www.baerentatze.de) hatte damals keinen Erfolg bei mir, heute bin ich ein glühender Anhänger dieser Thesen.

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Na ja, Web 2.0 wird ja eine Nähe zur Nachhaltigkeit nachgesagt und wenn Cluetrain die Mutter des Web 2.0 ist, ja dann …!

Aber das Cluetrain Manifest geht noch weiter. Es behandelt eines der wesentlichen Dinge, die uns in der Die Zunft AG - insbesondere im Kompetenzbereich Zunft[institut] (www.zunftinstitut.org) - umtreibt: Nachhaltigkeit in Organisationen und öffentlichen Institutionen. Nicht vorrangig die Nachhaltigkeit in Sachen Natur, Klima, Bildung, Sozial-Engagement spornt uns an, nein! Vielmehr interessieren uns die Möglichkeiten und Chancen die sich Unternehmen und Institutionen bieten, die Nachhaltigkeit auch in ihre Organisationen tragen, sie wirken lassen im Umgang mit ihren Mitarbeitern, ihren Lieferanten und Kunden. So werden wir genau dieses Thema immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln hier im Zunft[blog] aufgreifen, von unseren Erfahrungen berichten und versuchen heraus zu finden, ob und wie das Cluetrain Manifest mehr und mehr in der Realität ankommt. Helfen Sie uns dabei?

Vorträge des 2. Zunft[tag] Ruhr vom 17. Oktober 2008 online

Am Freitag, 17. Oktober 2008 fand der "2. Zunft[tag] Ruhr" anlässlich der Reihe "Essens kreative Klasse" auf der Zeche Zollverein in Essen statt. Die Vorträge und Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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