Öffentliche Institutionen

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Heute mal eine ehrliche Frage: Können Sie unseren Beiträgen im Zunft[blog] folgen oder ist das oft hochtrabendes Geschwafel, das wenig mit der Realität zu hat und Ihnen keine, aber so gar keine Ansatzpunkte in Ihrem eigenen Umfeld aufzeigt?

Unser Anspruch ist es, verständliche Beiträge zu liefern, die auch die Ableitung von konkreten Maßnahmen zuläßt. Wir möchten unseren Lesern Impluse liefern und diese zum nachdenken anregen - ein Stück weit auch mit neuen Ideen versorgen.

Ich stelle diese Frage auch, weil wir gerade auf den letzten Veranstaltungen verstärkt gehört haben, dass LOHAS zwar toll sind, auch dass man sich jetzt zu den Kulturell-Kreativen zählen darf - was das aber für die tägliche Arbeit und das persönliche Fortkommen bedeuten kann, wird sehr oft nicht klar. Die konkreten Ansatzpunkte fehlen. Was mache ich denn jetzt als Tischler mit diesem Konsum-Typ LOHAS? Und wie kann ich mein guten, sauberen und grüne Arbeitsstil in Geld verwandeln?

Zukünftig werden wir noch mehr versuchen eben das zu leisten. Ihre Sprache zu sprechen. Sie abzuholen. Und immer wenn das nicht klappen sollte, dann lassen Sie uns das bitte sofort wissen. Nachhaltig zu sein bedeutet auch verstanden zu werden.

“Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten” … so heißt eines der Zunft[institut]-Seminare in dessen Rahmen wir Menschen und Firmen aufzeigen, wieviel Potential in nachhaltigen Geschäftsmodellen und Ansätzen steckt - wieviel Zukunfts-Perspektive eben. Warum? Nun, vorgestern die Banken, gestern die Automobil-Industrie, heute die BASF, morgen die Verlage, dann die Werbebranche, gefolgt von Handelsketten - sicher auch aus dem Diskount Bereich. Es kracht derzeit gewaltig und wer weiß schon, wie lange das noch weitergehen wird, wer davon verschont bleiben wird.

Es galt mal in der Wirtschaft das Gebot, dass in guten Zeiten für schlechte zurückgelegt wird. Es galt dagegen nicht, dass sich wenige alles Geld in die Tasche stecken und wenn es dann ein wenig enger wird, sich nicht mehr daran erinnern mögen und sogar (laut) nach Hilfe schreien - und abertausende redliche Arbeitnehmer unter dieser Art der Mißwirtschaft leiden müssen. Irgendwie habe ich freie Marktwirtschaft anders verstanden und es wäre sehr nachvollziehbar, wenn da Steine flögen und viele Führungskräfte zur Verantwortung gezogen werden würden. Warum scherrt das aber keinen und warum ist der Staat jetzt der Heilsbringer, auf den sonst alle schimpfen und dem man möglichst wenig Steuern überlassen möchte?

Das geht so nicht weiter! Wir sind sicher, dass nachhaltigen und fairen Unternehmen - insbesondere in einem regionalen Kontext - eine große Zukunft bevor steht. Wenn sie es richtig angehen, die Chancen nutzen, die aus Fehler des Globalisierungsdrangs entstanden sind und sich zurück auf den Kunden besinnen. Einfach eigentlich, nur so gar nicht selbstverständlich, wie auch einige Beiträge in diesem Blog zeigen.

Ob diese nachhaltigen Unternehmer dann auf die Wiege (cradle to cradle) setzen, sich vornehmen ihren Kunden zuzuhören, diese in ihre Wertschöpfungsprozesse einbeziehen oder etwas innovativ nachhaltig Neues entwickeln, ist unerheblich. Wichtig ist es an seinen Weg zu glauben, eng an den Menschen im eigenen Umfeld zu bleiben, neu zu denken, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und neu zu handeln. Da wird Fernsehwerbung dann z. B. eine sehr untergeordnete Rolle spielen: Zum einen sind die Leitmedien heute Internet und Mobilphone und zum anderen bedeutet Fernsehwerbung (… und nicht nur die!) einen Preisaufschlag auf das Produkt. Wenn diese Werbeform und klassische Werbung generell überlebt, dann nur, wenn die Anbieter den Prosumenten transparent machen, wieviel mehr sie für das Produkt aufgrund dieser Werbung zahlen müssen. Auf einer solchen Basis kann sich dann jeder selbst entscheiden, ob er das finanzieren möchte oder nicht. Das gilt übrigens auch für Mieten.

Es gibt viele spannende Ansätze und die Schnellen werden die Langsamen und nicht die Großen die Kleinen überholen. Seid mutig … und natürlich hilft das Zunft[institut] gerne in diesen Prozessen, den Perspektiventwicklungen und als begleitender Partner - individuell, fair und ganzheitlich (dieser Werbesatz kostet Sie bei der Inanspruchnahme unserer Dienste keinen Cent mehr ;-)) versprochen).

Net Geners oder ausgeschrieben Net Generation wird diese Generation auch genannt, die zwischen 1977 und 1997 das Licht dieser Welt erblickt hat. Damit bin ich in diesem Beitrag wieder bei Don Tapscott. Ich habe bereits weiter vorn über “Grown up digital” geschrieben und möchte heute ein wenig mehr auf diese beschriebene Generation eingehen.

Diese Generation ist digital aufgewachsen und hat statt des bisherigen Leitmediums TV das Internet sowie das Mobiltelefon dafür adaptiert!!! So haben sich eine Reihe von Unterschieden oder Normen herauskristallisiert, die diese Generation leiten. Don Tapscott hat diese wie folgt identifiziert:

* Freiheit
* Individuelle Kundenanpassung / -orientierung
* (Über-)Prüfung
* Integrität (Redlichkeit)
* Zusammenarbeit
* Unterhaltung
* Geschwindigkeit
* Innovation

Die Existenz dieser Normen oder Leitmotive wurde mit einer weltweiten Umfrage unter 6.000 „NetGeners“ von nGenera (ehm. New Paradigma) 2008 überprüft - und ein wenig findet man LOHAS-Ansätze darin, finde ich.

So hat diese Generation schon heute Einfluss auf die Wirtschaft und strahlt mit einem Teil dieser Normen eben auch in den Lebensstil LOHAS und die kulturell-kreative Szene ab. Wenn wir also wissen wollen, was wir und unsere Wirtschaft morgen brauchen, sollten wir einen Fokus auf diese Generation richten, von ihnen lernen und vor allem … handeln.

Viele dieser Gedanken und Impulse stehen – ein wenig provokativ ausgedrückt - diametral zu unserer jetzigen Gesellschaft in Deutschland, die “alt im Sinne des Denkens, die satt im Sinne des Wohlstandes und die dekadent im Sinne ihrer Handlungsweisen ist” (Zitat Klaus Kofler). So ist es an der Zeit umzudenken und den schönen Satz Das haben wir schon immer so gemacht … endgültig aufs Altenteil zu schicken.

Haben Sie es gemerkt? Das war die Nr. 99. Für die 100, die in jedem Blog etwas besonderes ist, nehmen wir uns bis Montag Zeit. Sind Sie gespannt? Oder eher gelangweilt? Zeit eine erste Bilanz zu ziehen?

Uns fällt auf, dass immer mehr Städte und Regionen die Nachhaltigkeit für sich entdeckt haben. Nicht nur Essen, die Kulturhauptstadt Europa 2010, hat sich auf den Weg gemacht und entdeckt im Zuge dessen ihre Kulturell-Kreative Klasse. Eine Reihe weiterer Kandidaten versuchen Nachhaltigkeit für sich zu nutzen - im Idealfall eine Alleinstellung darüber aufzubauen. Eigentlich clever, aber es gibt da einiges zu bedenken.

Nur zwei Beispiele dazu: Es lohnt sich erst dann über Nachhaltigkeit mit anderen zu sprechen (Werbung, PR), wenn die Stadt oder die Region die Nachhaltigkeit schon annähernd lebt. Was nützt es, wenn ich als (womöglich kritischer LOHAS-affiner) Besucher in DIE Nachhaltigkeits-City komme, und ich mich bereits beim ersten Restaurant-Besuch oder an der Tourist-Info fragen muss, ob der herbe Charme und die brutale Unfreundlichkeit Teile der Kampagne sind oder vielleicht ein Stück authentische Identität darstellen. Auch der Dialogversuch über die “tolle Nachhaltigkeits-Strategie ihrer Stadt” bringt dann wahrscheinlich nur fragende Blicke hervor und ein schlichtes: WAAASSSS? Also: Nachhaltig wird nur, wer alle Beteiligten von Anfang an zu einem Teil des Prozesses werden läßt. Ganz von Anfang an.

Das zweite Beispiel hat mit Transparenz und Offenheit zu tun: Eine nachhaltige Region wird man nicht über Nacht. Auch hier ist es wichtig, seine zukünftigen Besucher und Gäste frühzeitig einzuladen sich ein Bild des Projektes zu machen - wann immer diese das tun möchten. Das war früher sicher schwer, heute ist das über die Leitmedien Internet und Mobiltelefon dafür sehr einfach. Also liebe kommende Nachhaltigkeits-City: Wie wäre es zu aller erst mit einer Internet-Wiki, die über Gutes, Schlechtes, Erfahrungen, Kritisches berichtet und Geschichten über den Prozeß erzählt? In der alle Beteiligten zu Wort kommen können und ihre Sicht der Dinge darstellen können?

Das wäre keine gute, innovative Idee - nein - das ist eine wesentliche Grundvoraussetzung und ein kritischer Erfolgsfaktor im Rahmen eines solches Projektes. Und es ist Neues Denken!

Es wird Herbst und das ist die Zeit wieder Bücher zu lesen - all die Praxis theoretisch zu hinterfüttern. Ich komme deshalb noch mal auf das Buch “Die Kunst loszulassen” zurück - auf das vorletzte Kapitel. Hier schildert Molly in einem Tagebuch, wie es denn so war, bei der ersten Begegnung mit einem Wiki-Dingsda. “Obwohl ich Krach geschlagen und gedroht habe, das Haus in die Luft zu jagen, ist es mir nicht gelungen, mich diesem sog. Wiki-Training zu entziehen” … ist der Anfang am 12. Juni.

Am 29. Juni klang das dann schon so: “Ich habe herausgefunden, was man noch mit dem Wiki machen kann! Freitag ist Kuchentag, und mit dem Wiki kann ich am schnellsten herausfinden, wer welchen Kuchen möchte und wer ihn besorgt.”

Und schließt am 17. Juli mit: “Wir sprachen über das Wiki, und ich erzählte ihm von dem Alptraum am Tag außer Haus und dann über meine Idee, den Newsletter der Abteilung daraufzustellen. Er schlug statt dessen einen Blog vor …”.

Spannende Geschichte, nett und praxisnah geschrieben. Und am 23 September hätte Molly geschrieben: “Ich will wissen, wer sich bei uns im Haus mit grünem Geld auskennt und werde diese Frage in unseren Blog stellen. Darauf hin schlug er das interne Facebook vor …”. Molly wird so noch zur Enterprise 2.0 Expertin. Wowww.

… lieferte dieser 2. Zunft[tag] im Rahmen der Veranstaltungsreihe Essens Kreative Klasse auf Zollverein. Ein spannender Nachmittag, der eben mit Impulsen und Beispielen für kleine Unternehmen und Unternehmer angereichert war. Da wurden die unterschiedlichsten Themen beleuchtet: von der Bedeutung der Innovation, über Bündelungsstrategien für Handwerker, Online-Schmuck-Verkauf (sehr, sehr schöne Stücke, die auch live zu sehen waren), Charakteristiken und Definitionsversuche der kulturell-kreativen Klasse, der Entschleunigung des Handels, bis hin zu Untersuchungen des Kaufverhaltens der LOHASen und grüner Architektur.

Wer da war wird bestätigen: Da war sicher für jeden etwas dabei - und es wurden viele Gesprächs- und Diskussionsansätze geschaffen. Und vielleicht ja auch Anknüpfungspunkte für Kooperationen und ganz neue Projekte. So stand auch bei dieser Veranstaltung die Bündelung von vielen kleinen Kräften zu einer großen Kraft im Vordergrund.

Die meisten Vorträge vom Zunft[tag] finden Sie hier: Nachbereitung des 2. Zunft[tages]

Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass es einige kritische Töne gab. Töne, die die mangelnde Unterstützung durch die politische Klasse bemängelten - genau wie den Filz und die Cliquen-Bildung rund um die Geldtöpfe des Mega-Projektes Kulturhauptstadt Essen 2010 - so meine ganz persönliche Wahrnehmung. Als klassischer Top-Down-Prozess angelegt, liegt die Vermutung nahe, dass das Gross der Mittel oben hängen bleibt, der eigenen Status-Sicherung dient und dass unten bei denen, die dieses Projekt letztlich leben und tragen sollen, nichts mehr oder wenig ankommt. Da hinken dann auch Vergleiche mit der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas Liverpool und entsprechende Hinweise darauf, dass es dort ja auch nicht wirklich gut klappen würde und eine zu hohe Erwartungshaltung gegenüber den Verantwortlichen in Essen nicht gerechtfertigt wäre. Zum einen glaube ich an den europäischen Gedanken, der in diesem Falle nahelegen würde in Liverpool mal nach den lessons learned - zu fragen. Schließlich ist noch ein gutes Jahr Zeit diese zu berücksichtigen und zum zweiten finden sich dort ja vielleicht ähnliche Strukturen wie bei uns, so dass auch in Liverpool viel Geld in nutzlosen und unsichtbaren Strukturen versickert sein könnte. Da solche Projekte zu großen Teilen mit Steuergeldern gefördert werden, sollte eigentlich jeder Bürger Europas hier Rechenschaft verlangen dürfen … so wäre eine totale Transparenz solcher Vorhaben wichtig und vor allem eines: Nachhaltig.

Aber solche Anmerkungen und Nachfragen sind meist nicht schicklich, wohl aber meine wiederum ganz persönlichen lessons learned u. a. aus der Misswirtschaft der Banken. Ich will und werde solche Fragen stellen - auch wenn es keine Antworten sondern nur Ausreden und Schweigen darauf gibt.

Herzlich willkommen zurück bei unserer Serie rund um die uns umgebenden Begrifflichkeiten. Heute - nach Web 2.0 beim letzten Mal - Soziale oder Social Software. Um das gleich vorweg zu nehmen: Dieser Bereich wird oft auch mit SNS (Social Networking Software) bezeichnet und unter dem Begriff CSCW (Computer-Supported Collaborative Work) u. a. mit Groupware zusammen gefasst. Andrew McAfee hat dazu die Eigenschaften von Social Software unter der Abkürzung SLATES (search, links, authoring, tags, extensibility, signals) gebündelt. Soweit einmal die Abkürzungen und verwandten Begriffe. Ich hoffe Sie sind noch bei mir ;-).

Um dem Kind mal ein Gesicht zu geben: Wiki’s, Facebook, Blogs, XING, YouTube, Instant Messaging, Sevenload, … - das war jetzt eine Mischung aus Softwarebezeichnungen und konkreten Plattformen - sind Social Software - auch Social Commerce Plattformen fallen hier hinein. In Abgrenzung zu Groupware steht bei Social Software der Einzelne in der Community und nicht die Gruppe selbst im Fokus. Auch ist eine Beteiligung in einer Groupware (Notes, Outlook, …) oft obligatorisch, bei Social Software ist diese freiwillig.

Mit Social Software wird Web 2.0 erst möglich, ob es deshalb ein Unterbegriff von Web 2.0 ist? Das mag jeder selbst entscheiden. Aber auch vor Web 2.0 gab es schon Projekte und Ansätze für Social Software oder das Social Net. In so fern hat sich beides parallel entwickelt. Social Software ist so die Infrastruktur für Web 2.0 und Co..

Ob das auch für Enterprise 2.0 gilt … dieser Frage werden wir uns im nächsten Teil widmen.

Abschließend möchte ich schon ein wenig auf Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang eingehen: Ich lege Wert auf nachhaltige Freundschaften - ich möchte diese auf Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung aufbauen. Wenn sich jetzt ein Teil unseres sozialen Lebens ins Internet bewegt, gilt Gleiches natürlich auch dort. Hier unterstützt Social Software eben die Prozesse, die für die oben genannten Voraussetzungen und Bindungen notwendig sind. Gerade der Bereich Offenheit - ich könnte auch Transparenz schreiben - wird hier stark unterstützt. Zusätzlich gilt Nachhaltigkeit natürlich auch in Unternehmen als eine wichtige Voraussetzung für die gewinnbringende, motivierende Zusammenarbeit mit Kollegen - und Social Software wird auch innerhalb von Unternehmen eingesetzt. Oder hat Ihre Firma noch kein internes Facebook?

Das sind zwei von vielen Fragen, die am

24. und 25. Oktober auf den

Bayreuther Dialogen 2008

bewegen werden. Bei der Veranstaltung dreht sich alles um die “Moralisierung der Märkte - neue ohnMacht des Konsumenten?!”

Wird der Konsument nur beeinflusst?
Welche Rolle spielt Moral im Handel zwischen Unternehmen?

Zu den diesjährigen Referenten zählen unter anderem:

- Prof. Dr. Hansjörg Elshorst - Vorsitzender des Beirats von Transparency International
- Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe
- Jürgen Jaworski, Geschäftsführer bei 3M
- Prof. Dr. Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie, Fulda
- Prof. Dr. Matthias Schmidt, Geschäftsführer der Klaus Dieter-Trayser-Stiftung
- Prof. Dr. Nico Stehr, Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University
- Rainer Brüderle, Stellv. Bundes-Fraktionsvorsitzender der FDP
- Dr. Michael Kern, CEO von A.T.U.

… und viele andere.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Website Bayreuther Dialoge.

Obwohl wir uns einige Fragen zum Thema bereits beantwortet haben - bei uns heißen die Konsumenten eben deshalb Prosumenten -, birgt diese Veranstaltung sicher spannende Diskussionen und Sichtweisen aus der Praxis.

Einmal ein Hinweis in eigener Sache: Ab Herbst 2008 bietet das Zunft[institut] eine erste Serie von Seminaren rund um die Themen Innovation, Trends, Kommunikation und Wissen im Kontext zur Nachhaltigkeit an.

Uns lagen bei der Konzeption insbesondere die pragmatische Ausrichtung, ein inspirierendes Umfeld und die faire Preisgestaltung am Herzen. So werden die ersten beiden Seminare bereits im Oktober im Bregenzerwald stattfinden, der zu dieser Jahreszeit noch immer mit seiner Schönheit lockt. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die Seminarkosten die Unterbringung bereits beinhalten. Haben Sie Lust auf einen Perspektivwechsel und neue, inspirierende Impulse?

07. bis 09. Oktober 2008:

Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten

28. bis 30. Oktober 2008:

Wissen, Nachhaltgkeit und Innovation - Der Kreislauf für zukünfige Innovationen

Nährere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website …

Die Seminare finden in Kooperation mit Trends & Wege  statt, die weitere Seminare rund um Innovation anbieten.

Am 20. Juni fand sich ein sehr erhellender Artikel zu der Haltung des Stadtplanungsamtes der Stadt Essen zur weiteren Entwicklung des Kokereiareals auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein. Besonders erfreulich war natürlich hier das Lob zum Konzept der Die Zunft AG als eine der “innovativen Visionen” für die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010. Den Artikel in “Der Westen” finden Sie hier. Bei der in der Überschrift skizzierten Haltung verwundert allerdings, dass Ende 2007 das Konzept eines Zunft[viertels] auf der Kokerei Zollverein im Wettbewerb “Create NRW” als bester Entwurf aus dem Ruhrgebiet mit einer Anerkennungsurkunde von Frau Christa Thoben, der Wirtschaftsministerin des Landes NRW, ausgezeichnet wurde, die Urkunde finden Sie hier. Im Juni 2007 war das Konzept mit einer Urkunde des Bundespräsidenten Horst Köhler beim Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen” ausgezeichnet worden. Schon Ende 2006 hatte Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger das Zunftkonzept anlässlich der Überreichung des “Chance Denkmal Awards” an die “Die Zunft AG” öffentlich höchst gelobt. Dr. Reiniger sagte damals bei seiner Laudatio: “Das von der Die Zunft AG geplante Zunft[viertel] mit dem Angebot an hochwertigen Handwerks-, Kunsthandwerks- und Dienstleistungsprodukten passt hervorragend in den lebendigen Kulturraum am Standort Zollverein. Wir erhoffen uns als Stadt, dass wir damit einen weiteren Baustein hier nach Zollverein bekommen, der für zusätzliche Arbeitsplätze, ein attraktives Waren- und Dienstleistungsangebot und damit selbstverständlich auch zusätzliche Kunden- und Besucherströme sorgt“, den Text der Pressemitteilung vom 11. Dezember 2006 finden Sie hier. Spannend ist in diesem Zusammenhang ein weiterer lesenswerter Artikel in “Der Westen” zum neuen Shoppingcenter am Limbecker Platz, der Artikel findet sich hier, eine interessante Diskussion zum Zollvereinstandort findet man hier. Zudem eher deprimierend ist ein Artikel, den ich gerade in der “Welt” vom 8. Juni 2008 fand, der sehr anschaulich die Probleme auf Zollverein skizziert, den Artikel findet man hier - und - mit Geheimnistuerei kommt man bekanntlich in Zeiten des “Cluetrain Manifests” auch nicht weit!!!. Einige lesenswerte Kommentare zu dem Designstadt-Artikel finden sich auch im spannenden Blog Ruhrbarone.

Eigentlich lese ich in Blogs meist aktuelle Themen, etwas über Trends oder tolle neue Dinge. Vielleicht reizt mich gerade deshalb ein Blick zurück - gerade in diesem ersten inhaltlichen Beitrag für den Zunft[blog]. Ich schaue mal ins Jahr 1999 nach Amerika, wo vier Herren fünf Jahre vor Dale Dougherty in 15 ihrer 95 These das beschrieben, was wir heute als Web 2.0 kennen. Damals nannten David Weinberger, Doc Searls, Rick Livine und Christopher Locke ihre Thesen das „Cluetrain Manifest“. Den „Zug mit den Schlüsseln“ (www.cluetrain.de), der jeden Tag in Unternehmen ankommt, dessen Ankunft aber bis heute niemanden so richtig zu interessieren scheint. Ich selbst hatte Anfang 2003 schon einmal Kontakt mit den Cluetrain. Damals machte mich der Mann, der auch das Wirtschaftsmagazin Brand eins (www.brandeins.de) maßgeblich auf diese Fährte setzte, als unser Kommunikations-Berater auf diese Ausarbeitung aufmerksam. Oliver Baer (www.baerentatze.de) hatte damals keinen Erfolg bei mir, heute bin ich ein glühender Anhänger dieser Thesen.

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Na ja, Web 2.0 wird ja eine Nähe zur Nachhaltigkeit nachgesagt und wenn Cluetrain die Mutter des Web 2.0 ist, ja dann …!

Aber das Cluetrain Manifest geht noch weiter. Es behandelt eines der wesentlichen Dinge, die uns in der Die Zunft AG - insbesondere im Kompetenzbereich Zunft[institut] (www.zunftinstitut.org) - umtreibt: Nachhaltigkeit in Organisationen und öffentlichen Institutionen. Nicht vorrangig die Nachhaltigkeit in Sachen Natur, Klima, Bildung, Sozial-Engagement spornt uns an, nein! Vielmehr interessieren uns die Möglichkeiten und Chancen die sich Unternehmen und Institutionen bieten, die Nachhaltigkeit auch in ihre Organisationen tragen, sie wirken lassen im Umgang mit ihren Mitarbeitern, ihren Lieferanten und Kunden. So werden wir genau dieses Thema immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln hier im Zunft[blog] aufgreifen, von unseren Erfahrungen berichten und versuchen heraus zu finden, ob und wie das Cluetrain Manifest mehr und mehr in der Realität ankommt. Helfen Sie uns dabei?

Vorträge des 2. Zunft[tag] Ruhr vom 17. Oktober 2008 online

Am Freitag, 17. Oktober 2008 fand der "2. Zunft[tag] Ruhr" anlässlich der Reihe "Essens kreative Klasse" auf der Zeche Zollverein in Essen statt. Die Vorträge und Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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