Adventskalender sind für Kinder. Wir überlassen dieses wunderbare Ritual unserem Nachwuchs und doch wünscht sich so mancher in der Elternrolle insgeheim auch einen. Es geht um das Gefühl, sich am Abend auf den nächsten Morgen zu freuen. Auf ein kleines Geschenk, das in seinen Details meist noch unbekannt ist. Ein Bild, eine Stück Schokolade, einen Moment des Innehaltens in den üblichen Abläufen.
An diesem 1. Advent entstand spontan, während eines Seminars im Rheinland, die Idee für einen “erwachsenen” Adventskalender (jenseits der virtuellen Tombola-Versionen, die so durch’s Netz geistern): Einen Adventskalender, den jeder für sich individuell gestalten kann. Das Seminar drehte sich um persönliche Entwicklung und darum, Dinge in einem anderen Rahmen zu betrachten. Wir reframen den Adventskalender.
Hier findet sich eine Liste mit ersten Ideen, die man für seinen persönlichen Adventskalender nutzen kann. Es geht darum, in einem befristeten Zeitraum (24 Tage) jeden Tag bewußt etwas für sich und seine Entwicklung zu tun, das man sonst nicht täte. Und es geht darum, sich darauf zu freuen. Wenn Ihnen weitere Ideen einfallen, bietet sich dieses Blog-Medium optimal an, diese als Kommentar zu “posten” und damit die Liste beliebig zu erweitern.
Ideen für einen Adventskalender persönlicher Entwicklung:
Jeden Tag, also 24 mal, ….
…eine Minute an NICHTS denken
…eine Seite in einem Buch lesen, das schon lange darauf wartet
…ein Kurzgedicht verfassen
…(mindestens) einen Euro an etwas sinnvolles abgeben
…einen weiteren Pro-Punkt auf einer Zielliste notieren
…24 Minuten lang Liebe machen
…einen Gegenstand aus dem Haushalt verschenken/entsorgen
…ein kreatives Kochrezept ausdenken und aufschreiben
…bewußt jemanden zum Lachen bringen
…fünf Minuten bewußt mit einem Kollegen/Mitarbeiter/Nachbarn sprechen
…einen Verbesserungsvorschlag für die Abteilung der Arbeitsstelle formulieren
…eine (andere) Yoga-Übung ausprobieren
…bewußt mal wieder Kind sein
…beten
…fünf Minuten für mich
…zehn sit-ups machen und danach ein Stück Schokolade essen
…fünf Minuten bewußt an die persönliche Entwicklung denken
…eine Freundin/Freund anrufen oder einen kurzen Brief schreiben
…den Tag reflektieren
…
Natürlich ist es auch möglich, jeden Tag “potenziert” eine Tat länger zu tun: z.B. am 1. Dez. eine Seite lesen, am 2. Dez zwei Seiten, usw.. Wer am 24.12. vorraussichtlich keine Zeit für 24 Seiten Lesen hat, kehrt das Ganze einfach um und liest am 1. Dez 24 Seiten, sodaß er an Heiligabend nur noch eine zu lesen hat. Dann hat man 300 Seiten gelesen. Und bei einer Minute mehr ”an NICHTS denken” pro Tag wären das 5 Stunden Denken an NICHTS, die man sonst vermutlich nicht erlebt hätte.
Viel Spaß! Wir sind auch gespannt auf IHRE Ideen.
Entstanden am Sonntag, den 30.11.2008 während eines NLP-Seminars des IFGPE in Mönchengladbach-Neuwerk unter Mitwirkung von Brigitte Godizart, Christian Ehrke, Claus Radmacher, Conny Brüßelbach, Edy Peschen, Elke Klama, Esther Ninno, Heiko Brauner, Kerstin Tümmler, Manuela Gärtner, Marion Süßmilch, Silke Strötges, Stefanie Löw, Dr. Susan Eickenberg, Tanja Schnetzer, Werner Ruthmann, Alexander von Keyserlingk.




