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Eigentlich wollte ich diesen Beitrag gar nicht schreiben. Ich hatte mich geärgert. Aber nach mir haben sich dann auch noch mein Sohn und meine Tochter und mein Schwiegervater geärgert. Und ob dieses vielen Ärgers, schreibe ich es jetzt doch. Damit sich nicht noch weitere 10 so ärgern müssen.

Der Anlass dieses Ärgers ist Pudding von Dr. Oetker in den Geschmacksrichtungen Vanille und Schoko. Und Dr. Oetker Milchreis. Und ich spreche hier von dem neuen Bio-Sortiment. Eigentlich hätte es mir zu denken geben müssen, dass es ein solch großer Konzern jetzt auch im Bio-Bereich versucht. Aber ich war durchlässig für dieses Bio-Versprechen, dass noch dazu teurer ist, als die anderen Wettbewerbsprodukte. Schon die geringe Menge an Inhaltsstoffen kann dabei wohl kaum einen Mehrpreis von 10 bis 20 cent bewirken - alles Marketing. Auch hier habe ich nicht nachgedacht.

Anyway. Alles wäre gut, wenn das Zeug wenigstens schmecken würde. Aber genau beim Geschmack entstand der Ärger. Die glibberige Pampe scheint direkt dem Labor entsprungen. Echte Vanille oder gute Schokolade spielte bei der Herstellung jedenfalls keine tragende Rolle. Ich frage mich wie man solche Produkte in den Markt bringen kann ….. bahh. Das ist fast Körperverletzung seitens eines Markenartiklers, der in seinem Claim “Qualität ist das beste Rezept” verspricht. Ich werde das dem Dr. Oetker-Kundenservice auch kundtun.

Also: Erspart Euch gruselige Momente!

Am Montag habe ich einen sehr interessanten Bericht über die Arbeit eines Food-Scouts - zu deutsch wohl - Futter-Sucher ;-) gesehen. Der Mann wuselte quer durch Asien auf der Suche nach neuen Zutaten für eine spannende Küche und schonte dabei kein noch so abgelegenes Bergdorf. Ich sehe mich ab und an als Nachhaltigkeits-Scout und damit ein wenig in der parallelen Bahn zu diesem Herrn in Asien. Im Moment beschränke ich mich allerdings noch auf Ausflüge in Deutschland, Schwerpunkt Metropolregion Hamburg.

Am Dienstag war ich mal wieder bei Aldi. Einem neuen Aldi, der bereits in der (norddeutschen) Traumkollektion mit Edeka und Rossmann auftritt. Und irgendwie zahlt diese Ladenkombi doch schon ein wenig auf die Schizophrenie ein - das was ich beim Aldi und bei Rossmann gespart habe, kann ich beim Edeka aufn Kopf hauen. Obwohl es ein neuer Aldi war, sah der genauso aus wie der Aldi meiner Jugend, der 50m talwärts im jetzigen Rossmann-Markt verortet war. Allerdings mit einem Unterschied: Die zwei Leergut-Entsorgungsautomaten gab es noch nicht. Und irgendwie hatte ich die Wein-Kollektion größer bzw. länger in Erinnerung. Das was ich heute dort fand, war total unattraktiv und einfach so hingeschmissen. Mir täte es keinen Spaß machen dort etwas für einen gemeinsamen Abend mit Frau oder Freunden zu erstehen. Auch wenn’s günstig wäre.

Aber der eigentliche Anlass für diesen Artikel fand sich schräg gegenüber der Weinkollektion. Sie werden es nicht wirklich erahnen, was meine Augen dort entdeckten. ES lag zwischen mehreren anderen Druckerzeugnissen und es war …. Die Zeit! Und nicht nur eine, sondern mehrere Ausgaben. Mit dem Hintergrundwissen, dass Aldi keine schlecht gehenden Produkte duldet, ist wohl davon auszugehen, dass Die Zeit bei Aldi auch verkauft wird. Das wiederum beweist, dass hochgebildete und überdurchschnittlich intelligente Menschen (wer sonst mag dieses Blatt lesen) tatsächlich dort einkaufen und sogar nicht davor zurück schrecken, ihre wöchentliche Die Zeit dort zu erwerben. Das ist doch ein Knaller, oder? Zumal es bei uns am Ort (32.000 Einwohner) überhaupt nur zwei Zeitungsläden gibt, bei denen unsereins die Die Zeit verlässlich bekommt. Und Edeka nebenan hat sie nicht!

ZDF

Foto: ZDF

Ist es bezeichnend, daß ich mein aktives Blog-Engagement hier im Zunft[blog] mit einem TV-Tipp starte? Nun, vielleicht. Aber es ist nicht irgendein TV-Tipp:

Heute abend (Mittwoch, 26.11.) läuft um 22.30 Uhr im ZDF der Beitrag Abenteuer Wissen. Thema der Sendung ist “Fluch der bunten Plastikwelt” und wie es scheint, werden nicht (nur) düstere Umweltszenarien vorgestellt sondern auch Lösungen und Mutmacher präsentiert.

Einer dieser dort vorgestellten Mutmacher ist mein geschätzter Nachbar Hubert Loick, der, einst klassischer Landwirt in x-ter Generation, sehr kreativ und erfolgreich Mais zu Verpackungsmaterialien und zu Spielzeug verarbeitet. Letzteres ist eine biologische Lego-Alternative und übrigens auch als Weihnachtsgeschenk relevant. Nachhaltiger geht’s nicht.

Kucken/Konservieren, Kommunizieren!

Na klar, als Informierte(r) der Szene wissen Sie, dass Ritter jetzt auch in Bio macht. Ich kannte die Geschichte auch, allerdings nicht vollständig. In einem Interview auf Spiegel Online erzählt Herr Ritter jetzt auch etwas zu Löhnen und dem essentiellen Gleichklang aus “sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten”, der stimmen muss, um mit einem Unternehmen langfristig und nachhaltig erfolgreich zu sein. Und genau dass würde in der Betriebswirtschaftslehre und der späteren Unternehmensführung sträflich vernachlässigt, sagt Ritter. Reine Profitwirtschaft gehe halt immer zu Lasten der anderen zwei Punkte in diesem Gleichklang - weil sich diese auch untereinander bedingen.

Wie Darboven, so hat auch Ritter bereits früh (1990) angefangen sich um einen biologischen Kakao-Anbau in Mittelamerika zu kümmern. Ein Engagement über mittlerweile 18 Jahre, was laut Ritter unter der Regie einer Aktiengesellschaft mit 3-monatigen Renditeberichten wohl kaum möglich gewesen wäre.

Wieso lernen anderen Unternehmen nicht von solchen “Klassenbesten”, der in diesem Fall ja sogar Marktführer in seinem Segment ist? Noch dazu schreibt er sich auf die Fahnen, seine Mitarbeiter überdurchschnittlich zu bezahlen und auf ein Klasse-Klima in der der Firma sowie bei den Lieferanten bauen zu können. Und er möchte dabei sein, wenn der Anteil der Bio-Schokolade von zur Zeit 1% auf - seine Prognose - 20% ansteigt. Vielleicht hilft ja “die Krise”, dass sich mehr und mehr Unternehmen solchen nachhaltigen Zielen verschreiben. Ich würde mir das ganz fest wünschen. Ansatzpunkte für konkrete Handlungen bietet das Beispiel Ritter Sport reichlich.

Heute mal eine ehrliche Frage: Können Sie unseren Beiträgen im Zunft[blog] folgen oder ist das oft hochtrabendes Geschwafel, das wenig mit der Realität zu hat und Ihnen keine, aber so gar keine Ansatzpunkte in Ihrem eigenen Umfeld aufzeigt?

Unser Anspruch ist es, verständliche Beiträge zu liefern, die auch die Ableitung von konkreten Maßnahmen zuläßt. Wir möchten unseren Lesern Impluse liefern und diese zum nachdenken anregen - ein Stück weit auch mit neuen Ideen versorgen.

Ich stelle diese Frage auch, weil wir gerade auf den letzten Veranstaltungen verstärkt gehört haben, dass LOHAS zwar toll sind, auch dass man sich jetzt zu den Kulturell-Kreativen zählen darf - was das aber für die tägliche Arbeit und das persönliche Fortkommen bedeuten kann, wird sehr oft nicht klar. Die konkreten Ansatzpunkte fehlen. Was mache ich denn jetzt als Tischler mit diesem Konsum-Typ LOHAS? Und wie kann ich mein guten, sauberen und grüne Arbeitsstil in Geld verwandeln?

Zukünftig werden wir noch mehr versuchen eben das zu leisten. Ihre Sprache zu sprechen. Sie abzuholen. Und immer wenn das nicht klappen sollte, dann lassen Sie uns das bitte sofort wissen. Nachhaltig zu sein bedeutet auch verstanden zu werden.

Was für eine Überschrift … feine und cremige Ganzfruchtgetränke, die ganz und gar unschuldig sind … gibt es eben bei Innocent Drinks aus Hamburg.

In einer Pressemitteilung vom 20.11.2008 heißt es: “Immer mehr Menschen werden auf den Klimawandel und seine Konsequenzen aufmerksam. Sie möchten dazu beitragen, dass weniger CO2 produziert wird und wollen daher wissen, wie sich das, was sie kaufen auf ihre Umwelt auswirkt. Als erstes Unternehmen veröffentlicht der Smoothie-Hersteller innocent daher hierzulande einen CO2-Fußabdruck für jedes seiner Produkte. Der Wert zeigt innocent-Käufern, wie viel CO2 bei der Herstellung ihrer Smoothies anfällt.

Das Ergebnis: Bei der Herstellung eines 250ml-Smoothies der Sorten Cranberry & Himbeere oder Orange, Karotte & Mango entstehen auf dem Weg von den Obstplantagen bis in die deutschen Kühlschränke im Durchschnitt 273g CO2. Beim Brombeere, Himbeere & Boysenbeere-Smoothie sind es 276g CO2; bei Erdbeere & Banane 281g und bei Mango & Maracuja 283g. Zum Vergleich: 1 Liter Benzin verursacht 2,93kg CO2-Ausstoß; für 1kWh Strom fallen 639g CO2 an - das ist in etwa die Menge Strom, die wir für eine dreiminütige Dusche benötigen.”

Na, das hört sich alles ja sehr löblich an, oder? Ich würde einfach gerne wissen, wieviele Ganzfruchtgetränke eben durch diesen CO2-Fussabdruck mehr verkauft werden? Wenn das wirklich gelingt, was gibt es schöneres als mit unschuldigen Dingen Menschen zu erfreuen und gleichzeitig auch noch seinen Lebensunterhalt verdienen zu können?

“Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten” … so heißt eines der Zunft[institut]-Seminare in dessen Rahmen wir Menschen und Firmen aufzeigen, wieviel Potential in nachhaltigen Geschäftsmodellen und Ansätzen steckt - wieviel Zukunfts-Perspektive eben. Warum? Nun, vorgestern die Banken, gestern die Automobil-Industrie, heute die BASF, morgen die Verlage, dann die Werbebranche, gefolgt von Handelsketten - sicher auch aus dem Diskount Bereich. Es kracht derzeit gewaltig und wer weiß schon, wie lange das noch weitergehen wird, wer davon verschont bleiben wird.

Es galt mal in der Wirtschaft das Gebot, dass in guten Zeiten für schlechte zurückgelegt wird. Es galt dagegen nicht, dass sich wenige alles Geld in die Tasche stecken und wenn es dann ein wenig enger wird, sich nicht mehr daran erinnern mögen und sogar (laut) nach Hilfe schreien - und abertausende redliche Arbeitnehmer unter dieser Art der Mißwirtschaft leiden müssen. Irgendwie habe ich freie Marktwirtschaft anders verstanden und es wäre sehr nachvollziehbar, wenn da Steine flögen und viele Führungskräfte zur Verantwortung gezogen werden würden. Warum scherrt das aber keinen und warum ist der Staat jetzt der Heilsbringer, auf den sonst alle schimpfen und dem man möglichst wenig Steuern überlassen möchte?

Das geht so nicht weiter! Wir sind sicher, dass nachhaltigen und fairen Unternehmen - insbesondere in einem regionalen Kontext - eine große Zukunft bevor steht. Wenn sie es richtig angehen, die Chancen nutzen, die aus Fehler des Globalisierungsdrangs entstanden sind und sich zurück auf den Kunden besinnen. Einfach eigentlich, nur so gar nicht selbstverständlich, wie auch einige Beiträge in diesem Blog zeigen.

Ob diese nachhaltigen Unternehmer dann auf die Wiege (cradle to cradle) setzen, sich vornehmen ihren Kunden zuzuhören, diese in ihre Wertschöpfungsprozesse einbeziehen oder etwas innovativ nachhaltig Neues entwickeln, ist unerheblich. Wichtig ist es an seinen Weg zu glauben, eng an den Menschen im eigenen Umfeld zu bleiben, neu zu denken, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und neu zu handeln. Da wird Fernsehwerbung dann z. B. eine sehr untergeordnete Rolle spielen: Zum einen sind die Leitmedien heute Internet und Mobilphone und zum anderen bedeutet Fernsehwerbung (… und nicht nur die!) einen Preisaufschlag auf das Produkt. Wenn diese Werbeform und klassische Werbung generell überlebt, dann nur, wenn die Anbieter den Prosumenten transparent machen, wieviel mehr sie für das Produkt aufgrund dieser Werbung zahlen müssen. Auf einer solchen Basis kann sich dann jeder selbst entscheiden, ob er das finanzieren möchte oder nicht. Das gilt übrigens auch für Mieten.

Es gibt viele spannende Ansätze und die Schnellen werden die Langsamen und nicht die Großen die Kleinen überholen. Seid mutig … und natürlich hilft das Zunft[institut] gerne in diesen Prozessen, den Perspektiventwicklungen und als begleitender Partner - individuell, fair und ganzheitlich (dieser Werbesatz kostet Sie bei der Inanspruchnahme unserer Dienste keinen Cent mehr ;-)) versprochen).

Ja, ich gebe es zu … ich bin T-Mobile-Kunde. Allerdings habe ich auch noch einen O2-Surfstick und ein O2-Mobiltelefon. So habe ich ein wenig den Vergleich. Der Preis ist dabei wirklich zweitrangig - es geht mir eigentlich um die Servicequalität (vielleicht liest das ja mal ein Verantwortlicher)! Bei O2 lande ich in einem sog. Businessteam, die tatsächlich auf E-Mails reagieren und bei denen man auch bestimmte Ansprechpartner wieder verlangen kann - ohne seine Geschichte im Laufe eines “Vorfalls” drei oder mehr Male zu erzählen.

Aber eigentlich möchte ich über die Telekom schreiben - oder T-Mobile. Eigentlich weiß ich gar nicht, ob die nun noch zusammen sind oder nicht oder schon wieder auseinander? Anyway. Ich versuche seit Montag Nachmittag an meine aktuelle Online-Rechnung heran zu kommen. Am letzten Montag und auch am Dienstag war von Wartungsarbeiten die Rede - allerdings immer erst NACH der Anmeldung (warum?). Mittwoch tritt mehrfach ein anderer Fehler auf, gewartet wird wohl nicht mehr. Die Hotline kann mir kein PDF der Rechnung senden. Also ist es wie bei der Deutschen Bahn: Auf offener Stecke ohne Informationen gestoppt - übrigens haben weder die Mitarbeiter an der Hotline (”das geht am Dienstag im Laufe des Vormittags wieder”) noch die Kunden eine Ahnung. Wahrscheinlich werden gerade wieder im großen Stil für Weihnachten Daten geklaut, was den Server voll und ganz auslastet - sorry.

Aber dieser - aus meiner Erfahrung - schlampige Service wird dadurch noch getoppt, dass uns gestern ein unbekannter, schlecht deutsch sprechender angeblicher Telekom-Mitarbeiter anrief (immer OHNE Rufnummern-Übermittlung, was das Vertrauen in den Laden nicht gerade stärkt), der schlicht fragte, ob wir denn unseren DSL-Anbieter nicht wechseln möchten. Einfach so. Keine Argumente warum, keine sonstigen Infos. Was sollen wir anderes als “Nein” sagen? Dann 3 Stunden später ein Anruf auf meinem Mobiltelefon - wieder ohne Rufnummernübermittlung - die nächste Telekom-Runde. “Sie als treuer Kunde …” weiter kam der Mann nicht, weil ich ihn angeschrien habe, er möge dafür Sorge tragen, dass mein T-Mobile-Online-Bereich wieder funktioniert, weiterhin nie wieder ohne Rufnummernübermittlung anrufen und überhaupt habe ich ihn und seinen Kollegen schon mehr als 5 mal erklärt, dass ich mit meinem O2-Vertrag eine Flatrate habe. Ich habe bei anderen dieser Anrufe schon mal um ein schriftliches Angebot des mündlich gesprochenen gebeten - das war auch immer nicht möglich. Übrigens habe ich von O2 noch keinen einzigen Werbeanruf eines betriebsfremden Callcenters erhalten.

Gerade in Zeiten in denen eine Firma fahrlässig mit dem Vertrauen seiner Kunden umgegangen ist, darf so etwas nicht sein. Niemals. Statt in Werbung, die niemand sehen will, sollte lieber in Servicequalität, denkende Führungskräfte und Sicherheit investiert werden. Was für ein Saftladen …

… oder Von einem Einkäufer, der auszog, um an Frankfurt vorbei zu fahren.

„Hinten kackt die Ente“ heißt es in meiner Schafkopfrunde, wenn der letzte Stich das Spiel entscheidet. Ähnlich ist es auch mit dem Jahresergebnis des Einzelhandels: Weihnachten gut – alles gut. Daher sollte diese Saison gut vorbereitet sein. Früher geschah das überwiegend auf der Herbstmesse in Frankfurt. Sortimentsthemen wurden definiert, Ware geblockt, Taschenrechner bemüht. Das war früher. Heute ist die Messe eher zu einer Veranstaltung geworden, die dem interessierten Fachpublikum, das ungern nach China fliegt, die Möglichkeit gibt „Kleinasien“ zu spielen.

Heute ziehen sich immer mehr Aussteller zurück. Das liegt sicherlich auch an den Kosten, die ja auch für den Messebesucher in Frankfurt erheblich sind. Es liegt aber auch daran, dass es kein erkennbares Konzept mehr gibt – die Messe ist zu einer riesigen Gemischtwarenhandlung mit Ramschtendenz geworden.

Wo sind die Alternativen? Die lieben Außendienstmitarbeiter, die eh schon vor der Messe auf der Matte stehen, damit man das Geld nicht aus Versehen dem Falschen gibt? Alles so machen wie im letzten Jahr?

Unsere Lösung: Ausflüge machen. In Herning, Birmingham, Paris oder Mailand, findet man auch schöne Sachen und am Messeeingang hört man sogar ein „herzlich Willkommen“.

P.S. Sollte eine Firma in der Nähe der Route liegen, wird sie besucht. Dabei kommt meist das Beste raus, zumindest gibt es dort keine lauwarmen Würstchen und abgestandenen Kaffee…

Andreas Langholz
Coledampfs Küchenkulturzentrum

… nur eingestellt von Olli Selaff

Net Geners oder ausgeschrieben Net Generation wird diese Generation auch genannt, die zwischen 1977 und 1997 das Licht dieser Welt erblickt hat. Damit bin ich in diesem Beitrag wieder bei Don Tapscott. Ich habe bereits weiter vorn über “Grown up digital” geschrieben und möchte heute ein wenig mehr auf diese beschriebene Generation eingehen.

Diese Generation ist digital aufgewachsen und hat statt des bisherigen Leitmediums TV das Internet sowie das Mobiltelefon dafür adaptiert!!! So haben sich eine Reihe von Unterschieden oder Normen herauskristallisiert, die diese Generation leiten. Don Tapscott hat diese wie folgt identifiziert:

* Freiheit
* Individuelle Kundenanpassung / -orientierung
* (Über-)Prüfung
* Integrität (Redlichkeit)
* Zusammenarbeit
* Unterhaltung
* Geschwindigkeit
* Innovation

Die Existenz dieser Normen oder Leitmotive wurde mit einer weltweiten Umfrage unter 6.000 „NetGeners“ von nGenera (ehm. New Paradigma) 2008 überprüft - und ein wenig findet man LOHAS-Ansätze darin, finde ich.

So hat diese Generation schon heute Einfluss auf die Wirtschaft und strahlt mit einem Teil dieser Normen eben auch in den Lebensstil LOHAS und die kulturell-kreative Szene ab. Wenn wir also wissen wollen, was wir und unsere Wirtschaft morgen brauchen, sollten wir einen Fokus auf diese Generation richten, von ihnen lernen und vor allem … handeln.

Viele dieser Gedanken und Impulse stehen – ein wenig provokativ ausgedrückt - diametral zu unserer jetzigen Gesellschaft in Deutschland, die “alt im Sinne des Denkens, die satt im Sinne des Wohlstandes und die dekadent im Sinne ihrer Handlungsweisen ist” (Zitat Klaus Kofler). So ist es an der Zeit umzudenken und den schönen Satz Das haben wir schon immer so gemacht … endgültig aufs Altenteil zu schicken.

Haben Sie es gemerkt? Das war die Nr. 99. Für die 100, die in jedem Blog etwas besonderes ist, nehmen wir uns bis Montag Zeit. Sind Sie gespannt? Oder eher gelangweilt? Zeit eine erste Bilanz zu ziehen?

In diesem 98zigsten Beitrag geht es nicht um … die Bahn, wohl aber um einen weiteren, eher nicht so nachhaltigen Anbieter, der sonst mehr - so meine ganz persönliche und subjektive Wahrnehmung - mit den günstigen Fertigungsländern dieser Welt agiert. Jede Woche eine neue Welt: Bei Tchibo. Mir kommt dabei immer der Satz “Dinge die die Welt nicht braucht” in den Sinn. Weil Menschen dorthin gehen und zu Hause noch nicht wußten, dass Sie einen elektrischen Milchaufschäumer und zwei Glas-Thermo-Becher brauchen würden - ES dann aber einfach kaufen. Auch wenn es zusammen gut Euro 64.- kostet. Einfach so …

Wie die Überschrift sagt, sollte es nicht generell um Tchibo gehen, sondern darum, dass im Katalog “Mein schönstes Kaffeehaus” auf Seite 13 die denkwürdige Beschreibung 2 Kaffeegedecke Deutsches Qualitätsporzellan zu finden ist. Noch steht es dort relativ verstohlen und wird nicht als fettes Verkaufsargument ins Feld geführt, aber vielleicht werden wir hier Zeugen eines ersten Tests in diese Richtung? Tchibo auf dem Weg zurück zu “Was ist was wert?”?

Ich habe darauf hin den Rest des Kataloges sehr genau gelesen. Es blieb aber nach meiner Wahrnehmung bei diesem singulären Treffer. Allerdings soll diese Gedeckserie ab 2009 in weiteren Farben fortgesetzt werden.

Liebe Fachleute - welcher deutscher Qualitätshersteller steckt denn jetzt dahinter? Und was soll uns das sagen? Der erste zarte Kamm einer größeren Welle?

PS: Zu Tchibo fällt mir noch ein, dass ich eine LOHAS-Studie las, in der Tchibo in punkto Nachhaltigkeit relativ gut darstand. Daran zeigt sich eine Schwierigkeit der LOHASen (… oder des Konsumtyps LOHAS): Manchmal zählt Lifestyle mehr als die kritische Hinterfragung. Und deutsche Firmen profitieren von einer pro-nationalen Handlung der deutschen LOHASen - in dieser Studie jedenfalls.

Im Bereich “Shoppingtour” ist das der Titel eines Artikels im aktuellen mobil-Magazin der Bahn, den Sie hier  finden können. Nicht nur dass es sich hierbei schon um den 2. (positiven) Beitrag zum Unternehmen Zukunft in diesem Blog dreht, nein, es scheint auch so, als ob die Bahn vielleicht ein wenig auf wertige, nachhaltige Dinge außerhalb des eigenen Konzerns aufmerksam geworden ist. Oder ist dieser Artikel einfach der GuJ Corporate Media in Hamburg zu verdanken?

Anyway. Nicht nur die Bestrebungen der Die Zunft AG finden dort Erwähnung, sondern auch eine Reihe von tollen Manufakturen werden einem breiten Publikum vorgestellt. So finden u. a. die Seifen von Erik Kormann, die Bonbons von Hjalmar Stecher, die Hüte von Fiona Bennett, das Porzellan von Frank Ludwig, die Donfinesse-Delikatessen der Familie Passoke und viele andere Erwähnung. Toll Bahn … und weiter so.

Nicht dass Sie denken, dass ich jetzt kurz vor dem ersten Geburtstag des nat. Restaurants am Heuberg 1 im Herzen der Hamburger City dieses jetzt auch endlich ankündige. Nein! Ich möchte schreiben, dass ich es Klasse finde, dass das erste Jahr geschafft ist. Für das zweite Jahr werde ich ganz, ganz doll die Daumen drücken. Ich hoffe auch, dass dieses Konzept auch in anderen Städten Deutschlands umgesetzt wird - nicht eins zu eins und immer mit etwas Individualität und regionaler Identität. Ich stelle mir kein Franchise-Konzept á la Subway & Co. vor, dass das Gesicht aller deutschen und europäischen Innenstädte noch gleicher macht.

Was die meisten von Ihnen wohl nicht wußten, ist, dass Jan Rosenkranz für sein Restaurant in der Hamburger Lagerstraße eine Küche betreibt, die die Gerichte für das Restaurant in der City vorbereitet. Auch das Catering läuft von hier aus. So ist nat. auch in der Lage, andere Küche mit vorbereiteten, saisonalen und voll ökologischen Gerichten zu beliefern. Wäre das nicht etwas für Ihre Kantine? Die nat. Küche hat je nach Jahreszeit bis zu 800 Rezepte im Angebot - dabei auch coole, echt leckere Burger und andere Bio-Highlights. Sprechen Sie Ihren Kantinen-Pächter doch einmal darauf an …

Mir schien der Freitag als Abschluss einer arbeitsreichen Woche sehr geeignet für ein wenig Geschichte. Eine (zugegeben etwas längere) Geschichte von mir und meiner Entwicklung.

Ich bin das erste Mal vor knapp 12 Jahren - im Sommer 1996, dem Geburtsjahr meines Sohnes - auf das Thema Wissensmanagement aufmerksam geworden. Damals bewegte ich mich schon seit gut 3 Jahren im Internet (im wesentlichen mit CompuServe), das Wort “Intranet” machte in der Firma (Beiersdorf AG, Sparte tesa heute tesa AG) die Runde und in diesem Zusammenhang trieb es mich um, dass hier viel Potential für wissensintensive Unternehmensbereiche wie die F&E schlummerte.

Ich belegte dann 1997 eine ZfU-Veranstaltung in Zürich eben zum Thema “Wissensmanagement”, die in Zusammenarbeit mit einigen Klassenbesten (u. a. Ciba Geigy, Lotus, Uni St. Gallen) in diesem Bereich und damals noch Arthur Andersen Consulting realisiert wurde. Diese Veranstaltung war der auslösende Moment für meine weitere Bemühungen auf diesem Gebiet. Heute versuche ich “es” Wissens-Konversationen zu nennen, weil das managen hier eben schwer ist.

Ich habe dann in der Folge sowohl die Realisierung des weltweiten tesa Intranets “tesaSKY” als auch das Projekt “Wissensmanagement in der F&E tesa” maßgeblich initiiert. Beides war für damalige Verhältnisse fortschrittlich, die Strukturierung des Wissensmanagement mit Hilfe von sog. Wissenslandkarten ist bis heute hoch aktuell.

Im hier und jetzt haben wir Wiki’s und Facebooks - Social Software - die wir damals gerne gehabt hätten. In diesen Werkzeugen ist Zusammenarbeit und Wissensteilung quasi bereits in der System-DNA enthalten. Wir haben das damals mühsam über Datenbanken und Web-Oberflächen konstruieren müssen. So haben ich in den letzten Jahren mindestens 5 Wiki’s aufgesetzt, blogge kräftig herum und wende mich einem intensiveren Studium von Facebook zu. Facebook als firmeninternes Werkzeug Hand in Hand mit Wiki’s und Blogs und Twitters und YouTubes. Ach ja, im Zuge des Aufbaus des tesa Intranets schufen wir auch schon 1998 eine Video-Stream-Plattform - mit der direkten Unterstützung von Microsoft in den USA. Damals für immerhin bis zu 50 gleichzeitige Zugriffe - Steinzeit-YouTube für DM 200.000.- ohne Hardware.

Warum erzähle ich das alles? Ganz einfach: In fast allen Projekten bin ich an dem Punkt vorbei gekommen, der Kultur oder Soft Facts oder soziale Akzeptanz hieß. Zu oft haben wir diesen Punkt dann Zugunsten von ja so wichtigen “Strukturen”, konkreten und vor allem messbaren Ergebnissen einfach so links liegen lassen. Frei nach dem Motto “Wenn wir gute Arbeit leisten, werden die Menschen schon unsere Systeme schon nutzen und unser Denken teilen”.

Heute weiß ich, dass das falsch war. Nur: Als junger und ambitionierter Mensch, der schon immer leicht fordernde und revolutionäre Züge hatte, fand ich keinen Zugang zu diesen kulturellen Dingen. Konnte ich vielleicht auch gar nicht. Aber auch die Beraterschar und die hochdotierten Manager (damals mit verantwortlich für das Intranet, dann doch relativ schnell im Vorstand von Beiersdorf) hatten da kein Rezept. Machen war angesagt. Ich hatte zwar damals schon einen Draht zum Change-Manager Bruno Krieg aus Basel, hatte ihm auch schon ein Ticket Richtung Hamburg besorgt, dann aber kam die Ausladung. Kultur war damals halt etwas nicht fassbares, unkontrollierbares. Womöglich hätte ein Mitarbeiter ja mal seine Sicht der Dinge schildern können. Wenn man heute an Mitarbeiter-Blogs denkt, wäre man damals sicher bei einem bloßen Gedanken daran geteert und gefedert worden. Das obwohl ja bereits parallel 1999 die Geburtsstunde des Cluetrain Manifest war - allerdings in den USA.

Heute beschäftige ich mich mit OpenSpace, Neuem Denken und mit dem Wandel. Es mag der Generations- und Gesellschaftentwicklung - und meinem Alter - geschuldet sein, aber heute hören mir die Menschen zu, obwohl ich nicht viel anderes sage als früher. Und oft höre ich dann ein “da bist Du Lichtjahre voraus” - immer noch. Shift happens - der Wandel geschieht. Und damit schrumpfen Lichtjahre schon mal auf eine erträgliche Monatsgröße zusammen - das hat sich im Gegensatz zu vor 12 Jahren nachhaltig verändert - sogar ein schwarzer US-Präsident ist möglich. Heute kommt für mich an erster Stelle Kultur, Vertrauen und Spaß - und wenn das gelingt, schreien die Menschen förmlich nach Werkzeugen aus der Social-Software-Ecke. Aber der Fall von Molly zeigt auch, dass auch User selbst darauf kommen können, dass Wiki’s & Co. helfen können viel Arbeit zu sparen und nebenbei helfen ein Unternehmenswissen abzubilden. Man muss es ja nicht gleich strategisch im Sinne der Wikinomics sehen.

Es mag gleichförmig und überflüssig klingen, aber ich freue mich auch bei diesem Artikel über Kommentare und Anmerkungen oder gar Ihre eigenen Geschichten.

Es wird Herbst und das ist die Zeit wieder Bücher zu lesen - all die Praxis theoretisch zu hinterfüttern. Ich komme deshalb noch mal auf das Buch “Die Kunst loszulassen” zurück - auf das vorletzte Kapitel. Hier schildert Molly in einem Tagebuch, wie es denn so war, bei der ersten Begegnung mit einem Wiki-Dingsda. “Obwohl ich Krach geschlagen und gedroht habe, das Haus in die Luft zu jagen, ist es mir nicht gelungen, mich diesem sog. Wiki-Training zu entziehen” … ist der Anfang am 12. Juni.

Am 29. Juni klang das dann schon so: “Ich habe herausgefunden, was man noch mit dem Wiki machen kann! Freitag ist Kuchentag, und mit dem Wiki kann ich am schnellsten herausfinden, wer welchen Kuchen möchte und wer ihn besorgt.”

Und schließt am 17. Juli mit: “Wir sprachen über das Wiki, und ich erzählte ihm von dem Alptraum am Tag außer Haus und dann über meine Idee, den Newsletter der Abteilung daraufzustellen. Er schlug statt dessen einen Blog vor …”.

Spannende Geschichte, nett und praxisnah geschrieben. Und am 23 September hätte Molly geschrieben: “Ich will wissen, wer sich bei uns im Haus mit grünem Geld auskennt und werde diese Frage in unseren Blog stellen. Darauf hin schlug er das interne Facebook vor …”. Molly wird so noch zur Enterprise 2.0 Expertin. Wowww.

Wer wissen will, was zu diesen Begriffen in Deutschland und der Welt geht, der schaut in den LOHAS & Lifestyle Blog von LOHAS.de und Peter Parwan. Hier finden sich vom Eco-Store von C&A, über Trends und Elektroautos bis hin zur Werteentwicklung - schlicht ALLES. Mit Hintergründen, weiterführenden Links und Wissen vom Fachmann. Und wenn es ein mehr an Infos braucht: Einfach Peter Parwan direkt ansprechen. Der Mann ist freundlich, hilfsbereit und kennt sich in diesem Themensprektrum intim aus. Er weiß um Akteure, Coaches, Begleiter, Treiber, Ermöglicher und wertige Berater - in diesen stürmischen Zeiten des Wandels.

Dies ist ein Artikel, den wir (mal wieder ;-)) Hans Treichl und seinem ANDERS|denken zu verdanken haben. Er berichtet in seinem Blog von einem Hotelportal indem fast alle Hotelzimmer der USA enthalten sind. Zunächst nichts wirklich Ungewöhnliches. Was das spannende daran ist? Die Merkmale, mit denen die einzelnen Zimmer verbunden sind: Welches Stockwerk ist das ruhigste, welche Zimmer das größte, welche liegt in der Nähe des Lifts und in welchem befindet sich die Badewanne in der Mitte des Zimmers? Alles Fragen, die auf trippkick.com beanwortet werden “Find the hotel room that’s perfect for you!”.

Auf den ersten Blick dachte ich, dass all die Informationen von Gästen stammen - aber das ist nicht richtig. Hier wurde kräftig recherchiert. Die Gästemeinungen bzw. -tipps sind zur Zeit noch spärlich zu finden - zumindest bei den Hotels, bei denen ich geschaut habe. Aber dennoch eine gelunge Site mit viel Mehrwert - voraus gesetzt die Hotels lassen Ihren Gästen die Wahl. Aber vielleicht gibt es ja demnächst im Hotelbuchungsformular auch ein entspechendes Zimmerwahlangebot analog zum Flugzeug. Das wäre Klasse, oder?

Sauvignon Blanc | Carmenere | Pinot Noir

Sauvignon Blanc | Carmenere | Pinot Nori

Ich habe bei meinem Weinhändler drei neue Tropfen aus Chile, genauer aus dem Casablanca Valley, entdeckt. William Cole mag das Land, pflegt seine Liebe dazu und zu seinen Weinbergen - beste Voraussetzungen für einen guten Wein.

Für mich am interessantesten ist der Sauvignon Blanc, den ich sonst vornehmlich aus Neuseeland kenne. Dieser Sauvignon Blanc hat einen sehr reichen Duft nach Honigmelone, Süße und Früchten. Ich hatte auf der Zunge ein ähnliches Geschmackserlebnis erwartet - doch es kam ganz anders. Wahnsinn - dieser Unterschied. Im Mund ist er eher reduziert, zurückhaltend und sehr ausbalanciert. Keine Fruchtfülle und nichts Süßes. Aber dennoch ein sehr überzeugender, toller Wein - eben mit einer starken Differenz zwischen riechen und schmecken.

Der Pinot Noir und der Carmenere sind zwar nicht so überraschend, aber sehr schöne, abgerundete Weine mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Der Pinot ist ein Einsteiger-Pinot Noir, der noch recht jung und einfach zu trinken ist - und das ist bei wirklich nur wenigen Pinot Noirs zu behaupten. Die meisten sind eher komplex und entsprechend eher nicht für Einsteiger geeignet.

Natürlich sei die Frage erlaubt, was denn an Weinen aus Chile nachhaltig sein kann. Nun, ich habe mich den Weinen der neuen Welt verschrieben, ohne die aus Deutschland und Europa zu vernachlässigen oder zu ignorieren. Nur habe ich persönlich für mich herausgefunden, dass die Weine der neuen Welt viel vielschichtiger und angenehmer vom Geschmack sind - es steckt viel mehr Sonne und Meer drin. Die klimatischen Bedingungen sind oft interessanter als hier zu Lande und so bringt die neue Welt oft Anderes und Spannendes hervor - meist auch zu faireren Preisen als die preislich etwas entrückten Italiener und Franzosen. Also: Nachhaltiger Geschmack. Um die Transportbelastung der Welt wieder wett zu machen, sind entsprechende Projekte im Gange.

Mehr zu William Cole und weiteren Chilenischen Weinen finden Sie hier und hier.

… obwohl diese Manufaktur nicht nur Seife macht, nein, besonders nett fand ich die Honigbäder mit Lavendel, Melisse oder Sandelholz. Ein wirkliches tolles Geschenk.

Amba Honigbad Rosengarten

Amba Honigbad Rosengarten

Und auch die Molke-Meersalz-Badezusätze erscheinen mir wirklich attraktiv:

amba Molke-Meersalz Bad mit Lavendel

amba Molke-Meersalz Bad mit Lavendel

Und natürlich gibt es Seifen:

Seife Rosengarten & Lavendel

Seife Rosengarten & Lavendel

Auch bei der amba gilt: Nur natürliche Zusätze, möglichst aus biologischen Anbau und der Glycerin bleibt als einer der wichtigsten pflegenden und rückfettenden Bestandteile in der Seife. Zudem werden meist ätherische Öle verwendet - was bei wirklich nicht allen Seifen der Fall ist. Ein wirkliches Beispiel für eine sinnhafte, naturnahe und nachhaltige Tätigkeit - die anderen zudem Freude bringt. Und alles ist mit der Hand gemacht. Wenn Sie jetzt Glück haben und in oder um Berlin wohnen, finden Sie amba auf insgesamt drei Berliner Weihnachtsmärkten, u. a. auf dem Gendarmenmarkt, vertreten. Damit wären die Geschenke dann wohl sicher …

Und amba hat auch noch Airsprays, Körperöle und Seifenablagen. Wirklich ein schönes Sortiment. Wer jetzt mehr darüber wissen möchte, schaut bei Zunft[wissen] oder auf der amba Site.

Die erste Seifen-Manufaktur in dieser Seifen-Reihe war übrigens Kunya aus Erbach im Odenwald.

Ich habe eine neue Marke entdeckt: Cantina Verde. Da gibt es zwar erst wenige Produkte - hauptsächlich einen Bio-Premium-Espresso - aber der Ansatz scheint mir spannend.

Cantina Verde Premium Bio Espresso

Cantina Verde Premium Bio Espresso

Unter dieser Marke sollen in Deutschland produzierte Dinge vermarktet werden. Es gilt der Grundsatz Hamburg - Norddeutschland - Deutschland, um die Regonalität zu betonen. Da Kaffee nicht in Deutschland wächst, war die Einhaltung dieser Vorgaben schwierig, aber die Rösterei sitzt dafür in Kaltenkirchen. Mein erster Geschmackstest an unserem Junior Siebträger war durchaus sehr gut. Und der Siebträger hat schon ein Paar Kaffeesorten gesehen ;-). Excellenter Geschmack.

Die Marke selbst ist von Iwan Budnikowsky ins Leben gerufen worden - in Hamburg kennt man diesen Einzelhändler unter dem Namen Budni und durch gut 120 Filialen ist dieser fast überall vertreten - neuerdings auch in Richtung Osten. Neben der Naturkosmetik-Parfümerie Aliqua in der Eppendorfer Landstraße, in der rund 20 unterschiedliche Linien an Naturkosmetik erhältlich sind, schon der zweite interessante Vorstoß dieses Unternehmens.

Sind wir gespannt wie es weitergeht.

Nach Beiträgen zu Web 2.0 und Soziale Software steht der Begriff Enterprise 2.0 noch aus. Darum soll es heute gehen.

Geprägt wurde dieser Begriff von Andrew McAfee, der meines Wissens nichts mit der gleichnamigen Anti-Viren-Software zu tun hat. McAfee ist Professor in Havard und versteht unter diesem Begriff die Verwendung von Web 2.0 bzw. Social Software in Unternehmen. Wie bereits in den beiden Artikeln dieser Serie zu den genannten Begriffen beschrieben, dient diese Art der Systeme um das Wissensmanagement und generell die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern zu fördern und vor allem zu verbessern. Gerade mit diesem letzten Umstand berührt Enterprise 2.0 auch Aspekte der Unternehmenskultur. Wenn wir heute also von einer Enterprise 2.0 sprechen, so ist ein Unternehmen gemeint, das seine Kommunikation intern wie extern mittels Social Software geöffnet hat und diese Offenheit entsprechend in die Unternehmensphilosophie integriert hat. Enterprise 2.0 Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass es gelungen ist die streng hierarchische Führungsstruktur aufzugeben. Anstelle dessen wurde die Verantwortung in Richtung der Mitarbeiter verlagert und die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten in den Mittelpunkt gestellt. So sind Prosumenten (ehm. Konsumenten) eingeladen tief in die Prozesse des Unternehmens einzugreifen und entsprechend die Strategie sowie die Produktentwicklung mit zu gestalten. Sören Stamer und Willms Buhse haben es in ihrem Buch über Enterprise 2.0 Die Kunst loszulassen genannt (siehe Website www.diekunstloszulassen.de/).

Wenn Sie mich nun nach Beispielen für Einterprise 2.0 fragen, so fällt mir ein wenig Google ein und natürlich die Unternehmen der Protagonisten in diesem Bereich, wie z. B. Don Tapscott und new paradigma. Und es kommt nicht von ungefähr, dass Sören Stamer dieses Buch geschrieben hat: Er hat mit seiner Firma Coremedia sicher einen Enterprise 2.0 Leuchtturm für Deutschland geschaffen. Hier finden Sie dazu auch ein Vortragsvideo (pdf auch vorhanden) von der next08, im dem Herr Stamer von einigen seiner Erfahrungen berichtet. Es loht sich die ersten 20 min einmal anzuschauen, wenn auch die kumpelhafte Moderation von Herrn Schrader am Anfang etwas nervt.

Wenn Sie also das Facebook und die Wiki in ihrem Unternehmen installiert haben, Ihre Mitarbeiter vorher ganz sanft in Richtung Verantwortung gebracht haben, jetzt ein Klima der Offenheit und des Vertrauens anzutreffen sind - dann haben Sie einen ersten Schritt in Richtung einer Enterprise 2.0 getan - und dürfen - im Bild des o. g. Buches - von sich sagen, dass Sie die Kunst loszulassen schon gut beherrschen.

Übrigens: Die Serie ist mit diesem Beitrag noch nicht beendet. Ich werde diese Begriffe nochmals im Kontext der Nachhaltigkeit beleuchten.

Wobei … ich das wahrscheinlich wieder einmal als letztes “wiederentdeckt” habe. Vor mir liegt gerade ein Stück Zitronen-Melisse-Seife und eine Drei-Elementen-Seife. Die beiden fühlen sich wirklich toll an, riechen inspirierend und entspannend zugleich. Drinnen finden sich ausschließlich natürliche Zutaten. Am Dienstag bekomme ich noch ein Stück Gletscherseife, die aus norwegischem Gletscherwasser hergestellt wird, meerblau ist … und die ich bereits bei der Betrachtung im Internet total gut finde.

Und alle Stücke sind von Hand hergestellt. Ich finde das sind tolle Geschenke (obwohl es ja nicht so schicklich sein soll Seife zu verschenken) und ich würde mir mit einem solchen Stück auch etwas wirklich Schönes gönnen. All die Duschmittelchen, die ich sonst in flüssiger Form nutze, sind wirklich identitätslos und austauschbar dagegen. Und hier: Ein Waschmittel mit Charakter.

Ich tue mich im Moment ein wenig in diesem Bereich um und spreche mit einigen Herstellern. Sehr bemerkenswert ist, dass die heutigen Seifensieder einmal Maschinenbauer, Juristen oder Medienfachmenschen waren und sich ganz bewußt für Seife entschieden haben. Sie werden wissen warum und für ist das ein weiteres ganz kleines Zeichen dafür, dass der Wandel geschieht - Shift happens.

Kunya Zitronenmelisse

Kunya Zitronenmelisse

Kunya 3 Elements

Kunya 3 Elements

Meine heutigen Seifen stammten übrigens aus der Manufaktur der Familie Esser: Kunya - Seifen Design & Phyto Care … und ich werde Ihnen vielleicht noch ein Paar andere Seifensieder vorstellen.

Zum Abschluss unserer kleinen Wochenend-Tour über den 2. Zunft[tag] Ruhr  in Essen und einen Abstecher zur Destillerie Dwersteg in Steinfurt haben wir der Pro-Bio in Herford am Samstag Nachmittag einen kleinen Besuch abgestattet.

Die Messe im Alten Güterbahnhof war gut ausgeschildert, der Veranstaltungsort selbst schien mir noch etwas provisorisch. Allerdings hatten rund 100 Aussteller ihren Weg dorthin gefunden, gut 70% - laut Veranstalter - aus der Region. So fand sich ein abwechslungsreiches Angebot mit zahlreichen Verköstigungsstationen. Im Mittelpunkt stand eine Showküche, auf der dann auch kräftig gewerkelt wurde. Also - zusammen mit dem günstigen Eintrittspreis von Euro 4.- und kostenlosen Parkplätzen - beste Voraussetzungen für viele Besucher.

Die Fülle war für einen Samstag Nachmittag ok, der Bereich mit der Showküche zog allerdings eher weniger Zuschauer an bzw. lud nicht wirklich zum Verweilen ein. Das war sowohl für die Köche als auch für die geplanten Fach-Vorträge sehr schade. Es hatte eher die Anmutung eines Bierzeltes, in dem die Gespräche am Tisch wesentlicher waren als die Menschen auf der Bühne. Und das trotz sehr guter Technik, mehrerer Leinwände und Monitore sowie einer Kamera.

Vorschlag fürs nächste Mal: Entweder keinen Fachteil oder eine klare Abgrenzung dieses Bereiches inkl. einer richtigen Bestuhlung - und dann nicht am Samstag-Abend! Und noch ein Tipp: Einen Fachteil entsprechend mit einem - wenn auch kleinen - Teilnahmebetrag im Bereich von Euro 40-60.- belegen, der vorab zu zahlen ist. So ist dann meist gewährleistet, dass die die sich angemeldet haben auch kommen.

Auf der Rundreise der letzten Woche  waren wir ja nicht nur auf dem 2. Zunft[tag] Ruhr, sondern sind abends noch in Richtung Steinfurt aufgebrochen. Nach einem sehr unterhaltsamen Abend mit etwas “wilden Kerlen” im Hotel Stüer in Altenberge haben wir uns am nächsten Morgen die Destillerie Dwersteg von deren Geschäftsführer und Inhaber Ludger Teriete zeigen lassen. Und die Besichtigung einer solchen Destillerie kann nicht nur in England oder Schottland sehr spannend und vor allem lecker sein.

Neben einer ganzen Reihe von Öko-Likören wie Kaffee, Kaffee-Creme, Orange, Amaretto findet sich auch auch ein Brand mit Ingwer im Angebot. Der Star ist der Öko-Eierlikör, der sich rühmen darf der Lieblingslikör von Udo Lindenberg sein zu dürfen. Wir fanden auch Spitzen-Gin, alle Sorten Rum, Whiskey und Ouzo in Öko-Qualität - in diesem Fall allerdings Handelsware. Die Grundlagen der meisten eigenen Produkte ist Weizenkorn, der in deutschen Landen ausschließlich aus Öko-Weizen gebrannt wird. Im hauseigenen Mini-Labor wird darüber hinaus ständig an neuen Geschmacksrichtungen geprobt: Öko-Orangenschalen oder Öko-Chilipulver sind die Hauptakteure bei diesen Experimenten.

hommage à kandinsky

hommage à kandinsky

Ganz zum Schluß durften wir dann noch einen Blick auf den Stolz des Hauses werfen: Einen Notar 1964 Weinbrand, dessen Flaschen mit limitierten Originalen eines der letzten Wassily Kandinsky-Schülern Heinrich Neuy, der 2003 verstorben ist, versehen sind. Diesem Bauhaus-Künstler ist diese Serie “hommage à kandinsky” gewidmet. Jede 4er Serie ist ein Unikat und vom Künstler selbst signiert. Wirklich ausgewöhnliche Stücke.

Vielleicht - oder besser hoffentlich - haben Sie sich gewundert, dass hier in den letzten Tagen nicht so viel gelaufen ist. Das lag an eben dieser “Tour”. Ich bin vom 2. Zunft[tag] in Essen in Richtung der Destillerie Dwersteg gefahren, um die Reise dann mit einem Besuch auf der Pro-Bio in Herford zu komplettieren.

In diesen Tagen habe ich eine Menge Spannendes gesehen, viel gelernt und registriert, dass viele noch immer nicht aufgewacht sind. Viele haben den Wandel (noch) nicht bemerkt. Gewerkschaften wollen heute “ein Anker im Meer des Wandels” (O-Ton Brand eins “Improvisation”) sein - nur: Wieviele haben denn bemerkt, dass sie auf einem Schiff sind, dass es abgelegt hat und das draußen schwere See - oder wie wir in Hamburg sagen - Hack ist? Anyway. Ich werde die nächsten Tage nutzen, Ihnen die Geschichten zu erzählen.

Herzlich willkommen zurück bei unserer Serie rund um die uns umgebenden Begrifflichkeiten. Heute - nach Web 2.0 beim letzten Mal - Soziale oder Social Software. Um das gleich vorweg zu nehmen: Dieser Bereich wird oft auch mit SNS (Social Networking Software) bezeichnet und unter dem Begriff CSCW (Computer-Supported Collaborative Work) u. a. mit Groupware zusammen gefasst. Andrew McAfee hat dazu die Eigenschaften von Social Software unter der Abkürzung SLATES (search, links, authoring, tags, extensibility, signals) gebündelt. Soweit einmal die Abkürzungen und verwandten Begriffe. Ich hoffe Sie sind noch bei mir ;-).

Um dem Kind mal ein Gesicht zu geben: Wiki’s, Facebook, Blogs, XING, YouTube, Instant Messaging, Sevenload, … - das war jetzt eine Mischung aus Softwarebezeichnungen und konkreten Plattformen - sind Social Software - auch Social Commerce Plattformen fallen hier hinein. In Abgrenzung zu Groupware steht bei Social Software der Einzelne in der Community und nicht die Gruppe selbst im Fokus. Auch ist eine Beteiligung in einer Groupware (Notes, Outlook, …) oft obligatorisch, bei Social Software ist diese freiwillig.

Mit Social Software wird Web 2.0 erst möglich, ob es deshalb ein Unterbegriff von Web 2.0 ist? Das mag jeder selbst entscheiden. Aber auch vor Web 2.0 gab es schon Projekte und Ansätze für Social Software oder das Social Net. In so fern hat sich beides parallel entwickelt. Social Software ist so die Infrastruktur für Web 2.0 und Co..

Ob das auch für Enterprise 2.0 gilt … dieser Frage werden wir uns im nächsten Teil widmen.

Abschließend möchte ich schon ein wenig auf Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang eingehen: Ich lege Wert auf nachhaltige Freundschaften - ich möchte diese auf Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung aufbauen. Wenn sich jetzt ein Teil unseres sozialen Lebens ins Internet bewegt, gilt Gleiches natürlich auch dort. Hier unterstützt Social Software eben die Prozesse, die für die oben genannten Voraussetzungen und Bindungen notwendig sind. Gerade der Bereich Offenheit - ich könnte auch Transparenz schreiben - wird hier stark unterstützt. Zusätzlich gilt Nachhaltigkeit natürlich auch in Unternehmen als eine wichtige Voraussetzung für die gewinnbringende, motivierende Zusammenarbeit mit Kollegen - und Social Software wird auch innerhalb von Unternehmen eingesetzt. Oder hat Ihre Firma noch kein internes Facebook?

Heute möchte ich den Beitrag dem Aromatischen Blog widmen. Wahrscheinlich kennt jeder ausser mir, dieses duftende Etwas schon … aber egal. Ich war auf meinem letzten Ausflug auf die Site jedesfalls beeindruckt: Eigene Parfüms, Quitten, Koriander, Nassrasur, … das Spektrum der Themen rund um Parfüms, Seife, Wohlgerüche und Duftendes scheint unerschöpflich.

Also: Wer ein tolles Geschenk - vielleicht jetzt schon für Weihnachten - sucht, der schaut einmal bei Erik Kormann vorbei - live oder im Internet. Lassen Sie sich inspirieren - von einem wirklich ausgewiesenen Fachmann.

Das sind zwei von vielen Fragen, die am

24. und 25. Oktober auf den

Bayreuther Dialogen 2008

bewegen werden. Bei der Veranstaltung dreht sich alles um die “Moralisierung der Märkte - neue ohnMacht des Konsumenten?!”

Wird der Konsument nur beeinflusst?
Welche Rolle spielt Moral im Handel zwischen Unternehmen?

Zu den diesjährigen Referenten zählen unter anderem:

- Prof. Dr. Hansjörg Elshorst - Vorsitzender des Beirats von Transparency International
- Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe
- Jürgen Jaworski, Geschäftsführer bei 3M
- Prof. Dr. Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie, Fulda
- Prof. Dr. Matthias Schmidt, Geschäftsführer der Klaus Dieter-Trayser-Stiftung
- Prof. Dr. Nico Stehr, Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University
- Rainer Brüderle, Stellv. Bundes-Fraktionsvorsitzender der FDP
- Dr. Michael Kern, CEO von A.T.U.

… und viele andere.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Website Bayreuther Dialoge.

Obwohl wir uns einige Fragen zum Thema bereits beantwortet haben - bei uns heißen die Konsumenten eben deshalb Prosumenten -, birgt diese Veranstaltung sicher spannende Diskussionen und Sichtweisen aus der Praxis.

Gestern habe ich etwas über Business-Intelligence (BI), ETL und OLTP gelesen. Ich habe das als Methoden und Prozesse wahrgenommen, um mehr über sein Geschäft, seine Mitarbeiter, seine Kunden und seine Lieferanten zu erfahren. Ein sehr boomendes Geschäft, in dem sich auch die üblichen Systemanbieter wie SAP, Siebel und Microsoft tummeln. Ich weiß, dass es gut ist zu versuchen Transparenz über Vorgänge zu bekommen. Ich habe allerdings auch gelernt, dass der Spruch “glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast” sehr viel Wahrheit enthält. Insbesondere deswegen, weil all die Analysen im BI sehr komplex sind und es deswegen extrem schwierig ist, sich eigene Plausibilitätsannahmen zur Überprüfung aufzubauen. Früher sagte man auch schon mal analytisches CRM oder Data-Mining zu BI.

Kann ich sagen, dass ein Unternehmen mit einem excellenten BI-Instrumentarium intelligent ist? Oder ist es schlicht erfolgreich? Wie wichtig sind diese Zahlen und Analysen für die Strategie und die Kultur innerhalb des Unternehmens? Spielen BI-Werkzeuge gar bei der Bewertung eines Firmenwertes eine wichtige Rolle? Eine höher gewichtete als die Kultur? Alles ehrliche Fragen, die mich gerade umtreiben.

Intelligente Unternehmen werden beiseite treten und dazu beitragen, dass das Unvermeidliche schneller geschieht. Und wenn wir die Bereitschaft, nicht im Wege zu stehen als Maßstab für den Unternehmens-IQ nehmen, gibt es erst sehr wenig intelligente Unternehmen. Wie auch immer, unterschwellig nehmen Millionen von Menschen heute Unternehmen als wundersame legale Märchen wahr, welche aktiv zu verhindern versuchen, daß Gespräche im Markt ineinander greifen.

Diese vorhergehenden drei These des Cluetrain Manifestes definieren die Intelligenz eines Unternehmens zu großen Teilen über die Community, die ein solches Unternehmen umgibt - und über den Grad der Vernetzung zwischen Unternehmen, Prosument und Lieferant innerhalb dieser Community.

Beides - BI und vernetzte Communities - haben wohl ihre Berechtigung, nur was ist denn in deutschen Firmen derzeit höher gewichtet? Dabei meine ich die Betrachtung in Sachen Manpower als auch Strategie als auch Budget? Ich persönlich nehme wahr, dass die harten Fakten aus dem BI-Park ein weit höheres Gewicht haben als die weichen Fakten rund um die Vernetzung mit der ominösen Community. Wo steckt die überhaupt? Dabei wurden in der Vergangenheit immer eher die weichen Fakten von den harten verdrängt und sind so nur sehr selten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Eines darf ich aber nicht verschweigen: Das Intelligence in BI, meint nicht Intelligenz im engen Sinne sondern eher den “Prozess der Sammlung von Wissen auf dem Entscheidungen getroffen werden können”. Auf welche Art intelligent ist Ihr Unternehmen?

Kurz vor dem langen Wochenende ist die neue Dialogus-Ausgabe zum Thema “Identität”  erschienen. Sie sehen es mir bestimmt nach ;-), dass mir zwei Artikel der Ausgabe besonders am Herzen liegen:

Klaus Kofler zum Thema Unterschiedlichkeit führt zur Gemeinsamkeit

Um einen Innovationsprozess erfolgreich zu gestalten, genügt es nicht, einfach den Kreis der Beteiligten um ein paar mehr Köpfe zu erweitern. Auch Kreativität allein ist nicht ausschlaggebend. Erfolgreiches Problemlösen erfordert das Berücksichtigen der Identitätsmerkmale eines jeden Einzelnen.

und

Oliver Selaff zum Thema Von steinernen Persönlichkeiten und Wohlfühlorten

Alte Gebäude wirken auf den ersten Blick oft marode, unattraktiv — aber sie verfügen über eine eigene Identität. Es sind inspirierende Orte, die oft ungewohnte Ausblicke und Perspektiven liefern. Orte, die entschleunigen, an denen man gerne arbeitet und in die gerne eingeladen wird. Es sind energetische Orte, die es verdient haben, weiter im Mittelpunkt unserer Wirtschaft zu stehen.

Schauen Sie doch einfach vorbei … und gerne lesen wir hier Ihre Kommentare dazu!

Etwas in eigener Sache: Das Zunft[institut] hat sein Seminarangebot um drei weitere Formate erweitert. So gibt es jetzt ein Orientierungs-Seminar “Die Herausforderung Nachhaltigkeit - Vom Modebegriff zum Wirtschaftsfaktor”, das sich für alle eignet, die sich einen Überblick verschaffen und in erste konkrete Fragestellungen einsteigen möchten. Ferner ist im Bereich Kommunikation “Sender ohne Empfänger - Neues Denken für neue Kommunikation” hinzugekommen. “Da geht noch was: Faktor Mensch - Wer nichts will bekommt auch nichts” beschäftigt sich eben mit dem Menschen und Mitarbeiter im Nachhaltigkeitsprozess. Die Detailprogramme sowie die genauen Termine werden in Kürze verfügbar sein. Neben offenen Veranstaltungen können alle Seminar auch firmenintern gebucht werden. Und natürlich sind die Erstformate “Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmischen Zeiten” sowie “Pragmatische Erneuerung - Schaffung von neuen Sicht- und Handlungsweisen” weiterhin im Angebot.

Details zu diesem Programm finden Sie an deser Stelle.  

Gestern war ES mal wieder so weit. Ich habe mit meiner Frau abends vor dem Fernseher abgehangen. Tatort gab es nicht, deshalb haben wir rumgezappt. Auch auf Werbung sind wir gestossen - so dass wir so 10 min damit kontaminiert wurden. Nach gut 12 Monaten Abstinenz haut das richtig rein.

Perwoll wollte uns sagen, dass es jetzt das Wellness-Waschmittel ist. Mit Farbaufpasser. Eigentlich hätte ich erwartet, dass es jetzt noch billiger ist. Zott wollte uns mit Monte melden, dass sie 85% Milch verarbeitet haben und auch eine Maxi-Version verfügbar ist. Na ja, meine Kinder würden da sagen “Warum trinken wir nicht einfach gleich leckere BIO-Milch - u. U. mit Kakao?”. Ich hatte damit gerechnet, dass Monte jetzt noch billiger ist. Dann mein persönlicher Liebling die Commerzbank, die es als allerletztes zu einem kostenfreien Girokonto gebracht haben, jetzt aber den Prosumenten davon berichten als wäre es ihre Idee und eine wahre Heldentat. Ich würde lieber Geschichten über die Fusion mit der Bank mit dem “grünen Band der Sympathie” hören, oder Erklärungen, wie tief die Commerzbank im amerikanischen Debakel drinsteckt. Da das Konto nichts kostet, konnten sie es nicht billiger machen - aber das Schmerzensgeld haben sie in den letzten 18 Monaten (! - borrr ist das neu) immerhin von Euro 50 auf Euro 75 angehoben. Dann rasante Einparkmanöver, abgefahrene Türen, die Zielgruppe der Homosexuellen und die Botschaft “DKV hält länger”. Tja, was will uns das sagen? Wenn man witzig sein will und darüber vergißt den Prosumenten etwas zu sagen, ist das doppelt schlimm. Und billig sind die sowieso - wie alle PKV’s. Und dann gab es noch ein Fleischsnack zum toasten - immerhin war der Spott überraschend, allerdings ist das Produkt wahrscheinlich derartig abartig (ich rieche reichlich Glutamat, Drecksfleisch und sonstige Zusatzstoffe ohne Ende), dass es auch schlicht überflüssig ist. Und der Name? Den habe ich mir einfach nicht merken können. Und wieviel Geld muss man einnehmen, um Fernsehwerbung für ein solches Euro 2-3 Produkt überhaupt finanzieren zu können?

Fazit: Der Preiskampf und die Billigheimer waren in dieser Werbeunterbrechung nur in der 2. Reihe - beachtlich, wo das für fast eine die einzige Alleinstellungsstrategie zu sein scheint. Platte, ja schlicht dämliche Inszinierungen standen im Vordergrund. In diesen 10 min sind bestimmt - inkl. anteiliger Produktionkosten - Euro 100.000.- über den Tisch gegangen. Geld, das die Firmen viel sinnvoller in einen Individual-Dialog mit ihren Prosumenten und in Nachhaltigkeitsprojekte hätten investieren können. Dann hätten sie auch morgen noch etwas davon gehabt - und wir auch. Und eine große Frage bleibt: Für wen machen diese Firmen so etwas? Oder anders: Gibt es etwa dumme Prosumenten?

LOHAS, LOHAS immer wieder LOHAS. Sind Sie denn nun einer - oder nicht? Ich habe ja das Gefühl, dass das Individuum in dieser ganzen Zielgruppendiskussion leidig untergeht. Es scheint, als ob die neue Bewegung in eine Schablone gedrückt werden soll, auf die dann die alten Marketing-Instrumente losgelassen werden können. Dann sind alle Verantwortlichen beruhigt, können wieder senden und alles konnte so bleiben wie es ist. Kein neues Denken - einfach altes Denken für neue Herausforderungen. Das Zuhören ist natürlich auch nicht als Disziplin hinzu gekommen.

Im Gesprächs- bzw. Dialogansatz des Zunft[institut]s gehen wir davon aus, dass Nachhaltigkeit nicht verordnet oder einfach in beliebiger Form angenommen werden kann. Jedes Individuum hat seine eigene, persönliche Nachhaltigkeit - oder eben noch nicht. Diese individuelle Nachhaltigkeit kann auch klein oder groß sein, besonders auf dem Gebiet des Umweltschutzes oder der Mitarbeiterführung ausgeprägt sein. Eines ist aber für uns ganz sicher: Diese Nachhaltigkeit kommt von innen heraus und ist das Ergebnis der eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Situationen und der eigenen Geschichte. Selbst wenn das Nachhaltigkeitspektrum bei jedem Mensch gleich wäre, so setzt sich dieses durch die unterschiedlichen Ausprägungen der Spektralkanäle jeweils - wie ein Fingerabdruck - individuell zusammen.

Die Gleichmacherei für DIE Zielgruppe LOHAS will dann - wie immer - mit der Gießkanne auf diese Menschen los - und wundert sich über die Streuverluste in ungeahnter Höhe. Und altes Denken wird bei der Fehlersuche wieder alte Erklärungen für diese Streuverluste hervor bringen. Ein reales Bild der Wirklichkeit oder Ansätze für neues Denken wird man dabei vergeblich suchen.

Also: Der Mensch gehört in den Mittelpunkt aller Überlegungen - meine ich. Keine Unternehmens- oder Werbeinstrumente-Zentrierung, sondern eine totale, ganzheitliche und kompromisslose Kundenzentrierung.

Wann wird unsere Wirtschaft das verstehen? Und eigentlich ist das LOHAS-Kopf-in-den-Sand-stecken doch auch ein Kartenhaus, wie diejenigen, die gerade in der tollen, schildernden Finanzwelt einfach so zusammfallen, finde ich.

Am 2. September habe ich Sie an dieser Stelle gefragt, ob Sie einen Blumenladen kennen, der fair gehandelte, nachhaltige und unbelastete Blumen anbietet. Haben Sie einen gefunden?

FLP Rose aus Ecuador

Ich habe am 15.09.08, dem Tag der Liebe in Lüneburg diese FLP-Rose vom Straelener Blumenhandel (SBH) gefunden - und gekauft. Auch habe ich gelernt, dass es neben FLP zertifizierten Rosen auch solche gibt, die von Transfair gehandelt werden. Die werden u. a. bei REWE und Budni angeboten. Ich würde zu gerne wissen, wie erfolgreich Ihre “Bemühungen” waren. Lassen Sie mich nicht im Stich …

Eigentlich bin ich ja Wiki-Experte - behaupte ich mal so. Wenn ich um und bei 8-10 davon aufgesetzt habe, darf man sich doch so nennen, oder? Den Begriff an der ersten Stelle der Überschrift habe ich mir allerdings von Don Tapscott geliehen. Der sagt … (Zitat):

“Wir steuern auf den größten Wandel des Jahrhunderts zu. Die Menschen werden künftig völlig anders arbeiten und produzieren als bisher. Die Grundlage ist Wiki. Zunächst ist das nichts anderes als eine Software, die es einer großen Zahl an Nutzern ermöglicht, Dokumente ins Netz zu stellen oder einfach etwas hinzufügen. Aber diese Möglichkeiten sind die Basis für eine neue Kunst der Zusammenarbeit in astronomischen Umfang, die wir Wikinomics nennen.”

Und Charles Leadbeater Charles Leadbeater sagt etwas ähnliches.

Und … haben Sie schon eine … Wiki? Ne Dokuwiki, TWiki oder die gute alte Wikimedia? Scheint ja im Moment hipp zu sein, habe ich mir sagen lassen. So wie ein bunter iPod, das Zweit-iPhone für den Gärtner und das Firmen-SAP … also darunter geht es so gar nicht.

Findet das obige Zitat denn überhaupt einen Resonanzraum bei Ihnen? Wollen Sie den Anschluß nicht verlieren oder wollen Sie auch einfach nur hipp sein und nicht auffallen? Nicht das andere darüber reden und Ihnen fehlt das (mit)reden …? Na dieser Don wird wohl wissen wovon er spricht - und der Leadbeater, als Berater der englischen Regierung, doch wohl auch? Und Datenbank ist derartig langweilig und kleinkariert gegenüber WIKI. Außerdem steht das Datengrab der Bank soooo nahe.

Ich sage: Wenn Sie wirklich hipp sein möchten, dann seien Sie nicht nur einer der “first mover” oder “early birds” (der mit dem “worm”), sondern seien Sie die Zukunft selbst: Hauen Sie morgen Ihren Internetauftritt, Ihr Intranet, Extranet und die Beschwerde-/Reklamations-/Herausforderungs-Datenbank ohne mit der Wimper zu zucken in Tonne … und machen Sie in Wiki, kümmern Sie sich um eine Gemeinschaft (Community) um Ihre Leistungen und/oder Produkte herum! Aber denken Sie daran: Wiki heißt “schnell” … und wenn Sie nicht zu Fuß gehen wollen … was heißt Mut noch auf hawaiianisch?

Weitere Links zu dem Thema:
_Ausführlicher Vortrag von Don Tapscott auf dem 3. Dresdner Zukunftsforum zum Thema Wikinomics
_Blog mit einer Zusammenfassung seines Buches Wikinomics

… habe ich bei meinem letzten Stadtbummel festgestellt. Und ich fand das überraschend. Wir haben bei C&A einige Kinderklamotten und bei H&M sogar Tops für Frau aus Ökobaumwolle gefunden. Bei Timberland habe ich aus versehen ein Sweatshirt gekauft, dass auch ökologisch war. Was für ein Zufall. Selbst IKEA kümmert sich um den wasser- und pesitzidschonenden Anbau von Baumwolle. Es scheint sich etwas zu bewegen.

Allerdings ist es mir nicht gelungen, bei einem der deutschen Klassenbesten in Sachen Nachhaltigkeit, dem Otto-Versand, ein passendes Suchkritierium für ökologische Kinderbekleidung im Online-shop einzugeben. Auf der Unternehmenssite finden sich seitenlange Abhandlungen über die tollen Taten und im Shop suche ich mir dann einen Wolf. Aber wahrscheinlich liegt das Problem mal wieder vor dem Bildschirm und an der Tastatur.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Finden Sie auch mehr Öko-Bekleidung? Sind eigentlich alle Designer-Label schon automatisch öko? Wie empfinden Sie das Preisniveau dieser nachhaltigen Bekleidungsgegenständen?

Wenn Sie Fairtrade-Kaffee kennen, dann ja vielleicht auch dieses Siegel: FLP - Flower Label Program. Zitat aus der Präambel des gemeinnützigen Vereins: “Weltweit werden Blumen angebaut, um Menschen zu erfreuen. Insbesondere in vielen Ländern des Südens werden durch den Blumenanbau viele Arbeitsplätze geschaffen und Devisen erwirtschaftet. Gleichzeitig sind mit der Produktion oftmals ökologische und soziale Probleme verbunden. Das Flower Label Program (FLP) ist ein wesentliches Instrument zur Lösung dieser Probleme.”

Aus meiner Sicht eine sehr sinnige Initiative, die es Blumenhändlern ermöglicht sich (endlich) ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb zu verschaffen. Sicher ist das schwierig und vor 8 Jahren haben Fairtrade-Produkte im Bereich Kaffee und Schokolade eher ein Schattendasein geführt - dennoch: Irgendwann muss man mal anfangen! Und nie war die Zeit günstiger als eben JETZT behaupte ich.

Ich habe eine Bitte an Sie: Gehen Sie doch mal in dieser Woche zu Ihrem Blumenladen und fragen Sie dort nach FLP-Blumen. Auf die Antworten und Reaktionen bin ich sehr gespannt. Frei nach dem Jack Wolfskin Beispiel dürfen Sie bei der Gelegenheit auch gerne mal fragen, ob und welche Nachweise die Floristen über den Pestizid-Status ihrer Blumen und die sozialen Bedingung deren Herstellung haben. Weil Sie ein neugieriger, engagierter Mensch sind …

Und wenn Sie es hier nicht eintragen mögen, senden Sie mir doch eine kurze eMail mit Ihren Erfahrungen: o.selaff(at)zunftnetz.org. Herzlichen Dank … im voraus! Danke!

Vor-vor-vorgestern habe ich mal wieder TV geschaut. Eigentlich nicht geschaut sondern einfach so herum gezappt - wie es neudeutsch heißt. Ich bin bei einer Reportage über eine Familie hängengeblieben, die sich über vier Wochen einen sog. Öko-Coach angetan haben. Der schaute in alle Ecken des Hauses auf der Suche nach fiesen Stromverbrauchern, analysierte die Putzmittelkollektion sehr penibel und machte sogar vor dem Durchwühlen der (Rest-)Mülltonne nicht Halt. Oh Mann, das schien mir echt hart, zumal er auch versuchte das Auto der Familie mit einer Parkkralle stillzulegen.

To make a long story short: Der Öko-Scout ging auch mit Ihnen einkaufen. Bei Hess Natur (glücklicherweise in der Nähe von Frankfurt, dennoch: Autoeinsatz!) war der Pulli für die Tochter sehr schön (fand ich auch) aber leider ziemlich kratzig. Weiter zu Jack Wolfskin - mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dort fand sich auf den ersten - und auch auf den zweiten Blick leider nichts umweltkonformes für das Töchterchen. Sie hätte doch soooo gerne ein schönes grünes Fleece gehabt. Ob der Kunststoffes und der unklaren Fertigungssituation (Kinderarbeit, Lohndumping, Ausbeutung) fanden sich auf der Stirn des Beraters tiefe Falten. Dann aber ein Vorschlag zum Kompromiss und der Grund für diesen Artikel: “Sie kaufen den Artikel, weisen aber darauf hin, dass Sie binnen 10 Tagen (um in der Umtauschfrist zu bleiben) eine Stellungnahme von Jack Wolfskin zu den o. g. Fragen haben möchten. Kommt diese nicht oder ist sie nicht im Toleranzbereich, geht das Teil halt zurück.”

Ein toller Vorschlag. Wenn das jeder mündige Prosument so tun würde, würde sich sogar schnell etwas verändern - da bin ich ganz sicher. Fangen auch SIE morgen damit an? Werden Sie zum Prosumenten?

In der aktuellen Ausgabe der medianet, eine der größten österreichischen B2B-Kommunikationsplattformen, ist ein Artikel von Klaus Kofler und mir veröffentlicht worden, der die optimale Verzahnung der Bereiche Wissen, Nachhaltigkeit und Innovation für die Ideenfindung beschreibt.

In dem Artikel zeigen wir u. a. am Beispiel Toyota auf, wie aus unserer Sicht ein beispielhaftes Innovationsmanagement aussehen könnte. In Japan kommt den Unternehmen dabei die kulturell verankerte Hinwendung zum Kollektivdenken und -wissen stark entgegen. Hierzulande herrscht dagegen noch immer die Orientierung zu Herrschaftswissen vor, dass scheinbar (noch immer) auch ein Garant für persönlichen Erfolg ist. Wissens- und Erfahrungsteilung finden so zwar in der Theorie aber kaum in Praxis statt. Al