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Adventskalender sind für Kinder. Wir überlassen dieses wunderbare Ritual unserem Nachwuchs und doch wünscht sich so mancher in der Elternrolle insgeheim auch einen. Es geht um das Gefühl, sich am Abend auf den nächsten Morgen zu freuen. Auf ein kleines Geschenk, das in seinen Details meist noch unbekannt ist. Ein Bild, eine Stück Schokolade, einen Moment des Innehaltens in den üblichen Abläufen.

An diesem 1. Advent entstand spontan, während eines Seminars im Rheinland, die Idee für einen “erwachsenen” Adventskalender (jenseits der virtuellen Tombola-Versionen, die so durch’s Netz geistern): Einen Adventskalender, den jeder für sich individuell gestalten kann. Das Seminar drehte sich um persönliche Entwicklung und darum, Dinge in einem anderen Rahmen zu betrachten. Wir reframen den Adventskalender.

Hier findet sich eine Liste mit ersten Ideen, die man für seinen persönlichen Adventskalender nutzen kann. Es geht darum, in einem befristeten Zeitraum (24 Tage) jeden Tag bewußt etwas für sich und seine Entwicklung zu tun, das man sonst nicht täte. Und es geht darum, sich darauf zu freuen. Wenn Ihnen weitere Ideen einfallen, bietet sich dieses Blog-Medium optimal an, diese als Kommentar zu “posten” und damit die Liste beliebig zu erweitern.

 

Ideen für einen Adventskalender persönlicher Entwicklung:

Jeden Tag, also 24 mal, ….

…eine Minute an NICHTS denken

…eine Seite in einem Buch lesen, das schon lange darauf wartet

…ein Kurzgedicht verfassen

…(mindestens) einen Euro an etwas sinnvolles abgeben

…einen weiteren Pro-Punkt auf einer Zielliste notieren

…24 Minuten lang Liebe machen

…einen Gegenstand aus dem Haushalt verschenken/entsorgen

…ein kreatives Kochrezept ausdenken und aufschreiben

…bewußt jemanden zum Lachen bringen

…fünf Minuten bewußt mit einem Kollegen/Mitarbeiter/Nachbarn sprechen

…einen Verbesserungsvorschlag für die Abteilung der Arbeitsstelle formulieren

…eine (andere) Yoga-Übung ausprobieren

…bewußt mal wieder Kind sein

…beten

…fünf Minuten für mich

…zehn sit-ups machen und danach ein Stück Schokolade essen

…fünf Minuten bewußt an die persönliche Entwicklung denken

…eine Freundin/Freund anrufen oder einen kurzen Brief schreiben

…den Tag reflektieren

Natürlich ist es auch möglich, jeden Tag “potenziert” eine Tat länger zu tun: z.B. am 1. Dez. eine Seite lesen, am 2. Dez zwei Seiten, usw.. Wer am 24.12. vorraussichtlich keine Zeit für 24 Seiten Lesen hat, kehrt das Ganze einfach um und liest am 1. Dez 24 Seiten, sodaß er an Heiligabend nur noch eine zu lesen hat. Dann hat man 300 Seiten gelesen. Und bei einer Minute mehr ”an NICHTS denken” pro Tag wären das 5 Stunden Denken an NICHTS, die man sonst vermutlich nicht erlebt hätte.

Viel Spaß! Wir sind auch gespannt auf IHRE Ideen.

 

Entstanden am Sonntag, den 30.11.2008 während eines NLP-Seminars des IFGPE in Mönchengladbach-Neuwerk unter Mitwirkung von Brigitte Godizart, Christian Ehrke, Claus Radmacher, Conny Brüßelbach, Edy Peschen, Elke Klama, Esther Ninno, Heiko Brauner, Kerstin Tümmler, Manuela Gärtner, Marion Süßmilch, Silke Strötges, Stefanie Löw, Dr. Susan Eickenberg, Tanja Schnetzer, Werner Ruthmann, Alexander von Keyserlingk.

“Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten” … so heißt eines der Zunft[institut]-Seminare in dessen Rahmen wir Menschen und Firmen aufzeigen, wieviel Potential in nachhaltigen Geschäftsmodellen und Ansätzen steckt - wieviel Zukunfts-Perspektive eben. Warum? Nun, vorgestern die Banken, gestern die Automobil-Industrie, heute die BASF, morgen die Verlage, dann die Werbebranche, gefolgt von Handelsketten - sicher auch aus dem Diskount Bereich. Es kracht derzeit gewaltig und wer weiß schon, wie lange das noch weitergehen wird, wer davon verschont bleiben wird.

Es galt mal in der Wirtschaft das Gebot, dass in guten Zeiten für schlechte zurückgelegt wird. Es galt dagegen nicht, dass sich wenige alles Geld in die Tasche stecken und wenn es dann ein wenig enger wird, sich nicht mehr daran erinnern mögen und sogar (laut) nach Hilfe schreien - und abertausende redliche Arbeitnehmer unter dieser Art der Mißwirtschaft leiden müssen. Irgendwie habe ich freie Marktwirtschaft anders verstanden und es wäre sehr nachvollziehbar, wenn da Steine flögen und viele Führungskräfte zur Verantwortung gezogen werden würden. Warum scherrt das aber keinen und warum ist der Staat jetzt der Heilsbringer, auf den sonst alle schimpfen und dem man möglichst wenig Steuern überlassen möchte?

Das geht so nicht weiter! Wir sind sicher, dass nachhaltigen und fairen Unternehmen - insbesondere in einem regionalen Kontext - eine große Zukunft bevor steht. Wenn sie es richtig angehen, die Chancen nutzen, die aus Fehler des Globalisierungsdrangs entstanden sind und sich zurück auf den Kunden besinnen. Einfach eigentlich, nur so gar nicht selbstverständlich, wie auch einige Beiträge in diesem Blog zeigen.

Ob diese nachhaltigen Unternehmer dann auf die Wiege (cradle to cradle) setzen, sich vornehmen ihren Kunden zuzuhören, diese in ihre Wertschöpfungsprozesse einbeziehen oder etwas innovativ nachhaltig Neues entwickeln, ist unerheblich. Wichtig ist es an seinen Weg zu glauben, eng an den Menschen im eigenen Umfeld zu bleiben, neu zu denken, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und neu zu handeln. Da wird Fernsehwerbung dann z. B. eine sehr untergeordnete Rolle spielen: Zum einen sind die Leitmedien heute Internet und Mobilphone und zum anderen bedeutet Fernsehwerbung (… und nicht nur die!) einen Preisaufschlag auf das Produkt. Wenn diese Werbeform und klassische Werbung generell überlebt, dann nur, wenn die Anbieter den Prosumenten transparent machen, wieviel mehr sie für das Produkt aufgrund dieser Werbung zahlen müssen. Auf einer solchen Basis kann sich dann jeder selbst entscheiden, ob er das finanzieren möchte oder nicht. Das gilt übrigens auch für Mieten.

Es gibt viele spannende Ansätze und die Schnellen werden die Langsamen und nicht die Großen die Kleinen überholen. Seid mutig … und natürlich hilft das Zunft[institut] gerne in diesen Prozessen, den Perspektiventwicklungen und als begleitender Partner - individuell, fair und ganzheitlich (dieser Werbesatz kostet Sie bei der Inanspruchnahme unserer Dienste keinen Cent mehr ;-)) versprochen).

… oder Von einem Einkäufer, der auszog, um an Frankfurt vorbei zu fahren.

„Hinten kackt die Ente“ heißt es in meiner Schafkopfrunde, wenn der letzte Stich das Spiel entscheidet. Ähnlich ist es auch mit dem Jahresergebnis des Einzelhandels: Weihnachten gut – alles gut. Daher sollte diese Saison gut vorbereitet sein. Früher geschah das überwiegend auf der Herbstmesse in Frankfurt. Sortimentsthemen wurden definiert, Ware geblockt, Taschenrechner bemüht. Das war früher. Heute ist die Messe eher zu einer Veranstaltung geworden, die dem interessierten Fachpublikum, das ungern nach China fliegt, die Möglichkeit gibt „Kleinasien“ zu spielen.

Heute ziehen sich immer mehr Aussteller zurück. Das liegt sicherlich auch an den Kosten, die ja auch für den Messebesucher in Frankfurt erheblich sind. Es liegt aber auch daran, dass es kein erkennbares Konzept mehr gibt – die Messe ist zu einer riesigen Gemischtwarenhandlung mit Ramschtendenz geworden.

Wo sind die Alternativen? Die lieben Außendienstmitarbeiter, die eh schon vor der Messe auf der Matte stehen, damit man das Geld nicht aus Versehen dem Falschen gibt? Alles so machen wie im letzten Jahr?

Unsere Lösung: Ausflüge machen. In Herning, Birmingham, Paris oder Mailand, findet man auch schöne Sachen und am Messeeingang hört man sogar ein „herzlich Willkommen“.

P.S. Sollte eine Firma in der Nähe der Route liegen, wird sie besucht. Dabei kommt meist das Beste raus, zumindest gibt es dort keine lauwarmen Würstchen und abgestandenen Kaffee…

Andreas Langholz
Coledampfs Küchenkulturzentrum

… nur eingestellt von Olli Selaff

Unglaublich euphorisch und überzeugend diskutiert Prof. Dr. Michael Braungart von EPEA  mit über 100 Experten und mehr als 50 Anbieter, wie Cradle to Cradle (freie Übersetzung “von der Wiege zur Wiege”) in der Praxis funktioniert. 

Nicht nur Unternehmen wie Nike oder KLM haben innovative Konzepte vorgestellt, auch kleinere Unternehmen, wie Trigema haben sich mit Cradle to Cradle beschäftigt und uns T-Shirts präsentiert, die kompostierbar sind. Die Stimmung ist unglaublich positiv, Networking wird gross geschrieben, Konkurrenz gibt es nicht, da alle wissen, dass nur gemeinsam zukunftsweisende Entwicklungen entstehen können. 

Und die sind dringend nötig. Die prominenten internationalen Referenten wie der US-Architekturprofessors William McDonough,  MBDC (McDonough Braungart Design Chemistry), bis zu Janine James, The Moderns, einer der führenden US-Brand-Strateginnen und Zukunfts-Visionärin im Bereich Nachhaltigkeit, machen einen immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig schnelles Handeln ist. Spannend auch die Vorreiter aus den Niederlanden, die als erstes Land auf dem Weg zur einer Cradle to Cradle-Gesellschaft sind. Ich fühle mich inspiriert, verstanden und animiert,  die Idee nach aussen zu tragen und zu kommunizieren. Denn auch die Kommunikation wird neue Wege beschreiten, Formen finden, die es ermöglichen, diese tollen Produkte und Ideen in die Gesellschaft zu tragen, sie den Konsumenten zu vermitteln und auch sie zu nachhaltigem Handeln zu animieren. Denn jeder kann und sollte etwas tun, um die Erde wieder lebenswerter zu machen. Und da gibt es noch viel zu tun. 

Einige Besucher der Nutec sprechen auch von der zweiten industriellen Revolution, und viele sind sich einig, dass das neue Cradle to Cradle-Prinzip in die Geschichte eingehen wird….ich auch.

Wer wissen will, was zu diesen Begriffen in Deutschland und der Welt geht, der schaut in den LOHAS & Lifestyle Blog von LOHAS.de und Peter Parwan. Hier finden sich vom Eco-Store von C&A, über Trends und Elektroautos bis hin zur Werteentwicklung - schlicht ALLES. Mit Hintergründen, weiterführenden Links und Wissen vom Fachmann. Und wenn es ein mehr an Infos braucht: Einfach Peter Parwan direkt ansprechen. Der Mann ist freundlich, hilfsbereit und kennt sich in diesem Themensprektrum intim aus. Er weiß um Akteure, Coaches, Begleiter, Treiber, Ermöglicher und wertige Berater - in diesen stürmischen Zeiten des Wandels.

… obwohl diese Manufaktur nicht nur Seife macht, nein, besonders nett fand ich die Honigbäder mit Lavendel, Melisse oder Sandelholz. Ein wirkliches tolles Geschenk.

Amba Honigbad Rosengarten

Amba Honigbad Rosengarten

Und auch die Molke-Meersalz-Badezusätze erscheinen mir wirklich attraktiv:

amba Molke-Meersalz Bad mit Lavendel

amba Molke-Meersalz Bad mit Lavendel

Und natürlich gibt es Seifen:

Seife Rosengarten & Lavendel

Seife Rosengarten & Lavendel

Auch bei der amba gilt: Nur natürliche Zusätze, möglichst aus biologischen Anbau und der Glycerin bleibt als einer der wichtigsten pflegenden und rückfettenden Bestandteile in der Seife. Zudem werden meist ätherische Öle verwendet - was bei wirklich nicht allen Seifen der Fall ist. Ein wirkliches Beispiel für eine sinnhafte, naturnahe und nachhaltige Tätigkeit - die anderen zudem Freude bringt. Und alles ist mit der Hand gemacht. Wenn Sie jetzt Glück haben und in oder um Berlin wohnen, finden Sie amba auf insgesamt drei Berliner Weihnachtsmärkten, u. a. auf dem Gendarmenmarkt, vertreten. Damit wären die Geschenke dann wohl sicher …

Und amba hat auch noch Airsprays, Körperöle und Seifenablagen. Wirklich ein schönes Sortiment. Wer jetzt mehr darüber wissen möchte, schaut bei Zunft[wissen] oder auf der amba Site.

Die erste Seifen-Manufaktur in dieser Seifen-Reihe war übrigens Kunya aus Erbach im Odenwald.

Zum Abschluss unserer kleinen Wochenend-Tour über den 2. Zunft[tag] Ruhr  in Essen und einen Abstecher zur Destillerie Dwersteg in Steinfurt haben wir der Pro-Bio in Herford am Samstag Nachmittag einen kleinen Besuch abgestattet.

Die Messe im Alten Güterbahnhof war gut ausgeschildert, der Veranstaltungsort selbst schien mir noch etwas provisorisch. Allerdings hatten rund 100 Aussteller ihren Weg dorthin gefunden, gut 70% - laut Veranstalter - aus der Region. So fand sich ein abwechslungsreiches Angebot mit zahlreichen Verköstigungsstationen. Im Mittelpunkt stand eine Showküche, auf der dann auch kräftig gewerkelt wurde. Also - zusammen mit dem günstigen Eintrittspreis von Euro 4.- und kostenlosen Parkplätzen - beste Voraussetzungen für viele Besucher.

Die Fülle war für einen Samstag Nachmittag ok, der Bereich mit der Showküche zog allerdings eher weniger Zuschauer an bzw. lud nicht wirklich zum Verweilen ein. Das war sowohl für die Köche als auch für die geplanten Fach-Vorträge sehr schade. Es hatte eher die Anmutung eines Bierzeltes, in dem die Gespräche am Tisch wesentlicher waren als die Menschen auf der Bühne. Und das trotz sehr guter Technik, mehrerer Leinwände und Monitore sowie einer Kamera.

Vorschlag fürs nächste Mal: Entweder keinen Fachteil oder eine klare Abgrenzung dieses Bereiches inkl. einer richtigen Bestuhlung - und dann nicht am Samstag-Abend! Und noch ein Tipp: Einen Fachteil entsprechend mit einem - wenn auch kleinen - Teilnahmebetrag im Bereich von Euro 40-60.- belegen, der vorab zu zahlen ist. So ist dann meist gewährleistet, dass die die sich angemeldet haben auch kommen.

… lieferte dieser 2. Zunft[tag] im Rahmen der Veranstaltungsreihe Essens Kreative Klasse auf Zollverein. Ein spannender Nachmittag, der eben mit Impulsen und Beispielen für kleine Unternehmen und Unternehmer angereichert war. Da wurden die unterschiedlichsten Themen beleuchtet: von der Bedeutung der Innovation, über Bündelungsstrategien für Handwerker, Online-Schmuck-Verkauf (sehr, sehr schöne Stücke, die auch live zu sehen waren), Charakteristiken und Definitionsversuche der kulturell-kreativen Klasse, der Entschleunigung des Handels, bis hin zu Untersuchungen des Kaufverhaltens der LOHASen und grüner Architektur.

Wer da war wird bestätigen: Da war sicher für jeden etwas dabei - und es wurden viele Gesprächs- und Diskussionsansätze geschaffen. Und vielleicht ja auch Anknüpfungspunkte für Kooperationen und ganz neue Projekte. So stand auch bei dieser Veranstaltung die Bündelung von vielen kleinen Kräften zu einer großen Kraft im Vordergrund.

Die meisten Vorträge vom Zunft[tag] finden Sie hier: Nachbereitung des 2. Zunft[tages]

Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass es einige kritische Töne gab. Töne, die die mangelnde Unterstützung durch die politische Klasse bemängelten - genau wie den Filz und die Cliquen-Bildung rund um die Geldtöpfe des Mega-Projektes Kulturhauptstadt Essen 2010 - so meine ganz persönliche Wahrnehmung. Als klassischer Top-Down-Prozess angelegt, liegt die Vermutung nahe, dass das Gross der Mittel oben hängen bleibt, der eigenen Status-Sicherung dient und dass unten bei denen, die dieses Projekt letztlich leben und tragen sollen, nichts mehr oder wenig ankommt. Da hinken dann auch Vergleiche mit der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas Liverpool und entsprechende Hinweise darauf, dass es dort ja auch nicht wirklich gut klappen würde und eine zu hohe Erwartungshaltung gegenüber den Verantwortlichen in Essen nicht gerechtfertigt wäre. Zum einen glaube ich an den europäischen Gedanken, der in diesem Falle nahelegen würde in Liverpool mal nach den lessons learned - zu fragen. Schließlich ist noch ein gutes Jahr Zeit diese zu berücksichtigen und zum zweiten finden sich dort ja vielleicht ähnliche Strukturen wie bei uns, so dass auch in Liverpool viel Geld in nutzlosen und unsichtbaren Strukturen versickert sein könnte. Da solche Projekte zu großen Teilen mit Steuergeldern gefördert werden, sollte eigentlich jeder Bürger Europas hier Rechenschaft verlangen dürfen … so wäre eine totale Transparenz solcher Vorhaben wichtig und vor allem eines: Nachhaltig.

Aber solche Anmerkungen und Nachfragen sind meist nicht schicklich, wohl aber meine wiederum ganz persönlichen lessons learned u. a. aus der Misswirtschaft der Banken. Ich will und werde solche Fragen stellen - auch wenn es keine Antworten sondern nur Ausreden und Schweigen darauf gibt.

Vielleicht - oder besser hoffentlich - haben Sie sich gewundert, dass hier in den letzten Tagen nicht so viel gelaufen ist. Das lag an eben dieser “Tour”. Ich bin vom 2. Zunft[tag] in Essen in Richtung der Destillerie Dwersteg gefahren, um die Reise dann mit einem Besuch auf der Pro-Bio in Herford zu komplettieren.

In diesen Tagen habe ich eine Menge Spannendes gesehen, viel gelernt und registriert, dass viele noch immer nicht aufgewacht sind. Viele haben den Wandel (noch) nicht bemerkt. Gewerkschaften wollen heute “ein Anker im Meer des Wandels” (O-Ton Brand eins “Improvisation”) sein - nur: Wieviele haben denn bemerkt, dass sie auf einem Schiff sind, dass es abgelegt hat und das draußen schwere See - oder wie wir in Hamburg sagen - Hack ist? Anyway. Ich werde die nächsten Tage nutzen, Ihnen die Geschichten zu erzählen.

Das sind zwei von vielen Fragen, die am

24. und 25. Oktober auf den

Bayreuther Dialogen 2008

bewegen werden. Bei der Veranstaltung dreht sich alles um die “Moralisierung der Märkte - neue ohnMacht des Konsumenten?!”

Wird der Konsument nur beeinflusst?
Welche Rolle spielt Moral im Handel zwischen Unternehmen?

Zu den diesjährigen Referenten zählen unter anderem:

- Prof. Dr. Hansjörg Elshorst - Vorsitzender des Beirats von Transparency International
- Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe
- Jürgen Jaworski, Geschäftsführer bei 3M
- Prof. Dr. Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie, Fulda
- Prof. Dr. Matthias Schmidt, Geschäftsführer der Klaus Dieter-Trayser-Stiftung
- Prof. Dr. Nico Stehr, Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University
- Rainer Brüderle, Stellv. Bundes-Fraktionsvorsitzender der FDP
- Dr. Michael Kern, CEO von A.T.U.

… und viele andere.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Website Bayreuther Dialoge.

Obwohl wir uns einige Fragen zum Thema bereits beantwortet haben - bei uns heißen die Konsumenten eben deshalb Prosumenten -, birgt diese Veranstaltung sicher spannende Diskussionen und Sichtweisen aus der Praxis.

Etwas in eigener Sache: Das Zunft[institut] hat sein Seminarangebot um drei weitere Formate erweitert. So gibt es jetzt ein Orientierungs-Seminar “Die Herausforderung Nachhaltigkeit - Vom Modebegriff zum Wirtschaftsfaktor”, das sich für alle eignet, die sich einen Überblick verschaffen und in erste konkrete Fragestellungen einsteigen möchten. Ferner ist im Bereich Kommunikation “Sender ohne Empfänger - Neues Denken für neue Kommunikation” hinzugekommen. “Da geht noch was: Faktor Mensch - Wer nichts will bekommt auch nichts” beschäftigt sich eben mit dem Menschen und Mitarbeiter im Nachhaltigkeitsprozess. Die Detailprogramme sowie die genauen Termine werden in Kürze verfügbar sein. Neben offenen Veranstaltungen können alle Seminar auch firmenintern gebucht werden. Und natürlich sind die Erstformate “Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmischen Zeiten” sowie “Pragmatische Erneuerung - Schaffung von neuen Sicht- und Handlungsweisen” weiterhin im Angebot.

Details zu diesem Programm finden Sie an deser Stelle.  

… ist der Titel einer Veranstaltung im Gotheanum in Dornach/Schweiz am 13. und 14. September 2008. In Kolloquien sollen Brücken zwischen innerer und äußerer Nachhaltigkeitsarbeit geschlagen werden, um die “Welt der Menschen mit Natur, Kosmos und Erde” wieder zu verbinden.

Ich finde das hört sich spannend an - auch und gerade weil ein wenig undogmatische Spiritualität im Spiel ist. Leider ist der Meldeschluss schon am 30.08.08 - aber ich denke nachhaltig agierende Einrichtungen sind so flexibel auch Nachzüglern eine Chance zu geben.

So scheint das Thema Nachhaltigkeit wirklich sehr weite Kreise zu ziehen - auch im anthroposophischen Umfeld ist es angekommen. Anderseits werden einige vielleicht sagen, dass eben die Anthroposophen schon immer nachhaltig waren. Anyway. In jedem Fall ist die Verbindung des Wortes “nachhaltig” mit dem Wort “Schicksal” drastisch - vielleicht sogar aufrüttelnd.

Ich würde uns allen wünschen, dass wir wöchendlich eine solche Veranstaltung in Deutschland oder sogar parallel in den Metropolregionen haben. Damit das Thema präsenter und anfassbarer wird, damit sich Menschen darüber austauschen können. Sollte Ihnen eine solche Veranstaltung “über den Weg laufen”, zögern Sie nicht an dieser Stelle darüber zu berichten.

Einmal ein Hinweis in eigener Sache: Ab Herbst 2008 bietet das Zunft[institut] eine erste Serie von Seminaren rund um die Themen Innovation, Trends, Kommunikation und Wissen im Kontext zur Nachhaltigkeit an.

Uns lagen bei der Konzeption insbesondere die pragmatische Ausrichtung, ein inspirierendes Umfeld und die faire Preisgestaltung am Herzen. So werden die ersten beiden Seminare bereits im Oktober im Bregenzerwald stattfinden, der zu dieser Jahreszeit noch immer mit seiner Schönheit lockt. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die Seminarkosten die Unterbringung bereits beinhalten. Haben Sie Lust auf einen Perspektivwechsel und neue, inspirierende Impulse?

07. bis 09. Oktober 2008:

Der Wandel geschieht - Perspektiven für stürmische Zeiten

28. bis 30. Oktober 2008:

Wissen, Nachhaltgkeit und Innovation - Der Kreislauf für zukünfige Innovationen

Nährere Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website …

Die Seminare finden in Kooperation mit Trends & Wege  statt, die weitere Seminare rund um Innovation anbieten.

Die Veranstaltung am gestrigen Mittwoch im eindrucksvollen, vom Architekturbüro Behnisch entworfenen Musem für Kommunikation in Frankfurt war mit rund 350 Teilnehmer sehr gut besucht. So ließ es sich auch nicht vermeiden, dass sich sogar eine längere Schlange vor der Tür bildete. Ein Thema also, dass viele bewegt?!!

Unter der Federführung des LOHAS-Kompetenz-Centers in Zusammenarbeit mit dem Orga-Team Medienmittwoch Frankfurt und dem Zunft[institut] gelang es, interessante Podiumsteilnehmer (Verantwortliche von IVY - ist Efeu auf Englisch! Ahhh!, memo, FLP - fairflowers, LOHAS.de und AC Nielsen) zusammen zu bringen.

Ich selbst habe einige Impulse aus Frankfurt mitgebracht:

> LOHAS als Zielgruppe zu nutzen und zu behandeln ist nicht schlau
> Studien (hier über LOHAS) sind - wie immer ;-) - schwierig und bringen ihre Gegenstudie gleich mit
> Es gilt in der Tat das Marketing nachhaltig zu verändern und bisher wurde dieser Weg weder eindeutig identifiziert noch ansatzweise die erste Etappe des Weges massgeblich beschritten - wie erklärt es sich sonst, dass der gut 2 Jahre alte Frosta-Blog noch immer als Best-Practice herhalten muss?
> … dennoch tut sich etwas.

Schön wäre es, mehr solche Veranstaltungen überall im Land ins Leben zu rufen und gleichzeitig eine so große Beteiligung zu haben. Schön wäre es auch, sich häufiger an fairen und noch dazu fantastischen Rosen - die es dort als Geschenk von FLP gab - zu erfreuen. Nicht verschweigen möchte ich die kritischen Töne, die vielleicht auch den fehlenden Patentrezepten geschuldet sind, letztlich aber den Prozess massgeblich mit voran bringen. Den Prozess ein nachhaltiges Marketing zu schaffen, das transparent und offen agiert sowie seine Kunden endlich in den Mittelpunkt stellt.

Am 7. Juli fand in Berlin eine interessante Veranstaltung unseres Kooperationspartners “Stratum Consult” statt, ein “24 Stunden Beratungsmarathon” für junge Unternehmer und Existenzgründer im Rahmen der Initiative “365 Orte im Land der Ideen”. Spannend war eine Podiumsdiskussion, die von Peter Unfried, dem stellvertretenden Chefredakteur der TAZ moderiert wurde ( - die Besetzung des Podium findet sich hier). Klar zu erkennen war, dass Themen wie Vernetzung, CSR und Haltung das Plenum und das Podium am stärksten interessierten, erfreulich war auch, dass die Positionen der Die Zunft AG, die ich auf dem Podium vertreten konnte, auf eine erfreuliche Zustimmung stiessen. Man kann also auch hier erwarten, dass sich die ja schon heute sehr umfänglichen Netzwerkstrukturen weiter entwickeln werden. 

Anbei auch ein Hinweis auf zwei interessante Veranstaltungen zu den Themenbereichen LOHAS und nachhaltige Entwicklung im Juli. Am 9. Juli 2008 referieren Klaus Burmeister, Aufsichtsrat der “Die Zunft AG” und Klaus Kofler, Mitgründer des Zunft[instituts] beim “Medienmittwoch” in Frankfurt zum Thema “Konventionelles Marketing war gestern!? - Stellen die LOHAS die Kommunikation auf den Kopf?” - das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

Am 07. Juli nehme ich - Christoph Hinderfeld - für die “Die Zunft AG” und das Zunft[institut] am “24 Stunden Beratungsmarathon” in Berlin auf dem Podium zum Thema “Ist die Zeit reif für die neuen Unternehmer?” Stellung - das Veranstaltungsprogramm findet sich hier.

Für alle diejenigen, die den 1. Zunft[tag] Mittelhaardt - Kurpfalz verpasst haben oder aber diejenigen, die diesen Tag nochmals an sich vorbei ziehen lassen möchten, gibt es seit heute drei kleine Videos. Sie finden diese im “Kanal der guten Dinge”: Zunft[TV] - Bereich Veranstaltungen. Thematisch gegliedert sind diese Videos wie folgt: Veranstaltungs-Auftakt mit den Grußworten der lokalen politischen Vertreter, Impulsvorträge inkl. der Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit mit politischen Vertretern und Workshops mit dem anschließenden “Mercato del Gusto”.
Riskieren Sie doch mal einen Blick!

Ich möchte auf eine Veranstaltung im Oktober hinweisen, für die wir noch weitere Vorschläge und Mitstreiter suchen - den 2. Zunft[tag] Ruhr. Dieser ist anlässlich der Reihe “Essens kreative Klasse” für den Oktober 2008 geplant. Der genaue Termin wird in den nächsten Wochen festgelegt. Die Veranstaltung soll an spannenden Orten des Weltkulturerbes Zollverein in Essen stattfinden. Der Zunft[tag] wird sich mit Fragen des nachhaltigen Konsums, mit Designthemen, der Entwicklung von Netzwerken und der Clusterbündelung, mit Themen der Regionalisierung und mit Kooperationsmodellen im Handwerk beschäftigen. Weitere Informationen finden sich hier.

Vorträge des 2. Zunft[tag] Ruhr vom 17. Oktober 2008 online

Am Freitag, 17. Oktober 2008 fand der "2. Zunft[tag] Ruhr" anlässlich der Reihe "Essens kreative Klasse" auf der Zeche Zollverein in Essen statt. Die Vorträge und Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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